Der familien- und kinderfeindliche Streit um das Betreuungsgeld.

War die Bundesregierung und war die CSU wirklich  juristisch so schlecht beraten, als auf besonderen Druck der CSU das Betreuungsgeld von 150 Euro für Familien beschlossen wurde, die ihre Kinder durch die Mutter betreuen wollten, so dass es nun so aussieht, dass die vom Stadtstaat Hamburg eingereichte Klage gegen das Betreuungsgeld Erfolg beim BGH haben könnte. Siehe hierzu:
http://www.t-online.de/eltern/familie/id_73634326/bundesverfassungsgericht-zweifelt-massiv-an-betreuungsgeld.html
Jetzt wird der ideologische Grabenkampf mit juristischen Mitteln ausgetragen, wobei die Bundesregierung durch ein Familienministerium vertreten wird, dessen Ministerin Schwesig nie einen Hehl aus ihrer Abneigung gegen das Betreungsgeld gemacht hat. Und die Bundesregierung hat nun durch eben dieses Ministerium das Betreungsgeld vor dem Bundesverfassungsgericht zu vertreten.
Eine Situation, die den normalen Bürger wie ein Streich aus Schilda anmutet.
Dass es sich bei dieser Klage um links-grüne Ideologie handelt wird auch von der durch die SPD geführten Hamburger Regierung ungewöhnlich deutlich gemacht mit einer bezeichnenden Begründung. Das von der schwarz-gelben Koalition beschlossene Betreuungsgeld sei auch deshalb verfassungswidrig, “weil es traditionelle Rollenbilder verfestige”. Die Mütter würden deshalb vom Erwerbsleben ferngehalten, was gegen den Grundsatz der Gleichberechtigung verstoßen würde.
Weder die Logik noch der Wille der Mütter ist offensichtlich den Klägern wichtig. Sie, die die Mütter diskriminieren, die ihr Kleinkinder aus freiem Entschluss selbst betreuen wollen, suggerieren nun, dass den Müttern die Gleichberechtigung verweigert würde, weil sie dadurch dem Erwerbsleben ferngehalten würden. Es ist schon sehr erstaunlich, dass gerade die, die vorgeben für die Gleichberechtigung der Frauen – hier der Mütter – kämpfen zu wollen, die Argumentation von Wirtschaftsbossen übernehmen, die die Arbeitskraft der Frauen brauchen. Und wie immer schon in Deutschland wird das Wohl der Kleinsten und Schwächsten hintenangestellt. Und so haben wir denn nun viel zu wenig Kitas mit völlig überlasteten Betreuerinnen, die die Vorstellung und die Behauptungen der Ideologen erfüllen sollen, dass die Kleinsten dort besser aufgehoben seien als bei der Mutter. Dafür müssen auch die abstrusesten Argumente herhalten.
Den Unionsparteien und hier vor allem der CSU muss man wohl vorwerfen, dass sie sich im Hinblick auf die absehbare juristische Auseinandersetzung sehr wenig vorbereitet haben und nun in der Großen Koalition vor dem Schildbürgerstreich stehen, dass Gegner des Betreuungsgeldes dieses vor dem höchsten Gericht verteidigen sollen. War das nicht vorhersehbar?
Auf der Strecke bleiben mal wieder die Familien, die ihre Kleinsten nicht in Fremdbetreuung geben wollen, sondern zu deren unzählige Male bewiesenem Wohl die Eltern selbst ihre Kleinkinder betreuen wollen, statt sie überlasteten zu wenigen Fremdbetreuerinnen zu überlassen, die sicher ihr Bestes tun aber gerade in der Öffentlichkeit aufgetreten sind, um gegen die Unzulänglichkeiten der Kitas und ihrer persönlichen permanenten Überforderung massenhaft zu protestieren. Das aber ficht die Ideologen überhaupt nicht an, wie die Klage Hamburgs beweist. Uns bleibt immerhin die Möglichkeit des lauten und massenhaften Protestes, mit dem wir nicht sparen sollten.

Michael Schneider-Flagmeyer

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Als das Kreuz aus dem Zentrum der Betrachtung gerückt wurde

Nach der vielfach einseitigen Medienberichterstattung und der aufgeregten Diskussion über die erste Sitzungsperiode der Bischöfe der Weltkirche zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ konnte man eine breit angelegte Information über das katholische Eheverständnis erwarten. Hirtenworte, Predigten, Katechesen und Religionsunterricht boten sich dafür an. Nichts geschah jedoch bis heute. Die Herde ist sich selbst überlassen. Warum ist das so? Ein Interview in der Tagespost vom 21.2.2015 mit dem Familienbischof der Deutschen Bischofskonferenz Heiner Koch kann darüber Aufschluss geben.
Auf die Frage „Mit der Familiensynode im Herbst verbinden viele Menschen derzeit hohe Erwartungen… bekommen Sie bei dem Gedanken an die Synode manchmal Bauchschmerzen?“ antwortet der Familienbischof: „… Etwas erschrocken bin ich, auf welche Themen die Synode oft eingedampft wird: Auf die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Eucharistie und auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften …“
Auf die Frage „Wie wollen Sie auf die Reizthemen reagieren, die bis Oktober nicht vom Tisch sein werden?“ antwortet Bischof Heiner Koch: „… Ehe und Familie dürfen als Lebensform nicht idealisiert werden. Wir Christen haben kein romantisches Familien- und Eheverständnis. Von daher halte ich es für bedenkenswert ob der Bischof in seiner Lehr- und Hirtensorge nicht die Autorität hat, in besonderen Fällen im ‚Forum internum‘ Menschen, die eine zweite nicht sakramentale Ehe eingegangen sind, unter besonderen Umständen um ihres Heils willen den Zugang zur Eucharistie, die eben auch ein Mahl der Sünder ist, zu ermöglichen, gerade auch angesichts der Tatsache, dass das Recht nicht die ganze Wirklichkeit des Lebens erfassen kann… die Frage ist, ob die Kirche ihren Bischöfen, denen sie die Lehr- und Hirtensorge anvertraut hat auch den Raum gibt, in Einzelfällen zu Einzellösungen zu kommen“. Der Familienbischof bezieht sich in seiner Aussage auf „sehr bedächtige Theologen“. Weiterlesen

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Eine Pariser Affäre?

“Paris wartet auf Okay für schwulen Vatikan-Botschafter”, so meldet der Österreichische Rundfunk ORF am 10.04.2015 auf seiner Internetseite.
http://religion.orf.at/stories/2704513/
Präsident Hollande hatte Laurent Stefanini im Januar für das Amt des neuen Vatikanbotschafter nominiert und ließ mitteilen, dass dieser “einer unserer besten Diplomaten ist”. Er war bereits von 2001-2004 als Botschaftsrat in der französichen Botschaft beim Vatikan tätig und wird von der Regierung als praktizierender Katholik und als ausgewiesener Experte für Religionsfragen bezeichnet. Warum sollte ein solcher Mann also nicht Botschafter beim Heiligen Stuhl werden?
Die italienische Zeitung “Corriere della Sera” glaubte zu wissen, dass der Pariser Kardinal Andre Vingt-Trois und der Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, der 13 Jahre lang “Aussenminister” des Vatikans war, den Kandidaten Stefanini unterstützen. Frankreich hatte bereits 2007 einen homosexuellen Diplomaten für den Botschafterposten vorgeschlagen. Damals erhielt die französiche Regierung keine Antwort aus dem Vatikan und ernannte nach mehreren Monaten einen anderen Kandidaten.
Das erinnert uns daran, dass der ehemalige Aussenminister der USA, Henry Kissinger, die  fast 2000jährige Erfahrung und das Geschick der vatikanischen Diplomatie im ersten Band seiner Memoiren hoch pries. Wir haben auch aus diesem Grunde und grundsätzlich dem Heiligen Stuhl in solchen Fragen keine Lehre und auch keine Ratschläge zu erteilen.
Trotzdem bleibt die Frage in diesem Fall zu stellen: Warum sollte ein homosexuell-veranlagter Mann, der praktizierender Katholik ist, und das heißt nach unserem Verständnis nach dem Evangelium und der Lehre der Kirche zu leben, nicht Botschafter beim Heiligen Stuhl werden? Schließlich haben homosexuelle Menschen beiden Geschlechtes im Laufe der Geschichte ganze Reiche regiert. Demnach könnte man Paris durchaus zustimmen, wenn in diesem Fall nicht einige Auffälligkeiten vorhanden wären.
Die sozialistische Regierung Frankreichs bezeichnet Stefanini als einen ihrer besten Diplomaten. Das glauben wir ihr durchaus und man könnte diese Ernennung als große Wertschätzung der Weltzentrale der katholischen Kirche verstehen. Denn einen seiner besten Diplomaten sendet man nur in eine Hauptstadt, die für das Land von besonderer Wichtigkeit ist wie Washington, Moskau, Peking, London, Berlin etc, schließlich ist Frankreich ja “die älteste Tochter der Kirche”. Aber eben genau diese Regierung hat in der Ignorierung der Millionenproteste (einschließlich von Homosexuelle-Gruppen) gegen die Homo-Ehe bewiesen, dass diese hohe Wertschätzung der katholischen Kirche und ihrer Lehre sehr in Frage gestellt werden kann.
Und so besteht der Verdacht, dass der sozialistische Präsident Hollande die Botschafter-Ernennung dazu benutzen will, die Gender-Ideologie anderen Staaten und hier dem Heiligen Stuhl unter allen Umständen aufzudrücken, wie das im Westen inzwischen in einer Reihe von Staaten, ja sogar in Organisationen der UN üblich ist. Mit diesem Verdacht soll die Qualitäten Herrn Stefaninis als Diplomat und als Mensch keineswegs abgewertet werden. Schließlich wird er bei Ablehnung oder Schweigen des Heiligen Stuhls ein Beschädigter bleiben, obwohl diese Beschädigung in der breiten Öffentlichkeit des Westens als zu preisendes Märtyertum gefeiert werden wird.
Und so kann diese Pariser Affäre als keine Affäre sondern als eine bewußte Provokation bezeichnet werden,  so wie es katholische Kritiker in Frankreich ausdrücken.

Michael Schneider-Flagmeyer

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Bruder Wolfgangs Weg nach Auschwitz

Vielen Menschen stellt sich ein Leben lang die Frage nach Gott nicht. Fritz Rosenbaum aus Witten an der Ruhr verhielt sich dagegen anders. Ihn beschäftigte schon von Jugend an die Frage nach Gott.
Fritz Rosenbaum wurde am 27. Mai 1915 in einer streng gläubigen jüdischen Familie geboren. Sein erster Spielkamerad war ein katholischer Nachbarsjunge. Mit ihm ging er schon in der Grundschulzeit täglich in die katholische Frühmesse. Das blieb seinen Eltern nicht lange verborgen. Als er älter wurde und zusammen mit seinem Freund auf die Realschule kam, nahm er auch Kontakt mit dem katholischen Pfarrer Rechmann auf. Schließlich sagte sein Vater zu ihm: „Wenn du katholisch wirst, bist Du enterbt.“ Das traf den kleinen Fritz sehr, wohl weniger, weil er ein beträchtliches Erbe zu erwarten hatte, sondern eher, weil ihm die wachsende Distanz zu den Eltern wehtat. Fritz Rosenbaum las weiterhin mit großem Interesse die Bibel. Die Jesusgeschichten des Neuen Testaments fesselten den Jungen ungeheuer. Pfarrer Rechmann sah die familiären Schwierigkeiten und zögerte daher, Fritz Rosenbaum zu taufen. Als dieser jedoch zum Pfarrer sagte: „Wenn ich Jesus habe, dann ist mir alles andere egal“ wurde er nach intensivem Unterricht getauft. Darüber berichtete später Pfarrer Rechmann: „Diese Unterrichtsstunden werde ich nie vergessen. Ich habe nie eine Seele gefunden, so hungrig nach Wahrheit und Heilandsliebe.“ Seinen religiösen Interessen konnte Fritz während eines Ferienaufenthalts auf einem Bauernhof in der Eifel ungestört nachgehen. Das Leben auf dem Land gefiel ihm so sehr, dass er dort bleiben und Bauer werden wollte. Als sein Vater aber plötzlich starb, kehrte er zurück ins Elternhaus, um seiner Mutter eine Stütze zu sein. Nun lernte auch die Mutter den katholischen Glauben kennen und ließ sich schließlich taufen. Im Zusammenhang mit der so genannten Reichskristallnacht 1938 fiel Fritz Rosenbaum auf der Straße einer Gruppe von SA-Leuten in die Hände. Um weiteren Schlägen zu entkommen, sagte er, dass er katholisch sei. Da wurde er noch heftiger blutig geschlagen. Weiterlesen

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„Der Zustand sterbender Ortskirchen sollte nicht exportiert werden“

Manchmal ist es gut, einen Vorgang aus der Distanz zu betrachten, weil man sonst vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht, d.h., weil das eigentliche Problem aus den Details nicht mehr klar hervortritt. Das trifft auch zu, wenn man den Zustand der Deutschen Ortskirche betrachtet. George Weigel, ein amerikanischer Theologe, der in Deutschland auch als Biograf von Papst Johannes Paul II. bekannt ist, hat diesen distanzierten Blick. In seinen Überlegungen über den Ablauf der ersten Sitzungsperiode der Bischöfe der Weltkirche zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ spricht Weigel über den Versuch des Synodensekretärs Kardinal Baldisseri sowie der deutschen Bischöfe, dem Synodenverlauf die gewünschte pastorale Richtung zu geben, mindestens aber den Debattenverlauf nach außen in diesem Sinn darzustellen. George Weigel beurteilt in seinem Artikel „Die afrikanische Stunde“, abgedruckt im „Vatikan Magazin“ 2/2015, auch den religiös geistlichen Zustand der deutschen Ortskirche. Er kommt dabei zu folgendem Urteil: „Die deutsche Fixierung auf diesen Punkt war in gewisser Hinsicht ein Ausdruck der Beschäftigung mit sich selbst und den pastoralen Problemen einer erstarrten deutschen Kirche, die unbestreitbar schwerwiegend sind“. George Weigel: „Zehn Monate, bevor die Synode zusammenkam habe ich einen gut unterrichteten Beobachter der katholischen Verhältnisse in Deutschland gefragt, warum die Spitzen der katholischen Kirche in Deutschland darauf beharrten, die Frage der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene wieder aufzugreifen, wo doch der Großteil der Weltkirche meine, sie sei bei der Synode über die Familie im Jahr 1980 ausreichend erörtert worden und scheine durch die erneute Bekräftigung der traditionellen kirchlichen Lehre und Praxis im apostolischen Schreiben ‚Familiaris consortio‘ des heiligen Johannes Paul II. im Januar 1981 sowie den Kirchenrechtskodex im Jahr 1983 erledigt. Die Antwort bestand aus einem Wort: ‘Geld‘“
Erläuternd fügt George Weigel seinen Überlegungen an: „Viele deutsche Bischöfe scheinen zu dem Schluss gekommen zu sein, dass der Abfall vom Bezahlen der Kirchensteuer am besten dadurch erklärt werden kann, dass die katholische Kirche als geiziger, engherziger und grausamer Vertreter von Normen wie etwa der Unauflöslichkeit der Ehe wahrgenommen wird, die für keinen Europäer des 21. Jahrhunderts, der etwas auf sich hält, akzeptabel sei. Dass die Leute aufhören Kirchensteuer zu zahlen, weil sie nicht mehr glauben, dass Jesus der Herr und die katholische Kirche sein Leib ist, wäre eine einfachere Erklärung. Doch dann müsste man zugeben, dass der Rückgang des katholischen Glaubens und der katholischen Praxis in Deutschland etwas mit dem kolossalen Scheitern der deutschen Theologen und Katecheten zu tun hat, das Evangelium unter den sich verändernden Bedingungen der späten Moderne und Postmoderne effektiv zu vermitteln“.
Hat Weigel Recht? Die Entwicklung des Kirchenbesuchs, repräsentative Umfragen darüber, was die deutschen Katholiken noch glauben, und die fehlenden Anstrengungen zu einer Neuevangelisierung bestätigen das Urteil von George Weigel und sie machen verständlich, dass die Bischöfe der dynamisch wachsenden afrikanischen Ortskirchen auf der Bischofssynode in Rom dagegen waren, dass „Bischöfe, die sterbende Ortskirchen repräsentieren, die westliche Dekadenz nicht in den Südteil der Welt exportieren sollten, wo der Katholizismus exponentiell gewachsen sei, in dem die Wahrheiten des Evangeliums mitfühlend, aber auch kompromisslos verkündigt werden“. Weiterlesen

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Eine Gebetsinitiative aus der Schweiz für die Bischofssynode in Rom im Herbst

Liebe Freunde,

im Herbst findet in Rom die nächste Bischofssynode zu Ehe und Familie statt,
vom 31. Juli bis 2. August veranstaltet das Forum Deutscher Katholiken in Fulda den Kongress
“Freude am Glauben” mit dem Thema “Ehe und Familie – gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück”.
Im Hinblick auf die Synode erhielten wir die Nachricht von der Thomas-Morus-Gebetsinitiative,
die wir begrüßen und zu der wir Sie einladen:
http://thomas-morus-gebetsinitiative.ch/

Wir wünschen Ihnen weiterhin frohe österliche Tage und bleiben im Gebet
verbunden.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden.

Christus ist erstanden!
O tönt ihr Jubellieder tönt!
Die Schafe hat das Lamm versöhnt;
geschlachtet ward das Osterlamm,
das von der Welt die Sünde nahm.
Halleluja, Halleluja!

Christus ist entstanden!
Es rang in wunderbarem Streit
das Leben mit der Sterblichkeit.
Es lebet der gestorben ist,
der Fürst des Lebens, Jesus Christ.
Halleluja, Halleluja!

Christus ist erstanden!
Ich sah, wie an des Grabes Rand
im Lichtglanz Gottes Engel stand,
das Kleid, das Leichentuch im Grab,
mit dem man seinen Leib umgab.
Halleluja, Halleluja!

Christus ist erstanden!
Wir wissen, dass der Herr erstand
und Tod und Hölle überwand.
O Sieger, König, sende Du
uns allen Dein Erbarmen zu.
Halleluja, Halleluja!

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Der eingeknickte Pilatus

Im Passionsbericht, den wir vor Ostern hören, kommen Personen vor, die wir auch in unserer Zeit antreffen.
Da finden wir den Judas Ischariot. Er verwaltete das Geld der Jünger Jesu, einen Teil davon zweigte er in die eigene Tasche ab. Er gab sich sozial: „Wozu diese Verschwendung, man hätte dieses Öl für 100 Denare verkaufen und den Erlös den Armen geben können“. Er handelte mit dem Hohen Rat 30 Silberlinge aus, mit denen er seinen Herrn verriet. Vom gemeinsamen Mahl ging er weg in die Nacht hinaus, um jene anzuführen, die Jesus gefangen nahmen. Als Jesus zum Tode verurteilt war, brach seine Traumwelt, man könne sich dem Mammon folgenlos ausliefern, in sich zusammen. Der Erkenntnis „ich habe unschuldiges Blut verraten“, fehlte die Größe einer wahren Reue. Er richtete sich selbst. War das ein autonomer, selbstbestimmter Akt? Es war Verzweiflung!
Ganz anders Petrus. Er wollte das Beste für seinen Herrn – und zog das Schwert für ihn. Aus Sorge für ihn verschaffte er sich den Zugang in den Vorhof mit dem wärmenden Feuer vor dem Gerichtsgebäude. Dort verleugnete er vor einer Magd seine Identität und seine Freundschaft mit Jesus. Aus dem überheblichen „ich bin bereit mit dir selbst in den Tod zu gehen“ war ein „ich kenne ihn nicht“ geworden. Wer Petrus deswegen als den großen Feigling abqualifiziert, sollte vorsichtig sein. Seine Schwäche dauerte nur eine kurze Zeitspanne. Als Jesus ihn ansah, ging er hinaus und „weinte bitterlich“. Seine Reue war aufrichtig. Er konnte zurecht am See Tiberias sagen „Herr du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe“. Seinen Fehltritt hatte er noch vor Augen, als er unter Nero auf dem Vatikanischen Hügel mit dem Kopf nach unten gekreuzigt wurde. Weiterlesen

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Der Kreuzweg unseres Herrn mit Papst Fanziskus

http://www.kath.net/news/50057

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“Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir”

Wer hat Dich so geschlagen,
mein Heil, und Dich mit Plagen
so übel zugerich’t?
Du bist ja nicht ein Sünder,
wie wir und unsere Kinder,
von Missetaten weißt Du nicht.
Ich, ich und meine Sünden,
die sich wie Körnlein finden
des Sandes an dem Meer,
die haben Dir erreget,
das Elend, das Dich schläget
und das betrübte Marterheer.
(Joh.Seb.Bach:Johannes-Passion)

Herr Jesus Christus, in der Stunde Deines Todes beten wir Dich an und lobpreisen Dich und bitten Dich, umfange mit Deinem barmherzigen Herzen die ganze Menschheit, besonders aber die armen Sünder und die Sterbenden. Amen!

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