Änne Meier 1896-1989 “Ich wusste, dass ich das Kreuz mittrage”

Das katholische Milieu leistete im Nationalsozialismus vor allem einen geistigen Widerstand. Das zeigen nicht nur 99 % der Priester. Auch viele katholische Politiker, Offiziere und vor allem die katholischen Lehrerinnen waren mit ihrer Ablehnung des Nationalsozialismus im katholischen Milieu fest verankert. Eine dieser Lehrerinnen war Änne Meier aus dem Saarland. Sie wurde 1896 als fünftes von sieben Geschwistern geboren. Nach dem Abitur wurde sie 1917 Grundschul-Lehrerin. In diesem Beruf war sie glücklich. Leider musste sie nach wenigen Jahren ihre Stelle an einen aus dem 1.Weltkrieg zurückgekehrten Lehrer wieder abgeben. Deshalb wurde sie Fürsorgerin. Auf der Fachschule in Heidelberg fand sie Kontakt zur neuen Liturgischen Bewegung und lernte damit den Freundeskreis um Romano Guardini kennen. Weiterlesen

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Leben wir in einer vernunftgeleiteten Zeit?

„Die Kinder kommen immer später in die Schule!“ heißt die Überschrift eines Artikels in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (7.8.14). Warum werden die Kinder immer später eingeschult? Weil sie nicht schulreif sind! Das ist doch merkwürdig, inmitten eines Propaganda-Tsunami „mit dem die ganze Gesellschaft darauf eingeschworen werden soll, dass es ohne institutionelle Kinderbetreuung von klein an gar nicht mehr geht“, bemerkt Hanne Kerstin Goetze. Sie ist Mutter von vier Kindern, Autorin und Referentin im Bereich der Mutter-Kind-Bindung (FAZ 3.7.14). „Allerdings“, so Frau Goetze weiter, „braucht der Reifeprozess angst- und damit stressfrei ohne Mutter und Vater auszukommen, länger als unsere Gesellschaft es den kleinen Kindern zugestehen will. Sowohl in der Bindungs- wie in der Hirnforschung spricht alles dafür, dass dieser Zeitpunkt nicht eher als um das Alter von drei Jahren angesiedelt ist.“
Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen in einer Gesellschaft, die sich gerne als vernunftgeleitet ausgibt, für politische Entscheidungen in Erziehungsfragen eine geringere Rolle als ideologische und wirtschaftliche Interessen. Immer mehr Kinder werden immer eher aus der mütterlichen Obhut gegeben, damit sie „früh gefördert“ werden. Gleichzeitig sind die Kinder immer später schulreif. Wie passt das zusammen? Ein Leserbrief zum o.a. Artikel in der AZ rückt den Sachverhalt etwas zurecht: Weiterlesen

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Roma locuta – Wider die Mutlosigkeit

Die Bischofssynode in Rom ist zu Ende gegangen mit einer beachtenswerten Botschaft an die Familien der Welt. Siehe den Wortlaut in der Übersetzung der KNA:
http://www.kath.net/news/47982
Insgesamt empfinde ich den Tex als wohltuend und hoffnungsvoll. Aber an einigen Stellen bleibt man doch hängen. So heißt es, dass es in den Häusern der Familien Licht und Schatten und manchmal auch dramatische Prüfungen gibt. “Die Finsternis wird noch stärker bis hin zur Dunkelheit, wenn das Böse und die Sünde in das Herz der Familie eindringt.”
Wie wahr! Das ist sicher überall auf der Welt so; denn jeder Mensch wird in Versuchung geführt zur Sünde und zum Bösen. Aber dann kommt ein kurze Passage, die mir wesentlich vor allem für die Teilkirchen in Europa und auf der Nordhälfte der Erdkugel zu sein scheint, obwohl der erste Satz für alle gilt.
“Es gibt vor allem die große Herausforderung der ehelichen Treue. Das Leben der Familie ist gekennzeichnet durch eine Schwächung des Glaubens und der Werte, den Individualismus, eine Verarmung der Beziehungen und einen hektischen Stress, der nicht zum Nachdenken kommen lässt. So kommt es zu nicht wenigen Ehekrisen, die oft überhastet und ohne den Mut zur Geduld, zur Prüfung, zum gegenseitigen Verzeihen, zur Versöhnung und auch zum Opfer angegangen werden.”
Es drängt sich die Frage auf, ob hier nicht die Probleme der sogenannten “Ersten und Zweiten Welt”, also Europas und Amerikas zum Ausdruck kommen. Weiterlesen

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Wie Medien Macht ausüben

In einer Mediengesellschaft produzieren die Medien die Leitbilder. Die Kommunikationsmedien wie Fernsehen, Film und Zeitungen werden auch die „Vierte Gewalt“ genannt. Zu recht! Sie spiegeln nicht das Geschehen wieder, wie es ist. Sie propagieren was sein soll. Sie sind Trendsetter. Sie machen Politik. Sie üben Macht aus. Die Medienkonsumenten sind ihnen ausgeliefert, weil sie die Meldungen kaum überprüfen können.
Die Redaktionsstuben sind kein Abbild der Gesellschaft. Überproportional sind in ihnen Journalisten vertreten, die kirchendistanziert, konfessionslos, geschieden, kinderlos und homosexuell sind. Ihr Weltbild und ihren Lebensstil versuchen sie unter die Leute zu bringen. Wache Medienkonsumenten wissen das auch.
Wer transportiert ihre Botschaften? Es sind jene Testimonials, die bei den Leuten gut ankommen, z.B. Entertainer, Sänger, Schauspieler, Sportler. Sie werden zu Größen hochstilisiert, wenn ihr Lebensstil dem Weltbild in den Redaktionsstuben entspricht. Gelegenheiten diese Weltsicht der Medienleute zu propagieren gibt es immer wieder, z.B. wenn Film oder Literaturpreise zu verteilen sind, bei Jubiläen, durch Interviews. Selbst der Tod lässt sich dafür nutzen. Weiterlesen

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Lasst euch nicht verwirren!

Die Bischofsversammlung in Rom hat nach der ersten Sitzungswoche keine Schlagzeilen und wenig neuen Stoff für das „Konzil der Medien“ geliefert. Also wird das Feuer durch Leserbriefe und neu aufgewärmte Behauptungen am Köcheln gehalten. Artikelüberschriften in Zeitungen wie „Die Kirche könnte, wenn sie nur wollte“ (Augsburger Allgemeine Zeitung, 14.10.14), „Kardinal glaubt an Öffnung der Kirche“ (AZ, 11./12.10.14) oder „Die Lehre ist nicht in Stein gemeißelt“ (AZ, 11./12.10.14) zeigen die Richtung an.
Im Kern geht es immer wieder um die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion. Das ist das zentrale Thema. Auf die Frage des Interviewers: „Warum ist das Thema der wiederverheirateten Geschiedenen so wichtig?“ antwortete Kardinal Kasper: „Das ist ein Schlüsselthema, mit dem man auch andere schwierige Situationen aufschließen kann“ (AZ, 11./12.10.14). In der Tat! Würde die Kirche ihre Lehre über das Ehesakrament ändern, wäre sie nicht mehr die Katholische Kirche.
Um die angestrebte Änderung zu erreichen, praktizieren Medien unterschiedliche Strategien. Eine davon ist die Einschüchterung: Die Kirche habe sich „ins Abseits manövriert“, sie „wird nicht mehr ernst genommen und die Gläubigen laufen ihr davon“, „die Amtskirche ist weit weg vom Alltag der Gläubigen“…
Eine andere Strategie vernebelt die Begriffe. Die kirchliche Ehelehre wird dann zur „Ideologie“, zum hehren „Ideal“, zur „reinen Lehre“ zur „Doktrin“ zum seelenlosen „Prinzip“. Dabei ist völlig klar, worum es wirklich geht, nämlich um die Treue zum Wort Jesu: „Was Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen“. Diese Wahrheit soll zur Disposition gestellt werden. Dann wäre die Katholische Kirche auch dort, wo die vielen christlichen Gemeinschaften rangieren, die das Evangelium der Zeit anpassen.
Die emotionale Strategie versucht die Lehre mit „Barmherzigkeit“ auszuhebeln. Interessant ist dabei, dass nicht nach dem Ehepartner, der an der Ehe festhalten will oder nach der Befindlichkeit der Scheidungsweisen gefragt wird. Ein weiteres Tabu ist eine Wiederaussöhnung der Ehepartner. Stattdessen versucht man, Reue und Umkehr zu pervertieren. So heißt es in einem Artikel der AZ (14.10.14): „Und folgt es nicht einer Idealvorstellung, wiederverheiratete Geschiedene wieder zur Kommunion zuzulassen, wenn sie sich danach sehnen und/oder das Scheitern ihrer ersten Ehe bereuen? Reue und Umkehr sowie Vergebung der Sünden sind schließlich zentrale Bestandteile des Glaubens“.
Und schließlich die Frage der geschiedenen Wiederverheirateten in ihrem quantitativen Gewicht ins Feld zu führen, wird auf die hohe Zahl von Ehescheidungen und Wiederverheiratung hingewiesen. Von daher war es wichtig, dass Kardinal Brandmüller dieses Problem wieder vom Kopf auf die Füße gestellt hat: „Nur ein Prozent der praktizierenden Katholiken gehören zu dieser Personengruppe“ (kath.net/KNA) soweit Kardinal Brandmüller in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“. „Diese Menschen bräuchten pastorale Begleitung; Das bedeute jedoch nicht, eine Zulassung zur Eucharistie, ‚denn ihre Lebensentscheidung steht in dauerndem Widerspruch zum Wort Jesu‘“.

Hubert Gindert

Dieser Beitrag erscheint auch in der katholischen Monatszeitschrift “Der Fels” (November). Probehefte dieser Zeitschrift können angefordert werden unter der Telefonnummer 08191-066744 oder per E-mail: Hubert.Gindert@der-fels.de

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Gabriele Kuby zum 70. Geburtstag – Eine Würdigung

Gabriele Kuby (Foto) konnte am 7. Oktober ihren 70. Geburtstag feiern. 1996 ist sie in die Katholische Kirche eingetreten. Seit ihrem ersten Buch „Mein Weg zu Maria“ bis zu ihrem Standardwerk über die Genderideologie „Die globale sexuelle Revolution“ hat sie einen weiten Weg durchschritten: Einen Intensivkurs in katholisch sein heute. Diese Erfahrungen können ihr helfen 2000 Jahre Kirchengeschichte besser zu verstehen. Gabriele Kuby steht mit ihrer ganzen Person für den Katholischen Glauben und für die Kirche ein. Wenn Otto von Habsburg in seiner Schrift „Mit Gott für die Geschichte – die heilige Hedwig von Schlesien und unsere Zeit“ die „Lauheit und geistige Feigheit“ für die „Todsünde unserer Zeit“ hält, dann markiert Gabriele Kuby die Gegenposition.
Gabriele Kuby kämpft für christliche Wertpositionen, die heute oft nur mehr vom katholischen Lehramt verteidigt, aber sonst – auch innerkirchlich – demontiert werden. Ihr Betätigungsfeld ist beileibe nicht auf die Genderpolitik beschränkt, wo eine widernatürliche Ideologie besonders deutlich zutage tritt. In der heutigen Auseinandersetzung engagiert sich Gabriele Kuby für die humanen Grundlagen unserer Gesellschaft und für das, was ihr Zukunft sichert, die auf die Ehe gegründete Familie.
In der o.a. Schrift rügt Otto von Habsburg „die wortreiche Untätigkeit unserer Tage“ als eine „der bemerkenswertesten Charakterzüge unserer Zeit, unseres geistigen und politischen Lebens, dass niemand das tun will, was seine eigentliche Aufgabe ist“… Wer wird hier nicht an die Flut von Stellungnahmen seitens der Politik, aber auch der Kirche in Deutschland zu allen denkbaren Fragen erinnert. Die Weitergabe des Katholischen Glaubens und die Neuevangelisierung stehen am Rand.
Gabriele Kuby legt „gelegen oder ungelegen“ den Finger in die Wunde. Freunde macht sie sich damit beim Establishment nicht. Für ihr Engagement hätte sie sich zu ihrem Geburtstag öffentliche Anerkennung und Dank verdient. Aber diese erhalten eher die „Angepassten“.
Das „Forum Deutscher Katholiken“ rechnet es sich zur Ehre an, dass Frau Kuby dem Kuratorium der Kongresse „Freude am Glauben“ angehört. Wir hoffen, dass sie noch lange der Kirche und unserer Gesellschaft zur Verfügung stehen kann.

Prof. Dr. Hubert Gindert, 1. Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

Zuerst erschienen auf kath.net am 15.10.2014

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Keiner besitzt die Wahrheit?

„Die Kirche soll von der Wahrheit sprechen, aber auch wissen: Keiner besitzt sie. Wir sind alle auf der Suche“, so die Theologin Johanna Rahner in einem Zeitungsinterview aus Anlass ihrer Antrittsvorlesung als Lehrstuhlinhaberin für Dogmatik an der Universität Tübingen. (Qu: Konrandsblatt 29.2014, S. 3)
Den Worten von Frau Prof. Johanna Rahner entnehmen wir, dass zwar die Kirche über die Wahrheit sprechen darf, ja sogar soll, aber die Wahrheit nicht hat. Das erstaunt. Dachten wir doch bisher, dass die Kirche die Botschaft Jesu Christi lehrt, der von sich gesagt hat: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Wir hatten weiter geglaubt, dass Theologen, insbesondere jene, die Dogmatik lehren, die Lehre Christi, die die Kirche lehrt, erforschen, vertiefen und verständlich darstellen. Wenn dem nicht so ist, wie Frau Rahner behauptet, dann kann die Kirche wie alle übrigen Religionen dieser Welt, von Wahrheit, besser von ihrer Wahrheit sprechen, denn „alle (sind) auf der Suche“, sowie auch alle Philosophen ihre „Welterklärungen“ zum Besten geben. Morgen werden neue Wahrheiten auf den Markt der Meinungen kommen. Das Wahrheitskarussell wird sich weiter drehen und wir bleiben im Ungewissen.
Wenn „keiner die Wahrheit besitzt“, warum sollten sich dann die Menschen an eine Kirche binden? Das Angebot an „Wahrheiten“ ist groß. Viele, die konsequenterweise mit dem Gedanken spielen, sich von den angeblichen „Fesseln“ der Kirche zu befreien, können sich jeden Tag ihre Wahrheit aussuchen. Frau Johanna Rahner lehrt Dogmatik an der Universität Tübingen. Tübingen liegt in der Diözese Stuttgart-Rottenburg. Dort sind im ersten Halbjahr 2014 so viele Katholiken aus der Kirche ausgetreten, wie 2011 und 2012 im gesamten Jahr (10.000).
„Aufgabe der Kirche ist es aus der Sicht des Bischofs Fürst von Stuttgart-Rottenburg, Menschen auf ihrer Suche nach religiöser und ethischer Orientierung zu begleiten. Dabei müsse die Kirche dem Anspruch gerecht werden, die Menschen in der Eigenständigkeit von Denken, Glaubensvollzug und Lebensgestaltung zu respektieren, zugleich aber der Botschaft des Evangeliums treu zu sein“ (Quelle: kath.net 15. Juli 2014). Die Frage ist, ob die o.a. Feststellung von Frau Prof. Johanna Rahner bzgl. der Wahrheit die Botschaft des Evangeliums getreu wiedergibt.

Hubert Gindert

Dieser Beitrag erscheint auch in der katholischen Monatszeitschrift “Der Fels”. Probehefte dieser Zeitschrift können angefordert werden unter der Telefonnummer 08191-066744 oder per E-mail: Hubert.Gindert@der-fels.de

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Erosionsprozess in der Kirche? Wenn ja, warum?

Es gibt Meldungen, die man nicht kommentieren muss und danach zur Tagesordnung übergehen kann. Dazu zählen die 178000 Austritte aus der Katholischen Kirche in Deutschland im Jahr 2013. Zur Kirchenstatistik 2013 erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Reinhard Marx u.a.: … „Das zweite Halbjahr 2013 hat offensichtlich zu einem Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust geführt.“ Für viele Kommentatoren liegt die Ursache dafür schnell auf der Hand. Es sind „die Kosten um den schicken Bau auf dem Limburger Dom“ (SZ, zitiert nach Konradsblatt 30.2014), mit Bischof Tebartz van Elst als Sündenbock. Die Medien fragen nicht, in wieweit sie den „Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust“ durch die Art ihrer Berichterstattung mit verursacht haben. Kardinal Marx sagt in seiner Ursachenanalyse weiter: „Die aktuellen Zahlen sind schmerzlich und alle in der Kirche müssen das ernst nehmen für ihr Handeln.“ Aber, müsste der auf 10,8% zurückgegangene Kirchenbesuch nicht noch mehr erschrecken als die Austrittszahlen von 2013? Von den rund 24,2 Mio. Katholiken in Deutschland nehmen 21,6 Mio. nicht an der sonntäglichen Eucharistiefeier, dem wichtigsten Ereignis einer Pfarrgemeinde, teil. Die FAZ sagt entsprechend: „Weit dramatischer … sind langfristige Erosionsprozesse. Die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher hat sich binnen weniger als einer Generation halbiert“ (Zitiert nach Konradsblatt 30.2014). Wenn aber der formale Kirchenaustritt größere Unruhe hervorruft als die innere Kündigung von fast 90% der Katholiken, dann kommt die Frage auf, ob der Ausfall von Kirchensteuer wichtiger erscheint als der Missionsbefehl. Dieser lautet bei Matthäus: „Geht hin in alle Welt und verkündet aller Schöpfung die frohe Botschaft.“ Es taucht auch die Frage auf, ob man Christ sein kann ohne Kirche, wie das bei denen ist, die zu ihr keinen Kontakt mehr haben. Über Neuevangelisierung spricht die Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz nicht. Weiterlesen

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Der Dschihad ist weit weg? Irrtum! – Ein dringender Gebetsaufruf.

Vor zwei Tagen erreichte uns folgende Mail mit der dringenden Bitte um Gebet von englischen Missionaren:
„Eine Freundin bekam gerade eine Nachricht von ihrem Bruder mit der Bitte um Gebet. Der Bruder ist Teil einer Missionsgesellschaft und ISIS hat heute die Stadt eingenommen, in der sie sich befinden. Er sagt, dass ISIS systematisch von Haus zu Haus der Christen gehen und die Kinder bitten, Jesus zu verleugnen. Er sagt, dass bislang kein Kind dies getan hat. Und bislang sind alle Kinder konsequent getötet worden. Aber nicht die Eltern. Die UN hat sich aus dem Gebiet zurückgezogen und die Missionare sind nun auf sich alleine gestellt. Sie müssen wegen ihrer Familien bis zum Ende durchhalten – auch, wenn es ihr eigener Tod sein sollte. Der Bruder hat große Angst, er weiß nicht, wie er sich um die Familien kümmern soll, deren Kinder den Märtyrertod gestorben sind. Trotzdem sieht er sich von Gott berufen. Er bittet inständig um Gebet, auch für eigenen Mut, um seine Berufung zu erfüllen in solch furchtbaren Umständen. Und, dass er wie die ganzen Kinder den Märtyrertod ertragen kann, falls es soweit kommen sollte. Seine Schwester bat mich, alle um Gebetsunterstützung zu bitten. Diese tapferen Eltern haben ihren Kindern solch einen inbrünstigen Glauben beigebracht, dass diese sich für den Märtyrertod entschieden haben. Bitte unterstützt sie mit euren Gebeten in ihrem Verlust – sie brauchen Hoffnung und Durchhaltevermögen!”
Zur Zeit ist wieder einmal vom Massenmord und der Vertreibung von Christen kaum noch die Rede. Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht der Kampf der tapferen Kurden um die Stadt Kobane, die wohl vor dem Fall steht, weil die Türken zuschauen wohl in der Hoffnung,  das Kurdenproblem regeln zu können. Ja es wird sogar berichtet, dass in der Türkei die verwundeten IS-Terroristen in den Krankenhäusern versorgt werden und dass über die Türkei Waffen an die IS gliefert wird. Siehe hierzu:
http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_71329612/islamischer-staat-tuerkei-betreibt-dreckige-politik-.html Weiterlesen

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“Die Seele eines Löwen” – vom Segen und der Last des Alters

Als der große Philosoph Dietrich von Hildebrand auf dem Sterbebett lag, sagte er zu seiner Frau Alice. „Ich bin ein Löwe gewesen, aber jetzt bin ich ein hilfloses kleines Wesen.“ Dann atmete er tief durch und flüsterte: „Aber du weißt, du weißt, meine Seele ist noch immer ein Löwe.“ (Alice von Hildebrand: Die Seele eines Löwen. Dietrich von Hildebrand. Düsseldorf 2003. Vorwort von Joseph Kardinal Ratzinger, S.4)
Was für eine Erkenntnis eines sehr alten sterbenden Menschen! Dieser wunderbare Ausspruch erinnert uns daran, was wir sind und was wir in Ewigkeit sein werden. Wir sind die Jünger und die Schwestern und Brüder des Löwen aus dem Stamme Juda, Jesus Christus. (Apk. 5,5: „Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamme Juda, der Spross aus der Wurzel Davids“). Er hat gelebt auf Erden, gelitten und ist gestorben und auferstanden und sein Sieg ist der Sieg über Tod und Hölle. Wir haben jetzt schon ein Angeld auf Jesu Sieg und sind dazu berufen, wie dieser Löwe von Juda mit unseren bescheidenen Kräften für das Reich Gottes zu arbeiten und zu kämpfen mit der geistlichen Waffenrüstung, die der heilige Paulus uns im Epheserbrief (6,12-18) verordnet hat.
Mit der Waffenrüstung hat Gott zugleich eine Löwenseele verliehen, die mutig dem Löwen aus dem Stamme Juda nachfolgt und bereit sein kann, den guten Kampf zu bestehen und den schmalen und dornigen Weg nach oben zu gehen. Schmal und dornig ist dieser Weg wahrhaftig. Je weiter wir voranschreiten, desto mehr nehmen unsere Kräfte ab. Aber je höher wir kommen, um so schöner wird die Aussicht. Weiterlesen

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