Palmsontag

Dein Zion streut dir Palmen
und grüne Zweige hin.
Und ich will Dir in Psalmen
ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll Dir grünen
in stetem Lob und Preis
und Deinem Namen dienen,
sogut es kann und weiß.
(Paul Gerhardt)

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Fuldaer Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zu Fragen von Ehe und Familie.

F u l d a e r  E r k l ä r u n g

Bischöfe der Weltkirche beraten in zwei Sitzungsperioden Fragen zu Ehe und Familie. Das erste Treffen im Oktober 2014 befasste sich mit dem Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“. In der kommenden Sitzungsperiode im Oktober 2015 wird über „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ beraten werden.
In einer breiten Öffentlichkeit hat das Thema Ehe und Familie großes Interesse gefunden. Die ausgelösten kontrovers geführten Diskussionen haben gezeigt, dass die Lehre der katholischen Kirche zu Ehe und Familie offensichtlich auch unter Gläubigen nicht mehr bekannt ist.
Das verbreitet aufgekommene Interesse an der Synode zum Thema Ehe und Familie stellt eine Chance dar, die katholische Ehelehre in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und den Gäubigen wieder als Sakrament in Erinnerung zu bringen.
Jenseits rein soziologischer Betrachtungsweisen muß die sakramentale Bedeutung der Ehe als gestiftete Gemeinschaft in Christus, ihre Unauflöslichkeit und Ausrichtung auf die Zeugung und Erziehung von Kindern deutlich gemacht werden.
Diese die Ehe auszeichnenden Wesenseigenschaften machen es dringend erforderlich, für eine vertiefte Vorbereitung auf das Ehesakrament und eine solide Übermittlung der Lehre der Kirche Sorge zu tragen.
Wegen der Bedeutung von Ehe und Familie für die Zukunft der Gesellschaft, der Ökumene und angesichts der vielfältigen Probleme, die ihrem Scheitern, einer zivilrechtlichen Auflösung und Wiederverheiratung folgen, bitten wir alle, die für die Weitergabe des Glaubens Verantwortung tragen, dieses Thema aufzugreifen.
Von Christus in einzigartiger Weise gestiftet, stärkt das Ehesakrament die Treue in der Ehe. Es schützt die Ehepartner und ihre Kinder vor Leid, Depression und gebrochener Biographie. Denn Treue und Geduld sind Ausdrucksformen der Liebe, einer Liebe, die Eheleuten von Anfang an mehr bedeutet als das Gefühl eines flüchtigen Augenblicks.
Die christliche Pastoral erfüllt ihre Aufgabe erst dann, wenn sie unverkürzt und unverfälscht den Willen Jesu verkündet.
In Jesus finden sich Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in unüberbietbarer Weise aufeinander hin geordnet.
Unsere Bischöfe bitten wir um ein deutliches Hirtenwort.

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Die offenen und verschlossenen Türen der Kirche. Zur Predigt des Papstes am 17.3.15

Wir alle sind kath.net sehr dankbar, dass uns die Redaktion die Predigten von Papst Franziskus bei seiner täglichen Messe in St. Marta zur Verfügung stellt. Wenn man sie sorgfältig liest, führen diese Predigten immer zum Kern der Botschaft Christi. So ist es auch mit dieser Predigt von den offenen Türen der Kirche.
Noch nie hatte eine der täglichen Papstpredigten so viele Kommentare wie diese. Eine Reihe von Kommentatoren konnte die Worte von Papst Franziskus schwer verstehen und annehmen. Hier noch einmal die Predigt im Bericht von Armin Schwibach:
http://www.kath.net/news/49851
Das Unverständnis mancher äusserte sich in der Frage: Wo sind denn die Türen der Kirche verschlossen? Sie hätten sich hier eine deutlichere Erklärung des Papstes gewünscht. Ohne die Kritiker kritisieren zu wollen, möchte ich einfach – es sei mir erlaubt – einige meiner Gedanken zu dieser Predigt hier niederschreiben.
Der Papst selbst spricht von den verschlossenen Türen des Herzens: “Wer bist du“, so Franziskus, „dass du die Tür deines Herzens vor einem Mann, vor einer Frau verschließt, die besser werden wollen, die wieder in das Volk Gottes zurückkehren wollen, weil der Heilige Geist ihr Herz aufgewühlt hat?“.
Die Kirche, so haben wir alle aus der Heiligen Schrift gelernt, ist ein Haus aus menschlichen Steinen, in dem Du und ich ein lebendiger Stein sind. Ich glaube, der Fehler bei vielen Christen liegt darin, dass sie erwarten, dass jemand der umkehrt, dieses auch “in Vollendung” tut. Das geschieht auch sehr oft. Gott sei Dank! Aber noch öfter geschieht es, dass ein Mann oder eine Frau einen leisen Impuls des Heiligen Geistes erhält, der ihn/sie in Bewegung versetzt und hilft, sich langsam und noch ein wenig im Dunklen vorwärts zu tasten und  dabei in den Augen mancher Mitchristen Fehler macht oder den Nebel noch nicht durchdrungen hat. Aber Umkehr ist in den meisten Fällen ein langer Prozess. Ein Beispiel: Zu meinem geistlichen Vorgesetzten, der auch mein Firmpate war, dem Dominikanerprior von Düsseldorf, kam jahrelang ein verheirateter Mann zu Beichte und Seelsorge der meinte, seine Bedürfnisse in einem Bordell stillen zu müssen. Es war wie eine Sucht. Da er sehr vermögend war, bezahlte er im “Venusberg” jeden Monat eine größere Summe und legte die gleiche Summe in den Opferstock der Dominikanerkirche. Er sagte: “Pater Prior, ich bin ein Schwein, aber ich bin SEIN Schwein.” Und unser Prior ermutigte ihn immer wieder mit Geduld und Liebe und schlug ihm keineswegs mit dem Evangelium auf den Kopf. Der hohe gespendete Betrag war fest in das Budget des Klosters eingeplant. Nach Jahren kam der Cellerarius des Klosters zum Prior und meldete Diebstahl; denn der regelmäßig gespendete hohe Betrag fehlte im Opferstock. Der Prior aber konnte ihn beruhigen und ihm sagen, dass dieser Betrag in Zukunft nicht mehr gespendet würde. Er hatte am Sonntag im Hochamt “Gottes Schwein” strahlend mit seiner Ehefrau Hand in Hand in der ersten Reihe sitzen sehen. Gott war einen langen Weg mit ihm gegangen und unser Pater Prior hatte ihm geduldig jahrelang gezeigt, dass Jesus ihm ein Tür geöffnet hatte, die niemand mehr schließen kann (siehe Apok.) Weiterlesen

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Passion 2015. Predigt zum Passionssonntag aus St. Ludwig in Saarlouis

Liebe Schwestern und Brüder,
Passio heißt Leiden und so ist dieser Sonntag, der letzte vor dem Beginn der großen, heiligen Woche überschrieben. Das Leid und Elend dieser Welt wird hineingenommen in das Leiden des Gottessohnes, der sich in die Reihe der Sünder stellte und dieses Menschenleid mit “Schreien und unter Tränen” (Hebr.) vor Gott brachte.
Passion 2015: Das sind die Kranken unserer Pfarrgemeinden, die in den nächsten Tagn mit der Osterkommunion gestärkt werden. Passion 2015: Ist das Leid der Menschen in Syrien – das Abschlachten von Menschen, dem die politische Welt seit Jahren unfähig zusieht; das ist die Ukraine, wo Machtspiele wieder einmal die Armen und Kleinen treffen, das noch immer geöffnete Foltergefängnis der Amerikaner in Guantanamo. Nicht nur der starke Staat im Osten, Russland, sorgt für Leid, auch die guten amerikanischen Freunde können das.
Passion 2015: Das sind die vielen Anschläge, blindschlagender Terror im Namen des Islam. Das ist die Verfolgung und Tötung von Christen in so vielen Ländern der Erde. Die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft auf der Welt sind wir Christen.
Passion bringt es mit sich, wenn gute Geschäfte mit Ländern getätigt werden, in denen man die Menschenrechte mit Füßen tritt. Passion aus Karnkheit und Flucht, die mit Ertrinken im Mittelmeer endet.
Und ist es nicht auch eine unsägliche, an politischer Dreistkeit nicht mehr zu überbietende Passion, dass einige wenig in unserem Land und anderswo immer reicher und die vielen Kleinen und Normalbürger immer ärmer und bis zur Schmerzgrenze geschröpft werden?
Wir Christen schicken uns an, wieder einmal Ostern zu feiern, ein Fest, das Gott sei Dank ohne den großen Kommerzrummel auskommt, wie es das Geburtsfest Christi erleiden muss. Ostern wird auch nicht mit glitzernden Fassaden, Kerzenlicht, mit Feiern und Wunschzettelidylle ersehnt und erwartet. Weiterlesen

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Auf dem rechten Auge schwachsichtig und auf dem linken schon blind.

Am 17. März hatte Michael Kraske in der Online-Ausgabe des Magazins “Cicero” eine fatale Toleranz für Neonazis beklagt und gleichzeitig behauptet, dass Pegida den völkischen Rassismus wieder diskursfähig gemacht habe. Ihm wurde im Kommentarbreich zwar heftig widersprochen (auch von mir), aber ganz von der Hand ist es nicht zu weisen, dass man den Neonazis zu zaghaft entgegentritt. Vor zwei Jahren fand auf dem Großen Markt in meiner Stadt Saarlouis direkt vor der Ludwigskirche während der Vorabendmesse eine lautstarke Demonstration der Neonzis statt, während ausgerechnet ein fassungsloser polnischer Priester die Messe zelebrierte. Die Geschmacklosigkeit des Zeitpunktes und des Ortes war verschuldet durch das SPD-geführte Landratsamt, das zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort die Nazi-Demo genehmigt hatte, während der SPD-Oberbürgermeister herbeieilte und den polnischen Priester und die Gemeinde um Verzeihung bat.
Zweifellos hat spätestens der NSU-Prozess offengelegt, dass die Behörden auf dem rechten Auge den grauen Star haben. Dem muss aber sofort hinzugefügt werden, dass sie und größte Teile der Politik und Medien auf dem linken Auge den “grünen” Star haben. Und das ist weitaus schlimmer; denn der grüne Star erhöht den (Augen)Innendruck und führt oft trotz Behandlung zur Erblindung, während der graue Star wesentlich besser zu behandeln ist.
Der geneigte Leser versteht, was hier gemeint ist.
Genau einen Tag nach Erscheinen des Artikels von Kraske im Cicero, wurde sein Artikel in Frankfurt bei der Eröffnung der EZB durch die linksextreme Blockupy ad absurdum geführt und unsere hier gestellte “Augen-Diagnose” auf im wahrsten Sinne des Wortes verheerende Weise bestätigt, nämlich das, was wir Christen und besonders wir Katholiken schon seit Jahren erdulden müssen: Den immer brutaler werdenden Terror von links, der aus Teilen der SPD, vor allem aber der Partei der Linken sowie von Teilen der Grünen gestützt bzw. mit Sympathie gefördert wird.
Im Cicero-Interview machte der Sprecher von Blockupy dreist die Polizei in Frankfurt verantwortlich und erklärte, dass Autonome und Antifa Teil ihres Bündnisses seien, “und das ist auch gut so”. Siehe das Inerview hier:
http://www.cicero.de/berliner-republik/autonomen-randale-bei-blockupy-sie-sind-teil-des-buendnisses-und-das-ist-auch-gut Weiterlesen

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Zur Erinnerung! – Auf nach Stuttagart am Samstag den 21.3.2015 um 15:00 Uhr Schillerplatz

Sehr geehrte Leser,
falls Sie geglaubt haben, die Forderung nach einer „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ sei vom Tisch, dann irren Sie sich – leider – gewaltig. Das Gegenteil ist der Fall!
Während die mediale Aufmerksamkeit um die Bildungsplandebatte in Baden-Württemberg in den letzten Monaten nachgelassen hat, arbeiten queere Lobbygruppen im Hintergrund gemeinsam mit der grün-roten Landesregierung fleißig an einem viel größeren Über-Plan, dem Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte Baden-Württemberg“. Damit soll Baden-Württemberg deutschlandweit „Vorreiter für sexuelle Offenheit und Vielfalt“ werden. Mit rund 800 Maßnahmen, die bis Ende Mai abschließend beraten werden, sollen LSBTTIQ-(Vor-)Rechte in allen gesellschaftlichen Bereichen – darunter ganz explizit auch in Schule und Kindergarten – manifestiert werden.
Unser Verdacht, die Überarbeitung des Bildungsplans sei lediglich kosmetischer Natur, um die Eltern von der Straße zu holen, bestätigt sich einmal mehr. Die LSBTTIQ-verbandelte grün-rote Regierung denkt gar nicht daran, bei der geplanten gesamtgesellschaftlichen Umerziehung auch nur einen Millimeter zurückzustecken. Der Aktionsplan, bei deren Erarbeitung sage und schreibe „12 Vertretungen des landesweiten Netzwerks LSBTTIQ“ vertreten sind, aber z.B. kein einziger kirchlicher Vertreter, soll bereits vor der Sommerpause im Landtag verabschiedet werden. Ganz offensichtlich will man noch vor der Landtagswahl 2016 Fakten schaffen. Deshalb müssen wir aktiv bleiben und mit einem großen Protestzug unser JA zu Ehe und Familie und unser NEIN zur ideologischen Beeinflussung unserer Kinder und unserer Gesellschaft öffentlichkeitswirksam zum Ausdruck bringen.
Kommen Sie zur DEMO FÜR ALLE am 21. März 2015 um 15 Uhr nach Stuttgart auf den Schillerplatz! Verbreiten Sie unseren Aufruf unbedingt auch in Ihrem Umfeld weiter, per Flyer, bei Facebook und Twitter.
Es erwarten Sie Live-Musik und herausragende Reden, u.a. von einem Gast, auf den ich mich besonders freue. Mehr dazu in unserem nächsten Newsletter.
Ich freue mich, Sie nächste Woche Samstag zahlreich in Stuttgart zu treffen und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Ihre

Hedwig von Beverfoerde

PS: Schauen Sie unbedingt dieses Kurzvideo, das die Brisanz der “Akzeptanz der sexuellen Vielfalt” sehr gut auf den Punkt bringt: https://vimeo.com/121547263.
Um unsere Arbeit erfolgreich durchführen zu können, brauchen wir Ihre Spende: Hier oder direkt bei PayPal:
Mögen Sie DEMO FÜR ALLE auch auf Facebook.

Initiative Familienschutz, Büro Berlin, Zionskirchstr. 3, 10119 Berlin,
Tel. 0 30/88 62 68 96, Fax. 0 30/34 70 62 64,
Spendenkonto IBAN: DE88100500006603150377, BIC: BELADEBEXXX
www.familien-schutz.de

Das Forum Deutscher Katholiken unterstützt diesen Aufruf der Initiative Familienschutz

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Verbrechen scheut das Licht

Sterilisationskampagnen gegen Frauen durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Kinderhilfswerk der UNO (UNICEF).
Die Jahrzehnte nach dem 2. Weltkrieg werden auch als die Epoche der Entkolonialisierung bezeichnet. Es waren vor allem Länder in Afrika und Asien, die damals ihre politische Unabhängigkeit von den Kolonialmächten England, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Portugal bekamen. War damit die Zeit der Abhängigkeit und Unterdrückung für diese Länder vorbei? Keineswegs! Denn diese Länder waren häufig politisch instabil und in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zurückgeblieben. Was sie vielfach hatten, waren wertvolle Rohstoffe und Menschen. Um Wirtschaftshilfe von den Industrieländern zu erhalten, zahlten sie ehemaligen Kolonialmächten einen hohen Preis: Politisches Wohlverhalten und Zugeständnisse für die Ausbeutung der Rohstoffe, manchmal ohne Rücksicht auf Ökologie und Umwelt. Die schlimmste Form des Kolonialismus hat mit den Menschen unmittelbar zu tun, z.B., wenn Wirtschaftshilfen mit Verhütungsauflagen unter dem Tarnbegriff „reproduktive Gesundheit“ gekoppelt werden. Ein besonders schlimmer Fall einer versuchten Massensterilisation an 2 Mio. Frauen, ohne deren Wissen, in Kenia dokumentiert die Zeitschrift „Medizin und Ideologie“ (4/2014, S. 32/33). Die katholische Kirche in Kenia hat dieses Verbrechen aufgedeckt. Die Zeitschrift berichtet:
„WHO und Unicef versuchten geheime Massensterilisierung in Kenia (Nairobi). WHO und UNICEF wollten in Kenia heimlich mehr als zwei Millionen Frauen zwangssterilisieren, ohne dass die betroffenen Frauen etwas davon gewusst hätten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das angebliche Kinderhilfswerk Unicef forcierten im ostafrikanischen Land ein Anti-Tetanus-Programm. Unter dem Vorwand, die Frauen gegen die Infektionskrankheit Tetanus zu schützen, sollte der Impfstoff in Wirklichkeit der Sterilisierung der Frauen dienen … Die westlichen Medien schweigen sich über die angeblich harmlose, in Wirklichkeit jedoch barbarische Impfung aus, die Millionen Frauen ohne ihr Wissen um die Möglichkeit bringen sollte, schwanger zu werden. Bereits 1972 und 1992 hatte die WHO mit einem großangelegten Programm Massen¬sterilisierungen versucht. Beide Male waren die Aktionen getarnt worden, wie nun auch 2014. Dieselben Geheimprogramme zur Fertilitätszerstörung wurden in den 90er Jahren von der UNO auf den Philippinen, in Mexiko und Nicaragua durchgeführt. Die ‚Sponsoren‘ waren immer die WHO und UNICEF.“
Unter humanitären Überschriften sammeln WHO und UNICEF Spenden. Wozu diese Gelder verwendet werden können, ersehen wir aus dem oben beschriebenen Beispiel. Es ist Pflicht aller Menschen, denen menschlicher Wert und Würde noch Anliegen sind, solchen Formen des Neokolonialismus und der Ausbeutung von Armut und Hilflosigkeit entgegenzutreten.

Hubert Gindert

Dieser Beitrag erscheint auch in der katholischen Monatszeitschrift “Der Fels” im Märzheft. Probehefte dieser Zeitschrift können angefordert werden unter der Telefonnummer 08191-966744 oder per E-mail: Hubert.Gindert@der-fels.de

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Frei ist der, der sich der Wahrheit stellt.

Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag ist zum „unbekannten Land“ geworden. Tatsächlich ist dieses Land keine Wüste, sondern ein Kraftfeld für den, der beherzigt, was Paulus zu seinem Schüler Timotheus gesagt hat: „Entfache die Gnadengabe Gottes zu neuem Leben“ (Tim 1,6).
Mit dem Aschermittwoch liegt die Zeit der Masken, der Verkleidungen und der Illusionen hinter uns, die manche auf das ganze Jahr ausdehnen möchten. Letzteres erinnert an eine zur Schau gestellte Kraftmeierei und aufgepumpte Plastikfiguren. Ein Pieps und mit der heißen Luft entströmen alle die Ängste vor Alter, Krankheit, Tod, Verlust des Arbeitsplatzes und der sozialen Absicherung. Der Demonstra¬tionszug der Verunsicherten, der Alleingelassenen, derer, die sich nicht mehr ernst genommen empfinden, wird länger. Die Selbsthilfekräfte schwinden.
Papst Franziskus vergleicht den Zustand der Gesellschaft mit einem „Feldlazarett“. Es ist überfüllt. Ein Blick auf die Wartezimmer der Ärzte, der Psychotherapeuten und der Kliniken bestätigt das.
Es gibt nach dem Fasching auch Vorstöße in das Land zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag, mit Heilfasten, Fitnesstraining etc.. Das zielt auf die Körperlichkeit des Menschen. Der Mensch besteht aber nicht nur aus Leib. Wer ihn darauf reduziert, wird ihm nicht gerecht. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Auch Geist und Seele konstituieren ihn. Das unterscheidet ihn vom Tier und macht seine Bedeutung aus, die über das irdische Leben hinausreicht. Warum wird das in dem Bemühen um einen Neuanfang ausgeklammert?
Papst Franziskus spricht in einer Meditation in St. Martha von der Verhärtung der Herzen. Er fragt: „Warum ist das so?“ Der Papst führt schmerzhafte harte Erfahrungen, Enttäuschungen und Misserfolge an, die dazu führen, dass sich Menschen einigeln und sich vor anderen, aber auch vor Gott verschließen. Dazu kommen noch verletzter Stolz, Eitelkeit und gewollte Unabhängigkeit, die selbst mit allem fertig werden will. Als entscheidenden Grund für die Verhärtung der Herzen ortet Papst Franziskus den Mangel an Liebe. Sie zeigt sich im Offensein gegenüber den Mitmenschen und gegenüber Gott, der seinem Wesen nach Liebe ist, wie Papst Benedikt XVI. in einer Enzyklika dargelegt hat.
Warum ringen wir uns nicht zu der befreienden Einsicht und zum Bekenntnis durch, dass wir dem Liebesgebot oft nicht nachkommen und hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben? Das ist keine persönliche Angelegenheit. Denn, sie hat Auswirkung nicht nur auf uns selber, sondern auch auf unser Verhältnis zu den Mitmenschen und zu Gott. Sünde ist nicht privat.
Freiheit wird zu Recht zu den höchsten Gütern gerechnet. Frei kann aber nur der sein, der sich nicht ständig etwas vormacht, sondern der sich der Wahrheit stellt. Das ist manchmal schmerzhaft. Es würde aber die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag zu einem befreienden Erlebnis machen.

Hubert Gindert

Dieser Beitrag erscheint auch in der katholischen Monatszeitschrift “Der Fels” im Märzheft. Probehefte dieser Zeitschrift können angefordert werden unter der Telefonnummer 08191-966744 oder per E-mail: Hubert.Gindert@der-fels.de

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Das deutsche Martyrologium – Zeugen für Christus

Im Dezember 2014 ist das deutsche Martyrologium „Zeugen für Christus“ in sechster Auflage erschienen. Das Jahrhundertwerk umfasst in zwei Bänden 1828 Seiten. Gegenstand dieses Werkes ist das Leben und Sterben von über tausend katholischen Märtyrern und Märtyrerinnen in der Zeit des Nationalsozialismus, in der Zeit des Kommunismus sowie aus den Missionsgebieten in Afrika, Südamerika und in Asien. Diese Sammlung von Märtyrer-Biographien wächst ständig, da immer wieder heldenhafte Dokumentationen aus dem 20. Jahrhundert bekannt werden. Jetzt konnte das Martyrologium um exakt 101 Märtyrer-Biographien erweitert werden – eine Sammlung von Sternen am Himmel einer bedrohlich anmutenden Welt.
Es ist bewundernswert, dass in unserer so schnelllebigen Zeit auch 70 Jahre nach Kriegsende diese umfangreiche Erweiterung des Martyrologiums noch geleistet werden konnte. Dafür gebührt dem Herausgeber, Herrn Prälaten Prof. Dr. Helmut Moll, seinen 160 ehrenamtlichen Mitarbeitern und dem Schöningh-Verlag in Paderborn Dank und Anerkennung.
Zu den Neuaufnahmen in das Martyrologium gehört beispielsweise auch das Portrait des Konvertiten Generalmajor Helmuth Stieff, der ursprünglich dem Nationalsozialismus zuneigte. Erst die Ereignisse bei der Reichspogromnacht 1938 öffneten ihm die Augen, so dass er zum Gegner Hitlers wurde. Nach dem gescheiterten Attentat Stauffenbergs am 20. Juli 1944 wurde auch Generalmajor Stieff verhaftet und zum Tode verurteilt. Kurz vor der Hinrichtung konvertierte er zum katholischen Glauben. Die Märtyrer im Teil Nationalsozialismus kommen aus recht verschiedenen Kreisen. Es waren Judenhelfer, Kriegsdienstverweigerer, Beichtpriester, Gegner der Euthanasie, Gegner der NS-Ideologie, Friedensaktivisten und auch Hörer ausländischer Rundfunksender. Wenn man ihnen noch eine katholische Grundeinstellung nachweisen konnte, hatten sie keine Chance mehr.
Zahlreich sind auch die Reinheitsmartyrien. Viele Frauen, auch Klosterfrauen, wurden von sowjetrussischen Soldaten überfallen, vergewaltigt und ermordet. Auch die Opfer dieses Verbrechens gegen die Menschenwürde werden in diesem Werk gewürdigt, soweit ihr Schicksal dokumentiert werden konnte.
Aus den Missionsgebieten sind es überwiegend Schwestern und Missionare aus dem Orden der Steyler Missionare, die in Afrika und Asien das Evangelium verbreiten wollten und zugleich wirtschaftliche und soziale Entwicklungshilfe leisteten. Der Verbreitung des Evangeliums traten Kommunisten und vor allem auch japanische Soldaten entgegen, die den Buddhismus als einigendes Band für Asien behalten wollten. Daher wurden vor allem gegen Ende des Krieges 1945 viele Priester und noch mehr Klosterschwestern ermordet.
Schon die Apostel haben bei ihrem gewaltsamen Tod die Stafette für ein authentisches Christentum über zwei Jahrtausende weitergereicht bis in unsere Tage. Manche Sonntagspredigt und manche Religionsstunde wäre überzeugender, wenn Priester und Lehrer vor ihrem Einsatz das Martyrologium „Zeugen für Christus“ zu Rate ziehen würden.
Eduard Werner 

Helmut Moll: Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Schöningh-Verlag 2015, 6.Aufl. Euro 98;- ISBN 978-3-506-78080-5

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Auf nach Stuttgart am Samstag den 21. März – Demo für Alle

Sehr geehrte Leser,
falls Sie geglaubt haben, die Forderung nach einer „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ sei vom Tisch, dann irren Sie sich – leider – gewaltig. Das Gegenteil ist der Fall!
Während die mediale Aufmerksamkeit um die Bildungsplandebatte in Baden-Württemberg in den letzten Monaten nachgelassen hat, arbeiten queere Lobbygruppen im Hintergrund gemeinsam mit der grün-roten Landesregierung fleißig an einem viel größeren Über-Plan, dem Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte Baden-Württemberg“. Damit soll Baden-Württemberg deutschlandweit „Vorreiter für sexuelle Offenheit und Vielfalt“ werden. Mit rund 800 Maßnahmen, die bis Ende Mai abschließend beraten werden, sollen LSBTTIQ-(Vor-)Rechte in allen gesellschaftlichen Bereichen – darunter ganz explizit auch in Schule und Kindergarten – manifestiert werden.
Unser Verdacht, die Überarbeitung des Bildungsplans sei lediglich kosmetischer Natur, um die Eltern von der Straße zu holen, bestätigt sich einmal mehr. Die LSBTTIQ-verbandelte grün-rote Regierung denkt gar nicht daran, bei der geplanten gesamtgesellschaftlichen Umerziehung auch nur einen Millimeter zurückzustecken. Der Aktionsplan, bei deren Erarbeitung sage und schreibe „12 Vertretungen des landesweiten Netzwerks LSBTTIQ“ vertreten sind, aber z.B. kein einziger kirchlicher Vertreter, soll bereits vor der Sommerpause im Landtag verabschiedet werden. Ganz offensichtlich will man noch vor der Landtagswahl 2016 Fakten schaffen. Deshalb müssen wir aktiv bleiben und mit einem großen Protestzug unser JA zu Ehe und Familie und unser NEIN zur ideologischen Beeinflussung unserer Kinder und unserer Gesellschaft öffentlichkeitswirksam zum Ausdruck bringen.
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Hedwig von Beverfoerde

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