Alfred Andreas Heiß – ein klares Zeugnis in dunkler Zeit

Wie wir aus der Demoskopie wissen, veranlasst die Schweigespirale die meisten Menschen dazu, ein Bekenntnis zur eigenen Meinung zu unterdrücken. Wer wagt es schon, seine abweichende Meinung gegen eine Mehrheit kundzutun ? Um so erstaunlicher ist das Zeugnis jener Märtyrer, die gegen eine erdrückende Mehrheit und unter Lebensgefahr ein Bekenntnis für ihre Überzeugung abgelegt haben. Dies waren allein in der Zeit des Nationalsozialismus viertausend katholische Priester und zweihundert evangelische Pastoren. Sie alle fanden den Tod gemäß Christi Wort:“ Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ Zu diesen Märtyrern gehört aber auch eine unüberschaubare Zahl von Laien, deren Mut und Gewissen stärker waren als die Todesangst. Einer von ihnen ist der Justizangestellte Alfred Andreas Heiß. Er ist 1904 in Triebenreuth in Oberfranken geboren. Durch Fleiß und Ausdauer erwarb er in der schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die Position eines Verwaltungs- angestellten in Stadtsteinach. Fotos aus dieser Zeit zeigen Alfred Heiß als fröhlichen Fußballspieler, als Wanderer und als geselligen Gast auf Faschingsveranstaltungen. Um beruflich vorwärts zu kommen und auch um von der weiten Welt etwas mehr zu sehen, ging er schließlich nach Berlin, wo er beim Arbeitsgericht tätig war.
Er fand Anschluss in der katholischen Gemeinde, besuchte Fortbildungskurse und arbeitete in der Freizeit auch für Kaplan Fahsel. Dieser hatte in ganz Deutschland eine Vortragstätigkeit entfaltet, welche ihn in Konflikt mit den Nationalsozialisten brachte, weshalb er 1933 in die Schweiz emigrieren musste. 1934 verbrachte Heiß seinen Urlaub in der fränkischen Heimat. Im Gespräch mit Triebenreuthern äußerte er, dass die Ursachen für den Reichstagsbrand noch nicht geklärt seien. Er glaube auf keinen Fall, dass der Täter in das Reichstagsgebäude gelangt wäre, wenn ihm die Nationalsozialisten nicht absichtlich dazu verholfen hätten. Seine Gesprächspartner zeigten ihn an. Heiß wurde verhaftet und sofort aus dem Dienst entlassen. Seinen Verrätern und Belastungszeugen verzieh er großmütig. Schließlich fand er wieder eine Beschäftigung. 1940 lehnte er es als Soldat ab, eine Uniform mit Hakenkreuz zu tragen. „Da der Nationalsozialismus antichristlich eingestellt ist, muss ich es ablehnen, für den nationalsozialistischen Staat Dienst als Soldat zu tun.“ (Aus der Anklageschrift des Reichskriegsgerichtes). In der Gefängniszelle erlebte er die totale Einsamkeit. Es gab keinen Besuch. Ohne jede Aussicht auf menschliche Hilfe blieb er seinem Gewissen treu.. Er war allein gegen Millionen. Nur glaubensstarke Zeiten bringen derart mutige Zeugen hervor.
Erwartungsgemäß wurde er „wegen Zersetzung der Wehrkraft“ zum Tode verurteilt und am 24.09.1940 hingerichtet. In seinem Abschiedsbrief heißt es u.a. : „Haltet fest an Christus und an seiner Kirche !“ Das Zeugnis von Alfred Andreas Heiß ist erschütternd. Ein hoffnungs- voller junger Mensch muss für sein Gewissen in den Tod gehen. Ein Mensch von dieser Glaubenskraft und von diesem Opfermut ist so rein, dass er wohl von Gott sofort in den Zustand der Seligen aufgenommen wird. Märtyrer sind Heilige. Tröstlich ist hier ein Gedanke von Georges Bernanos:“ Ein paar Sekunden Ewigkeit werden alles wieder in Ordnung bringen!“.

Eduard Werner

Quelle: Eduard Werner: Helden und Heilige in Diktaturen, Media Maria Verlag, Illertissen 2017

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Die Gebrüder Baiz – Verfolgte der Hitlerdiktatur

Es wird immer noch viel über die Hitlerzeit diskutiert. Manchmal kann man von Jüngeren hören: „Die Alten haben total versagt! Wie konnten sie im Dritten Reich mitmachen! Sie hätten Widerstand leisten müssen!“
Doch man fragt sich: Wären die heutigen Generationen wirklich besser? Laufen wir nicht auch am liebsten dem großen Haufen – immer dem Zeitgeist, dem gerade Modernen – hinterher? Zum Beispiel: Wie viele von uns Christen verteidigen wirklich unseren Glauben, obwohl es keine Verfolgung sondern höchstens Verachtung kostet?
Mancher fragt wohl zurecht: Wenn wir die Not von 1932 wieder hätten, müsste dann nicht nur wieder der richtige „Rattenfänger“ auftauchen?
Sind die Menschen heute nicht noch viel leichter zu verführen, weil sie meist keinen festen Rückhalt mehr im Glauben haben und die modernen Medien etc. noch viel mehr Möglichkeiten zur Manipulation der Massen bieten.
Man kann aus der Geschichte viel lernen! Das folgende Schicksal der Gebrüder Baiz aus dem Allgäu zeigt, wie hart die Nazis im Dritten Reich sogar gegen den geringsten Widerstand vorgingen und wie gemein und hinterhältig „liebe“ Mitbürger und sogar bisherige Gegner Hitlers Andersdenkende zum Schweigen gebracht haben!
Das Klima der Angst führte zum „Nichts hören“, „Nichts sehen“ und „Nichts wissen“ wollen!
Wenn ich nicht noch aus den Erzählungen meines inzwischen längst verstorbenen Vaters von diesem Fall gewusst hätte und wenn nicht noch ein paar Angehörige etwas über die damaligen Vorkommnisse beitragen hätten können, wäre die Verfolgung der Gebrüder Baiz bald ganz vergessen worden. Mit Hilfe des Münchner Staatsarchivs konnte Genaueres ans Licht gebracht werden.
Das Geschlecht Baiz ist eines der ganz wenigen alten Geschlechter in Kleinweiler, deren Name in Kleinweiler seit über 200 Jahren noch fortlebt. Weiterlesen

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Prof. Dr. Hubert Gindert zum 85. Geburtstag

Am 12. Oktober 2018 kann Prof. Dr. Hubert Gindert seinen 85. Geburtstag feiern. Er ist Gründer, Sprecher und 1. Vorsitzender des „Forums Deutscher Katholiken“ und seit 1997 auch Chefredakteur der Zeitschrift „Der Fels“. Seit Jahrzehnten vollbringt er eine erstaunliche Arbeitsleistung, wobei ihn seine Familie in bewundernswerter Weise unterstützt. Während manch gut bezahlte Kirchenleute eher mit Abriss-Arbeiten an der Kirche beschäftigt sind, arbeitet Hubert Gindet ruhelos und ehrenamtlich für den Erhalt der Glaubenssubstanz. Reform bedeutet für ihn „Zurück zum Original, zurück zu den ursprünglichen Zielen der Kirche“. Eine Verfälschung des Glaubens nimmt er nicht widerspruchslos hin. Gilt doch für jeden Christen die Warnung des Apostels Paulus „Wehe mir, wenn ich das Wort Gottes nicht verkünde.“ Gerade der letzte Kongress „Freude am Glauben“ im Juli 2018 in Fulda zeigte wieder einmal, wie kraftvoll unter der Leitung von Professor Gindert der Glaube verkündet werden kann. Dass Kirchengemeinschaft und Eucharistiegemeinschaft untrennbar zusammen gehören, dass die Leiden der verfolgten Christen in Afrika und Asien nicht verschwiegen werden dürfen, und dass die Gender-Ideologie als widernatürlich benannt werden muss, sind u.a. Themen dieser Kongresse. Die Stimmung war auch dieses Mal wieder ausgezeichnet. Die Begegnungen und Gespräche mit gleich gestimmten Katholiken erhöhten auch dieses Mal wieder die „Freude am Glauben“. Wünschenswert wäre, dass künftig viel mehr Katholiken in den Genuss dieser hochkarätigen Vorträge kommen. Dank und Anerkennung der Kongressteilnehmer waren wieder einhellig. Man fragt sich immer wieder: Wie schafft Prof. Gindert diese Arbeitsleistung ohne großen Mitarbeiter-Apparat und ohne Unterstützung der Deutschen Bischofskonferenz? Bischof Heinz Josef Algermissen stellte bei seiner Ansprache fest: „Die Kirche in Deutschland weiß gar nicht, was sie an Ihnen hat!“ Ähnlich äußerte sich Weihbischof Athanasius Schneider. Die ehrenamtlichen Helfer vom Forum Deutscher Katholiken und der Fels-Redaktion sowie die Gemeinschaft all derer, die durch den Fels, durch das Forum Deutscher Katholiken und durch die Kongresse mit ihm verbunden sind, gratulieren Herrn Professor Gindert herzlich zum Geburtstag und hoffen noch auf eine Reihe weiterer guter Jahre.

Eduard Werner im Namen seiner Freunde

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Missbrauch des Missbrauchs. Ein Kommentar von Dr. Eduard Werner

Noch keine andere Organisation hat bis jetzt daran gedacht, Missbrauchsfälle, die in ihrer Organisation passiert sind, an die Öffentlichkeit zu bringen. Das hat bis jetzt nur die katholische Kirche getan – und das gleich in einem Zeitraum von 70 Jahren. Herauskam, dass über 1670 Priester Jugendliche sexuell missbraucht haben sollen. Man kann aber davon ausgehen, dass ein Teil davon falsche Anschuldigungen sind. In einer Diözese sind zwar nach Professor Manfred Lütz nur 6% der gemeldeten Fälle als falsche Anschuldigungen staatsanwaltschaftlich dokumentiert. Aber in 38 % der behandelten Fälle steht Aussage gegen Aussage. Um auf die gewünschte große Täter-Zahl zu kommen, muss man also den Rechtsgrundsatz „im Zweifelsfall für den Angeklagten“ umdrehen und in Zweifelsfall gegen den Angeklagten entscheiden. Nun wären 800 Täter auch eine schrecklich hohe Zahl. Jede einzelne Tat ist ein Verbrechen. Ein Rückgriff auf nur 30 Jahre – also auf eine Generation – wäre realistischer und gerechter gewesen. Denn die heutigen Priester, die überwiegend korrekt und opferbereit ihren Dienst tun, mit den Verbrechen früherer Generationen zu belasten, ist nicht gerecht sondern ein großes Unrecht. Außerdem hätte es die Zahl der Täter noch mal halbiert. Wahrscheinlich auf 400. Die Anklageschrift scheint noch einen anderen krassen Fehler zu haben. Sie zählt offensichtlich die damals in der ganzen Gesellschaft in Europa üblichen Ohrfeigen als Missbrauch. Eine klare Unterscheidung zwischen sexuellem Missbrauch und gewöhnlicher Ohrfeige fehlt offenbar. Die heutige Generation kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass Ohrfeigen und Prügel auch in den Schulen zum damaligen Erziehungskonzept gehörten. Mit Recht sind sie heute verboten. Wozu auch unterscheiden, wenn man an einer möglichst großen Zahl von Missbräuchen interessiert ist. Und: Niemand – auch kein Bischof – stellt sich heute schützend vor die große Zahl der guten Priester, die die Schande der Übeltäter erdulden müssen. Warum sind Kirchenfunktionäre an so großen Zahlen interessiert? Ist es deswegen, weil man nur mit einem riesengroßen Skandal zu „Reformen“ und vor allem zur Abschaffung des Zölibats zu kommen glaubt? Die Vorspiegelung so hoher Täter-Zahlen scheint eher ein publizistischer Missbrauch des sexuellen Missbrauchs zu sein. Heute wird gerne auch von Kirchenleuten der Zölibat für den Missbrauch verantwortlich gemacht, obwohl doch nun wirklich bekannt ist, dass die allermeisten sexuellen Missbräuche in den Familien, in Sportvereinen etc. geschehen. Weiterlesen

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Der selige Karl Leisner: Priester, Bekenner und Märtyrer in schwer bedrängter Zeit

Tausende von katholischen Geistlichen waren Opfer der nationalsozialistischen Diktatur, weil sie tapfer für die Glaubensgrundsätze der Kirche eintraten, sich für Verfolgte einsetzen oder mutige Predigten hielten. Zu den Märtyrern der NS-Zeit gehört auch der junge Priester Karl Leisner aus dem Bistum Münster.
Der Internationale Karl-Leisner-Kreis e.V. (IKLK) veranstaltete am 11. Mai 2018 auf dem Katholikentag in Münster eine Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Versöhnung im Krieg unter Feinden – Die geheime Priesterweihe von Karl Leisner im KZ Dachau 1944“.
Teilnehmer auf dem Podium waren neben Bischof Dr. Rudolf Voderholzer der emeritierte Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, der Publizist und Pfarrer i. R. Hans-Karl Seeger, Altpräsident des IKLK, der im niederrheinischen Kleve unweit von Leisners Elternhaus aufwuchs und der Historiker Dr. Christoph Kösters von der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn; der Mitherausgeber des Buches „Priester unter Hitlers Terror“. Kösters widmet sich seit langem der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Leisner.
Der Gesprächsrunde gelang es eindrucksvoll, das Leben und die Spiritualität des Seligen von verschiedenen Blickwinkeln aus zu würdigen.
Monika Kaiser-Haas, eine Nichte Leisners und Vizepräsidentin des IKLK, begrüßte die erwähnten Experten sowie Georg Walser (Redakteur des Michaelsbundes) als Podiums-Moderator; sie führte zugleich informativ ins Tagungsthema ein.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden Ausschnitte aus dem Dokumentations-Film „Christ aus Leidenschaft“ präsentiert. Darin geht es um Leisners Glauben und Wirken, auch um seine frohe Zeit in der katholischen Jugendbewegung, wo er „brennende Herzen für Christus“ kennenlernt. Weiterlesen

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Das tägliche Gebet – der Rosenkranz

Mittelpunkt unserer Gebete steht der dreifaltige Gott, dem wir unsere kindliche Liebe, Hingabe und Anbetung durch das Rosenkranzgebet zeigen wollen. Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria nimmt uns bei der Hand und führt uns zu Gott. Im Laufe der Zeit entstanden weltweit immer mehr Gnadenorte und Anbetungskapellen. Das Vertrauen auf die Fürsprache und Hilfe der Mutter Gottes hat die Menschen immer wieder veranlasst, zu diesen Marienwallfahrtsorten zu pilgern. Wie viele Rosenkränze mögen vor den jeweiligen Gnadenbildern schon gebetet worden sein? Keiner war umsonst. Der Rosenkranz ist ein wunderbares und wirkmächtiges Gebet. Seine Entstehung geht bis in das 13. Jahrhundert zurück und nahm nach verschiedenen Veränderungen im 14. und 15. Jahrhundert die uns heute bekannte Form an. Der Hauptförderer war ein gewisser Alanus von Rupe, ein Dominikaner, auf den die Legende von der Übergabe des Rosenkranzes an den hl. Dominikus durch die Jungfrau Maria zurückgeht. Er war es auch, der die erste Rosenkranzbruderschaft 1470 ins Leben rief, der weitere folgten.
Was aber war der konkrete Anlass für die Entstehung eines eigenen Festes zur Ehren der Rosenkranzkönigin? Dazu müssen wir wieder in die Geschichte schauen. Das Christentum hat schon seit seiner Entstehung immer auch unter Verfolgung gelitten. Ab dem 14. Jahrhundert fand ein unaufhaltsamer Vormarsch der Türken in Südosteuropa statt. Mit ihrer überlegenen Kavallerie eroberten sie dort viele Gebiete westlich des Schwarzen Meeres, dazu Serbien und Ungarn; außerdem unterwarfen sie Syrien, Arabien, Ägypten und Persien. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453, der Besetzung der Hagia Sophia und deren Umwandlung in eine Moschee, bedrohten sie zunehmend das östliche Mittelmeer. Die Bedrohung durch die Türken war nicht nur politscher und militärischer Art. Ihr Vormarsch bedeutete auch eine religiöse Bedrohung. Der Islam hatte das Ziel, seine Herrschaft über das Abendland auszudehnen. Die christlichen Völker Europas erkannten sehr deutlich, dass es bei diesem Kampf auch um ihre Religion ging. Aus diesem Grund bemühte sich der hl. Papst Pius V. um ein Bündnis der Flotten von Spanien, Venedig, Genua und Malta. In der berühmt gewordenen Seeschlacht bei Lepanto wurden die Türken am 7. Oktober 1571 vernichtend geschlagen. 15.000 christliche Sklaven, die auf den türkischen Galeeren als Ruderer dienen mussten, wurden dabei gerettet. Dieser Sieg wurde dem gemeinsamen Rosenkranzgebet der Rosenkranzbruderschaften zugeschrieben, so dass Pius V. für den jeweiligen Jahrestag dieses Sieges zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria vom Sieg eine eigene Festfeier anordnete. 1575 gestattete Papst Gregor XIII. allen Kirchen, in denen sich ein Rosenkranzaltar befand, dieses Fest als Rosenkranzfest zu begehen. Der liturgische Titel, den das Fest heute führt – Fest der seligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz – stammt vom hl. Papst Johannes XXIII. Leo XIII. weihte zuvor schon den Monat Oktober der Rosenkranzkönigin.
Der Rosenkranz wurde von den bedrängten Christen gebetet, da sie sich in dieser konkreten historisch politischen Situation nicht anders zu helfen wussten und die Gebete wurden erhört. Auch in unserer Zeit wird das Christentum bedroht. In vielen Ländern werden unsere Brüder bedrängt und verfolgt; in unseren westlichen einst christlich geprägten Gesellschaften bekämpft und untergräbt die teuflische Genderideologie die Gesetze und Gebote Gottes. Und auch bei uns ist der Islam auf dem Vormarsch. Ein Abendland, das weitgehend seine christlichen Wurzeln aufgegeben hat, darf sich nicht wundern, wenn es von einer anderen Religion, die durchaus missionarisch ist, langsam, aber sicher eingenommen wird. Es ist Zeit, auch den Rosenkranz hervorzuholen und zu beten. Die christliche Nächstenliebe verbietet uns, anderen Menschen, auch wenn sie in Irrtum und falscher Religion gefangen sind und eine gewisse Bedrohung darstellen, den Untergang zu wünschen. Ja, im Gegenteil, Christus lehrt uns sogar, unsere Feinde zu lieben und gerade deshalb wollen wir für ihre Bekehrung beten. Beten wir den Rosenkranz für die Verteidigung des katholischen Glaubens, beten wir ihn aber auch für die Bekehrung der Muslime. Gott ist Mensch geworden, um alle zu retten. Wir dürfen – beispielsweise angesichts der vielen muslimischen Flüchtlinge in unserem Land – keine Verachtung gegen sie in uns unterhalten, es muss uns ein aufrichtiges Anliegen sein, dass sie den einen und wahren Gott erkennen und zum Glauben an Ihn kommen. Die Mutter Gottes hat in Fatima nicht aufgehört, die Kinder aufzufordern, täglich den Rosenkranz für die Rettung der Seelen zu beten. Folgen auch wir diesem so wichtigen Aufruf Mariens. Unser emeritierter Papst Benedikt XVI. sagte einmal in einer Predigt: „Der Rosenkranz ist eine geistliche „Waffe“ im Kampf gegen das Böse, gegen jede Gewalt, für den Frieden in den Herzen, in den Familien, in der Gesellschaft und in der Welt“. Glauben wir daran, beten wir treu und eifrig dieses wunderbare Gebet.
Die Texte der Liturgie des Rosenkranzfestes sind gleichsam ein Kommentar und eine Ausweitung des Rosenkranzes. Die Hymnen und Antiphonen des göttlichen Offiziums folgen seinen verschiedenen Geheimnissen; die Lesungen singen sein Lob, und die vielen Hinweise auf die Jungfrau, die „aufblüht unter den Blumen, umkränzt von Rosen und Lilien des Feldes“, sind klare Anspielungen auf den Kranz mystischer Rosen, den die Andächtigen Maria flechten, wenn sie den Rosenkranz beten. Das Festgeheimnis will uns sagen, dass die Verehrung des Rosenkranzes zunächst einmal eine Verehrung Mariens ist; denn er ist nichts anderes als eine Betrachtung des Lebens der Gottesmutter und, wie wir noch sehen werden. ihres Sohnes, die von der Wiederholung des Englischen Grußes begleitet wird. Deshalb legt uns die Kirche dieses wertvolle Gebet so ans Herz. Im Tagesgebet (des alten lateinischen Ritus) flehen wir: „O Gott, durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung hat Dein eingeborener Sohn uns aufgetan die Schätze des ewigen Heiles; wir verehren diese Geheimnisse im Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria und bitten Dich: gib uns die Gnade, dass wir verwirklichen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen.“ Der Rosenkranz ist also zugleich Gebet und Schulung. Seine Geheimnisse lehren uns, dass im Leben Mariens alles in Beziehung zu Gott beurteilt wird: ihre Freuden bestehen in dem, was Gott gefällt, während ihre Leiden sich mit den Leiden ihres geliebten Sohnes innigst verbinden. Ihn verraten, gegeißelt, mit Dornen gekrönt, gekreuzigt zu sehen – alles zur Tilgung für der Menschen Schuld – ist ihr einziger Schmerz. Und die einzige Freude ihres mütterlichen Herzens ist Jesus: Ihm Mutter sein, Ihn mit ihren Armen umfangen, Ihn der Welt zur Anbetung darbieten, Ihn schauen in der Herrlichkeit der Auferstehung, Ihm im Himmel vereint sein. Das ist die erste Frucht, die wir aus dem Rosenkranzgebet gewinnen sollten: alle Ereignisse in unserem Leben in Beziehung zu Jesus sehen; sich an dem zu erfreuen, was Ihm gefällt, was uns Ihm näher bringt; aber leiden an der Sünde, die uns von Ihm trennen kann und Ursache für Sein Leiden und Sterben war. Die zweite Frucht, die der tägliche Rosenkranz uns schenkt, ist das allmähliche Eindringen in die Geheimnisse Christi selbst. Durch Maria und mit ihr, die uns das Tor aufschließt, hilft uns das Rosenkranzgebet in die unaussprechlichen Mysterien der Heilsgeschichte einzudringen. Niemand hat sie mehr erfasst und miterlebt als Maria und niemand anderer als sie vermag es deshalb, auch uns an ihnen teilnehmen zu lassen. Wenn wir uns beim Beten des Rosenkranzes darum bemühen, uns in geistigen Kontakt mit der Gottesmutter zu setzen, um sie auf ihren Lebenswegen zu begleiten, so können wir einiges von ihrer Herzensgesinnung bezüglich der großen Geheimnisse, deren Zeugin und oft auch Trägerin sie war, erfahren. Während unsere Lippen sprechen: „Gegrüßet seist du Maria“, bittet unser Herz: Lehre mich, Maria, Jesus so zu kennen und zu lieben, wie du es tust. Wir dürfen das Rosenkranzgebet noch anreichern, indem wir nach jedem Geheimnis die wunderbaren Worte Liebe und Hingabe, alles für Dich, o mein liebster Jesus und die ganze Menschheit beten.
In unserem Leben auf dieser Welt geht es einzig und allein darum, nach den Geboten und Gesetzen Gottes zu leben, zuzunehmen an Gottes- und Nächstenliebe, um das Ziel, das Ewige Leben in der Herrlichkeit des Himmels, zu erlangen. Das Sehnen unseres Herzens soll es sein, Gott einmal zu schauen von Angesicht zu Angesicht. Dies wollen wir nicht nur für uns erhoffen, sondern für alle Menschen, denn so will der Herr es auch. Wie wir gesehen haben, ist der Rosenkranz eines der vortrefflichsten Gebete, das uns gegeben ist. Die Heiligen wussten das. So schrieb der hl. Papst Johannes Paul II. einmal: „Das Rosenkranzgebet hat mich in Augenblicken der Freude und der Prüfung begleitet. Viele Sorgen habe ich in dieses Gebet hineingelegt und habe dadurch stets Stärkung und Trost erfahren. Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und Tiefe.“ Und vom hl. Pater Pio erzählt man, dass er ununterbrochen den Rosenkranz gebetet hat. Ja, die Heiligen wurden durch den Rosenkranz nicht nur tiefer hineingeführt in die Geheimnisse des Glaubens, sondern durften auch immer wieder aus den Händen Mariens viele, viele Gnaden durch ihn empfangen. Ihnen allen wollen wir uns anschließen.
„Betet täglich den Rosenkranz“ bittet Maria in Fatima die Seherkinder. Nehmen wir uns vor, ihn treu täglich zu beten in den vielen drängenden Anliegen unserer Zeit, mit großem Vertrauen auf die liebe Gottesmutter, die am Throne ihres göttlichen Sohnes alles erbitten wird, um was wir mit kindlichem Herzen flehen. Vergessen wir aber auch niemals zu danken. Denn je mehr wir Gott danken, um so mehr wird er uns schenken.
Im Mittelpunkt unserer Gebete steht der dreifaltige Gott, dem wir unsere kindliche Liebe, Hingabe und Anbetung durch das Rosenkranzgebet zeigen wollen. Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria nimmt uns bei der Hand und führt uns zu Gott. Im Laufe der Zeit entstanden weltweit immer mehr Gnadenorte und Anbetungskapellen. Das Vertrauen auf die Fürsprache und Hilfe der Mutter Gottes hat die Menschen immer wieder veranlasst, zu diesen Marienwallfahrtsorten zu pilgern. Wie viele Rosenkränze mögen vor den jeweiligen Gnadenbildern schon gebetet worden sein? Keiner war umsonst. Der Rosenkranz ist ein wunderbares und wirkmächtiges Gebet. Seine Entstehung geht bis in das 13. Jahrhundert zurück und nahm nach verschiedenen Veränderungen im 14. und 15. Jahrhundert die uns heute bekannte Form an. Der Hauptförderer war ein gewisser Alanus von Rupe, ein Dominikaner, auf den die Legende von der Übergabe des Rosenkranzes an den hl. Dominikus durch die Jungfrau Maria zurückgeht. Er war es auch, der die erste Rosenkranzbruderschaft 1470 ins Leben rief, der weitere folgten.
Was aber war der konkrete Anlass für die Entstehung eines eigenen Festes zur Ehren der Rosenkranzkönigin? Dazu müssen wir wieder in die Geschichte schauen. Das Christentum hat schon seit seiner Entstehung immer auch unter Verfolgung gelitten. Ab dem 14. Jahrhundert fand ein unaufhaltsamer Vormarsch der Türken in Südosteuropa statt. Mit ihrer überlegenen Kavallerie eroberten sie dort viele Gebiete westlich des Schwarzen Meeres, dazu Serbien und Ungarn; außerdem unterwarfen sie Syrien, Arabien, Ägypten und Persien. Nach der Eroberung Konstantinopels 1453, der Besetzung der Hagia Sophia und deren Umwandlung in eine Moschee, bedrohten sie zunehmend das östliche Mittelmeer. Die Bedrohung durch die Türken war nicht nur politscher und militärischer Art. Ihr Vormarsch bedeutete auch eine religiöse Bedrohung. Der Islam hatte das Ziel, seine Herrschaft über das Abendland auszudehnen. Die christlichen Völker Europas erkannten sehr deutlich, dass es bei diesem Kampf auch um ihre Religion ging. Aus diesem Grund bemühte sich der hl. Papst Pius V. um ein Bündnis der Flotten von Spanien, Venedig, Genua und Malta. In der berühmt gewordenen Seeschlacht bei Lepanto wurden die Türken am 7. Oktober 1571 vernichtend geschlagen. 15.000 christliche Sklaven, die auf den türkischen Galeeren als Ruderer dienen mussten, wurden dabei gerettet. Dieser Sieg wurde dem gemeinsamen Rosenkranzgebet der Rosenkranzbruderschaften zugeschrieben, so dass Pius V. für den jeweiligen Jahrestag dieses Sieges zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria vom Sieg eine eigene Festfeier anordnete. 1575 gestattete Papst Gregor XIII. allen Kirchen, in denen sich ein Rosenkranzaltar befand, dieses Fest als Rosenkranzfest zu begehen. Der liturgische Titel, den das Fest heute führt – Fest der seligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz – stammt vom hl. Papst Johannes XXIII. Leo XIII. weihte zuvor schon den Monat Oktober der Rosenkranzkönigin.
Der Rosenkranz wurde von den bedrängten Christen gebetet, da sie sich in dieser konkreten historisch politischen Situation nicht anders zu helfen wussten und die Gebete wurden erhört. Auch in unserer Zeit wird das Christentum bedroht. In vielen Ländern werden unsere Brüder bedrängt und verfolgt; in unseren westlichen einst christlich geprägten Gesellschaften bekämpft und untergräbt die teuflische Genderideologie die Gesetze und Gebote Gottes. Und auch bei uns ist der Islam auf dem Vormarsch. Ein Abendland, das weitgehend seine christlichen Wurzeln aufgegeben hat, darf sich nicht wundern, wenn es von einer anderen Religion, die durchaus missionarisch ist, langsam, aber sicher eingenommen wird. Es ist Zeit, auch den Rosenkranz hervorzuholen und zu beten. Die christliche Nächstenliebe verbietet uns, anderen Menschen, auch wenn sie in Irrtum und falscher Religion gefangen sind und eine gewisse Bedrohung darstellen, den Untergang zu wünschen. Ja, im Gegenteil, Christus lehrt uns sogar, unsere Feinde zu lieben und gerade deshalb wollen wir für ihre Bekehrung beten. Beten wir den Rosenkranz für die Verteidigung des katholischen Glaubens, beten wir ihn aber auch für die Bekehrung der Muslime. Gott ist Mensch geworden, um alle zu retten. Wir dürfen – beispielsweise angesichts der vielen muslimischen Flüchtlinge in unserem Land – keine Verachtung gegen sie in uns unterhalten, es muss uns ein aufrichtiges Anliegen sein, dass sie den einen und wahren Gott erkennen und zum Glauben an Ihn kommen. Die Mutter Gottes hat in Fatima nicht aufgehört, die Kinder aufzufordern, täglich den Rosenkranz für die Rettung der Seelen zu beten. Folgen auch wir diesem so wichtigen Aufruf Mariens. Unser emeritierter Papst Benedikt XVI. sagte einmal in einer Predigt: „Der Rosenkranz ist eine geistliche „Waffe“ im Kampf gegen das Böse, gegen jede Gewalt, für den Frieden in den Herzen, in den Familien, in der Gesellschaft und in der Welt“. Glauben wir daran, beten wir treu und eifrig dieses wunderbare Gebet.
Die Texte der Liturgie des Rosenkranzfestes sind gleichsam ein Kommentar und eine Ausweitung des Rosenkranzes. Die Hymnen und Antiphonen des göttlichen Offiziums folgen seinen verschiedenen Geheimnissen; die Lesungen singen sein Lob, und die vielen Hinweise auf die Jungfrau, die „aufblüht unter den Blumen, umkränzt von Rosen und Lilien des Feldes“, sind klare Anspielungen auf den Kranz mystischer Rosen, den die Andächtigen Maria flechten, wenn sie den Rosenkranz beten. Das Festgeheimnis will uns sagen, dass die Verehrung des Rosenkranzes zunächst einmal eine Verehrung Mariens ist; denn er ist nichts anderes als eine Betrachtung des Lebens der Gottesmutter und, wie wir noch sehen werden. ihres Sohnes, die von der Wiederholung des Englischen Grußes begleitet wird. Deshalb legt uns die Kirche dieses wertvolle Gebet so ans Herz. Im Tagesgebet (des alten lateinischen Ritus) flehen wir: „O Gott, durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung hat Dein eingeborener Sohn uns aufgetan die Schätze des ewigen Heiles; wir verehren diese Geheimnisse im Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria und bitten Dich: gib uns die Gnade, dass wir verwirklichen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen.“ Der Rosenkranz ist also zugleich Gebet und Schulung. Seine Geheimnisse lehren uns, dass im Leben Mariens alles in Beziehung zu Gott beurteilt wird: ihre Freuden bestehen in dem, was Gott gefällt, während ihre Leiden sich mit den Leiden ihres geliebten Sohnes innigst verbinden. Ihn verraten, gegeißelt, mit Dornen gekrönt, gekreuzigt zu sehen – alles zur Tilgung für der Menschen Schuld – ist ihr einziger Schmerz. Und die einzige Freude ihres mütterlichen Herzens ist Jesus: Ihm Mutter sein, Ihn mit ihren Armen umfangen, Ihn der Welt zur Anbetung darbieten, Ihn schauen in der Herrlichkeit der Auferstehung, Ihm im Himmel vereint sein. Das ist die erste Frucht, die wir aus dem Rosenkranzgebet gewinnen sollten: alle Ereignisse in unserem Leben in Beziehung zu Jesus sehen; sich an dem zu erfreuen, was Ihm gefällt, was uns Ihm näher bringt; aber leiden an der Sünde, die uns von Ihm trennen kann und Ursache für Sein Leiden und Sterben war. Die zweite Frucht, die der tägliche Rosenkranz uns schenkt, ist das allmähliche Eindringen in die Geheimnisse Christi selbst. Durch Maria und mit ihr, die uns das Tor aufschließt, hilft uns das Rosenkranzgebet in die unaussprechlichen Mysterien der Heilsgeschichte einzudringen. Niemand hat sie mehr erfasst und miterlebt als Maria und niemand anderer als sie vermag es deshalb, auch uns an ihnen teilnehmen zu lassen. Wenn wir uns beim Beten des Rosenkranzes darum bemühen, uns in geistigen Kontakt mit der Gottesmutter zu setzen, um sie auf ihren Lebenswegen zu begleiten, so können wir einiges von ihrer Herzensgesinnung bezüglich der großen Geheimnisse, deren Zeugin und oft auch Trägerin sie war, erfahren. Während unsere Lippen sprechen: „Gegrüßet seist du Maria“, bittet unser Herz: Lehre mich, Maria, Jesus so zu kennen und zu lieben, wie du es tust. Wir dürfen das Rosenkranzgebet noch anreichern, indem wir nach jedem Geheimnis die wunderbaren Worte Liebe und Hingabe, alles für Dich, o mein liebster Jesus und die ganze Menschheit beten.
In unserem Leben auf dieser Welt geht es einzig und allein darum, nach den Geboten und Gesetzen Gottes zu leben, zuzunehmen an Gottes- und Nächstenliebe, um das Ziel, das Ewige Leben in der Herrlichkeit des Himmels, zu erlangen. Das Sehnen unseres Herzens soll es sein, Gott einmal zu schauen von Angesicht zu Angesicht. Dies wollen wir nicht nur für uns erhoffen, sondern für alle Menschen, denn so will der Herr es auch. Wie wir gesehen haben, ist der Rosenkranz eines der vortrefflichsten Gebete, das uns gegeben ist. Die Heiligen wussten das. So schrieb der hl. Papst Johannes Paul II. einmal: „Das Rosenkranzgebet hat mich in Augenblicken der Freude und der Prüfung begleitet. Viele Sorgen habe ich in dieses Gebet hineingelegt und habe dadurch stets Stärkung und Trost erfahren. Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und Tiefe.“ Und vom hl. Pater Pio erzählt man, dass er ununterbrochen den Rosenkranz gebetet hat. Ja, die Heiligen wurden durch den Rosenkranz nicht nur tiefer hineingeführt in die Geheimnisse des Glaubens, sondern durften auch immer wieder aus den Händen Mariens viele, viele Gnaden durch ihn empfangen. Ihnen allen wollen wir uns anschließen.
„Betet täglich den Rosenkranz“ bittet Maria in Fatima die Seherkinder. Nehmen wir uns vor, ihn treu täglich zu beten in den vielen drängenden Anliegen unserer Zeit, mit großem Vertrauen auf die liebe Gottesmutter, die am Throne ihres göttlichen Sohnes alles erbitten wird, um was wir mit kindlichem Herzen flehen. Vergessen wir aber auch niemals zu danken. Denn je mehr wir Gott danken, um so mehr wird er uns schenken. 

P. Dr. Dr. Andreas Hirsch FSSP

Foto: Forum Deutscher Katholiken

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Weihbischof Athanasius Schneider: Ein echter Christ soll Christus nachahmen

„Christianus alter Cristus“, d. h. „der Christ ist ein zweiter Christus“. Das ist der erhabenste und edelste aller Titel, die ein Christ tragen kann. Schon in den ersten Jahrhunderten der Kirche haben die Gläubigen diese Bezeichnung immer wieder aus dem Mund ihrer Hirten gehört. Diese Bezeichnung geht auf den heiligen Märtyrerbischof Cyprian von Karthago aus dem dritten Jahrhundert zurück. Er sagte wörtlich: „Was Christus ist, das werden wir Christen sein, sofern wir Christus nachahmen werden“ (Quod est Christus, erimus Christiani, si Christum fuerimus imitati: Idol. (=Quod idola dii non sint), 6, 15). Gerade in der Zeit, in der allein schon der Name „Christ“ als ein Verbrechen galt oder zumindest Diskriminierung und Verachtung mit sich brachte, wurden die Christen daran erinnert, dass ein echter Christ Christus nachahmen soll, vor allem im Verachtet- und Verfolgtsein seitens der öffentlichen Meinung und der Politik der damaligen ungläubigen Welt.
Als dann die Verfolgung aufhörte, haben die Kirchenväter öfters an die herausragende Würde, an den geistlichen Adel des Christseins, erinnert: „Agnosce, o christiane, dignitatem tuam“, „Werde bewusst, o Christ, deiner Würde“ (S. Leo Magnus, serm. 1 de Nat.). Der heilige Leo der Große, von dem dieser Ausdruck stammt, führt dann weiter aus: „Werde bewusst, o Christ, deiner Würde. Du wurdest zur Teilnahme an der göttlichen Natur erhoben. Falle nicht ab in die Tiefe der alten Lebensweise. Erinnere dich daran, wessen Hauptes und wessen mystischen Leibes du Glied geworden bist. Denke nach über deine Befreiung aus der Macht der Finsternis und über deinen Hin­übergang in das Licht und in das Reich Gottes.“
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Sehnsucht und Gottesliebe. Was der Kirchenvater Augustinus uns heute sagen kann

Am 28. August feierte die katholische Kirche das Fest des heiligen Kirchenlehrers und Kirchenvaters Augustinus – übrigens einen Tag nach dem Fest seiner Mutter Monika, die sich mit großer Hartnäckigkeit, jedoch noch viel mehr mit Gebet um die Bekehrung ihres Sohnes bemühte. Augustinus hatte so einige Irrwege beschritten, bis er schließlich zu Jesus Christus fand und den dreifaltigen Gott mit brennender Liebe verehrte.
Für Augustinus stand vor allem die Sehnsucht nach dem Wahren und Guten zeitlebens im Mittelpunkt seines Lebensweges. Monika hatte sich früh darum bemüht, ihrem Sohn Christus nahezubringen. Tatsächlich findet Augustinus auf der Suche nach der Wahrheit zu Christus, indessen führt ihn sein Weg aber zuerst zu einer Bewegung, deren Mitglieder sich – wie es Papst Benedikt XVI. einmal ausdrückte – als Christen ausgaben: den Manichäern. Der Manichäismus ging davon aus, dass der Mensch im Grunde zutiefst verdorben sei. Doch durch die Erkenntnis eines Lichtreiches kann der Mensch sich dem Guten zuwenden, allerdings ist das nur Auserwählten möglich, die überaus asketisch lebten. Für die anderen gab es einen Manichäismus „light“, und der kam Augustinus gerade recht. Denn er liebte einerseits ein ausschweifendes Leben und schätzte auch die einflussreichen Persönlichkeiten, die er in diesen Kreisen kennenlernen konnte. Gleichzeitig aber blieb immer noch seine Sehnsucht nach dem Wahren und Guten, die er am Ende bei den Manichäern doch nicht erfüllt fand.
Augustinus wendet sich von den Manichäern ab und sucht weiter. Entscheidend wird für ihn die Begegnung mit Ambrosius, dem Bischof von Mailand. In dessen Predigten entdeckt er die Wahrheit, die er so lange gesucht hat. Hatte er früher eine Abneigung gegenüber dem Alten Testament, so entdeckt er es dank der Unterweisungen von Ambrosius nun als Hinführung zu Jesus Christus. Weiterlesen

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Wer war Dr. Alois Hundhammer?

Wenn man die Ausstellung im NS-Dokumentatioszentrum in München ansieht, könnte man glauben, dass Alois Hundhammer ein Wegbereiter des Nationalsozialismus gewesen wäre. Doch das Gegenteil ist wahr. Der Bauernsohn Alois Hundhammer fand nur mit Mühe eine Möglichkeit, ein Gymnasium zu besuchen. Noch vor dem Abitur wurde er 1918 zum Kriegsdienst eingezogen. Nach dem Ersten Weltkrieg studierte er in München unter ärmlichen Bedingungen Geschichte und Philosophie. Schon mit 23 Jahren wurde er an der Universität München zum Doktor der Philosophie promoviert. Während er auch noch Volkswirtschaft studierte und den Dr. rer. pol. erwarb, wurde er gleichzeitig Generalsekretär des Christlichen Bauernvereins. In dieser Zeit herrschte in den Städten Arbeitslosigkeit und Inflation und auf dem Land das Höfesterben. In der oft verzweifelten Lage gab es in Deutschland auch viele politische Morde. In dieser Not versuchte Hundhammer mit vielen Vorträgen aufklärend zu wirken. Aus seinen Vorträgen wurden bald die „Staatspoltischen Schriften“, die landesweit verbreitet wurden. Hundhammer griff die Nationalsozilisten scharf an und legte ihre Widersprüche offen. Er stellte fest: „Die Nationalsozialisten sind einerseits gegen das Privateigentum und andererseits doch vom Großkapital abhängig. Wenn eine solche Partei behauptet, sie stehe auf dem Boden des positiven Christentums, dann begeht sie eine glatte Heuchelei. Lasst Euch nicht blenden von den Hakenkreuzagitatoren!“ Hundhammer verwies immer wieder auf den grundsätzlichen Gegensatz zwischen der „neuheidnischen Germanenideologie“ und der christlichen Weltanschauung. 1932 wurde er in den Bayerischen Landtag gewählt. Nach der Machtübernahme Hitlers im Berlin am 30. Januar 1933 war der Kampf mit Waffen nicht mehr zu vermeiden. Am 9. März 1933 forderte Hundhammer vom Ministerpräsidenten Held mehr Polizei, um den Landtag zu schützen. Auch die Schusswaffen sollten eingesetzt werden. Doch die bayerische Polizei zögerte. Verflogen war der Kampfesmut der Polizei vom 9. November 1923. Man fürchtete ein aussichtsloses Blutbad.
Da besetzten die Nationalsozialisten überraschend die Bayerische Staatskanzlei und übernahmen die Regierung nun auch in Bayern. Kommunisten, Sozialdemokraten und Katholiken wurden rasch verhaftet.. Auch Hundhammer kam in das KZ Dachau. Dort wurde er verhöhnt und misshandelt. Nach seiner Entlassung am 22.07.1933 musste er als Schuhverkäufer seinen Lebensunterhalt verdienen. Als er nach dem Stauffenberg-Attentat am 20.07.1944 wieder verhaftet werden sollte, konnte ihn die Polizei an der Westfront nicht finden. Nach der Rückkehr aus dem Krieg 1945 war Hundhammer Mitbegründer der CSU. 1946 wurde er Kultusminister. Schulen und Universitäten lagen in Trümmern. Die große Aufbauleistung Hundhammers konnte wegen seines Rohrstockerlasses, pressewirksam Prügelstrafe genannt, verfälscht werden. Körperliche Strafen waren damals fast in ganz Europa üblich. Dankbar blieben ihm aber seine jüdischen Freunde, die er in der Zeit der Verfolgung unterstützt hatte.

Eduard Werner

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Reformer und Wegbereiter in der Kirche: Georg und Maria Luise Thurmair

„Wir sind nur Gast auf Erden.“
In Zeiten des Überflusses und des Übermutes braucht es Propheten, die zur Besonnenheit und Verinnerlichung aufrufen. So war es auch in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Nach dem 1. Weltkrieg und vor allem nach den Wirren der Weltwirtschaftskrise 1929/1930 wurden Arbeitslosigkeit und Hunger allmählich überwunden. Sportliche Leistungen und technische Neuerungen hatten das Selbstbewusstsein der Deutschen wieder hergestellt. Oberflächlichen Zeitgenossen schien das „Tausendjährige Reich“ wohl begründet. Man glaubte mit Zuversicht in die Zukunft sehen zu können. In diese überhebliche Siegesstimmung hinein rief schon 1935 der Münchner Kirchenmusiker Georg Thurmair: „Wir sind nur Gast auf Erden!“ Das Leid und die Not, die durch Verfolgung und Krieg schon wieder drohten, haben Künstler schon Jahre vorausgespürt. Offene Kritik am politischen System war verboten und wäre gefährlich gewesen. Aber während in Deutschland offiziell Parteilieder angestimmt wurden, erklangen auch jeden Sonntag zwischen der Nordsee und den Alpen in den Kirchen religiöse Lieder, die den Sinn der Menschen auf bleibende Werte richteten. Und die Priester haben diesen Ruf in ihren Predigten und Gebeten vorsichtig aufgenommen: „Möge uns der Herr bewahren vor dem drohenden Unheil.“ Das war der Tenor in vielen Predigten damals. Wer Ohren hatte zu hören, der hörte auch. Thurmair zeichnete schon vor dem Krieg die Not, die Verlassenheit an der Front und in den zerbombten Städten „Die Wege sind verlassen und oft sind wir allein, in diesen grauen Gassen will niemand bei uns sein.“ … „Dann stell ein Licht uns aus, o Gott in Deiner Güte, dann finden wir nach Haus.“ In der äußersten Not fanden die Menschen nur bei Gott noch einen Funken Überlebenswillen. Weiterlesen

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