Geplante Massensterilisation in Kenia wurde verhindert

„Die katholische Kirche in Kenia deckte zusammen mit Ärzten den bevölkerungspolitischen Mega-Skandal von WHO und UNICEF auf. Die westlichen Medien schweigen sich über die ‚harmlose‘ barbarische Impfung aus, die Mio. Frauen ohne ihr Wissen um die Möglichkeit bringen sollte, schwanger zu werden. WHO und UNICEF wollten in Kenia im Jahr 2014 heimlich mehr als 2 Mio. Frauen zwangssterilisieren, ohne dass die betroffenen Frauen etwas davon gewusst hätten.
Die Weltgesundheitsorganisation der UNO (WHO) und das angebliche Kinderhilfswerk UNICEF forcierten im ostafrikanischen Land ein angebliches ‚Anti-Tetanus-Programm‘“.
Der Vorsitzende der katholischen Ärzte-Vereinigung von Kenia Dr. med. Steffen Karanja erklärte: „Wir haben dem Parlament den wirklichen Inhalt des Impfstoffs gezeigt, der als Anti-Tetanus-Vorbeugung getarnt war. Daraufhin wurde das Impfprogramm gestoppt. Die Frauen sind gerettet“.
Für die von WHO und UNICEF finanzierte Impfaktion waren 2,3 Mio. Frauen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren vorgesehen. Fünf Impfungen je Frau waren geplant. 1 Mio. Frauen wurden bereits dreimal geimpft, bevor das Programm gestoppt wurde. Weitere 1,3 Mio. wären in den nächsten sechs Monaten hinzugekommen. Ein Parlamentsabgeordneter von Kenia äußerte gegenüber Dr. Karanja: „Der schlimmste Kolonialismus war nicht so schlimm wie diese Barbarei“.
„Die katholischen Bischöfe und die katholische Ärztevereinigung von Kenia hatten Verdacht geschöpft, weil es keinen Tetanusnotstand gab. Dann haben wir uns gefragt: Warum impfen die nur die Frauen zwischen 14 und 49 Jahren? Warum wurden UNO-Mitarbeiter mit den Impfungen beauftragt und nicht Gesundheitseinrichtungen, Ärzte und Krankenpfleger des Landes? …Zu dem wisse die katholische Kirche Kenias, dass man der WHO nicht blindlings vertrauen dürfe. Bereits 1972 und 1992 hatte die WHO mit einem groß angelegten Programm Massensterilisierungen versucht. Beide Male waren die Aktionen getarnt worden, wie nun auch 2014. Dieselben Geheimprogramme zur Fertilitätszerstörung wurden in den 90er Jahren von der UNO auf den Philippinen, in Mexiko und Nicaragua durchgeführt. Die Sponsoren waren immer die WHO und UNICEF“. (Quelle: katholisches.info, abgedruckt im Schweizerischen katholischen Sonntagsblatt, 21. August 2016)

Hubert Gindert

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„Priestermangel gewollt?“

Als kürzlich die Zahlen der 2015 in den deutschen Diözesen ausgeweihten 58 Priester bekannt wurden, fand das auch in den säkularen Medien Beachtung. Unter Überschriften wie „Gehen der katholischen Kirche die Priester aus?“, hatten einige Medien auch die Abhilfe schnell bei der Hand. Es waren die bekann-ten Ladenhüter, wie Abschaffung des Zölibats, Einsatz von „Viri probati“, Einführung des Frauenpriestertums. Andere Medien brachten die ersten Nachkriegsjahrzehnte in Erinnerung, als einzelne Diözesen Zahlen von Priesterweihen aufzuweisen hatten, die heute von allen Diözesen zusammen nicht mehr erreicht werden. Schnellschüssige Beschreibungen der heutigen Misere führten zu Behauptungen wie, „Der Priestermangel sei gewollt“.
Was sind die Ursachen des heutigen Priestermangels? Er gipfelt zwar in der Zahl 58 Priesterweihen im Jahr 2015. Tatsächlich zeichnet er sich seit vielen Jahren ab. Voraus gehen die Verdunstung des Glaubens, gemessen am Besuch der sonntäglichen Eucharistiefeier sowie der Rückgang der Kinderzahl in den Familien. Das dahinsiechende Glaubensleben in den Familien, in denen kaum mehr gebetet wird und die gesunkene Kinderzahl von 1,3 Kindern pro Familie sind Hauptursachen des Priestermangels. Wo sollen Berufungen ansetzen, wenn beides fehlt?
Natürlich gibt es auch den „gewollten“ Priestermangel an theologischen Ausbildungsstätten, in Priesterseminaren, bei Vertretern eines synodalen, demokratischen Kirchenverständnisses sowie bei Pastoralassistenten und –referenten (nicht alle), die theologisches Wissen und rhetorische Fähigkeiten, nicht aber Berufung und Priesterweihe, als die eigentlichen Voraussetzungen für die „Leitung“ der Gemeinden ansehen. Solchen selbsternannten „Gemeindevorstehern“ geht es nicht um den Dienst an den Gläubigen, sondern um die Herrschaft über den „Pfarrbetrieb“. Weiterlesen

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Wie beten – Wege zum Gebet

Der heilige Johannes von Damaskus schreibt, dass wir im Gebet unsere Seele zu Gott erheben. Wir richten einen demütigen Blick der Liebe und Dankbarkeit in der Freude oder in der Prüfung zum Himmel (hl. Theresia vom Kinde Jesu; vgl. KKK 2558f). Beten bedeutet mit Gott sprechen, Ihn loben, Ihm danken und Ihm unsere Bitten vortragen. Diese Gespräche führen uns in die Heiligkeit, das heißt, dass wir umgeformt werden in der Gnade und der Liebe Gottes. Er selbst schenkt uns die Gnade des Gebetes. Bitten wir Ihn um Demut, Gottvertrauen und Beharrlichkeit. Das Gebet ist „die lebendige Beziehung der Kinder Gottes zu ihrem unendlich guten Vater, zu seinem Sohn Jesus Christus und zum Heiligen Geist“ (KKK 2565).
„Bevor der Mensch nach Gott ruft, ruft Gott den Menschen“ (KKK 2567), sogar, wenn wir meinen, Gott habe uns vergessen. Der treue Gott vergisst uns nie (Jes 49,13-16), es sind wir, die wir durch unsere Nachlässigkeit gottvergessen leben.
Wir Menschen beten, um zu Jesus in den Himmel zu kommen. Wenn uns das Gebet zu mühsam wird und die Versuchungen überhand nehmen, ist die Gefahr groß, dass wir aufgeben. Wenn wir beten, ist es notwendig, gegen uns selbst und die List des Versuchers zu kämpfen, der uns von Gott trennen will (KKK 2725).
Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 2729-2733) nennt einige Schwierigkeiten beim Beten. Man sollte auf die Zerstreuungen im Gebet nicht krampfhaft reagieren, sondern diese demütig vor Gott tragen und unsere Schwächen Ihm zu Füßen legen. Jesus ruft uns zur Wachsamkeit auf, damit wir auf sein Kommen vorbereitet sind. Ein weiteres großes Problem ist die Trockenheit. Entweder bedarf es in diesem Fall der Bekehrung zu Gott oder wir werden in unserer Treue und in unserem Vertrauen zu Ihm geprüft. Der Glaube ist hier ausschlaggebend. Oft ist weniger der Unglaube unser Problem, sondern die Bevorzugung anderer, weltlicher Dinge oder Personen. Unser Eigenwille und Egoismus sind unsere größten Feinde!
„Eine weitere Versuchung, der die Überheblichkeit die Tür öffnet, ist der Überdruss. [… Er] wird durch das Nachlassen in der Askese, das Schwinden der Wachsamkeit und durch die mangelnde Sorgfalt des Herzens hervorgerufen. ‚Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach’ (Mt 26,41). Je größer die Höhe, von der man herab fällt, desto mehr verletzt man sich. Die schmerzliche Entmutigung ist die Kehrseite der Überheblichkeit. Der Demütige wundert sich nicht über sein Elend. Es bringt ihn dazu, stärker zu vertrauen und beständig zu bleiben“ (KKK 2733). Gott prüft in Schwierigkeiten und Bedrängnissen unser Vertrauen. Weiterlesen

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Wir sind im Dritten Weltkrieg: die Genderideologie ist ein Teil davon

Im Brief an die Römer hält Paulus den Heiden den praktizierten Lasterkatalog von damals vor. Paulus zeigt auf, wozu der von Gott abgewandte und orientierungslos gewordene Mensch fähig ist: „Gottes Zorn enthüllt sich vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, weil sie in ihrer Ungerechtigkeit die Wahrheit niederhalten“ (Röm. 1,18)… „Darum überließ sie Gott der Unreinheit in ihres Herzens bösen Gelüsten: Sie schändeten ihren Leib, weil sie der Lüge anstelle der Wahrheit Gottes folgten und dem Geschöpf Ver-ehrung und Anbetung erwiesen, anstelle des Schöpfers… So gab denn Gott sie schmählichen Leidenschaften preis: Ihre Frauen verloren sich in widernatürlichen Umgang statt des natürlichen, ebenso setzten Männer die natürliche Beziehung zur Frau hintan und entbrannten in zügellosem Begehren zueinander“… (Röm. 1,24-25, 26-27).
Fairerweise muss man zugeben, dass die Heiden von damals nicht behauptet haben, ihr Tun sei Ausdruck von Tugend oder von Selbstbestimmung und Freiheit oder gar die Befreiung von Diskriminierung. Das blieb dem Ausgang des zwanzigsten Jahrhunderts vorbehalten.
Im Jahr 1990 veröffentlichte Judith Buttler ihr Buch „Gendertrouble – Subversi-on of Identity“. Der Titel sagt, was die Verfasserin will „Die Subversion der Identität des Menschen“. Das soll heißen: Der Mensch hat nicht von Natur ein bestimmtes Geschlecht, sondern bestimmt als Ausdruck seines autonomen Schöpferwillens sein Geschlecht selbst.
„Es geht“, wie Gabriele Kuby in ihrem Beitrag „Die Abschaffung des Ge-schlechts“ (Tagespost, 27.7.16, S. 3) sagt: „nicht um Rechte von Minderheiten, es geht um die Abschaffung des Geschlechts als fundamentaler Matrix der menschlichen Existenz. Dies hat die Auflösung der tragenden menschlichen Beziehungen zur Folge… Es ist ein Angriff auf die Wurzel und die Voraussetzung von Familie und aller gesellschaftlicher Strukturen, die daraus erwachsen“.
Ideologien, die so eindeutig, wie die Genderideologie im Widerspruch zur Natur des Menschen stehen, setzen sich nicht von selber durch. Dazu bedarf es der Bewusstseinsmanipulation und der Umdeutung, was unter Familie zu verstehen sei, sowie des massiven Zwangs. Weiterlesen

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Wer kann mit Autorität für den Islam sprechen?

Papst Franziskus hat auf dem Flug von Rom nach Krakau am 27. Juli 2016 gesagt: „Wenn ich von Krieg spreche, spreche ich ernsthaft von Krieg. Nicht von Religionskrieg. Nein. Es herrscht Krieg der Interessen, um Geld, um die Ressourcen der Natur, um Herrschaft über die Völker“ (Tagespost 30.7.16).
Papst Franziskus hat wiederholt über Christenverfolgung, auch in islamischen Ländern, gesprochen, nicht aber von einem Religionskrieg. Das haben auch seine Vorgänger Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nicht getan. Blättern wir 10 Jahre zurück. Am 12. September 2006 hat Benedikt XVI. in seiner „Regensburger Rede“ die Aussage eines oströmischen Kaisers über Mohammed zitiert und damit einen Aufschrei in der islamischen Welt ausgelöst. In einigen Ländern kam es zu Protesten und gewalttätigen Ausschreitungen gegen Christen. Tatsächlich hatte der Papst in einem wissenschaftlichen Vortrag sein Lebensthema „Glaube und Vernunft“ (Fides et ratio) aufgegriffen. Bischof Voderholzer nahm in einem KNA-Interview dazu Stellung: „Benedikts große Einsicht besteht darin, dass Glaube und Vernunft aufeinander angewiesen sind. Ich finde, sie wird von Jahr zu Jahr aktueller“ (Konradsblatt 33-34.2006, S.4). Papst Benedikt XVI. wurde bei seinem Zitat unterstellt, er habe das Thema „Islam und Gewalt“ ansprechen wollen. Dazu der Regensburger Bischof: Benedikt „hat es (Zitat) sich in keiner Weise zu Eigen gemacht… wer sein Gesamtwerk kennt, weiß auch, dass Joseph Ratzinger mit Blick auf die geistige Identität Europas eine Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen formulieren konnte, nämlich den Respekt vor dem Heiligen“.
In der Auseinandersetzung um die „Regensburger Rede“ meldeten sich 138 muslimische Gelehrte zu Wort. So führte die „Regensburger Rede“ zu einer neuen katholisch-islamischen Gesprächsinitiative. Die Schwierigkeiten dieses Dialogs sieht Voderholzer in der Frage „Nach repräsentativen Gesprächspartnern“, in der Einbeziehung der „geistlichen Autoritäten der Universitäten“ und im „innerislamischen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten“. Für die Zukunft wünscht sich Voderholzer, „dass islamische Autoritäten sich noch deutlicher distanzieren und eine spirituelle Deutung der entsprechenden Koranverse als verbindlich vortragen, die häufig zur Legitimation terroristischer Gewalt benutzt werden. Für mich stellt sich die Frage, wie sich der Koran selber versteht, woher er seine Autorität bezieht“. Weiterlesen

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Der Schrumpfprozess auf hohem Niveau hält an Gedanken zur Statistik der Kirchenaustrittszahlen 2015

Die Kirche hat im Juli die Statistik über die Kirchenaustritte 2015 vorgelegt. Sie werden auch in den diözesanen Kirchenzeitungen vorgestellt und kommentiert. Oft klingt das sachlich, nüchtern und fast unbeteiligt-distanziert. 2015 haben 181.925 Katholiken die Kirche verlassen. Betrachtet man die Zahlenreihe von 2008 an, so liegen die Austritte erheblich über Hunderttausend. Drei Jahre nähern sich der Zweihunderttausend-Marke. 2014 hatten wir sogar 217.716 Kir-chenaustritte. Die hohen Werte besagen, dass die Kirche in sechs Jahren rund eine Mio. Katholiken verloren hat. Diese Negativentwicklung wird sich fortsetzen, wenn in die Überlegung einbezogen wird, dass rund 30% der Katholiken angeben, mit ihrer Kirche unzufrieden zu sein. Nach einer Studie der evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) von 2014 „erwägen in Westdeutschland rund 40% der unter 21jährigen und 25% der 21- bis 29jährigen aus der Kirche auszutreten (Konradsblatt, 30-31.2016, S. 3). Andererseits sind die genannten Zahlen keine Überraschung, wenn bei den Katholiken am Sonntag rund 90% regelmäßig nicht mehr im Gottesdienst erscheinen. Dabei gibt es bemerkenswerte Unterschiede beim sonntäglichen Kirchenbesuch vergleichbarer Diözesen. So haben wir auf der einen Seite Regensburg (16,0%), Eichstätt (15,2%), Fulda (14,2%) und auf der anderen Seite Mainz (9,5%).
„Über die Gründe für die Austrittszahlen lässt sich nur spekulieren. Bislang gibt es keine systematischen Studien“ heißt es im Bericht von Christoph Arens (Konradsblatt, 30-31.2016, S. 3). Da mutet der Satz im gleichen Bericht, dann doch merkwürdig an, wenn es heißt: „Der bisherige Negativrekord mit 217.716 Austritten im Jahr 2014 war mit dem Missbrauchsskandal, die Affäre um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und das Bekanntwerden eines neuen Kirchensteuer-Einzugsverfahrens auf Vermögenserträge begründet“. Der Freiburger Religions-Soziologe Michael Ebertz formuliert entsprechend vage, wenn er von einer generell nachlassenden Kirchenbindung spricht. Dass die Gründe für die Austrittszahlen nicht bekannt sind, verwundert. Die Kirche in Deutschland lässt manches durch Studien untersuchen; und sie hat ausreichend Geld dafür. Warum hat sie kein Geld für die Feststellung der Ursache der Kirchenaustritte? Will sie damit nicht konfrontiert werden? In jedem Fall müsste sie aus solchen Ermittlungen pastorale Konsequenzen ziehen. Weiterlesen

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Die dämonischen Ursachen des Terrorismus beim Namen nennen!

Paris-Nizza-München-Würzburg-Ansbach-Reims… Die Kette von Anschlägen gegen Unschuldige reißt nicht ab. Wir leben in einem Terrorkrieg, in dem kei-ner, an keinem Ort und zu keiner Zeit noch sicher ist.
Der Terror zeigt auch die Schwäche des modernen Staates. Gegen Terroristen im Land helfen weder Atombomben noch Panzer oder Flugzeuge. Die Sicherheitsorgane können gelegentlich einen Anschlagsplan aufdecken. Gegen entschlossene Selbstmordattentäter sind sie immer in der Nachhand. So kann ein einzelner Terrorist eine Millionenstadt wie München lahmlegen.
Für Attentäter hat das Leben andersdenkender oder andersgläubiger Menschen keinen Wert. Die Gesellschaft hat aber ein Recht, sich vor solchen Menschen zu schützen: An der Grenze und im Inneren des Staates mit Polizei und allen Mitteln des Rechtsstaats. Menschenverachtender Terrorismus wächst auf dem Humus, auf dem das Recht auf Leben nicht mehr geschützt ist. Also auch bei uns. Oder können wir dort, wo Ungeborene, Behinderte, alte und kranke Menschen ihres Lebens nicht mehr sicher sein können, nicht von einem Nährboden für Geringschätzung des Lebens sprechen? Das zu sagen ist völlig gegen die politische Korrektheit, aber trotzdem wahr. Das Recht auf Leben ist unteilbar.
Terroristen kommen nicht nur von außerhalb der Landesgrenzen. Es sind auch Menschen darunter, die hier geboren sind oder schon lange hier leben. Eine wirkliche Werterziehung für das Recht auf Leben, als ein unübersteigbarer Damm, ist in einer Gesellschaft ohne Gott, nicht mehr möglich.
Nach Terroranschlägen ziehen die Stellungnahmen der Politiker, dieses Endlosband in bekannter Manier an uns vorbei. Es sind nichtssagende Sätze und Ausdrücke von Hilf- und Sprachlosigkeit vor dem Elend der betroffenen Menschen. Wenn aber der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und der oberste Repräsentant der Evangelischen Landeskirchen in ökumenischer Eintracht auch nicht sehr viel mehr als die Politiker zu sagen wissen, ist das ein Armutszeugnis. Der Pastoraltheologie Andreas Wollbold hatte für den seelsorgerlichen Umgang mit dem Schock über den Terror mehr zu bieten. Er antwortete auf Fragen, die auch in einer gottentfremdeten Welt noch auftauchen: „Woher kommt das Böse? Was ist der Anteil des freien Willens Einzelner, was geht auf den ‚Vater der Lüge‘ selbst zurück? Hier haben Christen ein Wissen, das den hilflosen Reden, die wir derzeit hören, abgeht. …zunächst einmal finden wir einen Trost bei Gott, den Menschen nicht mehr geben können: Mit dem Tod ist nicht alles aus. …Dann dürfen wir auch klarstellen: die Verantwortung für diese Untaten tragen abgrundtief böse Menschen und nicht Gott. Dabei ist mit Händen zu greifen: Wir leben in einer gefallenen, gottfernen Welt. Vielleicht beginnen wir auch zu ahnen, wieviel jeder von uns beiträgt zu dieser Gottferne“. (Tagespost, 26. Juli 2016)

Hubert Gindert

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Der Kongress „Freude am Glauben“ vom 7. bis 9. Juli 2017 in Fulda

Liebe Leser, liebe Freunde,
den Kongress „Freude am Glauben“ vom 7. bis 9. Juli 2017 in Fulda, haben wir unter das Leitwort „Hab keine Angst du kleine Herde“ gestellt. Mit diesem Leitwort greifen wir das auf, was uns Kardinal Meisner in seiner Predigt auf dem Abschlussgottesdienstes unseres Kongresses in Aschaffenburg mitgegeben hat. Wir verstehen uns als kleine Herde nicht als eine eingeschüchterte Gruppe von Menschen, die sich in eine Wagenburg zurückzieht und einigelt. Im Gegenteil! Wir sehen uns vielmehr als eine missionarische, kreative Minderheit, die „Licht auf dem Berg“ und „Salz der Erde“ sein will und die den Mut hat, ein attraktives Kontrastprogramm in der Gesellschaft zu sein.
Das Kongressprogramm 2017 wird Ende Januar/Anfang Februar abrufbar sein. Unabhängig davon, werden wir ab Oktober 2016 jeden Monat an alle für uns erreichbaren E-Mail-Adressen einen Referenten mit Lebenslauf, Foto und mit seinem Thema vorstellen.

Für den Kongress 2017 haben wir als Referenten gewonnen: Bischof Voderholzer, Prof. Münch, Frau Gabriele Kuby, Frau Alexandra Maria Linder, Frau Tabea Freitag, Prof. Ockenfels, Prof. Ziegenaus, Pfarrer Heinrich Marx. Zwei Podien werden sich mit den Voraussetzungen einer Integration sowie mit Fragen der heutigen Jugend beschäftigen.
Um neue Teilnehmer zu gewinnen, wäre es für uns eine große Hilfe, wenn bisherige Kongressteilnehmer unter der Überschrift „Wie ich den Kongress ‚Freude am Glauben‘ erlebt habe“ uns ein paar Sätze schreiben würden. Denn jedes mitgeteilte Erlebnis motiviert mehr zur Teilnahme, als ausgeklügelte Werbetexte. Ich wäre Ihnen, den Besuchern unserer Kongresse, also für ein kurzes Zeugnis mit Ihrer Erinnerung, das wir verwenden dürfen, sehr dankbar.

Mit besten Grüßen

Ihr Hubert Gindert, Sprecher des „Forums Deutscher Katholiken“

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Erzbischof em. Karl Braun: Eine mögliche Wiederholung des päpstlichen Urteils über den Holocaust?

Warum hat Pius XII. nach dem 2. Weltkrieg (I945 bis zu seinem Tod 1958) nie etwas zum Holocaust gesagt?

Die Weihnachtsansprache Papst Pius‘ XII. von 1942 erwähnt den gewaltsamen Tod vieler Menschen „wegen ihrer Nationalität oder Rasse“. Gemeinhin wird diese Formulierung als Urteil über den Holocaust verstanden. Kritiker beanstanden zwar, dass der Papst das italienische Wort „stirpe“ verwendete, das nicht unbedingt „Rasse“ bezeichnet. Nach dem Zusammenhang ist jedoch keine andere Bedeutung als „Rasse“ möglich.
Diese Äußerung des Papstes war situationsbedingt: In den Monaten zuvor war unter den Diplomaten der Kriegsgegner Deutschlands die Möglichkeit diskutiert worden, in einer förmlichen Erklärung, die von den Deutschen in den von ihnen besetzten Gebieten verübten Gewalttaten zu verurteilen. Für eine solche Erklärung wollte man auch den Papst gewinnen, obwohl man darüber nicht sicher war. Einerseits gab man zu bedenken, dass die Autorität des Papstes durch sein Schweigen erschüttert werden könne; andrerseits kannte man seine Abneigung, nicht einzelne Taten zu beurteilen, sondern Grundsätze einzuschärfen. Auch nahm man an, dass die negativen Erfahrungen Papst Benedikts XV. Pius XII. zu größerer Zurückhaltung veranlassen werde.(Foreign Relations of The United States 1942. Diplomatic Papers [= FRUS] vol. III, Europe, 1961) Weiterlesen

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„Authentizität“ – ein Gastbeitrag von Bernd Schnitter

Die Demontage eines Menschen, seine vollständige soziale Verunmöglichung, ist die in den Raum gestellte Behauptung, er/sie sei »nicht authentisch«. Vor allem in Milieus, die dem Wesen nach auf eine hohe Glaubwürdigkeit angewiesen sind, in denen sich Botschafter und Botschaft im Modus hoher Übereinstimmung bewegen müssen, in denen im weitesten Sinne „verkündet“ wird, bedeutet das Adjektiv ‚unauthentisch‘ den gesellschaftlichen Tod als Religionsvertreter, Diplomat oder Politiker.
Dabei ist in Anlehnung an Watzlawick („Man kann nicht nicht kommunizieren“) festzustellen, niemand ist nicht nicht authentisch. Selbst wenn sich die personale Echtheit nicht mit der Botschaft in Übereinstimmung bringen lässt, ist eben der gerade präsentierte Ausdruck als Figur augenblickliche und reale Authentizität.
Auch der Prediger, der im Kontext seiner Predigt personifiziertes Gegenteil seiner Rede wird, vermittelt und ist zu jeder Zeit Träger von Authentizität insofern er dann nonverbal mitteilt, nie das Ideal seiner Rede erreichen zu können.
Überhaupt ist der Begriff der Authentizität zur Beurteilung einer Person gänzlich ungeeignet, stammt er doch aus der Soziologie und diente damit der Klassifizierung von Gruppenkommunikation und -verhalten. Die einer Gruppe durch ihre Dynamik eigene Gestaltungskraft lässt eine Verifizierung oder Falsifizierung von (Gruppen-)Anspruch und Wirklichkeit zu, das geht aber dem Individuum gegenüber nicht, weil es an objektiven Interpretationsmöglichkeiten mangelt.
Authentizität entzieht sich der individuellen Deutung, denn niemand kann abschließend beurteilen, welcher Ausdruck eines einzelnen Menschen nun ihm eigen und damit authentisch ist oder nicht. Noch nicht einmal der Individualist selbst könnte das für sich definieren, zumal es dem Wesen des Menschen anliegt, sich stetig zu (ver)ändern, zu entwickeln, alte Verhaltensmuster in Frage zu stellen, schlicht in ständiger Bewegung auf dem Lebensweg Anpassungen vorzunehmen.
Es ist betrüblich zu sehen, wann und wo die vorgeblich mangelnde Authentizität als besonders scharfe Klinge ihr sinnbildlich blutiges und die Persönlichkeit des Betroffenen mordendes Wirken entfaltet. In Räumen der Frohen Botschaft, in christlichen Kirchen(gemeinden) – [Tatsächlich spielt in Moscheen und Synagoge die Frage nach der „Authentizität“ von Imam, Rabbiner oder Mitglaubenden keine sonderliche Rolle]. Sofern es nicht bald zu einer signifikanten Verhaltensänderung jener Christen kommt, die ständig die „Echtheit“ des Anderen in Abrede stellen, kann keine Botschaft wirken. Jedes Opfer ist dann obsolet.

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