Stellungnahme des „Forum Deutscher Katholiken“ zu den Vorwürfen gegen Kardinal Ratzinger/Benedikt XVI.

Liebe Freunde des Forum Deutscher Katholiken, gegen die unsäglichen Vorwürfe gegen Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI wollen wir nicht schweigen. Es ist ein Frontalangriff gegen unsere Kirche.
Nachstehend unsere Stellungnahme:
Die Angriffe gegen die katholische Kirche richten sich gegen herausragende Repräsentanten. Sie werden moralisch abqualifiziert und instrumentalisiert, mit dem Ziel eine „andere Kirche“ zu schaffen. Diese Angriffe haben nicht das Niveau einer geistigen Auseinandersetzung. Sie geschieht in Medien und in Büchern, und z.B. in dem von Doris Reisinger und dem Filmregisseur Christoph Röhl verfassten Buch: „Nur die Wahrheit rettet. Der Missbrauch in der katholischen Kirche und das System Ratzinger“. Dort heißt es: „Welche Rolle spielte dieser Mann, der über ein viertel Jahrhundert die katholische Kirche entscheidend prägte, in ihrem Versagen in der Missbrauchskrise?“…“Wer sich mit Ratzingers Rolle befasst, muss die Behauptung von seinem Einsatz gegen Missbrauch wider alle Widerstände fallen lassen. Es bleibt davon nichts übrig“…sie (Reisinger/Röhl) werfen ihm vor, dass er sich „nachweislich jahrelang nicht ernsthaft“ um die Missbrauchskrise gekümmert habe, „auch dann nicht, wenn Fälle direkt auf seinem Schreibtisch landeten“ (Augsburger Allgemeine Zeitung 2.3.2021, S. 12).
Dazu Professor Markus Graulich, Untersekretär des päpstlichen Rates für Glaubenstexte: „Joseph Ratzinger (war) eine Schlüsselfigur bei der innerkirchlichen Verfolgung und Bestrafung sexuellen Missbrauchs. Heutige Errungenschaften auf diesem Gebiet verdanken sich wesentlich der Vorarbeit des Kurienkardinals und späteren Papstes Benedikt XVI.“ (Die Tagespost vom 18.2.2021, zitiert nach PUR-Magazin 3/221, S.8. „Seit Mitte der 1980er Jahre“ hat sich Ratzinger „als Präfekt mit dem Missbrauch in der Kirche befasst … schon damals habe er das Ziel verfolgt, das … kirchliche Strafrecht weiter zu entwickeln. So habe Ratzinger darauf gedrängt, kirchliche Straftäter auch ohne Prozess aus dem Klerikerstand entfernen zu können … auch habe er dafür gesorgt, dass die innerkirchliche Verfolgung solcher Straftaten der Glaubenskongregation übertragen worden sei bis hin zur Anklage von Kardinälen und Bischöfen wegen Missbrauchsfällen.“
Das Ziel dieser Kampagne gegen Kardinal Ratzinger/Benedikt XVI. ist sehr durchsichtig. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Benedikt XVI. sein ungeteiltes Vertrauen aus und dankt ihm für sein Bemühen, die sexuellen Missbrauchsfälle aufzudecken.

2. März 2021, Prof. Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

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Solidarität mit Kardinal Woelki

Der ehemalige Bundesrichter Thomas Fischer hat die Berichterstattung über den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche als „Hysterisierung“ bezeichnet. Er spricht von einer „Generalabrechnung“ mit der Kirche. Besonders fällt Fischer die „Zeit-Taktung“ der Empörung und Skandalisierung auf. So hat beispielsweise ein Blatt, die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ), allein vom 30.Januar bis 25. Februar neunmal(!) über Kardinal Woelki negativ berichtet (30.1.,2.2.,4.2.,5.2.,9.2., 22.2.,23.2.,24.,25.2.).
Der Tenor dieser Berichterstattung ist immer der gleiche: Woelki halte ein Gutachten unter Verschluss, obwohl jeder weiß, dass ein neues umfangreicheres und unabhängiges Gutachten am 18. März veröffentlich wird.
Die Titelüberschriften der AZ-Artikel sind bezeichnend: „Krise im Erzbistum Köln spitzt sich weiter zu“, „Woelki sollte seinen Stuhl räumen“, „Am Ende“. Es wird von einem „massenhaften Austritt aus der Kirche in Köln“ gesprochen. Man hütet sich aber konkrete Vergleichszahlen anzugeben.
Inzwischen pfeifen es die Spatzen vom Dach: Kardinal Woelki ist einer der Kritiker des „Synodalen Weges“, der den Durchmarsch für eine „andere Kirche“ behindert. Deshalb soll er abtreten.
Die Geschichte kennt andere Fälle aus der NS- und der DDR-Zeit, in der Repräsentanten der Kirche moralisch abqualifiziert wurden, um die Kirche zu treffen.
Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus und dankt ihm für seine Standfestigkeit!

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vors. (hubert.gindert@forum-deutscher-katholiken.de)

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Gibt es eine Hölle?

„Jeder sechste Bundesbürger (15%) glaubt, dass es im Jenseits auch eine Hölle gibt. Jeder zweite Befragte (50%) glaubt nicht daran. 27% gaben in der Befragung an, nicht sicher zu sein, 7% machten keine Angaben. Bemerkenswert ist, dass in der Altersgruppe der 18 bis 29jährigen jeder vierte davon ausgeht, dass es die Hölle gibt. Bei den über 60jährigen nur 13%. Bei den Freikirchlern glauben immerhin 44%, bei den landeskirchlichen Protestanten nur 15%, bei den Katholiken nur 19% an die Existenz der Hölle. Bei den Muslimen sind es hingegen 51%.“ Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA Consulere im Auftrag von Idea (kath.net 22.11.2020).
Was sagt die Lehre der katholischen Kirche dazu? … „Dass es eine Hölle gibt … dass sie ewig dauert … die schlimmste Pein der Hölle besteht in der ewigen Trennung von Gott, indem allein der Mensch das Leben und das Glück finden kann, für die er erschaffen worden ist und nach denen er sich sehnt“ (KKK Ziff 1035).
Die Kirche greift damit das Wort Jesu von der „Gehenna“, des „unauslöschlichen Feuers“ auf, siehe Mt 13 41-42 und Mt 25,41 (KKK Ziff. 1034). „Die Aussagen der heiligen Schrift und die Lehren der Kirche über die Hölle sind eine Mahnung an den Menschen, seine Freiheit im Blick auf sein Schicksal verantwortungsvoll zu gebrauchen. Sie sind zugleich ein eindringlicher Aufruf zur Bekehrung (KKK Ziff. 1036) …Niemand wird von Gott dazu vorherbestimmt, in die Hölle zu kommen; nur eine freiwillige Abkehrung von Gott, in der man bis zum Ende verharrt, führt dazu“ (KKK, Ziff. 1037).

Hubert Gindert

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Stellungnahme des Forums Deutscher Katholiken zu Vorwürfen gegen Pater Werenfried van Straaten

In der Zeitschrift „ Christ & Welt“ /“Die Zeit“ wird im Artikel „Gut und Böse“ dem Gründer von „Kirche in Not“, P. Werenfried van Straaten, vorgeworfen, er habe 1973 eine Mitarbeiterin vergewaltigen wollen. Dieser Vorwurf wurde 2010, sieben Jahre nach dem Tod von Pater Werenfried, erhoben. Der Beschuldigte konnte also zu dem Vorwurf keine Stellung mehr nehmen, so dass der Vorwurf nicht mehr geklärt werden kann. Gegen Pater Werenfried sind weitere Anschuldigungen sexualisierter Gewalt „ nicht bekannt“.
Nach der allgemein gültigen Rechtsauffassung haben Beschuldigte solange als unschuldig zu gelten, bis das Gegenteil gerichtlich bewiesen ist. Das gilt auch für Pater Werenfried!
Die Tatsache, dass „Kirche in Not“ die „Schilderung“ der „Betroffenen“ für „glaubhaft“ ansah, „auch, wenn die Schuldfrage nicht mehr geklärt werden konnte“ und sie die nach damaliger Praxis übliche Bezahlung zur Befriedung leistete, ist in keiner Weise ein Beweis für eine Schuld.
Es bleibt die Frage: Warum wird die Anschuldigung gegen Pater Werenfried jetzt, im Jahr 2021, aufgegriffen, trotz einem staatlich und gesetzlich festgelegten Zeitraum der Verjährung? Geht es um die Diffamierung der katholischen Kirche?
Das „Forum Deutscher Katholiken“ erinnert an die Hilfe von Pater Werenfried für die deutsche Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg und dankt ihm für sein großartiges Werk für Menschen in Not!

Prof. Dr. Hubert Gindert

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Gibt es einen Gott? Was hat er mit meinem Leben zu tun?

In der Nacht vom Faschingsdienstag auf Aschermittwoch wurde früher der Fasching „beerdigt“, um zum Ausdruck zu bringen, dass jetzt eine andere Zeit im Kalender beginnt. Ein solches Tun würden in der heute säkularisierten Zeit viele nicht mehr verstehen. Für sie ist Aschermittwoch ein normaler Wochentag.
„Wir brauchen einen missionarischen Aufbruch“, wie Pfarrer Erich Maria Fink auf dem letzten Kongress geäußert hat. Dringend! Aber wir sollten am Hauptproblem der Kirche ansetzen. Das sind nicht die hunderttausende Kirchenaustritte, das Fehlen der Gläubigen bis zu 95% am sonntäglichen Gottesdienst oder die 99%, die nicht mehr den Beichtstuhl aufsuchen. Sie zeigen die religiöse Haltung auf. Aber das sind nur die Folgen dieser Einstellung. Die Ursachen liegen tiefer. Die eigentlichen Fragen, denen wir uns stellen müssen, lauten: Gibt es einen Gott? Was sind seine Eigenschaften? Was hat er mit meinem Leben zu tun? Aus den Antworten erklären sich die Folgen, die wir zurecht beklagen.
Was uns Jesus Christus und die Kirche zu diesen Fragen sagen, ist schlüssig. Das heißt nicht, dass diese Antworten von den Zuhörern angenommen werden. Der freie Wille bleibt. Die Antwort von Joseph Ratzinger auf die Frage, wie viele Wege es zu Gott gibt: „so viele als es Menschen gibt“, heißt zugleich, dass die Menschen ebenso viele Wege beschreiten können, die von ihm wegführen.
Wer die Antworten Jesu und der Kirche verinnerlicht hat, wird nicht nur erschreckt vor dem stehen, wozu die menschliche Natur fähig ist, wie Sexualdelikte, Völkermord und Verbrechen jeder Art. Er wird auch darüber staunen, was verfolgte Christen in China, Pakistan oder Nigeria ihres Glaubens wegen auf sich nehmen.
Wem aufgegangen ist, dass Gott ihn ansieht im Kind von Betlehem, als Lehrer auf den Straßen von Galiläa und im Antlitz des Gekreuzigten auf Golgatha, dem wird klar, dass nur eine innere Umkehr den Einzelnen und auch unsere Kirche rettet. Dies beschreibt P. Dr. Johannes Nebel FSO in seinem Vortrag eindrucksvoll.
Er wird die Gebote als notwendige Stütze in seinem Leben verstehen, weil er die Schwäche der menschlichen Natur, auch seine eigene, kennt. Deswegen wird er die sakramentalen Hilfsmittel der Kirche annehmen.
Dem bewusst gewordenen Christen wird nichts im Leben erspart bleiben: Krankheit, Enttäuschung jeder Art, der Tod. Er wird trotzdem Freude am Glauben erfahren, weil er weiß, was ihn erwartet: Das Leben bei Gott.
Wir gehen auf Ostern zu. Es sind 40 Tage. Das schließt ein: den Palmsonntag, den Gründonnerstag, Karfreitag, schließlich die Auferstehung des Herrn. Wir gehen dem entscheidenden Ereignis der Menschheitsgeschichte entgegen. Machen wir uns das wieder bewusst!

Hubert Gindert

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Zur Geschichte des „Forums Deutscher Katholiken“

Das „Forum Deutscher Katholiken“ und die Kongresse „Freude am Glauben“ haben eine Vorgeschichte, weil sich eine Reihe von Mitstreitern bei ihrem Engagement in kirchlichen Organisationen und in den Laienräten, vom Pfarrgemeinderat bis zum Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), dort kennen lernten.
Bereits in den 70er und 80er Jahren wurde die Mitarbeit in kirchlichen Gremien immer schwieriger. Die 68er Kulturrevolution wirkte sich aus. Die katholischen Organisationen, die im ZdK vertreten sind, fanden Gefallen an den Ideen der 68er und versuchten sie umzusetzen. Sie benutzten zum Teil ihre Apparate, um Ziele der 68er durchzusetzen. Wenige Mitarbeiter im kirchlichen Dienst stellten sich dagegen. Insgesamt ging die Identifikation mit der Lehre der Kirche zurück.
Selbst Bischöfe beugten sich dem Trend und verloren dadurch Autorität in der Gesellschaft und bei den Gläubigen. Als Folge der päpstlichen Enzyklika „Humanae vitae“ vom 25. Juli 1968 reagierten die deutschen Bischöfe am 30. August 1968 mit der „Königsteiner Erklärung“. Sie verabschiedeten sich von ihrer Lehrautorität und überließen die Gläubigen ihrem „Gewissensurteil“.
Die 70er Jahre waren auch innerkirchlich eine bewegte Zeit. Das Zweite Vatikanische Konzil wurde, in Kenntnis der Unwissenheit der Gläubigen über die Konzilstexte, für „Neue Wege“ in Liturgie und im Sakramentenverständnis missbraucht. Teilweise wurde ein „Drittes Vatikanisches Konzil“ gefordert. Es gab aber auch noch Begeisterung und Zulauf bei kirchlichen Veranstaltungen. Der Jesuit Pater Johannes Leppich sprach auf öffentlichen Plätzen von seinem Kombiauto aus zu Tausenden. Kirchen hätten diese Menschenmengen nicht gefasst. Der letzte Volksmissionar hielt nicht nur Reden und sammelte Geld, er gründete gleichzeitig die sogenannten „Leppichkreise“. Wer dort mitgearbeitet hat, erinnert sich: Es gab jeden Monat einen Rundbrief mit Betrachtung und einer konkreten Aufgabe, z.B. Bibelverteilen in Hotels und in anderen Unterkünften. Es waren die eigenen Mitbrüder, die das Werk von Pater Leppich zu Fall brachten.
Es gab Begeisterung für ein christlich geprägtes Europa. Die von Bischof Stimpfle von Augsburg initiierten „Ottobeurer Europatage“ brachten Tausende auf die Beine. Aber in den im ZdK zusammengeschlossenen Organisationen breitete sich das Gift innerkirchlicher Kritik aus. Die 68er Kulturrevolution gewann an Boden. Eine Dokumentation dieser Infiltration katholischer Organisationen, die dem damaligen geistlichen Beirat des Diözesanrats, Weihbischof Ziegelbauer, übergeben wurde, führte zum Entsetzen, aber nicht zu Konsequenzen. Weiterlesen

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Chancen über Chancen für das neue Jahr2021

Wir sind am Beginn des neuen Jahres 2021. Was wird es bringen? Chancen über Chancen! Denn der Herr der Welt ist gekommen „um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ Lk 19,10)
Wie sehen diese Chancen aus, die wir bekommen? Sie können denen ähneln, die wir im Evangelium geschrieben finden. Da ist die Chance des Zöllners Zachäus: Oberzöllner, Kollaborateur der Römer. Er repräsentiert nicht das Bild eines Menschen, wie ihn Gott gedacht hatte. Jesus kehrt bei ihm ein. Zachäus ergreift die Chance, er wird zu einem anderen Menschen.
Da ist auch der junge Mann. Er erfüllt alle Gebote und fragt den Herrn: „Was fehlt mir noch?“ (LK 18,21-22). Jesus will ihn von der Abhängigkeit von seinem großen Reichtum befreien und sagt ihm: Lass alles zurück und folge mir nach. Da geht er traurig weg; denn er war sehr reich. Er nimmt seine Chance nicht wahr, um sich von seiner Abhängigkeit zu lösen.
Es gibt auch die buchstäblich letzte Chance im Leben. Das ist die des einen Schächers am Kreuz. Er sprach zu Jesus: „Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.“ Und er hört die Zusage: „Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ (Lk 23,40-43) Das war das Zeichen einer unvorstellbaren Barmherzigkeit und Großzügigkeit Gottes in der allerletzten Minute. Aber auch dieser Schächer musste den Willen zur Umkehr zeigen. Der andere tat es nicht. Er spottete und nahm seine Chance nicht wahr.
Die Chancen, die wir 2021 bekommen, werden sehr unterschiedlich sein. Es sind die Wege zu dem Ziel, das Gott uns zugedacht hat. Der Steuerpächter bleibt Steuerpächter, weil dieser Dienst evtl. in der Gesellschaft notwendig ist. Aber er ist ein anderer Mensch geworden.
So wird es mit den anderen Aufgaben sein. Eltern bleiben für ihre Kinder verantwortlich, Mitarbeiter für ihren Job, wenn sie ihre Chancen wahrnehmen. Wer sie aber wahrnimmt und seinen bisherigen Lebensstil überdenkt und eventuell auch korrigiert, der durchbricht den Glaubenssatz, der heute die westliche Welt durchzieht, nämlich die Emanzipation des Menschen von Gott, d.h. den Irrglauben, wir könnten unser Leben ohne Gott selber gestalten. Wer hellhörig für die Chance ist, wird für sich entdecken, dass die christliche Botschaft „nicht einengt, das Leben nicht versauert, die Freiheit nicht beschneidet, nicht in die Enge und ins Kleinliche, sondern in die Weite führt“, wie Joseph Ratzinger im Dialog mit Marcello Pera, einem erklärten Atheisten, dargelegt hat.
Last uns die Chancen für 2021 wahrnehmen!

Hubert Gindert

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Ohne Weihnachten keine Hoffnung.

Weihnachten ist das Fest des Lebens. Denn Jesus Christus ist der Erlöser über das irdische Leben hinaus. Das relativiert alles, was der Hoffnung im Wege steht. An dieser Hoffnung, die von der Geburt Jesu ausgeht, können alle Anteil haben.
Am 10. Oktober wurde der 15jährige Carlo Acutis in Assisi selig gesprochen. Carlo war ein fröhlicher, normaler junger Mann. Er war ein Computer-Genie. Seine überragenden Fähigkeiten setzte er ein, um im Internet die frohe Botschaft zu verbreiten. Carlo besuchte täglich die heilige Messe und betete den Rosenkranz. Das gab ihm die Kraft, seine tödliche Krankheit zu ertragen und sie für die Kirche aufzuopfern. Carlo Acutis gab der Kirche ein junges Gesicht. Er ist ein Hoffnungsträger!
Die Menschen sehen sich in der Corona-Pandemie nach Hoffnungsträgern um. Viele Politiker und etliche Wirtschaftsführer sowie Medienschaffende wollen die Krise ohne Gott bewältigen. Das Wort „Gott“ kommt ihnen nicht über die Lippen. Was die Menschen brauchen, ist die Zuversicht, die von Weihnachten ausgeht. Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Weihnachtsgeschenke und die Anwesenheit lieber Menschen können einen stimmungsvollen Abend bescheren. Das darf man nicht kleinreden. Ob dabei die Geburt unseres Erlösers bewusst wird, ist nicht gesichert.
Die katholische Kirche in Deutschland ist in dieser Situation keine große Hilfe. Sie ist mit den Auswirkungen der Corona-Epidemie für das kirchliche Leben und mit dem „Synodalen Prozess“ beschäftigt.
Aber auch der „Synodale Weg“ kann zur neuen Hoffnung führen, wenn die Synodalen die Weihnachtshoffnung aufleuchten lassen: „Heute ist euch der Erlöser der Welt geboren.“
Die Freude, die von der Geburt Jesu ausgeht, können wir all jenen als ein „christliches Lebensmodell zeigen, das eine lebbare Alternative zu den immer leerer werdenden Vergnügungen der Freizeitgesellschaft bietet, weil sie die Dürftigkeit der gewohnten Freuden satt“ haben. (Joseph Ratzinger)
Mit dieser Weihnachtsfreude können wir hoffnungsvoll in das neue Jahr gehen.
Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Jahr 2021 wünscht Ihnen

Ihr Hubert Gindert und die Redaktionsteams des „Fels“ und des Internets.

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Sieg der „Gesinnung über rationale Urteilsfähigkeit“

Der Schweizer Publizist Milosz Matuschek forderte in einem Apell „freie Debattenräume“ in dem ein „Sieg der Gesinnung über rationale Urteilsfähigkeit“ … beklagt wird. (Junge Freiheit, 4.9.2020) Matuschek spricht damit eine sich ausbreitende sogenannte „Cancle-Culture“ an. Gemeint sind Meinungen, die nicht mainstream sind aus dem Diskurs zu verbannen und Personen „die unpopuläre Ansichten“ vertreten öffentlich bloßzustellen oder zu boykottieren. Anders ausgedrückt sollen Menschen mittels Diffamierung und persönlichen Attacken über sogenannte Shitstorms mundtot gemacht werden. Früher geschah das durch Bücherverbrennungen.
Dieter Stein hat in der jungen Freiheit (4.9.2020) solche Cancle-Culture-Aktionen beschrieben.
Als Folgen solchen Tuns wird eine geistige Auseinandersetzung erstickt. Die Gräben in der Gesellschaft werden vertieft. Radikalisierung der Unterdrückten nimmt zu. Wir sollten uns dagegen wehren und solche Praktiken beim Namen nennen, wo immer das geschieht, in Medien, in der Politik, in der Gesellschaft und in der Kirche. Gefährdet sind nämlich unsere Grundrechte!

Hubert Gindert

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Auffallend ist, dass die Frage, was will Gott uns mit der „Pandemie“ sagen, kein Thema ist.

Seit zehn Monaten bestimmt die Corona-Pandemie „weitgehend“ unser Leben, auch die religiöse Praxis. Da tauchen immer stärker Fragen auf, ob die Corona-Eindämmungsstrategie angemessen ist und wann die Einschränkungen sowie die Außerkraftsetzung von Grundrechten wieder vollständig zurückgenommen werden. Wer solche Fragen stellt, ist deswegen noch kein Spinner oder Corona-Leugner. Die „Corona-Pandemie“ zwingt die Erkenntnis auf: Der Mensch hat nicht alles im Griff.
Wer berechtigte Fragen stellt, stößt zunehmend auch bei Medien, die in der Gesellschaft eine Kontrollfunktion hätten, auf das, was als „cancel culture“ bezeichnet wird. Was ist „cancel culture“? Dieter Stein hat sie (JF, 4.9.2020) so beschrieben: Personen, die Meinungen vertreten, die nicht „Mainstream“ sind, werden „stumm geschaltet und stigmatisiert“, „markiert, an den Pranger gestellt und aus dem Diskurs aussortiert“, „umstrittene Verdächtige werden kaltgestellt“, „Anstößigen Autoren, Politikern werden Äußerungsmöglichkeiten entzogen.“ So wird geistige Auseinandersetzung, die in Zeiten der Verwirrung besonders nötig wäre, erstickt. Die Gräben in der Gesellschaft werden vertieft. Wir sollten uns dagegen wehren!
Die Corona-Pandemie kann das Leben gefährden. Das Leben hat für alle einen hohen Wert. Für Menschen, die nicht an Gott glauben, für die alles mit dem Tod endet, ist das Leben zum höchsten Gut geworden. Christen, die nicht nur in der Corona-Zeit, sondern jeden November den Tod als einen Teil der Lebenswirklichkeit bedenken, können gelassener sein. Als Erlöste können sie verängstigte Gottferne an ihrer Hoffnung teilhaben lassen. Weiterlesen

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