Ratlos vor der Entscheidung? Christen sollten wissen, wer ihre Position am besten vertritt.

Die Wähler zur Europawahl sind wie nie zuvor unentschieden. In Bayern sagen beispielsweise nach einer Umfrage (AZ, 10.5.19) nur 24% der Befragten, dass sie zur Wahl gehen und wissen, welche Partei sie wählen werden. Die traditionelle Stammwählerschaft schrumpft überall. Die Wahlplakate bringen Allerweltsprobleme. Sie sind für die Wahlentscheidung nicht hilfreich. Die Unsicherheit hat auch damit zu tun, dass man den europäischen Institutionen und den Europapolitikern nicht mehr zutraut, die aktuellen Krisen und die ungelösten existentiellen Zukunftsprobleme zu lösen.
Mittlerweile erkennen die Menschen, dass sie von Fehlentwicklungen der Vergangenheit eingeholt werden. So spüren die Kranken, Behinderten und alten Menschen, die Betreuung brauchen, dass Pflegekräfte überall fehlen. Hier machen sich die demographische Entwicklung und die Überalterung der Bevölkerung besonders bemerkbar. Kein Wunder: Seit 1976 sind nach offiziellen Zahlen mindestens 5,5 Mio. ungeborener Kinder abgetrieben worden. Nach anderen Quellen sind es über 10 Mio.. Weiterlesen

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Erfahrungen mit Medien

Am 9.5.2019 hat das „Forum Deutscher Katholiken“ eine Erklärung gegen den Aufruf des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) zum Boykott der Gottesdienste durch Frauen vom 11. bis 18. Mai veröffentlicht.
Das „Forum“ wandte sich dagegen, die sexuellen Missbrauchsfälle für die Durchsetzung des Frauenpriestertums zu instrumentalisieren. Daraufhin wurde das „Forum Deutscher Katholiken“ vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) am 10.5. um ein Interview gebeten. Obwohl dem ZDF deutlich gemacht wurde, dass unsere Position gegen den Boykottaufruf der KDFB ausreichend dargestellt sei, drang das ZDF (Frau Andrea Budke) eindringlich darauf, dass sich das „Forum Deutscher Katholiken“ in vier Fragen näher erklären würde, um die Gegenposition bringen zu können. Das Interview fand am 10.5. statt. Es wurden folgende vier Fragen gestellt und beantwortet:
• Wie sehen sie die Aktion Maria 2.0?
• Welche Strategie der Frauen vermuten Sie dahinter?
• Welche Argumente halten sie dem Streben der Frauen nach geweihten Ämtern entgegen?
• Was schlagen Sie alternativ vor gegen den sexuellen Missbrauch?
Das ZDF scheute für dieses Interview weder Zeit noch Kosten für die Anfahrt des Aufnahmeteams (Hin- u. Rückfahrt ca. 130 km). Das Interview wurde am 11.5. um 23:15 Uhr ausgestrahlt. Dabei räumte das ZDF den Demonstranten ausreichend Zeit für die Begründung des Boykottaufrufs in Wort und Bild ein. Die Gegenposition der vier abgefragten komplexen Themen bestand aus einem Satz.
Wofür das ZDF in dieser Auseinandersetzung steht, wurde offenkundig. Es ging offensichtlich nur darum, nach außen sagen zu können: Wir haben auch die andere Seite gehört und zu Wort gebracht. Nun ist das ZDF eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die mit Zwangsgebühren aller Bürger finanziert wird und deswegen auch zu objektiver und ausgewogener Berichterstattung verpflichtet ist. Das geschah in keiner Weise.
Am 11. Mai wurde das „Forum Deutscher Katholiken“ von RTL um ein Interview in der gleichen Sache gebeten. Es wurden drei Fragen gestellt und beantwortet. Das Interview wurde am 12. Mai um 18:45 Uhr ausgestrahlt. Die Darstellung der Gegenposition bestand wieder aus einem Satz. Fairerweise möchte ich anmerken, dass RTL keine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt ist.
Meine Empfehlung nach diesen Erfahrungen: Man sollte Sendeanstalten, bei denen die Darstellung der eigenen Position nicht gesichert ist, kein Interview geben, sondern die Kanäle nutzen, die uns heute zur Verfügung stehen um unsere Botschaft zu streuen. Sendeanstalten, die ihre eigene Politik betreiben, missbrauchen die Interviews für ihre Zwecke.

Hubert Gindert

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Aufruf des Forums Deutscher Katholiken gegen den KDFB-Kirchenstreik

Die Vor­sit­zende des „Ka­tho­li­schen Deut­schen Frau­en­bun­des“ (KDFB) der Di­ö­ze­se Rot­ten­burg-Stutt­gart Ka­rin Wal­ter ruft die Ka­tho­li­kin­nen vom 11. bis 18. Mai zum „Kir­chen­streik“ auf. Die Frau­en sol­len ge­gen se­xu­el­len Miss­brauch durch Geist­li­che und ge­gen den Aus­schluss von Frau­en zum Pries­ter­amt pro­tes­tie­ren, in­dem sie sich statt zu den Got­tes­diens­ten vor den Kir­chen­tü­ren ver­sam­meln (Ka­tho­li­sches Sonn­tags­blatt, 31.3.2019).
Hier wird in durch­sich­ti­ger Wei­se der se­xu­el­le Miss­brauch in­stru­men­ta­li­siert, um das Frau­en­pries­ter­tum durch­zu­set­zen. Ein Auf­ruf zum Boy­kott von Got­tes­diens­ten be­deu­tet ei­ne neue Qua­li­tät in der Aus­ein­an­der­set­zung in­ner­kirch­li­cher Kräf­te ge­gen die Leh­re der ka­tho­li­schen Kir­che.
Da nicht be­kannt ist, dass die Bun­des­lei­tung des KDFB ge­gen die Ini­tia­ti­ve des Di­ö­ze­san­ver­ban­des von Rot­ten­burg-Stutt­gart kor­ri­gie­rend ein­ge­grif­fen hat, ru­fen wir die Mit­glie­der des KDFB, die sich der Leh­re der ka­tho­li­schen Kir­che ver­bun­den füh­len, auf, aus dem „Ka­tho­li­schen Deut­schen Frau­en­bund“ aus­zu­tre­ten und ei­ne neue glau­bens­treue Or­ga­ni­sa­tion für Frauen zu grün­den.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Spre­cher des Forums Deut­scher Ka­tho­li­ken

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ZDF Auslandsjournal: Familie, Heimat, und Vatikan gehören zum erzkonservativen „Rechtspopulismus.“

Im Auslandsjournal des ZDF vom Mittwochabend, nahm sich die Genossin Antje Pieper, Moderatorin des Auslandsjournals, das neue in einem ehemaligen italienischen Kloster nahe Roms von Steve Bannon, dem ehemaligen Wahlkampfleiter und Berater von Präsident Trump, gegründete Zentrum, dass sich wohl zur Aufgabe gemacht hat, das christliche Abendland zu verteidigen, vor. Ich kann weder über Steve Bannon noch über sein Unternehmen etwas sagen, weil ich fast nichts darüber weiß. Aber ich wende mich mit Protest gegen das, was Frau Pieper daraus machte.
Sie schob ganz ungeniert Familie, die Begriffe Heimat und „christliches Abendland“ in Verbindung mit dem Vatikan (und dort mit „erzkonservativen Kardinälen“), die dem armen Papst im Lichte stehen, schamlos in die Schublade des zu bekämpfenden sogenannten „Rechtspopulismus“. Es versteht sich in diesem Zusammenhang von selbst, dass sie dabei über den ungarischen Premier Viktor Orban und den italienischen Innenminister Salvini herfiel, die aktiv für die Familien etwas tun und die einleuchtende Meinung vertreten, dass ein Volk ohne Kinder stirbt. Frau Pieper besuchte in Ungarn eine Familie mit sieben (sic!) Kindern, die dank Orbans Politik in einem eigenen Haus wohnten, nachdem sie vorher in einer 48 Quadratmeter großen Wohnung gehaust hatten. Sie ließ sich als freundlicher Gast mit einem der kleinen Kinder auf dem Schoß ablichten und dann kam die Attacke auf Orban und Salvini. Was beweist, dass bei ideologisch einseitig festgelegte Journalisten jede Spur von logischem Denken entwichen ist. Das ist immer so, wenn man ein ideologisches Brett vor dem Kopf hat, das jedes objektive Denken blockiert. Weiterlesen

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Herzliche Einladung zum Kongress in Ingolstadt!

Herr Prof. Gindert, der Kongress des Forums Deutscher Katholiken findet vom 14. bis 16. Juni dieses Jahres im wunderschönen Ingolstadt statt. Er hat das Thema „Ohne Gott – keine Zukunft“! Ingolstadt war wichtiges Zentrum der Gegenreformation. Welche Impulse für das Glaubensleben erhoffen Sie sich von einem Katholikentreffen an diesem Ort?

Der Kongress „Freude am Glauben“ will an dem Ort, an welchem die Selbstreform der katholischen Kirche in der existentiellen Krise des 16. Jahrhunderts ihren Anfang nahm, dazu beitragen, dass sie in der heutigen Situation, die Kardinal Müller als „kirchengeschichtlich einmalige Krise“ bezeichnet hat, erneut aufblüht. Das spirituelle Rahmenprogramm mit Gottesdiensten, Katechesen, Vorträgen und der Prozession mit Marienweihe wird dazu Impulse setzen.
S. Exz. Bischof Gregor Maria Hanke wird im Münster „Zur Schönen Unserer Lieben Frau“ das Pontifikalamt zur Eröffnung halten. Wenn wir dort beten und mit der Haydn-Messe St. Joannis de Deo unseren Gott verehren sind wir auch ganz nahe den Grablegen von Dr. Johannes Eck und P. Jakob Rem.
Im Mittelpunkt des geistigen Ringens der Reformationszeit stand die Universität. Dort lehrte seit 1510 Prof. Johannes Eck, ein Universalgelehrter. Er gilt als einer der größten Theologen seiner Zeit. Eck war „der erste Vorkämpfer des Katholizismus in Deutschland. Er zwang Luther in der Leipziger Disputation von 1519 zur letzten Klarstellung“ – so der Historiker Benno Hubensteiner.
Von den Wittelsbachern berufen kamen 1549 mit Petrus Canisius und Jakob Rem die ersten Jesuiten. Sie waren erfüllt von rastlosem Seeleneifer.
Auf dem Weg zu unserem Tagungszentrum kommt man am Ickstatthaus vorbei. Wegen der höchsten Barockfassade Süddeutschlands ist es eine der vielen Sehenswürdigkeiten Ingolstadts. Über den Carraraplatz gelangt man zum Herzogskasten. Weiterlesen

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Er ist wahrhaft auferstanden! Ostern in der Liturgie der Ostkirchen

Weit vor Mitternacht strömen Scharen von Gläubigen zur Dreifaltigkeitskirche in Bochum-Hamme. Das orthodoxe Lichtkreuz über dem Eingang zeigt: Das ehemals katholische Gotteshaus wird von der russischen Gemeinde genutzt und ist jetzt dem heiligen Georg geweiht. Frauen tragen tuchbedeckte, brechend mit Selbstgebackenem, mit Wein, mit roten Eiern gefüllte Körbe herbei. Alles wird im großen Gemeindesaal abgestellt. Noch gilt strenges Fasten.
Die Gesänge und Texte im Kirchenraum, vorgetragen in Kirchenslawisch, klingen schon österlich. Im Mittelpunkt stehen die Apostelgeschichte des heiligen Lukas, die Missionsreisen der Apostel, das Wachsen der Kirche im römischen Reich nach Ostern. Die Kirche ist überfüllt, vor allen Ikonen leuchtet ein Kerzenmeer. Dicht gedrängt stehen Frauen, Männer, Kinder. Eine halbe Stunde vor Mitternacht kommt Bewegung auf. Der Priester trägt ein dunkles kostbares Tuch, das sog. Grab Christi, zum Altar hinter die Ikonenwand. Seit dem Vortag, dem orthodoxen Karfreitag, stand es zentral im Raum als Zeichen für das Leiden und Sterben Christi. In wenigen Minuten wird auf diesem Tuch die göttliche Liturgie der Osternacht gefeiert. Weiterlesen

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Wie Brücken bauen?

Der Papst hat den Beinamen Pontifex, d.h. Brückenbauer. Aber auch von Bischöfen verlangt man, wie jetzt vom Nachfolger des Bischofs Huonder von Chur, dass sie Brückenbauer seien.
Da es nicht nur im Bistum Chur Katholiken gibt, die in wesentlichen Fragen der katholischen Lehre gegensätzliche Positionen vertreten, sind die Anmerkungen von Bischofssekretär Christoph Casetti von einer Bedeutung, die über Chur hinausreichen.
Christoph Casetti sagt: „Er (der Bischof) soll Brücken bauen und so die Einheit in der Diözese wieder herstellen. Doch wie kann er diejenigen vereinen, die sich grundsätzlich nicht einig sind in den Fragen wie z.B. … ist Jesus wirklich der Sohn Gottes und nicht nur der Menschensohn, der Sohn Josefs? Ist er wirklich von den Toten auferstanden oder geht einfach seine Sache weiter? Können nur Männer Priester werden? Können die wiederverheirateten Geschiedenen gehen oder nicht? Kann die ‚Ehe für Alle‘ von der Kirche anerkannt werden? Ist nur die natürliche Familienplanung erlaubt oder muss die Kirche endlich die Verhütung frei geben?“ (Tagespost, 11.4.2019). Solche Gegensätze könnten nach Casetti nur „um den Preis eines völligen Relativismus in Bezug auf die Glaubenswahrheiten und die daraus folgende Lebenspraxis vereinigt werden.“
Man sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass wir uns in einer geistigen Auseinandersetzung befinden, die totalitären Charakter hat. Diese Auseinandersetzung findet nicht nur mit den Gegnern außerhalb der Kirche, sondern auch mit denen im Inneren der Kirche statt. Das derzeitige Kampffeld sind die sexuellen Missbrauchsfälle. Sie werden instrumentalisiert, um eine „andere Kirche“ zu schaffen. Es wird nicht die nahestellende Frage gestellt, was die Ursachen sind, die zu den Missbrauchsfällen geführt haben. Wer sie auf den Tisch bringt, wie die Kardinäle Brandmüller, Burke und Müller oder jetzt Benedikt XVI. wird mit den medialen Mitteln als Störenfried niedergemacht oder totgeschwiegen. Der totalitäre Charakter zeigt sich darin, dass alle Medien, profane und kirchliche aktiviert werden, damit die entscheidenden Fragen unter dem Deckel gehalten werden. Wie soll ein Bischof, der sich an die Lehre der Kirche hält, Brücken bauen, wenn unter den Brückenbogen die Kräfte, die eine andere Kirche wollen, ihre Politik weiter beinhart verfolgen? Weiterlesen

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Christus ist wahrhaft auferstanden und lebt, Halleluja!

Seele, dein Heiland ist frei von den Banden
glorreich und herrlich vom Tode erstanden.
Freue dich, Seele, die Hölle erbebt:
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt.

Freue dich, Seele, die Hölle erlieget,
Sünde und Satan und Tod sind besieget!
Der im Triumphe vom Grab sich erhebt:
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt.

Fasse dich, Seele, sei tapfer im Streite,
Jesus ist mit dir und kämpft dir zur Seite!
Zage nicht, wenn auch der Tod dich umschwebt:
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt!

Hast du dann standhaft mit Jesus gestritten,
hast du den Tod wie dein Heiland erlitten,
glaube, dass er aus dem Grab dich erhebt:
Jesus, dein Heiland, ist Sieger und lebt.

Allen Mitgliedern, Freunden und Lesern und allen Menschen guten Willens
wünscht das Team des Forums Deutscher Katholiken ein gesegnetes und frohes Osterfest.
Möge das Licht des Auferstandenen alle Menschen und die ganze friedlose Welt erleuchten.

Bild: Wikipedia

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Stellungnahme des Forums Deutscher Katholiken zur Kassenfinanzierung des Bluttests auf Trisomie

Als am 11. April die­ses Jah­res im Bun­des­tag dis­ku­tiert wur­de, ob der Blut­test zur vor­ge­burt­li­chen Fest­stel­lung der Tri­so­mie in den Ka­ta­log der Kas­sen­leis­tun­gen auf­ge­nom­men wer­den sol­le, sa­ßen auf der Zu­schau­er­tri­bü­ne ei­ni­ge Kin­der und Ju­gend­li­che mit Tri­so­mie 21. Es war al­so schon des­halb für die Ab­ge­ord­ne­ten nicht ganz leicht über die Fi­nan­zie­rung des­sen zu spre­chen, was bei ei­nem ent­spre­chen­den Be­fund sehr oft zur Tö­tung des un­ge­bo­re­nen Men­schen führt.
Sie spra­chen über das Recht auf Nicht­wis­sen, über die Lie­bens­wür­dig­keit der Men­schen mit Tri­so­mie 21, über ih­re Freu­de am Le­ben, ih­re vie­len Fä­hig­kei­ten, na­tür­lich auch – wie im­mer – über das Recht der Frauen auf Selbst­be­stim­mung über ih­ren Kör­per. Vor al­lem aber dis­ku­tier­ten sie in Wahr­heit da­rü­ber, ob ein Em­bryo mit dem Chro­mo­som „zu viel“, das man­che lie­be­voll Zu­satz­aus­rüs­tung nen­nen, das Recht auf Le­ben hat.
Vor­der­grün­dig spricht die Lo­gik da­für, den Blut­test zur Kas­sen­leis­tung zu ma­chen, weil die Frucht­was­ser­un­ter­su­chung – die nicht un­ge­fähr­lich ist und zu Fehl­ge­bur­ten füh­ren kann – von der Kas­se be­zahlt wird. Und wa­rum sol­len Frau­en 130 bis 500 Eu­ro für ihn zah­len, wenn die pro­ble­ma­ti­sche­re Un­ter­su­chung kos­ten­los ist?
Doch damit wird das Tor weit ge­öff­net für die im­mer in­ten­si­ve­re Su­che nach An­zei­chen für das Down-Syn­drom. Der Test auf Tri­so­mie 13, 18 und 21 er­öff­net aber kei­ne Chan­cen auf vor­ge­burt­li­che Be­hand­lung. Er dient ein­zig und al­lein da­zu, El­tern vor die schreck­li­che Ent­schei­dung zu stel­len, ihr Kind ab­zu­trei­ben oder Le­ben zu las­sen. Über Le­ben und Tod des Men­schen zu ver­fü­gen, kommt die­sem al­ler­dings nicht zu.
Da­mit nicht ge­nug. Der Test öff­net das Tor auch für im­mer wei­ter­ge­hen­de vor­ge­burt­li­che Fahn­dun­gen nach even­tu­el­len zu­künf­ti­gen Krank­hei­ten: zum Bei­spiel Krebs­nei­gung, Herz­schwä­che oder Di­a­be­tes. Ir­gend­wann wird man nach nicht er­wünsch­ten Ei­gen­schaf­ten – et­wa „fal­sches“ Ge­schlecht oder man­geln­de In­tel­li­genz – su­chen.
Lo­gik und Ethik ver­lan­gen da­her nicht nach der Kas­sen­fi­nan­zie­rung des Blut­tests, son­dern da­nach erst recht die Frucht­was­ser­un­ter­su­chung nicht mehr zu fi­nan­zie­ren. Für be­han­del­ba­re Krank­hei­ten gibt es an­de­re Di­a­gno­se­ver­fah­ren. Ei­ne jun­ge Frau mit dem Down-Syn­drom äu­ßer­te sich an­ge­sichts der Dis­kus­sion in ei­ner aus­ge­zeich­ne­ten Spra­che, die man manch an­de­ren nur wün­schen kann. Und die Mut­ter ei­nes klei­nen Jun­gen brach­te es auf den Punkt: Bis jetzt ha­be man sie nicht auf ih­ren Sohn an­ge­spro­chen. Nun ge­be es un­ter­schwel­li­ge Be­mer­kun­gen und auch die Äu­ße­rung, dass „so et­was“ heu­te doch nicht mehr nö­tig sei.
El­tern mit ei­nem so be­son­de­ren Kind sind oft sehr be­las­tet und be­nö­ti­gen be­son­ders viel Un­ter­stüt­zung durch den Staat und je­den Ein­zel­nen. Da­rauf und auf die Fi­nan­zie­rung je­der Hil­fe ha­ben sie An­spruch!
Die Fra­ge nach dem Le­bens­recht ei­nes sol­chen Kin­des, ja je­des be­hin­der­ten, kran­ken, al­ten oder hilf­losen Men­schen, darf – ge­ra­de in Deutsch­land – nie mehr ge­stellt wer­den!

Für das Forum Deutscher Katholiken
Prof. Dr. Hubert Gindert

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Der Zölibat: Unerträglich für Relativisten

Die Augsburger Allgemeine Zeitung nimmt die „Erste deutschlandweite Seelsorgestudie der katholischen Kirche“ über „Ressourcen und Belastungen“ von katholischen Seelsorgern zum Anlass, die Zölibatsverpflichtung für katholische Priester zu kritisieren. Der Titel lautet „Wenn nur der leidige Zölibat nicht wäre“ (AZ, 18.4.15, S. 6). Im Untertitel dazu heißt es: „Jeder dritte katholische Priester in Deutschland empfindet die vorgeschriebene Ehelosigkeit als schwere Belastung“.
„Eine fünfköpfige Forschungsgruppe unter der Leitung von P. Prof. Eckart Frick SJ hat dazu mehr als 8.000 in der katholischen Seelsorge tätige Personen befragt. In der Studie werden Ressourcen, Anspruch und Belastung der pastoralen Berufe in der katholischen Kirche Deutschlands untersucht: Erreichbar sein, trösten können, spirituelle Orientierung geben, kompetent leiten können… Was aber passiert, wenn die Gemeinden zu immer größeren Einheiten zusammengelegt werden? Wie wirken sich die Herausforderungen unserer Zeit auf Engagement und Gesundheit aus… Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft sind erstaunlich hoch… Dennoch gibt es natürlich Hauptamtliche in der Seelsorge, die für Unterstützung oder auch eine stärkere Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten in der Seelsorge dankbar wären, so das Fazit des Forschungsteams“ (Pressemitteilungen der deutschen Bischofskonferenz, 16.4.15).
Auch die AZ konstatiert zum Ergebnis der Studie: „Erstaunlich gut. Wenn nur der leidige Zölibat nicht wäre. Jeder dritte Priester empfindet die vorgeschriebene Ehelosigkeit als belastend. Mehr als die Hälfte der befragten Priester bezeichnet den Verzicht auf Sexualität, Partnerschaft und Familie als eine ‚besondere Herausforderung‘. Jeder achte Priester wird nach eigenen Angaben nicht, oder nicht gut mit den Problemen fertig, die sich aus der Ehelosigkeit ergeben“. Weiterlesen

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