Wie ist Gott – Gedanken zu den Eigenschaften Gottes.

Die Allmacht Gottes ist seine Fähigkeit, alles zu machen, was er will, insofern es seinem Wesen nicht widerspricht. Damit ist ausgeschlossen, dass Gott Widersprüchliches tut, Geschehenes ungeschehen macht, sündigt, etwas gegen sein Wesen oder seine Eigenschaften vollbringt oder seine Ratschlüsse und Werke rückgängig macht. Das Wort allmächtig wird über siebzig Mal in der Hl. Schrift erwähnt und weist auch auf den Gottesnamen ‚der Gewaltige‘ hin. „Ich habe erkannt, dass Du alles vermagst; kein Vorhaben ist dir verwehrt“ (Ijob 42,2). „Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich“ (Mt 19,26). Die Macht Gottes ist nach den Worten Jesu unbeschränkt: „Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen“ (Mt 3,9).

Für die göttliche Allwissenheit finden wir viele Stellen in der Hl. Schrift: „Niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“ (Mt 11,27). „Vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt offen und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden“ (Hebr 4,13). Die göttliche Kenntnis der menschlichen Herzen bezeugt Psalm 7,10: „Gerechter Gott, der du uns auf Herz und Nieren prüfst“; 1 Könige 8,39: „Du allein kennst die Herzen aller Menschen“ sowie Apg 15,8: „Gott, der die Herzen kennt“. Weiterlesen

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Reformer und Wegbereiter in der Kirche: Kardinal Graf Konrad von Preysing

In Zeiten der Verfolgung beruft Gott besonders herausragende Führungsgestalten für seine Kirche. Kardinal Graf Konrad von Preysing hat diesen Ruf angenommen und in der Zeit des Nationalsozialismus entschlossen für Recht und Gerechtigkeit gekämpft.
Kardinal von Preysing, Jahrgang 1880, entstammt einem alten bayerischen Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Jurisprudenz arbeitete er zunächst als Attache`an der bayerischen Gesandtschaft in Rom. Erst ab 1908 studierte er Theologie und 1912 wurde er zum Priester geweiht. Da Graf von Preysing über Verwaltungspraxis, über Auslandserfahrung und über Fremdsprachenkenntnisse verfügte, wurde er rasch Sekretär von Kardinal Bettinger in München. Dort befand er sich in einer Schaltzentrale mit Kontakten in Deutschland und im Ausland. Dazu gehörte ab 1917 auch der Nuntius Eugenio Pacelli. Diese Verbindung trug wohl dazu bei, dass Graf von Preysing 1932 Bischof von Eichstätt und schon 1935 Bischof von Berlin wurde. Papst Pius XI. hatte schon am 25. März 1928 die nationalsozialistische Rassenideologie scharf verurteilt und am 07.Februar 1934 das ideologische Hauptbuch der Nationalsozialisten „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ auf den Index der für Katholiken verbotenen Bücher gesetzt. Die Kenntnis über den Nationalsozialismus konnte der Papst nur von seinem Nuntius Pacelli haben. Schon in Eichstätt und später in Berlin trat auch Bischof von Preysing klar für eine Abgrenzung gegenüber dem NS-System ein. 1936 hat das NS-Regime die Kirchenpresse eingeschränkt. Die ersten Priester waren bereits im KZ Borger Moor inhaftiert. Wie sollten sich nun die Bischöfe verhalten? Die deutsche Bischofskonferenz war gespalten.
Während der Breslauer Kardinal Bertram mit hilflosen Bittbriefen Hitler vergeblich zu einem Entgegenkommen zu gewinnen suchte, entschied sich Bischof Preysing für eine klare Protesthaltung. Er sagte intern: „Was sollen wir mit Hitler Friedensverhandlungen führen, wenn der uns nicht einmal einen Waffenstillstand gewährt?“ Nach Kriegsbeginn 1939 erwarteten viele, dass der Bischof von Berlin die Teilnahme am Krieg den Katholiken als patriotische Pflicht verkünden würde. Aber Bischof von Preysing tat das nicht. Er erwähnte in seinem Hirtenbrief den Krieg nicht einmal, sondern erläuterte das christlichen Menschenbild und die Rechte des Einzelnen. Der Bischof ließ sich auch unter Kriegsbedingungen nicht vom Staat vereinnahmen. Bei jeder Gelegenheit erklärte er: „Wer immer Menschenantlitz trägt, besitzt unveräußerliche Rechte.“ Dagegen fürchtete der ängstliche Kardinal Bertram, dass die Gesprächsfähigkeit zwischen den Bischöfen und der Reichsregierung verloren gehen könnte. Als die Judenverfolgung immer offensichtlicher wurde, errichtete von Preysing eine Hilfsstelle für Verfolgte und beauftragte Domprobst Lichtenberg und Frau Dr. Margarete Sommer mit der Leitung. Sie vermittelten zunächst Auswanderungsmöglichkeiten für Juden und später organisierten sie Verstecke für untergetauchte Juden. Für einen einzelnen Juden brauchte es mindestens 15 bis 20 heimliche Helfer, um wechselnde Verstecke und Lebensmittelkarten zu sammeln. Als Domprobst Lichtenberg verhaftet wurde, leitete der Bischof die Hilfsstelle selbst, um andere nicht zu gefährden. Den Papst informierte er ständig durch Geheimboten über die Entwicklung in Deutschland. Nach dem Krieg galt auch im ostzonalen kommunistischen System seine Sorge dem Schutz der Priester. Deshalb übernahm er persönlich die Verantwortung für alle gefährlichen Tätigkeiten seiner Priester. Eine Anpassung an den Ungeist der Zeit kam für Bischof von Preysing niemals in Frage.

Eduard Werner

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Resolution 3 des Forums Deutscher Katholiken vom Kongress „Freude am Glauben“ 2016 in Aschaffenburg

Glaubwürdig den Glauben verkünden.

Europa, über viele Jahrhunderte ein Vorreiter des christlichen Glaubens, hat sich verändert. Während auf anderen Kontinenten viele Menschen zum Christentum übertreten, ist bei uns das Gegenteil der Fall. Immer mehr Menschen leben ohne Gott und so, als ob es Gott nicht gäbe. Dieser Verlust an Gläubigen und an Glauben bezieht sich nicht nur auf säkulare Gesellschaften und Menschen, die nie dem Christentum angehörten, sondern auch innerhalb unserer Kirchen. Hier machen sich zwei Phänomene besonders bemerkbar: Zum einen die Tendenz, sich aus dem Glauben und den Dogmen herauszusuchen, was zum eigenen Lebensstil und zur eigenen Meinung passt, eine Art Privatglaube, zum anderen der Mangel an Glaubenswissen, vom Aufbau der Eucharistiefeier bis zur Kenntnis der Bibel.
Viele gläubige Menschen haben resigniert, ziehen sich in ihre Gemeinschaften oder auf sich selbst zurück. Sie erfahren, dass man lächerlich gemacht oder bekämpft wird, wenn man über den Glauben und das Christentum spricht. Sie erleben das, was Papst Franziskus „höfliche Christenverfolgung“ nennt. Auch im eigenen Umfeld wird es zunehmend schwerer, für den christlichen Glauben einzutreten. Kreuze werden abgehängt, Kirchen entwidmet, Christen beschimpft oder in extremistischen Kreisen verortet, in denen sich ein Christ per definitionem gar nicht aufhalten kann.
Doch wer soll unseren Glauben verkünden und glaubwürdig vorleben, wenn nicht wir getaufte Christen? Wer hat noch die Wissensgrundlagen, mit denen er auf Menschen zugehen und ihnen von der Schönheit und Kraft des Glaubens erzählen kann? Wenn wir uns alle zurückziehen, unseren Glauben verbergen, vermitteln wir den Eindruck, das Christentum sei nicht stark, nicht überzeugend oder nicht in uns lebendig. Das ist das falsche Signal.
Ganz im Gegenteil sind es die Christen, die gerade jetzt, in einer Zeit, in der christliche Tugenden besonders gefordert sind, selbstbewusst und überzeugend Zeugnis geben müssen. Ein wichtiger Weg dorthin ist die eigene Weiterbildung und Glaubensvertiefung. Mit dieser Grundlage ist es dann unsere Aufgabe, auf die Menschen zuzugehen, die Hilfe benötigen, die nach dem Glauben fragen, denen wir täglich begegnen.
Neben der Evangelisierung, die durch Hilfe, Fortbildung, kirchliche Aktivitäten, durch lebendige Eucharistie und Gemeinden wirksam wird, ist es unser Vorbild, das überzeugend wirkt. Unser Menschenbild, das in jeder Person Gottes Ebenbild sieht, ist die Grundlage unseres Lebens und unserer Arbeit.
Das bedeutet im Alltag, diese Grundlage mit Leben zu füllen: mit Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit. Glaubwürdig sind wir, wenn wir auch gegenüber unseren Glaubensgeschwistern so leben, auch und besonders, wenn sich menschliche Fehler und Schwächen zeigen. Gerade dann steht es einem Christen zu, zu zeigen, wie ernst es ihm mit dem gelebten Christsein ist.

Wir rufen alle Christen dazu auf, ihren Glauben zu vertiefen, ihn zu leben und durch ihr Vorbild und ihre tätige Mitwirkung auch in Europa wieder aufblühen zu lassen.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forum Deutscher Katholiken
Aschaffenburg, den 23. April 2016

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Resolution 2 des Forums Deutscher Katholiken vom Kongress „Freude am Glauben“ 2016 in Aschaffenburg

„Die Flüchtlinge unter uns“: Herausforderung und Chance für die Kirche in Deutschland.

Im Laufe des vergangenen Jahres haben mehr als eine Million Menschen als Flüchtlinge und Asyl-Suchende bei uns in Deutschland Aufnahme gefunden. Fast alle diese Menschen kommen aus mehrheitlich muslimischen Ländern. Wir erkennen als christlich-katholische Gläubige in diesen Vorgängen einen Ruf Gottes, der eine dreifache Herausforderung an uns beinhaltet, einen dreifachen Auftrag an uns Christen in Deutschland:
1. Als Bürger eines der Länder Europas, in die sich die Flüchtlinge massiv bewegt haben und wo sie um Aufnahme bitten, sind wir aufgerufen, unserer Verantwortung gegenüber den Hilfesuchenden soweit möglich gerecht zu werden.

2. Gläubigen Christen geht es darüber hinaus um nicht weniger als die Verantwortung, den christlichen Flüchtlingen brüderliche Gastfreundschaft und Solidarität entgegen zu bringen.
Christen in muslimischen Ländern werden oft diskriminiert und in vielfacher Weise gesellschaftlich benachteiligt. Heute erleiden sie Drangsalierung, Verfolgung, Enteignung, Vertreibung und Ermordung. Es ist bekannt geworden, dass sich Einschüchterung, Schikane und Anfeindung durch die mehrheitlich muslimischen Gruppen in den Flüchtlingsheimen bei uns in Deutschland fortsetzen.
So ergibt sich für die Gemeinden die Aufgabe, mit den Christen unter den Flüchtlingen Kontakt aufzunehmen und zu sehen, wie die spezifisch christliche Gastfreundschaft von den hier ansässigen Gemeinden praktiziert werden kann. Diese Aufgabe ist dringend und duldet keinen Aufschub. Sie sollte somit in jeder Diözese, in jedem Dekanat und in jedem Pfarrbereich prioritäre Aufmerksamkeit genießen.

3. Schließlich gibt es unter den zu uns gekommenen Flüchtlingen nicht wenige, die unmissverständlich den christlichen Glauben kennenzulernen wünschen und in vielen Fällen sogar Mitglied der Kirche werden wollen.
Im Dekret des 2. Vatikanischen Konzils über die Missionsstätigkeit der Kirche „Ad Gentes“ heißt es: „… dass „völlig neue Bedingungen“ auftreten können. Dann muss die Kirche erwägen, ob diese … ihre missionarische Tätigkeit neuerdings erfordern.“ (Nr. 6) Unseres Erachtens stellt die aktuelle Situation eindeutig solch „neue Bedingungen“ dar. Sie erfordert auf neue Weise, dem Befehl Jesu zu entsprechen, zu allen Völkern zu gehen, alle Menschen zu seinen Jüngern zu machen, sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen und sie alles zu lehren, was Er ihnen geboten hat (Mt 28,18f.).

Daraus resultieren folgende Grundhaltungen, neue Möglichkeiten und Verpflichtungen:
– Begegnung, Kennenlernen und nachbarliche Hilfe.
– Persönliches Gespräch, Austausch und Offenheit, unsere eigene Lernbereitschaft.
– Den innigen Wunsch hegen, dass viele der Muslime die Botschaft und Person Jesu Christi kennenlernen, ihn als ihren Erlöser annehmen und als Sohn Gottes verehren.
– Herausfinden, wie wir katholisches Gemeindeleben so gestalten können, dass es suchenden Muslimen geistliche Heimat vermittelt.
– In unserem Land besteht für Muslime erstmals die Möglichkeit, sich frei über Jesus und seine Kirche zu informieren. Damit haben sie nun das erste Mal die Chance, ungehindert in Weltanschauungsfragen eine eigene Entscheidung zu treffen.
– Diese Situation stellt für uns katholische Christen in Europa als Einzelne, als Gruppen und als Gemeinden eine dringende Einladung dar, neu nachzudenken über die Art und Weise, wie wir Muslimen gegenüber Zeugnis für Christus geben sollen. Wir wollen herausfinden, auf welche Weise wir der einladenden Haltung und dem Wunsch konkreten Ausdruck verleihen werden, dass Muslime zur glaubenden Anerkenntnis Jesu Christi als Erlöser und Sohn Gottes kommen können.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forum Deutscher Katholiken
Aschaffenburg, den 23. April 2016

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Resolution des Forums Deutscher Katholiken vom Kongress „Freude am Glauben“ 2016 in Aschaffenburg

Aschaffenburg, den 22. April 2016
Was wir der Jugend für morgen ideell mitgeben sollten:

Eine zunehmend auf Verwertbarkeit und Messbarkeit ausgerichtete Debatte um Erziehung und Bildung hat in den Hintergrund gedrängt, dass Erziehung und Bildung Ideelles und Gewissheiten zu vermitteln hat. In der Folge aber sind Werte- und Persönlichkeitsbildung zur Nebensache und zum Zufallsprodukt geworden.
Unsere Jugend und unser Gemeinwesen haben nur dann eine Zukunft, wenn die Konstanten des ideellen, christlich-abendländischen Besitzes Europas in den Familien und in den Bildungseinrichtungen vermittelt und vorgelebt werden.

Dazu gehören im besonderen:
– die Achtung der Würde des Menschen als Achtung vor der
Gottesebenbildlichkeit des Menschen;
– die Freiheit des Menschen im Kontext des Prinzips Verantwortung,
hervorgegangen aus der Verpflichtung des Menschen zur Antwort
gegenüber Gott;
– das Gebot der Nächstenliebe, heute: Solidarität;
– das Prinzip der Subsidiarität, das heißt, dass jeder erst seine eigenen
Kräfte mobilisiert, ehe er das Gemeinwesen in Anspruch nimmt;
– die Familie als Hort der Geborgenheit und des Widerstandes gegen
jeden Totalitarismus;
– vielfältige Formen der Machtkontrolle;
– die Prinzipien Arbeit und Selbstdisziplin als Lebensaufgabe.

Dazu gehören ferner
– eine Absage an jeden Hyperindividualismus;
– eine Absage an den Wahn, dass der Menschen selbst Schöpfer
spielen könne. (Siehe Materialismus, Behaviorismus, Genderismus!)

Ferner gehört dazu eine Gewissheit, wie sie Dostojewski markant zum Ausdruck gebracht hat: „Ist Gott erst tot, ist alles erlaubt.“ Papst Benedikt: „Ein Humanismus ohne Gott ist unmenschlich.“
Diese Konstanten konstituieren die Bürger- und Menschenrechte, die Demokratie als menschengerechte Herrschaftsform und ein menschengerechtes Wirtschaftswesen. Wer diese Konstanten negiert, der kappt die europäischen Wurzeln.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forum Deutscher Katholiken

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Grußwort von S. E. Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Passau, zum Kongress „Freude am Glauben“ 2016

Das Generalthema „Was gibt dem Menschen Hoffnung für die Zukunft?“ des 16. Kongresses „Freude am Glauben“ könnte angesichts der uns täglich erreichenden Medienberichte und Nachrichten aktueller und fordernder nicht sein. Der Mensch sucht heute – und immer schon – nach Antworten auf seine drängenden Fragen, sehnt sich nach einem gelingenden Leben – und will hoffnungsvoll in die Zukunft schauen können.
Die Botschaft von Jesus Christus, die der Kirche zu verkündigen aufgegeben ist, schenkt die Kraft und das Vertrauen, hoffnungsvoll, ja „glaubensvoll“ das zu erwarten und anzunehmen, was da kommen mag.
Und so wünsche ich dem Kongress ein gutes Gelingen, fruchtbringende Vorträge und Gespräche sowie ein gesegnetes Miteinander, so dass sich die „Freude am Glauben“ in jedem Gesicht widerspiegeln kann.

Dr. Stefan Oster SDB
Bischof von Passau

Foto(c): Bischöfliches Sekretariat Passau

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Rede von Prof. Dr.Hubert Gindert zur Eröffnung des Kongresses „Freude am Glauben“ 2016 in Aschaffenburg

Ein herzliches Grüß Gott allen Teilnehmern des diesjährigen Kongresses „Freude am Glauben“ in Aschaffenburg.
Namentlich darf ich begrüßen:
den Diözesanbischof von Würzburg, Bischof Friedhelm Hofmann, mit dem wir eben den Eröffnungsgottesdienst gefeiert haben.
Ich begrüße seine Exz. Erzbischof Stefan Burger, der den weiten Weg von Freiburg zu uns genommen hat.
Ich begrüße seine Exz. Dr. Frederik Haas. Er ist Bischof einer anglikanisch-katholischen Diözese in Deutschland. Seien Sie herzlich willkommen bei uns.
Ich begrüße den Oberbürgermeisters der Stadt Aschaffenburg Herrn Klaus Herzog und füge an, wir haben uns hier in Aschaffenburg und in der Stadthalle immer sehr wohl gefühlt.
An dieser Stelle hätten wir die bisherige Schirmherrin unserer Kongresse Johanna Gräfin von Westphalen begrüßt. Ich zitiere aus unserem Nachruf:
„Gott das Ziel unseres Lebens und unserer Hoffnung hat seine treue Dienerin am 21. Januar zu sich gerufen.
Ihr Wirken für die Rechte Gottes und der Kirche, sowie für die Schwachen und Ungeborenen in unserer Gesellschaft, erinnert an den großen Bischof Clemens August Graf von Galen. Ihr Tod ist ein großer Verlust für das katholische Deutschland.“
Ich begrüße die Priester, Ordensleute und die Vertreter geistlicher Gemeinschaften.
Mein Willkommensgruß gilt unseren Freunden aus Österreich, der Schweiz und aus Liechtenstein.
Ganz herzlich begrüße ich die Mitglieder unseres Kuratoriums, die Referenten und die Teilnehmer der Gesprächsrunden.
Ein herzlicher Willkommensgruß gilt den Mitgliedern der Medien, insbesondere den Freunden von Radio Horeb, von EWTN und dem Internet-Fersehen Bonifatius-tv mit unserem Freund Pfarrer Uwe Winkel. Er hat es auch diesmal geschafft eine Life-Übertragung unserer Veranstaltung zu organisieren.
Ich begrüße die Vertreter der Infostände, die mit Ihrem Angebot unseren Kongress bereichern.
Dankbar begrüße ich jene, die die Vorbereitung dieses Kongresses mit ihrem Gebet begleitet haben und jene, die unsere Kongresse finanziell fördern. Schließlich danke ich allen Mitarbeitern, die tatkräftig den Kongress vorbereitet und die jetzt zusammen mit den freiwilligen Helfern von Aschaffenburg für einen guten Ablauf sorgen werden. In Vertretung möchte ich Heribert Dehn, Manfred Christ und Frau Ursula Zöller, die uns den wunderschönen Artikel „Herzlich Willkommen in Aschaffenburg!“ für unsere Zeitschrift geschrieben hat, danken

Dem Kongress sind wieder eine Reihe von Grußworten zugegangen. Wir freuen uns, weil darin auch die Zustimmung und Sympathie für den Kongress „Freude am Glauben“ zum Ausdruck kommen. Sie können den Wortlaut dieser Grußbotschaften und den Text der Resolutionen, die auf dem Kongress zur Abstimmung gestellt werden, auf großformatigen Tafeln im Foyer des Kongresses zur Kenntnis nehmen.
Als Katholiken freuen wir uns in besonderer Weise, über das Grußwort, das uns der Stellvertreters des Heiligen Vaters in Deutschland, der Apostolische Nuntius Erzbischof Nicola Eterovic geschrieben hat.

Wir danken für das Grußwort
des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Sr. Eminenz Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München.

Wir freuen uns über das Grußwort
Sr. Eminenz Rainer Maria Kardinal Wölki, Erzbischof von Köln

Wir danken für das Grußwort von
Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda

Wir freuen uns über das Grußwort von
Bischof Gregor Maria Hanke von Eichstätt

Wir danken für das Grußwort von
Bischof Stefan Oster von Passau

Wir freuen uns über das Grußwort von
Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg

Wir danken für das Grußwort von
Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus der Nachbardiözese Speyer

Wir freuen uns über das Grußwort von
Bischof Konrad Zdarsa von Augsburg

Wir danken schließlich für das Grußwort des Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern Horst Seehofer

Liebe Freunde, Weiterlesen

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Nachhaltigkeit fördern statt Events bedienen – Nachdenkliches über Verkündigung und Seelsorge

Mitte Februar des Jahres sorgte nicht nur Pfarrer Thomas Frings in seiner Pfarrei Heilig Kreuz in Münster für Aufsehen. Er kündigte an, seinen Dienst als Pfarrer– nicht seine Berufung als Priester, zu der er weiterhin mit ganzem Herzen steht – aufzugeben und sich in ein Kloster zurückzuziehen. Der Grund: die ständig wachsende Kluft zwischen dem Wunsch nach einem religiösen Event und der Glaubenspraxis.
Frings ist allerdings keiner, der einfach und vorschnell das Handtuch geworfen hat. In seiner Pfarrei hat er immer wieder Wege gesucht, die Menschen zu einem ehrlichen Glauben hinzuführen, was etwa sein Konzept für die Erstkommunion zeigt. Hier werden nur die Kinder zugelassen, deren Eltern signalisieren, dass sie auch künftig am kirchlichen Leben teilnehmen wollen. Alle anderen Familien, und das sind 90 Prozent, die allein ihren Event haben wollen (Zitat Frings im Interview mit den „Westfälischen Nachrichten“ vom 20. 2. 2016: „Wenn mir ein Kind erklärt, es könne kein Gebet, weil seine Mama sagt, so einen Quatsch machen wir nicht, aber zur Kommunion gehst du trotzdem, wo ist denn da noch eine ethisch solide Grundorientierung?“), sind eingeladen zu einer Tauferinnerungsfeier der Kinder, der auch eine längere Vorbereitung voraus geht . Die Erstkommunion selbst ist dann keine große Feier am Weißen Sonntag, vielmehr ist sie eingebunden in eine normale Heilige Messe, zwischen Gründonnerstag und dem Sonntag vor „Christi Himmelfahrt“. Dabei dürfen die Familien sich einen dieser Termine aussuchen, sodass an mehreren Sonn- und Feiertagen die Kinder zum Tisch des Herrn geführt werden. Das Ziel: auf diese Weise die Familien wieder neu dem kirchlichen Leben zuzuführen, das schließlich von Nachhaltigkeit und Wiederholung lebt.
Thomas Frings ist der Großneffe des legendären Kölner Erzbischofs Joseph Kardinal Frings, dessen Konzilsberater der damalige Professor Joseph Ratzinger und jetzige Papst em. Benedikt XVI. war. Weiterlesen

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Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler: „Pro deo et patria!“

Kernkatholische Milieus wie beispielsweise die „Festung Vorarlberg“ oder der westfälische Adel bildeten im „Dritten Reich“ einen außergewöhnlichen Widerstand. Die Zahl der Bekenner aus diesen Kreisen ist groß. Einer von ihnen ist Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler. Schon in seiner Abiturrede 1926 „Pro deo et patria – Für Gott und das Vaterland“ bekannte er sich zu einem kompromisslosen Einsatz für Gott und das Vaterland. Nach dem juristischen Staatsexamen kam er 1932 in einen konservativen Arbeitskreis im Umfeld des Reichskanzlers von Papen. Im Gegensatz zu seinem wankelmütigen Dienstherrn von Papen erkannte Ketteler sofort, dass der Nationalsozialismus nicht reformierbar sei und daher entmachtet werden müsse. Deshalb schloss sich von Ketteler bald nach der Machtergreifung Hitlers 1933 einer Widerstandsgruppe an. Seine erste Aufgabe sah er darin, staatspolizeiliche Maßnahmen gegen Geistliche und kirchliche Einrichtungen abzuwehren. Heutige Kritiker der damaligen Gesellschaft können sich dieses Dilemma nicht mehr vorstellen: Wegschauen oder in Lebensgefahr sein? Von Ketteler entschied sich für das Risiko. Er sorgte beispielsweise dafür, dass der Originaltext einer Rede Papens am 17.06.1934 in der Universität Marburg vorab an die internationale Presse gelangte. Nun konnte von Papen den vorgegebenen Text nicht mehr unterdrücken. Dieser Text erregte international Aufsehen, weil darin Vizekanzler von Papen den totalitären Hitlerstaat verurteilte. Das war eine ungeheure Provokation! Wenige Tage später erlebte er die Mordwelle anlässlich des angeblichen Röhm-Putsches. Hitler ließ über 100 Personen ermorden, darunter auch einen Kollegen Kettelers. Im Juli 1934 veranlasste Hitler einen Putsch in Österreich sowie die Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Dollfuss. Der Staatsstreich misslang. Darauf suchte Hitler die Situation zu beruhigen, indem er den vergleichsweise noch seriös erscheinenden Herrn von Papen als Botschafter nach Wien entsandte. Dieser nahm Ketteler als persönlichen Attaché mit nach Wien. Dort konspirierten nun der deutsche Botschafter und sein engster Mitarbeiter teils gemeinsam, teils getrennt gegen die eigene Regierung in Berlin. Das ging einige Jahre gut. Als beim letzten Besuch im westfälischen Elternhaus an Weihnachten 1937 die Mutter ihren Sohn Wilhelm fragte, ob er auf den Tod vorbereitet sei, antwortete er: „Das Sterben ist gar nicht schlimm. Das ist nur eine Verbesserung, wenn wir dieses armselige Leben mit dem Himmel vertauschen können.“ Wenige Monate später merkten der Botschafter und sein Attaché, dass der Einmarsch Hitlers nach Österreich bevorstand. Nun wollten sie gemeinsam die kompromittierenden Geheimakten sofort verschwinden lassen. Ketteler bot sich an, zum Schein einen Ski-Urlaub anzutreten und dabei die Akten in einem Schweizer Bank-Safe zu deponieren. Das tat er auch. Unterwegs erfuhr er aber schon, dass der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg zurückgetreten sei. Dessen Abschiedsworte im Rundfunk waren: „Wir weichen der Gewalt. Gott schütze Österreich!“. Ketteler kehrte trotz Bedenken nach Wien zurück. In der deutschen Botschaft herrschte aber inzwischen die deutsche Geheimpolizei. Von Ketteler wurde sofort verhaftet und ermordet. Sein Kopf wurde in einer Badewanne so lange unter Wasser gedrückt, bis er starb, so dass keine Verletzung nachzuweisen war. Die Menschen damals standen tatsächlich vor der Alternative: „Wegschauen oder mit dem Tod rechnen.“

Eduard Werner

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Wir brauchen Friedensstifter

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kritisierte gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF: „Überspitzt gesagt: Wenn die nicht Livesendungen hätten, dann hätten sie wenige der Lebenswirklichkeit entsprechende Programminhalte“ und „für mich ist viel zu häufig die persönliche Überzeugung der Autoren der Maßstab für die Berichterstattung“.
Auf die Kritik Seehofers hin jaulte der Deutsche Journalisten Verband (DJV) in der Person des Vorsitzenden Frank Überall auf: „Horst Seehofer diffamiert seriöse Journalistinnen und Journalisten“; besonders vor dem Hintergrund der »Lügenpresse«-Schmährufe und Übergriffe auf Journalisten bei »Pegida«-Demonstrationen seien [sic] die Äußerungen des Ministerpräsidenten »unverantwortlich«. (Augsburger Allgemeine Zeitung 27.02.16)
Um die Berichterstattung von ARD und ZDF gegen Kritik zu immunisieren, werden „Lügenpresse“-Schmährufe und Übergriffe bei „Pegida“-Demonstrationen vorgeschützt. Es geht darum, einer Bewegung, die insgesamt dämonisiert und ausgegrenzt ist, alle Verantwortung zuzuschieben. Medienkritik wird dann einfach in „Pegida“-Nähe gerückt, und wird auf diese Weise selbstmörderisch.
Da ist es gut, die neue vierte „Pegida“-Studie des Politologen Werner Patzelt zur Kenntnis zu nehmen. Lt. Tagespost vom 27.2.16 „steht der überwiegende Teil der Mitglieder dieser Bewegung bislang weder der Demokratie als Staatsform feindlich gegenüber noch erwärmt er sich für nationalsozialistischen Gedankenmüll. Selbst wenn sich, wie die Studie nahelegt, bis zu 20% der Pegidianer dem rechtsradikalen und rechtsextremistischem Spektrum zuordnen ließen, bedeutet dies: 80% müssen anders verortet werden. Etikettierungen wie ‚Alles Nazis‘ sind nicht nur unzutreffend und diffamierend. Sie sind auch dumm und gefährlich. Denn statt Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und zu versuchen, ihre beschränkte Wahrnehmung der Realität zu weiten, werden sie von den etablierten Parteien und den Medien dämonisiert und aus dem Spektrum des als erträglich Geltenden ausgegrenzt.“
Diese Feststellung gilt auch für die AFD. Denn so Patzelt: „Die AFD ist in jene Repräsentationslücke eingedrungen, welche die etablierten Parteien am rechten Rand des politischen Spektrums haben entstehen lassen“.
Wenn schon Politiker, die gerne in Sonntagsreden tönen, sie fühlten sich als Vertreter des ganzen Volkes, so ist zu fragen: sind Pegida- und AFD-Anhänger nicht auch Teil dieses Volkes? – dann müssten wenigstens die Vertreter der Kirche im Jahr der Barmherzigkeit zu einem Dialog miteinander aufrufen und nicht danach schielen, was die Medien dazu sagen.

Hubert Gindert

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