Das Kreuz Jesu Christi – unsere einzige Hoffnung

In jeder Kirche, am Wegesrand in katholischen Gegenden auf dem Land und hoffentlich in unseren Wohnungen finden wir das Kreuz, das Zeichen unserer Erlösung. Wir wollen in diesem Artikel die vielfältigen Bedeutungen des heiligen Kreuzes Jesu Christi betrachten.
Der Tod am Kreuz bedeutet unsagbares Leiden. Viele Verurteilte verbluteten schon bei der grausamen Geißelung. Die durch die Nägel verursachten Wunden schmerzten furchtbar, der quälende Durst war unmenschlich und das Luftholen kaum möglich. Es dauerte oft Stunden bis der Tod eintrat. Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, nahm dieses Leiden aus Liebe zu uns auf sich. Jesus erlöst uns durch seinen Gehorsam am Kreuz, indem Er sein Leben für uns dahingibt und so die Strafe für unsere Sünden auf sich nimmt. Damit zeigt Gott seine Barmherzigkeit und Liebe und verwirklicht seine Gerechtigkeit. Jesus, der einzig Gerechte, stirbt stellvertretend für die Sünder (vgl. Jes 53). Er selbst kündigte immer wieder sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung (Lk 9,23-27; Mt 20,17-19) als Opfer für die Vielen zur Vergebung der Sünden an (Mk 10,45), damit die Schrift erfüllt werde (Jes 53 und öfter). So bringt Jesus uns Hilfe und Erlösung, indem Er am Holz des Kreuzes den Satan besiegt, der am Holz die ersten Menschen zur Sünde im Ungehorsam gegenüber Gott verführt hatte (Präfation vom heiligen Kreuz aus dem römischen Messbuch). Weiterlesen

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Die Schauungen der Anna Katharina Emmerick und der Therese Neumann im Vergleich

Die Schauungen von Anna Katharina Emmerich sind von Clemens von Brentano überliefert. Die Schauungen der Therese Neumann finden sich als zeitnahe Protokolle von ihrem Pfarrer Naber und ihrem Bruder Ferdinand. Wissenschafltiche Aussagen dazu lieferten Johannes Steiner und Gino Moretto.
Anna Katharina Emmerich
Clemens von Brentano
Die Krönung und Verspottung Jesu geschah in dem innern Hofe des Wachhauses, das über den Gefängnissen an dem Forum stand. Es war mit Säulen umgeben, und die Eingänge waren geöffnet. Es waren etwa fünfzig niederträchtige Schurken vom Tross, Knechte der Gefängniswärter, Schergen, Buben, Sklaven und Geißelknechte, welche bei dieser Misshandlung Jesu tätigen Anteil nahmen. Anfangs drängte sich das Volk heran, aber bald umgaben tausend römische Soldaten das Gebäude. Sie standen in Reih und Glied, höhnten und lachten und gaben dadurch der Prahlerei der Quäler Jesu allerlei Veranlassung, sein Leiden zu vermehren, denn ihr Gelächter und ihre Späße munterten diese auf, wie der Beifall die Schauspieler. Sie hatten den Fuß einer alten Säule in die Mitte gewälzt, es war ein Loch darin, worin sonst wohl die Säule mochte befestigt gewesen sein, darauf setzten sie einen niederen runden Schemel, der hinten eine Handhabe zum Anfassen hatte, und sie legten aus Bosheit spitzige Steine und Scherben darauf.
Sie rissen Jesus abermals alle Kleidung von seinem verwundeten Leibe und legten ihm einen alten roten, zerrissenen, kurzen Soldatenmantel um, der nicht an die Knie reichte. Es hingen hie und da Fetzen von gelben Quasten daran. Er lag in einem Winkel der Schergenkammer, und sie pflegten ihn den gegeißelten Verbrechern umzutun … Nun schleppten sie Jesu zu dem mit Scherben und Steinen bedeckten Stuhl und stießen ihn mit dem verwundeten, entblößten Leibe darauf nieder. Sie setzten ihm sodann die Dornenkrone auf. Sie war ein paar Hand hoch und dicht und künstlich geflochten und hatte oben einen vorstehenden Rand. Sie legten sie ihm wie eine Binde um die Stirne und banden sie hinten fest zusammen, da bildete sie einen Kronenhut. Weiterlesen

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Das größte Fest der Christenheit Die liturgischen Feiern vom Gründonnerstag bis Ostern

Während in unserer westlichen Welt Weihnachten längst Ostern den Rang abgelaufen hat, ist für die Christen im Osten – wie etwa Griechenland und Russland – immer noch Ostern das höchste Fest, so wie es im Festkalender der Kirche sein soll. Selbstverständlich betont auch die Römische Kirche den Vorrang von Ostern. Aber wo begrüßen sich hierzulande schon die Menschen in den Tagen nach Ostern mit dem Ruf „Christus ist auferstanden“, wie es im Osten üblich ist?
Dennoch zeigt in der Kirche des Westens auch die Liturgie der drei österlichen Tage, des Triduums Paschale, dass hier das größte Fest der Christenheit begangen wird. Der Höhepunkt des Triduums ist die Osternacht, doch wird ihre Bedeutung dem Teilnehmenden nur dann wirklich bewusst, wenn er auch die gottesdienstlichen Feiern vorher mit echter innerer Anteilnahme besucht hat. Weiterlesen

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Mehr Sicherheit durch die „Sicherheitskonferenz“?

Am 18./19. Februar fand in München die 53. „Sicherheitskonferenz“ statt. 30 Staats- und Regierungschefs, mehr als 70 Außen- und Verteidigungsminister kamen zu dieser Konferenz nach München. Eine Veranstaltung der Superlative! Sie wurde von einem Riesenaufgebot von Polizisten abgesichert. Im Vorfeld wurde diese Konferenz als „historisch“ qualifiziert. Was ist das Ergebnis? Hat diese Sicherheitskonferenz mehr Sicherheit für die Welt gebracht? Sind Probleme gelöst worden, die die Sicherheit gefährden, z.B. in der Ukraine, in Syrien, zwischen Israelis und Palästinensern, im Kampf gegen die Terroristen der IS, in Afghanistan, in der Auseinandersetzung zwischen Iran und Saudi Arabien? Man könnte noch einige Krisenherde hinzufügen. Es haben sich keine der ehemaligen Verfeindeten miteinander ausgesöhnt. Konferenzteilnehmer haben meist gut bekannte Statements abgegeben. Die Amerikaner haben von ihren NATO Partnern gefordert, ihre Verteidigungsanstrengungen auf 2% der Wirtschaftskraft ihres Landes anzuheben. Für Deutschland liegt der Wert bei derzeit 1,2%. Die Forderungen der Amerikaner sprechen auch nicht dafür, dass man die Sicherheit für gefestigt ansieht.
Von einer Aufbruchsrhetorik, die Begeisterung und eine Zukunftsper­spektive weckt, war wenig zu spüren. Da geht der Blick in die Geschichte zurück.
Vor rund 200 Jahren gab es auch einen Kongress. Er hieß „Wiener Kongress“ und versuchte nach den Napoleonischen Kriegen eine Neuordnung und einen Ausgleich zwischen den Kriegsparteien. Das besiegte Frankreich war Verhandlungspartner. Die Monarchen nannten sich damals noch „Von Gottes Gnaden“. Sieht man von Kriegen ab, in die einzelne Länder verwickelt waren, dauerte es rund 100 Jahre bis zum nächsten großen Krieg, es war der I. Weltkrieg. Nach ihm diktierten die Sieger einen Diktatfrieden. Die Besiegten saßen nicht am Verhandlungstisch. Die Sieger bemühten sich nicht um einen Frieden, der zugleich ein Ausgleich gewesen wäre. Die Folgen sind bekannt.
Nach dem II. Weltkrieg gab es zwischen den „Erbfeinden“ Deutschland und Frankreich eine echte Zukunftsperspektive und einen dauerhaften Frieden mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft als Vehikel. Die Friedensordnung schufen Robert Schumann, Konrad Adenauer und Alcide de Gaspari. Alle drei waren praktizierende Christen, um es genauer zu sagen, Katholiken. Die christliche Haltung dieser drei Staatsmänner war wichtiger als ihre Nationalität. Da fällt einem bei der „historischen“ 53. „Sicherheitskonferenz“ von München und ihren Ergebnissen das Wort Jesu ein „ohne mich könnt ihr nichts tun“, wenn es Bestand haben soll.

Hubert Gindert

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O jauchze Welt, du hast ihn wieder

O jauchze Welt, du hast ihn wieder,
sein Himmel hielt ihn nicht zurück!
O jauchzet, jauchzet, singet Lieder!
Was dunkeltst du, mein sel’ger Blick?

Es ist zu viel, man kann nur weinen,
die Freude steht wie Kummer da;
wer kann so großer Lust sich einen,
der all so große Trauer sah?

Unendlich Heil hab‘ ich erfahren
durch ein Geheimnis voller Schmerz,
wie es kein Menschensinn bewahren,
empfinden kann kein Menschenherz.

Vom Grabe ist mein Herr erstanden
und grüßet Alle, die da sein;
und wir sind frei von Tod und Banden
und von der Sünde Moder rein.

So darf ich glauben und vertrauen
auf meiner Seele Herrlichkeit!
So darf ich auf zum Himmel schauen
in meines Gottes Ähnlichkeit!

Ich soll mich freun an diesem Tage:
ich freue mich, mein Jesu Christ!
Und wenn im Aug ich Tränen trage,
Du weißt doch, dass es Freude ist.

(Annette von Droste-Hülshoff)

Das Forum Deutscher Katholiken wünscht allen
Mitgliedern,Freunden, Lesern und Kongressteilnehmern
und allen Menschen guten Willens frohe und gesegnete
Ostern, die Freude und den Frieden des Auferstandenen.
Christus ist wahrhaft auferstanden und lebt! Hallelujah!

Bild: Wikipedia: Adam Elsheimer – Die drei Marien am Grab Christi.jpg

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O Welt, sieh hier Dein Leben

O Welt, sieh hier Dein Leben
am Stamm des Kreuzes schweben.
Dein Heil sinkt in den Tod!
Der große Fürst der Ehren
lässt willig sich beschweren
mit Schlägen Hohn und großem Spott.

Wer hat Dich so geschlagen,
mein Heil und Dich mit Plagen
so übel zu gericht’t?
Du bist ja nicht ein Sünder,
wie wir und unsere Kinder,
von Übeltaten weißt Du nicht.

Ich, ich und meine Sünden,
die sich wie Körnlein finden
des Sandes an dem Meer,
die haben Dir erreget
das Elend, das Dich schläget
und das betrübte Marterheer.

Dein Seufzen und Dein Stöhnen
und die viel tausend Tränen,
die Dir geflossen zu,
die sollen mich am Ende
in Deinen Schoß und Hände
begleiten zu der ewgen Ruh.
(Paul Gerhardt)

Foto: Marianne Müller

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Dompfarrer Kraus im Widerstand

Eichstätt war ein Zentrum des Widerstandes gegen die NS-Diktatur. Dompfarrer Johannes Kraus war einer der Anführer dieses Widerstandes. Er war Ende 1918 als Leutnant aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt. In der Heimat nahm er sofort das unterbrochene Studium wieder auf und wurde schon 1919 zum Priester geweiht. Nach priesterlichen Hilfstätigkeiten erhielt er 1925 die Dorfpfarrei Zell. Hier fand er auch Zeit, an der Reform des Diözesangebetbuches für die Diözese Eichstätt zu arbeiten. Schon 1934 wurden NSDAP-Parteigenossen und Polizei zur heimlichen Überwachung der Sonntagspredigten eingesetzt. Die Nationalsozialisten wussten also, wo ihre Gegner sind. Das blieb nicht lange verborgen. Daher ging Pfarrer Kraus eines Sonntags zu Beginn des Gottesdienstes in liturgischer Kleidung demonstrativ zum Polizisten in der letzten Bank und gab ihm ein Blatt Papier mit dem Predigttext und sagte: „Damit Sie nicht mitschreiben müssen, sondern gleich mitlesen können.“ Das war mutig und machte Eindruck. 1935 wurde Kraus Domkapitular und Dompfarrer in Eichstätt. Damals betrieb das nationalsozialistische Regime die Entfernung der klösterlichen Lehrkräfte aus den Schulen. Dompfarrer Kraus protestierte sofort entschieden gegen diesen Bruch des Konkordats und gegen die Verleumdung der Priester und Nonnen. Weiterlesen

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Wie soll ich Dich empfangen?

Wie soll ich Dich empfangen und wie begegn ich Dir,
o aller Welt Verlangen, o meiner Seele Zier?
O Jesu, Jesu setze mir selbst die Fackel bei,
damit was dich ergötze mir kund und wissend sei.

Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin,
und ich will Dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll Dir grünen in stetem Lob und Preis
und Deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los;
ich stand in Spott und Schanden, Du kommst und machst mich groß
und hebst mich hoch in Ehren und schenkst mir großes Gut,
das sich nicht lässt verzehren wie irdisch Reichtum tut.

Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht,
mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht.
Ach komm, ach komm o Sonne und hol uns allzumal,
zum ewgen Licht und Wonne in Deinen Freudensaal!
(Paul Gerhardt)

Bild: wikipedia/commons/4/4a/Vitraux_Cath%C3%A9drale_de_Laon_240808_2.jpg

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Die gegebenen Chancen nutzen

Nach repräsentativen Umfragen ist eine Bundesregierung ohne CDU/CSU und ohne Angela Merkel als Bundeskanzlerin zu einer realistischen Möglichkeit geworden. Da alle Bundestagsparteien eine Koalition mit der AFD ausschließen, und eine Alleinregierung von CDU u. CSU unwahrscheinlich ist, bleiben folgende Alternativen.
• Eine Koalition von CDU/CSU mit den Grünen. Das wäre der Ausverkauf der letzten christlichen Positionen in einer solchen Regierung.
• Eine Koalition von CDU/CSU mit der SPD. Das wäre die Fortsetzung der großen Koalition mit der bisherigen Politik des allmählichen Verdunstens christlicher Wertvorstellungen, aber keine Besinnung auf das „C“ in der Union.
• Eine Bundesregierung ohne CDU/CSU in Form einer Ampelkoalition von SPD, Grüne, Linke und evtl. FDP.
Ob sich die Union in der Opposition dann wieder auf ihr „C“ besinnen würde, ist äußerst unsicher. Die Erfahrungen, insbesondere in Italien, aber auch in Frankreich mit der christlich orientierten MRP zeigen das.
Das Wahlergebnis der Union wird auch davon abhängen, ob sie enttäuschte christlich-orientierte Wähler zurückgewinnen kann. Die Devise „denen bleibt ja nichts anderes übrig, als uns zu wählen“ funktioniert nicht mehr. Auch allgemeine schwammige Aussagen, mit denen bisherige Wähler ruhiggestellt wurden, werden nicht mehr ausreichen, um Wähler, die auf ein christliches Regierungsprogramm Wert legen, für Merkel an die Wahlurne zu bringen. Wenn diese Frau Merkel eine Chance geben wollen, sollten sie die Bundeskanzlerin mit klaren Forderungen und Fragen konfrontieren, die ihnen wichtig sind. Die Antworten wären dann eine Voraussetzung, um eine Gewissensentscheidung für eine Partei oder für eine Wahlenthaltung zu treffen.

Hubert Gindert

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Die Auseinandersetzung mit der LSBTIQ-Lobby

In der Auseinandersetzung der LSBTIQ-Lobby mit den bayerischen Richtlinien zur Sexualerziehung, geht es neben der Durchsetzung einer kinderfeindlichen Ideologie auch darum, ob die Staatsorgane demokratisch beschlossene Richtlinien noch durchsetzen können und hoffentlich auch wollen. Wenn Teilnehmer eines vom pädagogischen Institut (PI) mit öffentlichen Mitteln durchgeführten Fortbildungskurs für Pädagogen „Schule im Diskurs: Let’s talk about sex!“ glaubwürdig berichten, dass Referenten dieser Veranstaltung die bayerischen Richtlinien als „verfassungswidrig“ denunzieren und den besonderen Schutz der Ehe als „Indoktrination“ bezeichnen, dann zeigt sich das Demokratieverständnis und die Toleranz der LSBTIQ-Lobby. Wenn schließlich Herr Kempf von „Pro Familia“ Kinder im Kindergartenalter über sexuelle Orientierung aufklären will, also in einem Alter, wo noch kein Aufklärungsbedürfnis der Kinder vorliegt, wird die Ideologisierung überdeutlich. Hier sollen Grenzüberschreitungen propagiert werden, die zu einem Aufstand der Eltern führen müssen.

Hubert Gindert

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