Gott will mit uns leben in allen Dingen.

Liebe Freunde und Leser,
hier ist eines meiner Lieblingszitate der großen heiligen Kirchenlehrerin Teresa von Avila: „Denke daran, dass Gott zwischen den Töpfen und Pfannen da ist und dass er dir in inneren und äußeren Aufgaben zur Seite steht.“
Es ist wirklich wahr: Gott ist auch zwischen den Töpfen und Pfannen. Vor vielen Jahren habe ich die ganze Heilige Schrift vom ersten Satz in Genesis eins bis zum letzten Satz der Offenbarung des Apostels Johannes sorgfältig durchgelesen. Jeder Christ sollte das wenigstens einmal in seinem Leben tun. Ich habe dafür ein Jahr gebraucht und dabei den roten Faden entdeckt, der sich durch die ganze Bibel zieht und alles miteinander verbindet. Es ist wie das Konzil in der dogmatischen Konstitution Dei Verbum sagt: der Heilige Geist, der uns in die Wahrheit führt. Beim kontinuierlichen Lesen der Bibel lernt man auch, dass die Bibel die Bibel erklärt. Ein Beispiel: In Levitikus 19 lesen wir: „Seid heilig; denn ich der Herr, bin heilig“. Was für ein Anspruch Gottes! Wie kann ich armer Sünder mit meiner unsäglichen Schwäche das erfüllen? Wenn man weiter liest, gibt ein Kapitel weiter Gott selbst die Antwort: „Ich bin der Herr, der euch heiligt.“ Ich muss es also gar nicht selbst machen, ich muss nur Gott an mir handeln lassen und mich nicht sperren und auf Jesu Gebet lauschen und vertrauen: „Ich heilige mich für sie.“ Weiterlesen

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Gedanken von Bischof Erwin Kräutler zur Amazonassynode

Der emeritierte Bischof Erwin Kräutler von Xingu/Brasilien schrieb im Osservatore Romano (Nr. 28, 12. Juli 2019, spanische Ausgabe) unter dem Titel „Amazonien: eine Herausforderung für die Kirche und die Menschheit“ einen Artikel. Im ersten Teil geht er auf die Bedeutung des Amazonasbeckens für die dort lebende indigene Bevölkerung ein, beschreibt deren wirtschaftliche und soziale Situation, ihre Ausbeutung und Einengung ihres Lebensraums sowie die Gefahren für das Weltklima, die von der Abholzung und Nutzung des Bodens durch gigantische Agrarunternehmen ausgehen.
Den zweiten Teil seiner Ausführungen widmet Kräutler der Synode, die im Oktober in Rom beginnt. In seinen Überlegungen geht er vom Bischofstreffen vom Mai 1972 in Santerrem aus. Kräutler sagt: „Wir fragen uns heute, was aus der Kirche in Amazonien geworden wäre ohne das Engagement der Laien, besonders der Frauen. In der Prälatur von Xingu wurden mindestens zwei Drittel der Gemeinden von Frauen geleitet. Ich bin sicher, in anderen Diözesen ist es nicht anders.“ Kräutler spricht dann über die Möglichkeiten von Eucharistiefeiern in Amazonien: „Nur 70% der Gemeinden haben die Möglichkeit drei- bis viermal im Jahr die heilige Messe zu feiern … Die Eucharistie wird zum Ausnahmefall.“ Kräutler nahm an der Vorbereitung des Arbeitspapiers zur Oktobersynode teil. Dort wurde gefragt: Wie kann die Rolle der Laien auf den verschiedenen pastoralen Feldern (Katechese, Liturgie, soziale Fragen) anerkannt und wertgeschätzt werden. Die abgefragten Beiträge aus den Gemeinden seien die Grundlage für die Ausarbeitung des Arbeitspapiers für die Oktobersynode geworden. „Die Synode findet im Vatikan statt, um so zum Ausdruck zu bringen, dass die behandelten Themen nicht nur eine Angelegenheit für die Amazonasländer, sondern für die ganze Welt sind.“ Papst Franziskus hat am 8. März 2018 die Synode mit dem Titel bezeichnet: „Amazonien: Neue Wege für die Kirche und für eine umfassende (integrale) Ökologie“.
Kräutler fasst am Ende seines Artikels die für ihn wichtigsten Themen noch einmal zusammen. Das sind u.a.:
• Die Wertschätzung der Laieninnen für den Dienst (Ministerio) ihrer Gemeinschaften.
• Die Rolle der Frau als Evangelisierende, nicht nur in der Familie, sondern auch in den Gemeinden und als tatkräftige Verteidigerin der Menschenrechte, mit Zugang zum Diakonat.
• Die Suche nach Alternativen, um den fehlenden Eucharistiefeiern zu begegnen, vielleicht dadurch, dass neben dem traditionellen Modell des Priesters andere Formen dazukommen – nicht nur für Männer.
• Die Stärke der kirchlichen Basisgemeinden als erstem und grundlegendem Kern der Diözesen.
• Die Inkulturation der Sakramente in das Leben der indigenen Bevölkerung und die Hereinnahme kultureller autochtoner Ausdrucksformen in die Liturgie.
• Die Bewusstmachung und Sensibilisierung der gesamten brasilianischen Gesellschaft für die Verteidigung von Amazonien gegen Unternehmen, welche die Umwelt schädigen.
Die Amazonassynode könnte der „gesamten Kirche eine radikale Kehrtwende verordnen“ (Guido Horst, Tagespost, 18.7.2019), „nach der nichts mehr so sein wird, wie es war“ (Bischof Overbeck, Münster).
Kardinal Müller hat die Verfasser des Arbeitspapiers der Bischofssynode mit der 2014 gegründeten „Rete Ecclesiale Panamazzonica (REPAM), in dem sich Anhänger der bisher unbekannten ‚Theologia India‘ zusammengeschlossen haben“, geortet. „Es ist eine geschlossene Gesellschaft von absolut Gleichgesinnten, wie sich auch leicht aus den Namenslisten der Vorbereitungstreffen in Washington und Rom erkennen lässt“ (Gerhard Ludwig Müller, Tagespost 18. Juli 2019). Kardinal Müller nimmt zum „Offenbarungsverständnis“ des Arbeitspapiers für die Amazonien-Synode Stellung und deckt die gravierenden theologischen Defizite auf (Tagespost 18.07.2019, S. 9/10).

Hubert Gindert

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Entsteht eine neue Welt: Das irdische Paradies per Umweltschutz?

Ein Protest geht um die ganze Welt“, titelte die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ, 21.09.19). „Vor einem Jahr begann die Schwedin Greta Thunberg ihren Schulstreik für das Klima. Inzwischen schließen sich ihr Millionen, nicht nur junge Menschen auf allen Erdteilen an. Die Fridays for Future Demos waren vielerorts die größten seit Jahren“. Tatsächlich gehen die Menschen weltweit auf die Straße. Dem Netzwerk, das hinter der Massenmobilisierung steht, gelang es in mehr als 100 Ländern vor dem Klima-Gipfel in New York „Klima-Streik-Aktionen“ durchzuführen, und das nicht nur in großen Metropolen, wie Berlin mit 270.000 Teilnehmern, sondern auch in kleinen Städten wie Landsberg am Lech mit rund 2.500 Demonstranten.
Selbst an der „Basis“ werden politisch-radikale Forderungen gestellt: „Wir müssen handeln, Systeme wandeln“ riefen hunderte von Menschen im Chor. Weitere Parolen waren „Kapitalismus tötet“. Im Frage-Antwort-Chor, der per Megaphon gesteuert wird, wurde in Landsberg, wie weltweit, „Klimagerechtigkeit“ gefordert. Aufgeheizte Demonstranten äußerten „wenn sich was bewegen soll, muss die Politik mit Verboten nachhelfen“, denn es sei „blauäugig“, sich auf die „Mündigkeit“ der Menschen zu verlassen. Wir müssen neue Wege des „glücklichen Lebens“ finden (Landsberger Tagblatt, 21.9.19). Bekommen wir neben Links- und Rechtsradikalität zusätzlich dem Ökoradikalismus hinzu? Es scheint so.
Revolutionäre haben schon immer mit Angst und Panik operiert. So heißt es im Bericht über die Landsberger Demo „viele Menschen drücken ihre Angst vor der Zukunft aus“. Wer Bilder großstädtischer Demos betrachtet, findet auf Transparenten, Schildern und Plakaten Angstparolen. Manche sind von Berlin bis Rio wortgleich. Es kommt aber auch Wut hinzu, wie beim Auftritt von Greta Thunberg auf dem Klimagipfel in New York. Dazu bemerkte Bundesminister Gerd Müller zurecht: „Nur Wutreden halten, wie Greta Thunberg vor den Vereinten Nationen, wird uns nicht weiterhelfen“ (AZ, 25.9.19). Roderich Kiesewetter, MdB, CDU sagt „wer da rational argumentieren will, ist von vornherein diskreditiert. Das ist die neue Qualität mangelnden Willens zur Sachlichkeit“ (AZ, 25.9.19). Selbst jene, wie der Politikwissenschaftler Alexander Straßner von der Uni Regensburg, die ein gewisses Verständnis für die Ungeduld von Demonstranten aufbringen, warnt vor einer Radikalisierung der Gruppierung: „Es ist ein gefährlicher Punkt erreicht… Es gibt Massenproteste, die Maßnahmen der Bundesrepublik werden als nicht ausreichend angesehen, da ist der Schritt zur Gewalt nur noch ein kleiner“. Die Fokussierung der Aktivisten auf die Wissenschaft sei ehrenwert, führe aber zur Errichtung einer Technokratie. „Wieso braucht es überhaupt noch zivile Eliten, wenn die Wissenschaft alles weiß?… In einer Demokratie geht es um Mehrheiten die erlangt werden müssen“. Weiterlesen

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Erklärung des „Forums Deutscher Katholiken“ zum Beschluss der DBK vom 25.September 2019

Die deutschen Bischöfe haben am 25.September das Statut des „Synodalen Prozesses“ beschlossen. 12 Bischöfe stimmten dagegen. Einer enthielt sich der Stimme.
Wie Bischof Voderholzer in seiner „Persönlichen Erklärung“ nach der Abstimmung in der DBK darlegt, geht die inhaltliche Ausrichtung der vier Foren „an der Realität der Glaubenskrise in unserem Land“ vorbei. Es werden die „wahren Probleme nicht angegangen“. Es gebe „kein Forum Evangelisierung“. Beim Thema „Laien“ geht es „von vornherein nur um Partizipation, statt um eine Theologie einer in Taufe und Firmung gründenden Sendung in alle weltlichen Lebensbereiche hinein“ (Weltcharakter der Laien). Der Verdacht einer „Instrumentalisierung des Missbrauchs“ sei nicht “ausgeräumt“.
Die defizitäre Ausrichtung des beschlossenen „Synodalen Prozesses“ sieht das „Forum Deutscher Katholiken“ ebenso , wie es Bischof Voderholzer beschrieben hat.
Erzbischof Woelki und Bischof Voderholzer hatten dem „Ständigen Rat“ der Diözesanbischöfe einen „Alternativentwurf“ vorgelegt, dessen Ziel die Ausrichtung auf Neuevangelisierung, katechetische Berufung der Laien, oder, um es mit den Worten von Papst Franziskus zu sagen der „Primat der Evangelisierung“ war. In seinem Brief​„An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland hatte der Papst das deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Diözesanbischöfe lehnten jedoch den „Alternativentwurf“ am 19.August mit der deutlichen Mehrheit von 21 Stimmen, bei drei Enthaltungen und drei Jastimmen ab. Eine klare Mehrheit war nicht bereit, die Brücke zu betreten, die zu einem weiterführenden und konstruktiven Dialog hätte führen können.
Wie Bischof Voderholzer in seiner „Persönlichen Erklärung“ sagt, „verschließe er sich nicht grundsätzlich dem Prozess“ und lasse sich nicht „den Vorwurf machen, den Dialog zu verweigern“. Andererseits „erwarte er sich nicht viel“ von diesem Dialog und „behalte (sich) vor, nach den ersten Erfahrungen gegebenenfalls ganz auszusteigen“.
Bis zum Beginn des „Synodalen Prozesses“ im Dezember 2019 bleiben noch zwei Monate für die Bischöfe, die am 25.September dem Zdk/BDK-Statut zugestimmt haben, sich darauf zu besinnen, was sie bei ihrer Bischofsweihe feierlich versprochen haben, nämlich, den „katholischen Glauben unverkürzt zu vertreten und zu bezeugen“. Die 12 erwähnten Bischöfe, die dem Statut am 25.September nicht zustimmen konnten, haben ihre Verantwortung gegenüber den Gläubigen ihrer Diözese wahrgenommen.
Bischof Voderholzer wollte schließlich in seiner „Persönlichen Erklärung“ auch „zu Protokoll“ geben, dass es „zumindest eine Minderheit von Bischöfen“ gibt, die zum Glauben der Kirche stehen. Das erinnert an die Arianischen Wirren des 4. Jahrhunderts, als Bischof Athanasius mit einigen, wenigen Bischöfen an der Erkenntnis des 1.Ökumenischen Konzils von Nikaia, dass Jesus Christus wahrer Gott und Mensch ist, festhielt. Dafür wurde Athanasius fünfmal verbannt. Er verbrachte von seinen 46 Jahren als Bischof 2o Jahre im Exil.

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Maria, Mutter der Kirche – Überlegungen zur Rolle Mariens in der Heilsgeschichte

Die Deutschen tun sich schwer mit dem Pfingstfest. Aktuellen Umfragen zufolge weiß die Hälfte der Menschen in unserem Land nicht, was die Christen an Pfingsten feiern, nämlich die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die im Gebet versammelten Jünger. Noch schwerer tut man sich hierzulande mit dem Pfingstmontag. Früher war das Pfingstfest ebenso wie Weihnachten und Ostern mit einer Oktav verbunden, das heißt das Festtagsgeheimnis wurde eine ganze Woche lang gefeiert. Als die Pfingst¬oktav infolge der Liturgiereform von 1970 wegfiel, blieb in manchen Ländern jedoch der Pfingstmontag als blasse Erinnerung erhalten. In Deutschland gehört Pfingsten gemeinsam mit Weihnachten und Ostern zu den drei Doppelfeiertagen. Da es in den meisten europäischen Ländern diesen Festtag nicht gibt, wurde auch bei uns immer wieder dessen Abschaffung diskutiert, zum Beispiel in Zusammenhang mit der Finanzierung der Pflegeversicherung in den neunziger Jahren. Doch auch viele Gemeinden tun sich schwer mit dem zweiten Pfingsttag. Vielerorts wird er in Deutschland als großer Ökumene-Tag begangen; es finden große ökumenische Gottesdienste statt, oft – entgegen kirchlicher Regelung – unter Wegfall der Messfeier.
Im vergangenen Jahr hat Papst Franziskus einen überraschenden Vorstoß gemacht: Der Pfingstmontag soll jetzt weltweit als kirchlicher Gedenktag begangen werden. Da das Pfingstfest als Geburtstag der Kirche gilt, blickt die katholische Christenheit am Pfingstmontag auf Maria als „Mutter der Kirche“. Dies ist eine Logik, die im liturgischen Kalender immer wieder begegnet. Eine Woche nach Weihnachten (am ersten Januar) wird das Hochfest der Gottesmutter Maria gefeiert; am Tag nach dem Fest Kreuzerhöhung der Gedenktag der Schmerzen Mariens und am Tag nach dem Herz-Jesu-Fest der Gedenktag des unbefleckten Herzens Mariens.
Da es in Deutschland ein eigenes Messformular für den Pfingstmontag gibt, soll dieses jedoch weiterhin benutzt werden und nur das Offizium vom neuen Gedenktag gebetet werden. Die Messe von „Maria, Mutter der Kirche“ kann als Votivmesse an einem Werktag in der Woche nach Pfingsten gefeiert werden. Lediglich Kirchen, die den Titel „Maria, Mutter der Kirche“ tragen, dürfen am Pfingstmontag ihr Patrozinium feiern. Weiterlesen

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Warum sind die Christen in der Öffentlichkeit nicht präsent?

Den Platz der Weltchristen zeigt uns die „dogmatische Konstitution“ des Zweiten Vatikanischen Konzils deutlich auf: „Den Laien ist der Weltcharakter in besonderer Weise eigen… Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie Salz der Erde werden kann…“
Der Jugendkatechismus (Youcat) spricht in seinem zweiten Kapitel „Die menschliche Gemeinschaft“ (Ziff 321 ff) über den Beitrag der Laien für die Gesellschaft: „Ein Christ kann niemals ein reiner Individualist sein, denn der Mensch ist von Natur aus auf Gemeinschaft hin angelegt… Der Einzelne kann sich frei in der Gesellschaft entfalten, wenn das Subsidiaritätsprinzip beachtet wird“. Subsidiarität besagt „was der Einzelne für sich aus eigenen Kräften leisten kann, darf ihm nicht durch eine übergeordnete Instanz abgenommen werden“. Der katholischen Soziallehre geht es darum, den „Masterplan“ Gottes für die Menschen darzulegen.
Warum ist das heute so wichtig? Jeder kennt das zunehmende Lamento: Christliches sprechen und Symbole (Kreuze) werden aus Politik, Vereinen, Schulen, öffentlichen Verwaltungen herausgedrängt. Und das stimmt auch!
Warum ist das so? Die Antwort ist einfach: Weil es immer weniger Christen gibt, die ihre Überzeugungen in der Öffentlichkeit präsent setzen. Das hat neben fehlender Zivilcourage auch mit Unwissenheit zu tun. Hinzu kommt der sich ausbreitende Individualismus, christlich gesprochen, eine schwindende Nächstenliebe. Das erinnert an die Vorhersage Christi… „und, weil die Gottlosigkeit zum Vollmaß steigt, wird die Liebe der meisten erkalten“ (Mt 24,12).
Warum war das früher anders? Ich nenne zwei Gründe: Der höhere religiöse Grundwasserspiegel war auch verbunden mit der Nächstenliebe. Junge Menschen wurden in kirchlichen Gemeinschaften, wie Kolping, Katholisches Landvolk, KAB vorbereitet und motiviert, Verantwortung für die Gemeinschaft in Vereinen oder in der Kommunalpolitik zu übernehmen. Es ging dabei um dauerhafte Bindung und nicht nur um Mitarbeit für ein zeitlich begrenztes Projekt. Weiterlesen

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Erklärung des „Forum Deutscher Katholiken“, 14.09.2019

Der Synodale „Reformprozess“ mit dem irrigen Verständnis, die Kirche sei eine quasidemokratische Institution, aber nicht die Stiftung Jesu Christi, in der sein Wort und die Lehre seiner Kirche gelten, ist zurecht durch die Intervention der Bischofskongregation in Rom mit Kurienkardinal Quellet korrigiert worden.
In der Vorbereitung des „Synodalen Weges“ wurde außerdem außer Acht gelassen, dass die Inhalte der vier Hauptforderungen die Kompetenzen der Ortskirche übertreffen, weil sie die Weltkirche betreffen:
Frauen den Zugang zu allen kirchlichen Ämtern gewähren, den Pflichtzölibat abschaffen, in der kirchlichen Sexualmoral die vielfältigen Lebensformen positiv anerkennen.
Die eigentlichen Probleme der deutschen Ortskirche, der Glaubensverlust und die Notwendigkeit von Evangelisierung und Katechese, fehlen auf der Agenda des „Synodalen Prozesses“.
Die mahnenden Worte von Papst Franziskus und seine Hinweise auf die Defizite wurden mit „Ermutigung“ quittiert.
Der penetrante Versuch, die sexuellen Missbrauchsfälle zu instrumentalisieren, um eine „andere Kirche“ zu schaffen, ist demaskiert.
Wir brauchen in Deutschland keine „Zweite Reformation“, sondern die Umkehr zu Gott und zur Lehre der Kirche!
Das „Forum deutscher Katholiken“ dankt den Bischöfen, insbesondere Erzbischof Woelki und Bischof Voderholzer, dass sie in dieser schwierigen Situation immer wieder den Glauben der Kirche in Erinnerung rufen.

Prof. Dr. Hubert Gindert , 1. Vors. des „Forums Deutscher Katholiken“

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Warum Katholiken verunsichert sind?

Mit dem Advent 2019 beginnt der „Reformprozess“ in der deutschen Ortskirche unter der Bezeichnung „Der synodale Prozess“.
Zwei Aussagen sollen verdeutlichen, warum Katholiken in Deutschland in Sorge sind:
Der Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck äußerte in einem Vortrag in Münster am 25.05.2019: „Die alte Zeit ist zu Ende! Wir sind in einer Krise und stehen an einer Zäsur, die vielleicht noch tiefer geht als die Reformation“ – „Der synodale Weg muss ergebnisoffen sein.“ – „Der Prozess muss in verbindliche Ergebnisse münden.“ – „Die Kritik an der Kirche muss Gehör finden, damit es zu einem echten Kulturwandel kommt.“
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat seine „Kernforderungen“ auf seiner Vollversammlung am 10. u. 11. Mai 2019 dargelegt. Sie werden als „Grundlage einer Beteiligung des ZdK am synodalen Weg“ mit den Bischöfen vorgelegt. Die Agenda des ZdK enthält u.a. folgende Punkte:
• Frauen Zugang zu allen kirchlichen Ämtern gewähren
• den Pflichtzölibat abschaffen
• in der kirchlichen Sexualmoral die vielfältigen Lebensformen und Lebenswirklichkeiten positiv anerkennen
• Entscheidungskompetenz für alle Getauften auf allen Ebenen der Kirche verwirklichen
Quelle: www.zdk.de
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat in der Abteikirche Rohr seine Bedenken gegen den geplanten „Synodalen Weg“ geäußert. Von den Themen, die auf die Tageordnung des „Synodalen Weges“ gesetzt werden sollen, nannte er exemplarisch „Die Liberalisierung der Sexualmoral, Anerkennung homosexueller Partnerschaften, Synodalisierung der Kirchenleitung“. Sie bewirken nach seiner Ansicht eine „Angleichung der Kirche an die protestantischen Glaubensgemeinschaften“. Es gebe Themen, so Voderholzer, über die man als christliche Gemeinschaft, die sich auf das Neue Testament beruft, nicht „ergebnisoffen“ abstimmen könne, „sondern nur entscheidungsfordernd“. Bischof Voderholzer weiter: „Die Themen der Agenda des Synodalen Weges blieben hinter der Frage zurück „Wie der Glaube so gestärkt werden“ könne, „dass es die Menschen drängt, am Sonntag Christus, seine Auferstehen und unsere Hoffnung zu feiern“. Weiterlesen

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Wie David gegen Goliath

Wir haben eine funktionierende Allianz von politischer Macht und einer (fehlenden) Gewaltkontrolle durch die Medien. In ihr wird das Anliegen einer beiderseits gewollten Gesellschaft abgebildet. Wenn die Politik aufgreift und umsetzt, was die Medien fordern (Genderideologie, Ehe für Alle, Gleichsetzung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe, eine Familienpolitik, welche alle Formen des Zusammenlebens mit der Ehe von Mann und Frau gleichstellt, Abtreibung etc.) dann kann die Politik mit Hofberichterstattung rechnen. Politik und Medien sind beiderseits am Interpretationsmonopol interessiert. Wer sich dem Mainstream entgegenstellt oder Tabus anspricht, wird gnadenlos in die Zange genommen. So erging es Tilo Sarazin, der mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“, auf die Tatsache der demographischen Katastrophe hinwies. So ist es dem Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen ergangen, der aus dem Staatsdienst entlassen wurde, weil er die Berichterstattung über die Vorgänge in Chemnitz missbilligt hatte. So erging es Prof. Dr. Werner Münch, der auf dem Kongress „Freude am Glauben“ in Ingolstadt über das Thema „Demokratie lebt vor allem von Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit“ sprach und auf aktuelle Gefährdungen hinwies.
Katholiken nehmen mit Besorgnis zu Kenntnis, dass sich ähnliche Entwicklungen auch innerhalb der deutschen Ortskirche abzeichnen. Die positive Medienbegleitung der vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken geforderten Reformen (Frauenpriestertum, Abschaffung des Pflichtzölibats, Änderung der katholischen Sexuallehre etc.) bilden die Tagesordnung des zum Jahresende beginnenden „synodalen Prozesses“. Diese „Reformen“ werden auch von kirchlichen Medien (KNA, katholisch.de etc.) mit Sympathie und Wohlwollen begleitet.
Christen sind der Wahrheit und dem Wort Jesu verpflichtet. Kein Katholik hat die Ausrede, er wissen nicht mehr, was noch gelte. Denn jedem steht der Katechismus (KKK) zur Verfügung. Wer daran erinnert, muss mit „sprunghafter Feindseligkeit“ rechnen. Das wissen auch die Bischöfe, die lieber wohlfeile Erklärungen zum Rechtsextremismus und zur Klimakatastrophe abgeben, als die Botschaft Jesu zu verkündigen „sei es gelegen oder sei es ungelegen“.
Wer sich von den Bischöfen politisch korrekt verhält, wird in den Medien als „reformbereit“ apostrophiert. Wer aber auf die Ursachen der sexuellen Missbrauchsfälle hinweist, Benedikt XVI. und die fehlende Bereitschaft zu einem Neubeginn anmahnt, wird als reformunfähiger „ewig Gestriger“ etikettiert. Weiterlesen

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Erklärung des Forums Deutscher Katholiken

Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt Dorothee Bär (CSU) hat sich öffentlich für die Priesterweihe der Frauen, sowie für den Kommuninionempfang geschiedener Wiederverheirateter ausgesprochen.
Dazu erklärt das „Forum Deutscher Katholiken“:
Die Forderungen von Frau Bär stehen im klaren Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche.
Die Staatsministerin Dorothee Bär(CSU) mischt sich im Vorfeld des „synodalen Prozesses“ in innerkirchliche Angelegenheiten ein. Sie unterstützt damit Verwirrung und Spaltung unter den Katholiken.
Das „Forum Deutscher Katholiken“ weist die Forderungen von Frau Bär entschieden zurück.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Sprecher des „Forums Deutscher Katholiken“

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