Vom Sinn kirchlicher Regeln und Vorschriften – Ein Leserbrief

Die Bischöfe  sollen auf die Einhaltung der vom Papst  gewünschten Regeln achten.
Sie sind beauftragt den Glauben unverfälscht zu lehren.
Vor einigen Jahren war ich Gast in einer Vortragsveranstaltung des Katholischen Kreisbildungswerkes. Zu Beginn der Diskussion erinnerte ich daran, dass in der Öffentlichkeit Priester und Ordensleute an ihrer priesterlichen Kleidung bzw. Ordenstracht erkennbar sein müssen( CIC. Can. 284 ). Alle Anwesenden, einschließlich des Generalvikars ließen mich alleine im  „Regen  stehen. Wenn der Kardinal die Pfarrei besucht, trägt der Stadtpfarrer wie selbstverständlich einen priesterlichen Anzug mit römischem Kragen anstatt seiner üblichen legeren Kleidung. Der Laie tut sich schwer mit der Vorstellung, dass die gleiche Person am Altar stellvertretend für Christus sprechen wird.
Diese Regel, obwohl sie im CIC ausdrücklich vorgeschrieben ist, wird mehr und mehr unterlaufen. Was will ich damit sagen? Werden diese „ Äußerlichkeiten “ missachtet, wie schaut es dann im „Inneren“ aus?
Der Trierer Bischof trifft Feststellungen, die mit seiner zeitgeistangepassten Privatauslegung mancher Sittenregeln gegen Rom öffentlich bekannt wurden. Wenn schon Bischöfe die kirchliche Lehre und die Vorschriften infrage stellen, wird deren Sinn unterlaufen und den Priestern und Laien ein schlechtes Beispiel gegeben.
Aus den Ordinariaten der Bischöfe dringt vieles ins Umfeld, das hinsichtlich der Lehre Verwirrung stiftet, während die Katholiken in vielen Punkten verunsichert sind und Klärungsbedarf haben. Eindeutige Antworten, die klar und unmissverständlich Stellung beziehen, werden erwartet: Deutliche Kritik an dem Vorhaben, Kreuze zu entfernen, die Bedeutung der Ohrenbeichte, Religionsunterricht, der das Evangelium und die Lehre der Kirche vermittelt, Ehevorbereitung, die ihre Bezeichnung verdient, Aufklärung über Gender, Bedeutung des Ablasses, Aufklärung  über unterschiedliche Auffassungen bei evangelischen und katholischen Christen. Ein Schweigen oder eine Abweichung von der kirchlichen Lehre und den Regeln ermuntert die Häretiker.
Beten und bitten wir für eine gottgewollte Einheit in unserem Glaubensleben.

Ansgar Kneißl, Wolfratshausen

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Kongress “Freude am Glauben” 2014 – 2. Resolution: Erziehung zwischen Führen und Wachsenlassen – was brauchen die Kinder?

In vielfacher Weise wird versucht, die Erziehung der Kinder aus der Elternhand zu nehmen. Bildungspläne, Gendervorgaben und eine bestimmte Form des Sexualkundeunterrichts sollen die Kinder in einer engen, vorgegebenen Richtung formen. Auf der anderen Seite gibt es viele Eltern, die ihre Erziehungsaufgabe freiwillig abgeben, nicht nur an die Schule, sondern auch an Medien und eine immer häufiger zu beobachtende erziehungslose Verwöhnstruktur.
Übersteigerte Mediennutzung und Bespaßung statt sinnvoller Beschäftigung, ein
stetiges Kreisen über den Köpfen der Kinder anstelle von Erziehung zu Verantwortung und Selbständigkeit.
Gemäß der gängigen gesellschaftlichen Strömungen von Nutzenmaximierung, Marktstrukturen und utilitaristischen Tendenzen entsteht der Eindruck, Kinder würden nur noch als Konsumenten und zukünftige, nutzbringende Arbeitskräfte betrachtet. In der Diskussion um Ganztageseinrichtungen ab dem ersten Lebensjahr zum Beispiel spielen die Bedürfnisse und Probleme der Kinder keine Rolle.
Jegliche ideologische Ausrichtung von Bildungsplänen oder schulischen Curricula untergräbt die Erziehungsverantwortung der Eltern und entspricht nicht dem Bildungsauftrag der Schule. Die Erziehung der Kinder gehört in den Verantwortungsbereich der Eltern. Eltern können diese Verantwortung nicht abschieben, die Schulen sind nicht für die Erziehung der Kinder zuständig und dürfen auch nicht dafür zuständig gemacht werden. Eine menschenwürdige Erziehung beinhaltet Respekt, Liebe, die Vermittlung von Werten, Achtsamkeit, Verantwortung im Umgang mit dem anderen Geschlecht, die Übernahme von Verantwortung und die Förderung der Selbständigkeit. Dies bildet die Grundlage für eine den Kindern zugute
kommende Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtungen.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forum Deutscher Katholiken

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Kongress “Freude am Glauben” 2014 – Resolution: “Erneuerung der Gesellschaft durch Rückkehr zu Gott”

Die Menschen haben Gott vergessen, daher kommt alles Übel, diagnostizierte schon vor
Jahren der russische Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn den ethischen Niedergang der westlichen Kulturen. Deshalb ist die Erneuerung der Gesellschaft nur durch eine Rückkehr zu Gott möglich.
Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an die Gesellschaft, sich wieder stärker Gott
zuzuwenden und an den Zehn Geboten zu orientieren. Dies muss auch in der Gesetzgebung seinen Niederschlag finden. Vor allem Politiker christlicher Parteien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihr Gewissen schärfen, um nicht Etikettenschwindel zu betreiben.
An die Mitglieder der Kirche appelliert das Forum Deutscher Katholiken, sich weniger mit innerkirchlichen Streitthemen auseinandersetzen, als vielmehr ihren missionarischen Auftrag wahrzunehmen. Verantwortliche wie einfache Gläubige dürfen sich nicht immer mehr dem Denken und dem Geschmack der säkularisierten Gesellschaft anpassen und deren Verhaltensweise übernehmen, sondern müssen vielmehr die Frohe Botschaft unverkürzt und auf überzeugende Weise verkünden. In einer Zeit, in der sich kulturelles Leben und Glaub immer weiter von einander entfernen, bleiben Christen herausgefordert, erkennbar als Salz der Erde und Licht der Welt an einer christlichen Neugestaltung der Gesellschaft mitzuwirken.
Katholiken sollten sich dabei mit gesundem Selbstbewusstsein und Mut in die gesellschaftspolitischen Diskussionen einbringen und dabei den Menschen mit dienender Liebe begegnen ohne jeden Pessismus und ohne jede Verbitterung. Die christliche Wahrheit ist anziehend und gewinnend, denn sie antwortet auf die tiefen Bedürfnisse der Menschen.
Die Kirche darf nicht zu einer wohltätigen NGO (Nichtregierungsorganisation) werden,
sondern muss Christus als den einzigen Weg zum Vater verkündigen. Die Gläubigen müssen sich darum bemühen, ihren Lebenswandel nach dem Vorbild Jesu und in tiefer Freundschaftzu ihm zu gestalten.
Gegenwärtig gibt es einen Anschlag gegen jede Innerlichkeit. Hier muss die Kirche den
Menschen den Weg zur Transzendenz neu aufzeigen und sie zur Anbetung Gottes führen.
Wenn wir als Kinder Gottes leben, können wir die Welt verwandeln. Als Christen können wir im Gebet den Herrn der Geschichte anrufen und ihn bitten, das zurechtzurücken, was in unserer Gesellschaft aus den Fugen geraten ist.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des “Forum Deutscher  Katholiken”

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Keiner besitzt die Wahrheit?

„Die Kirche soll von der Wahrheit sprechen, aber auch wissen: Keiner besitzt sie. Wir sind alle auf der Suche“, so die Theologin Johanna Rahner in einem Zeitungsinterview aus Anlass ihrer Antrittsvorlesung als Lehrstuhlinhaberin für Dogmatik an der Universität Tübingen. (Quelle: Konrandsblatt 29.2014, S. 3)
Den Worten von Frau Prof. Johanna Rahner entnehmen wir, dass zwar die Kirche über die Wahrheit sprechen darf, ja sogar soll, aber die Wahrheit nicht hat. Das erstaunt. Dachten wir doch bisher, dass die Kirche die Botschaft Jesu Christi lehrt, der von sich gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Wir hatten weiter geglaubt, dass Theologen, insbesondere jene, die Dogmatik lehren, die Lehre Christi, die die Kirche lehrt, erforschen, vertiefen und verständlich darstellen. Wen dem nicht so ist, wie Frau Rahner behauptet, dann kann die Kirche wie alle übrigen Religionen dieser Welt, von Wahrheit, besser von ihrer Wahrheit sprechen, denn „alle (sind) auf der Suche“, sowie auch alle Philosophen ihre „Welterklärungen“ zum Besten geben. Morgen werden neue Wahrheiten auf den Markt der Meinungen kommen. Das Wahrheitskarussell wird sich weiter drehen und wir bleiben im Ungewissen.
Wenn „keiner die Wahrheit besitzt“, warum sollten sich dann die Menschen an eine Kirche binden? Das Angebot an „Wahrheiten“ ist groß. Viele, die konsequenterweise mit dem Gedanken spielen, sich von den angeblichen „Fesseln“ der Kirche zu befreien, können sich jeden Tag ihre Wahrheit aussuchen. Frau Johanna Rahner lehrt Dogmatik an der Universität Tübingen. Tübingen liegt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Dort sind im ersten Halbjahr 2014 so viele Katholiken aus der Kirche ausgetreten, wie 2011 und 2012 im gesamten Jahr (10.000).
Aufgabe der Kirche ist es aus der Sicht des Bischofs Fürst von Rottenburg-Stuttgart, Menschen auf ihrer Suche nach religiöser und ethischer Orientierung zu begleiten. Dabei müsse “die Kirche dem Anspruch gerecht werden, die Menschen in der Eigenständigkeit von Denken, Glaubensvollzug und Lebensgestaltung zu respektieren, zugleich aber der Botschaft des Evangeliums treu zu sein“. (Quelle: Kathnet 15. Juli 2014). Die Frage ist, ob die o.a. Feststellung von Frau Prof. Johanna Rahner bezüglich der Wahrheit die Botschaft des Evangeliums getreu wiedergibt.

Hubert Gindert

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Wo liegt das Problem?

Aus Syrien, dem Libanon und dem Irak kommen Flüchtlinge als Asylbewerber zu uns. Es sind insbesondere die Christen, die in diesen Ländern an Leib und Leben bedroht sind. Die Bereitschaft sie bei uns aufzunehmen hält sich in Grenzen.
Gehen wir in der Zeitgeschichte etwas zurück auf die Jahre 1945-47: Damals kamen über sechs Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus Ostdeutschland (Schlesien)und aus der Tschechei in unser Land, das am Boden lag, ausgebombt, zerstört, besiegt. Hunger und Arbeitslosigkeit überall. Die Wohnungen waren eng und überfüllt. Die Ankömmlinge mussten trotzdem aufgenommen werden. Es brach keine soziale Revolution aus. Als nach der Währungsreform von 1948 der Wiederaufbau einsetzte und sich nach wenigen Jahren das „Wirtschaftswunder“ abzeichnete, wurden die Arbeitskräfte knapp. Gastarbeiter mussten im Ausland angeworben werden.
Heute besteht in Deutschland weithin Wohlstand. Es gibt auch soziale Probleme auf hohem Niveau. Mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass wir ein überaltertes Volk sind und einer demografischen Katastrophe entgegen taumeln. Wir sind zum Einwandererland geworden. Trotzdem haben wir Probleme die heutigen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen aufzunehmen. Die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ schreibt am 9.Juli 2014 unter der Überschrift „Flüchtlingsproblem in Bayern weg“ – „weil sich die Zahl der Asylbewerber in Bayern binnen eines Jahres verdoppelt hat…. Bis Ende des Jahres sollen rund 30.000 Flüchtlinge im Freistaat untergebracht werden. Vor fünf Jahren waren es lediglich gut 6.000“.
Es handelt sich, wie gesagt, vor allem um Christen. In den Heimatländern sind sie die aktive Schicht. Sie haben ein gutes Schulsystem. Das ist eine weitere gute Voraussetzung für die Integration in unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Diese Flüchtlinge wollen sich eine neue Existenz aufbauen. Wir sollten sie dabei unterstützen. Es gibt einen Einwand: Gesetze und Vorschriften stünden einer Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung entgegen. Aber Gesetze sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. Sie können jederzeit mit Mehrheit geändert werden, wenn man das will! Wo steckt das Problem?

Hubert Gindert

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Wer entfesselt den blockierten Riesen?

Ein bekannter Buchtitel lautet: „Der blockierte Riese“. Wie zu lesen ist, soll das 2001 erschienene Buch neu aufgelegt werden. Offensichtlich ist das Thema noch aktuell, weil der blockierte Riese noch immer nicht entfesselt ist. Worin könnte man das Potential dieses gefesselten Riesen, gemeint ist die Katholische Kirche in Deutschland, sehen? Vielleicht in der üppigen finanziellen Ausstattung aufgrund der Kirchensteuer, oder im gewaltigen Personalapparat der Ordinariate mit dem Heer hauptamtlicher Mitarbeiter. Um letzteres zu verdeutlichen: Es gibt eine Erzdiözese, die heute allein im Ordinariat über 800 hauptamtliche Mitarbeiter zählt. 1960 waren es rund 45. Der Schematismus der gleichen Diözese vom Jahr 2009/10, in dem alle Stellen und Dienste mit dem Personal aufgeführt sind umfasst 790 Seiten. Neben dem Personalapparat der Ordinariate kommen einem auch die kirchlich anerkannten katholischen Verbände in den Sinn. Sie können teilweise, statistisch gesehen mit stolzen Zahlen aufwarten, z.B. der Bund der Katholischen Jugend (BDKJ) mit 660.000 Mitgliedern, die katholische Frauengemeinschaft (kfd) mit 550.000 Mitgliedern, der katholische Frauenbund (KDFB) mit 220.000 Mitgliedern etc.. Weiterlesen

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Der untaugliche Versuch Gott zu entmachten

Der säkulare Mensch des 21. Jahrhunderts entdeckt „Tierrechte“ und er stellt Tiere auf die gleiche Stufe mit Menschen. Es ist die bekannte Methode, Menschen zu verwirren in dem Richtiges mit Falschem vermengt wird. Richtig ist, dass der Mensch die Schöpfung „hegen und pflegen“ soll und nicht brutal ausbeuten darf. Wer die Offenbarung Gottes kennt, der weiß, was der Schöpfer gemacht hat ist „gut“. Er hat nicht den Nachholbedarf des gottvergessenen Menschen, der fasziniert von den Fortschritten der Wissenschaft und Technik des 19. und 20. Jahrhunderts heute vor den selbstgeschaffenen Wüsten kaputter Böden und Landschaften erschreckt feststellt, wie die Natur zurückschlägt. Einsichtige fragen schon lange, darf der Mensch alles tun, was er kann? Die Lehre der Katholischen Kirche sagt eindeutig: „Tiere, Pflanzen und leblose Wesen sind von Natur aus zum gemeinsamen Wohl der Menschheit von gestern, heute und morgen bestimmt. Die Bodenschätze, die Pflanzen und Tiere der Welt dürfen nicht ohne Rücksicht auf sittliche Forderungen genutzt werden. Die Herrschaft auf die belebte und die unbelebte Natur, die der Schöpfer dem Menschen übertragen hat, ist nicht absolut“ (KKK Ziff. 2415). Falsch aber wäre es, den Menschen nun zu degradieren und ihn auf die Stufe von Tieren zu stellen. Denn der Mensch kann den Zustand, den er angerichtet hat, reflektieren und seine Fehler korrigieren. Ein Tier kann das nicht. Es wird den letzten Grashalm in der Wüste fressen und dann verenden. Zur Berufung und Würde des Menschen zählt, dass er seiner Profitgier nicht willenlos ausgeliefert ist, während das Tier triebgesteuert bleibt. Dazu sagt die Katholisch Kirche: „Tiere sind Geschöpfe Gottes und unterstehen seiner fürsorgenden Vorsehung. Allein schon durch ihr Dasein preisen und verherrlichen sie Gott. Darum schulden ihnen auch die Menschen Wohlwollen“. (KKK Ziff. 2416) Weiterlesen

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“Sport ist die schönste Nebensache der Welt”, so heißt es.

Vom 12. Juni bis 13. Juli fand in Brasilien die Weltmeisterschaft im Fußball statt. Es war ein medienbeherrschendes Thema. Das Spiel Deutschland gegen Portugal sahen in Deutschland rund 24 Mio.. Was erklärt dieses massenhafte Interesse an den Spielen, die Faszination, die von ihnen ausging, die Emotionen, die sie freigesetzt haben, oder die nationale Identifikation, die sichtbar geworden ist?
Der Sport ist ein Riesenunternehmen geworden, das Milliarden umsetzt. Aber das erklärt nicht allein die Frage. Offensichtlich fehlen den Menschen im üblichen Jahresablauf Ereignisse, die ein vergleichbares Miterleben aufkommen lassen. Am ehesten kann noch die katholische Kirche mit solchen sportlichen Großereignissen Schritt halten. Man denke an die großen Gottesdienste auf dem Petersplatz in Rom, z.B. an die Heiligsprechung der Päpste Johannes XXIII. und von Johannes Paul II. mit rund 2 Mio. Teilnehmern. Weiterlesen

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Orden in der Krise

Dass manche der traditionsreichen katholischen Orden und Klöster mit großer Vergangenheit nicht nur in der Krise sind, sondern gar sich meilenweit von der Kirche und christlichen Grundpositionen – von katholisch gar nicht mehr zu reden – entfernt haben, hat sich schon seit vielen Jahren herumgesprochen.
Nun haben die Benediktiner des Stiftes Melk in Österreich dem allen die Krone aufgesetzt. Sie luden den im Jahre 2005 auf der Kirche ausgetretenen Expriester und supendierten Paderborner Theologen Eugen Drewermann für das Monatssalär eines Ministers zu den Jahresexerzitien vom 29.Juni bis 2.Juli 2014 in die Benediktinerabtei St. Lambrecht ein.     http://www.kath.net/news/46691
Wir erinnern uns noch gut, dass Drewermann durch die Lande zog und die Katholiken zum Austreten aus der Kirche animierte. In seinem Buch über die Priester schrieb er, dass, wenn eine erfahrene, verheiratete Frau einen Priester an die Hand nähme und ihn in die praktische Sexualität einführte dieses “wie der Duft einer erblühenden Rose in einem Frühlingsgarten” sei. Weiterlesen

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Was werden sie den Gläubigen sagen?

Jesus kam in die Welt, um den ursprünglich gottgewollten Zustand für die Menschen wieder herzustellen. Das gilt auch für die Beziehung von Mann und Frau in der Ehe. Die Frage von Scheidung und Wiederverheiratung war auch in der Zeit Jesu ein wichtiges Thema. Die Bestürzung der Jünger war groß, als Jesus den Scheidebrief von Moses nicht anerkannte: „Am Anfang war es nicht so“.
Damit wir uns richtig verstehen, wenn wir von geschiedenen Wiederverheirateten sprechen, meinen wir solche Fälle, bei denen eine gültig geschlossene, also weiterbestehende Ehe, d.h. kein Annulierungsgrund, vorliegt. Es handelt sich inzwischen um ein Massenphänomen in Deutschland: Etwa jede dritte Ehe wird geschieden. 2012 waren es 149.147 Scheidungen. Im gleichen Jahr waren 143.022 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.
Jesus zeigte gegenüber Sündern große Barmherzigkeit. An der Wiederherstellung der gottgewollten Ordnung ließ er aber nicht rütteln. Das wiederholt gesprochene: „Geh hin und sündige nicht mehr!“ hieß nicht, dass der bisherige Zustand „normalisiert oder gerecht“ gemacht wurde. Darauf laufen aber heute in der Frage der geschiedenen Wiederverheirateten Vorstöße hinaus, so, wenn der Trierer Bischof Ackermann in einem Interview mit der „Mainzer Allgemeinen“ (6.2.14) die gängigen Urteile über die Lehre der Kirche in dieser Frage aufgreift („Verbotsmoral“, „nicht zeitgemäß“, „nicht haltbar“) und sich dafür ausspricht, geschiedene Wiederverheiratete zu den Sakramenten zuzulassen. Kardinal Marx spricht sich für eine Bußzeit und danach für eine Wiederzulassung zu den Sakramenten aus. Weiterlesen

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