“Den Himmel gibt’s echt!” – Eine Betrachtung zum Pfingstfest 2015

„Der Heilige Geist – die unbekannte Gottheit“, so ist oft zu hören. Aber Bibelleser wissen es besser. Denn vielfach sind die Erklärungen vor allem des Neuen Testamentes über den Heiligen Geist.
Wie stellen wir uns ihn vor? Es gibt eine reichhaltige hervorragende Literatur auch in deutscher Sprache über den Heiligen Geist und sein Wirken. Stellvertretend nenne ich nur zwei Werke: das Standartwerk „Der Heilige Geist“ von Yves Kardinal Congar OP und „Die Gaben des Geistes Jesu“ von P. Prof. Norbert Baumert SJ. Aber zu diesem Pfingstfest 2015 möchte ich besonders an die Worte Jesu erinnern, dass den Kindern das Reich Gottes gehört und dass, wenn wir nicht das Reich Gottes annehmen wie die Kinder, wir auch nicht hineingelangen werden. Die „Kleinen“ stehen unter dem besonderen Schutz Gottes; „denn ihre Engel schauen immer das Antlitz Gottes“. Und Jesus dankt Gott dem Vater, dass er Sein Geheimnis den „Großen“ und „Weisen“ verborgen hat, den „Kleinen“ es aber offenbart hat.
Hans Urs von Balthasar schreibt dazu in einer Weihnachtsbetrachtung, dass die Rationalen erst über die Barrieren ihr Vorurteile hinweg klettern müssen, um zur Erkenntnis zu gelangen.
Und nun möchte ich von einem kleinen fast vierjährigen Bub berichten, der für eine kurze Zeit in den Himmel aufgenommen wurde und dessen Vater, ein evangelischer Pastor, Todd Burpo, ein Buch darüber geschrieben hat. Den Titel hat sein Söhnchen ausgesucht: „Den Himmel gibt‘s echt.“ („Heaven is for real“ im Hänssler-Verlag)
Im März des Jahres 2003 erkrankte der fast vierjährige Colton Burpo an einer Blindarmentzündung mit Perforation, die eine ausgedehnte Bauchhöhlensepsis nach sich zog, die zunächst nicht richtig erkannt wurde. Die Ärzte gaben ihn nach zwei Operationen auf. Die im amerikanischen bibel-belt lebenden Eltern bestürmten den Himmel unterstützt von ihrer ganzen Gemeinde und der kleine Junge genas. Ein paar Wochen danach begann er von seinem Aufenthalt im Himmel zu erzählen. Und er berichtete Dinge, die biblisch korrekt waren und die ein so kleines Bübchen gar nicht wissen konnte. Ein Beispiel dafür: Die Mutter hatte in der Frühzeit einer Schwangerschaft ein Kind verloren. Und die immer noch tief verletzten Eltern hatten das den beiden lebenden Kindern, die ja noch so klein waren, verschwiegen. Nun sagte Colton der Mutter, dass er zwei Schwestern habe, was diese verneinte und ihn auf seine lebende Schwester verwies. Aber Colton erzählte, wie im Himmel ein kleines Mädchen auf ihn zugelaufen wäre und ihm gesagt hätte, sie sei seine Schwester und sie sei im Bauch der Mutter gestorben. Die Eltern wussten nicht einmal, dass das verlorene Kind ein Mädchen war. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

„Substantieller Paradigmenwechsel“ – zur Neuformulierung des kirchlichen Arbeitsrechtes

Jesus Christus sagt bei seiner Himmelfahrt „Geht hin in alle Welt und verkündet allen die frohe Botschaft!“ (Mk 16,15) In alle Welt? Ja, in alle Milieus! Auch in Kitas, Schulen, Beratungs- und Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Jesus Christus sagt nicht, verkündet das Evangelium arbeitsteilig. Es gibt zwar unter-schiedliche Formen der Glaubensverkündigung, aber Jesu Auftrag gilt allen Christen. Ein Krankenpfleger hat heute, aufgrund seiner Präsenz und Zuwendung an Patienten oft mehr Möglichkeiten zum wirksamen Glaubenszeugnis als ein Priester. Und an einer Schule spricht nicht nur der Religionslehrer über die Lehre der Kirche. Auch ein Biologielehrer, der beispielsweise Sexualkunde gibt, kann dabei die Sicht der Kirche über die Sexualität oder eine neuheidnische Auffassung darlegen.
Als die Apostel in Jerusalem caritative Dienste einrichteten, setzten sie nicht irgendwelche Leute, sondern glaubensstarke Männer als Diakone ein. Einer von ihnen, nämlich Stephanus, wurde zum ersten Märtyrer der Kirche.
Die Kirche beschäftigt heute mehr als 700.000 hauptamtliche Mitarbeiter, davon 590.000 in den Beratungsstellen, Pflegeeinrichtungen, Kindergärten oder kirchlichen Krankenhäusern. Es geht in diesen Institutionen in kirchlicher Trägerschaft nicht primär darum, dass sie fachlich ebenso gut oder besser sind als die konkurrierenden kommunalen oder staatlichen Einrichtungen, sondern, ob darin ein unterscheidend christlicher Geist spürbar wird, z.B., ob im Kinderhort gebetet oder im Krankenhaus die Zuwendung des barmherzigen Samariters erfahrbar ist.
Wie kann mit dem Dienst am Menschen ein Glaubenszeugnis vermittelt werden? Wenn jemand den Glauben der Kirche teilt und auch praktiziert! Das beschreibt das heutige Problem kirchlicher Einrichtungen: Die Kirche findet nicht mehr die Menschen, die den Glauben der Kirche und ihre Moralverpflichtungen akzeptieren. Das Hauptproblem stellen wiederverheiratete Geschiedene und homosexuelle Angestellte, die in eingetragenen Lebenspartnerschaften leben, dar. Damit standen die Bischöfe der deutschen Ortskirche in ihrer Entscheidung vom 27.4.2015 vor einem Scheideweg: nämlich, kirchliche Einrichtungen dem Geist der Zeit anzupassen oder bei ihrem eigentlichen Auftrag zu bleiben. Es ist die Problematik, die Papst Benedikt XVI. am 25. September 2011 in seiner bekannten Freiburger Rede, mit der ihm eigenen Präzision, beschrieben hat: „Um ihrem eigentlichen Auftrag zu genügen, muss die Kirche immer wieder die Anstrengung unternehmen, sich von dieser ihrer Verweltlichung zu lösen und wieder offen auf Gott hin zu werden… d.h. natürlich nicht, sich aus der Welt zurückzu-ziehen, sondern das Gegenteil. Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial-caritativen Bereich den Menschen, den leidenden wie ihren Helfern die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens zu vermitteln. Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität, die man auch anderen überlassen könnte, sondern es gehört zu ihrem Wesen, ist unverzichtbarer Wesensausdruck ihrer selbst.“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

„Dann knöpf halt die Bluse etwas zu!“

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ, 4.3.15) bringt auf Seite 1 einen Bericht („Mehr Klagen über sexuelle Belästigung“) über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Hinzu kommt noch ein Kommentar („Unerträgliche Übergriffe“) von Frau Ursula Ernst zur gleichen Sache. Danach haben „etwa die Hälfte aller Beschäftigten am Arbeitsplatz schon sexuelle Belästigungen erlebt oder beobachtet. Das geht aus einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hervor“. Konkret spricht die AZ „von sexuellen Handlungen über anzügliche Bemerkungen bis hin zum öffentlichen Aufhängen pornographischer Bilder“.
Unabhängig davon, dass sexuelle Belästigung generell nicht in Ordnung ist, sind hier doch einige Bemerkungen angebracht. Das „Erleben“ einer sexuellen Belästigung ist etwas anderes als die „Beobachtung“, auch deswegen, weil die „individuelle Grenzziehung“, wie es im Kommentar heißt, nicht immer leicht ist. Heißt es doch bei Ursula Ernst „Was für den einen schon eine Belästigung ist, ist für den anderen noch Spaß“.
Die Aussage des Gleichbehandlungsgesetzes sagt: Wenn das sexuelle Verhalten die Würde eines Menschen verletzt, liegt eine sexuelle Belästigung vor. (AZ, 4.3.15) Das Empfinden dafür ist zweifellos unterschiedlich ausgeprägt.
Der Kommentar nennt unter der Überschrift „Unerträgliche Übergriffe“ als Grenzverletzungen am Arbeitsplatz „den tiefen Blick in den Ausschnitt, die Hand, die zufällig über den Po streicht, ein paar anzügliche Komplimente“. Das wird zurecht gerügt. Trotzdem muss auch einmal rückgefragt werden. Werden solche „unerträglichen Übergriffe“ nicht auch gelegentlich provoziert, z.B. durch extrem körperbetonte Kleidung, durch aufreizend tiefe Ausschnitte etc. Das Gesagte gilt nicht nur für die Kleidung am Arbeitsplatz, sondern auch für Teenagerkleidung in Schulen, mit der Lehrer konfrontiert werden.
Der Kommentar vermerkt weiter „Schmutzeleien am Arbeitsplatz… sind immer noch üblich, obwohl sich die Arbeitswelt verändert hat. Es sind nicht mehr alte Männer, die damit Zeichen ihrer Macht setzen wollen. Junge Männer machen es ihnen nach. Kann sein, dass bei ihnen die Hemmschwelle durch die im Netz allgegenwärtige Pornographie gesunken ist“.

Diese Ursachennennung übergeht Wesentliches. Es ist nicht nur „die im Netz allgegenwärtige Pornographie“. Sie springt heute an jedem Zeitungskiosk, auf der Theaterbühne, im Fernsehen und in der Literatur in die Augen. Diese Freizügigkeit, die unter Pressefreiheit läuft und tabu ist, wird aus Gründen der politischen Korrektheit nicht angesprochen. Wenn aber die eigentlichen Ursachen eines Übels nicht mehr angesprochen werden dürfen, dann nützt auch das Lamentieren nicht viel. Es wird sich so kaum etwas ändern. Die Frühsexualisierung der Kinder in staatlichen Pflichtschulen wird die Hemmschwelle weiter senken.

Hubert Gindert

 

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Karl Leisner

Die katholische Jugend in Deutschland hat auch aus der NS-Zeit Glaubenszeugen und Vorbilder. Einer von ihnen war der selige Karl Leisner. Der Historiker Christoph Kösters äußerte über Leisner, „es ist selten, dass es einen so eindeutig christlichen und katholischen Widerstand (gegen den Nationalsozialismus) gegeben habe wie bei Leisner … Kennzeichnend für ihn (war) vor allem seine tiefe Christus- und Kirchenfrömmigkeit sowie seine Marienverehrung“. Hinzu kommen „das Bekenntnis zur Feindesliebe und sein Märtyrer-Zeugnis gegen das Unrecht des Nationalsozialismus“ (Tagespost vom 17.3.2015).

Geboren am 28. Februar 1915 in Rees und aufgewachsen im niederrheinischen Kleve, zeichnete er sich schon als Schüler durch eine betont katholische Haltung und intensive Frömmigkeit aus. Leisner wuchs in den innerkirchlichen Erneuerungsprozess der zwanziger Jahre in Deutschland hinein, der in Frankreich bereits Jahrzehnte zuvor als „Renouveau Catholique“ (Katholische Erneuerung) eingesetzt hatte und für den Namen wie Charles Peguy, Maxence van der Meersch, Georges Bernanos, Paul Claudel, Jaques Maritain u.a. stehen.

Der Erneuerungsprozess der katholischen Jugend in Deutschland führte zu „einem neuen Selbstbewusstsein und zu einem neuen Auftreten nach außen“. Die Parole lautete: „Alles für Deutschland – Deutschland für Christus!“ Das ist heute ganz gegen die politische Korrektheit, weil es auch Vaterlandsliebe und begeistertes Engagement zum Ausdruck bringt; Eigenschaften, die heute weithin verpönt sind. Das macht aber gerade diese katholische Jugend um Karl Leisner vorbildhaft für heute, weil selbst bei den sogenannten neuen geistlichen Bewegungen die Gefahr besteht, nur ein spirituelles Binnenleben zu pflegen, statt sich auch den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie der Genderideologie, der Massenabtreibung und dem Hinausdrängen von Religion und Kirche aus dem öffentlichen Raum zu stellen.

Die erneuerte katholische Jugend um Karl Leisner bekam ihre Bewährungsprobe in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, in der „Schlacht der Meta-Geister“, um die Worte von Karl Leisner zu gebrauchen. Die Nazis wollten keine geistige Auseinandersetzung um die besseren Ideen. Sie setzten vielmehr die errungene politische Macht zur Unterdrückung und Ausschaltung der Konkurrenz im Kampf um die Jugend ein. Der Katholische Wandervogelbund wurde aufgelöst, das Jugendhaus in Düsseldorf geschlossen. Karl Leisner wurde 1934 Diözesanführer der katholischen Jungschar. Zusätzlich studierte er Theologie. Trotz Unterdrückung und Behinderung durch die Nazis wurde eine Werbeoffensive für die katholische Jugend in der Diözese Münster durchgeführt. „In ländlichen Regionen wurde sie ein großer Erfolg und führte zu einem enormen Anstieg der Mitgliederzahlen“ (Kösters). Die Nazis schlugen zurück und verboten 1935 jede öffentliche Betätigung der katholischen Jugendverbände. Karl Leisner war in dieser Auseinandersetzung nie bereit, Kompromisse mit den Nationalsozialisten einzugehen. Die Katholiken wurden in den Kirchenraum abgedrängt. Dennoch gaben sie, inspiriert von Karl Leisner, durch vermehrte Teilnahme an Wallfahrten und Prozessionen ein öffentliches Zeugnis für ihren Glauben.

Als Karl Leisner 1939 in St. Blasien zur Kur weilte, wurde er aufgrund einer Bemerkung über das Attentat auf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller denunziert, verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Er betrachtete die Zeit im KZ als „Bewährungsprobe christlicher Tugenden“. Im KZ wurde er, bereits todkrank, heimlich zum Priester geweiht. Er starb 1945 wenige Wochen nach der Befreiung den Tod eines Glaubenszeugen für Christus.

Hubert Gindert

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Erklärung des Forums Deutscher Katholiken

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat am 9. Mai 2015 einstimmig (!) ein Dokument beschlossen, in dem die „vorbehaltlose Akzeptanz“ des Zusammenlebens gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die Segnung dieser Partnerschaften und die Segnung einer zweiten kirchlich nicht anerkannten Ehe gefordert werden.
Diese Forderungen des ZdK widersprechen eindeutig der Lehre und Tradition der katholischen Kirche!
Das ZdK ist noch immer das von der deutschen Bischofskonferenz kirchlich anerkannte Organ der Vertretung der deutschen Katholiken. Dies ist ein Hohn für alle kirchenloyalen und lehramtstreuen deutschen Katholiken.
Sie fragen sich, was muss noch passieren, bis die Deutsche Bischofskonferenz dem ZdK das Recht zur Vertretung der deutschen Katholiken aberkennt.
Kaufering, den 15. Mai 2015

Prof. Dr. Hubert Gindert (1. Vors. des Forums Deutscher Katholiken)

Veröffentlicht unter Allgemein, Presseerklärungen | 7 Kommentare

Welchen Wert haben Satzungen, die nicht beachtet werden? Keinen!

Der katholische Sportverband DJK verleiht alle zwei Jahre einen Ethik-Preis. Die DJK hat diesen Preis gestiftet, weil sie „den am christlichen Menschenbild orientierten Sport“ als ideal ansieht (kath.net. 30.4.15). „Mit der Verleihung des Ethik-Preises des Sports will der DJK Sportverband seine Sicht der Ethik des Sports öffentlich manifestieren und für sie werben“ (Internetseite der DJK).
Der DJK ist laut Satzung „der katholische Sportverband in der Bundesrepublik Deutschland“ und „unterliegt der kirchlichen Aufsicht nach CIC (Codex Iuris Canonici).
Der DJK hat den Ethik-Preis 2015 an den ehemaligen deutschen Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger verliehen. Hitzlsperger ist ein sich offen bekennender Homosexueller. Der „DJK-Präsident Volker Monnerjahn betonte bei der Preisverleihung, dass man sich sehr wohl bewusst sei, dass der Preisträger auch ein Signal in die Kirche hineingebe, nicht nur in den Sport“. (Tagespost 5.5.15)
Es geht hier nicht um die Person des Thomas Hitzlsperger, sondern um die „Sicht der Ethik“ des DJK, die durch die Preisverleihung zum Ausdruck kommt. Der Verbandsspitze des DJK muss bekannt sein, was die Lehre der Kirche zur Homosexualität sagt, nämlich: …“gestützt auf die Hl. Schrift, die sie (Homose-xualität) als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind. Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen“. (KKK, Ziff 2357. Was das Verhalten gegenüber Homosexuellen betrifft, sagt die Kirche …“ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“ (KKK, Ziff 2358). Die Verantwortlichen des DJK können nicht behaupten, dass sich offen bekennende homosexuelle Sportler am „christlichen Menschenbild“ orientieren.
Wenn Satzungen noch einen Sinn haben sollen, dann hat die „kirchliche Aufsicht“ dafür Sorge zu tragen, dass kirchlich anerkannte Verbände den Moralvorstellungen der Kirche und den Vorschriften des CIC genügen. Ein Einspruch zuständiger kirchlicher Stellen ist nicht erfolgt. Das heißt, dass weder die Verantwortlichen des DJK hinter ihrer eigenen Satzung, noch die kirchlichen Aufsichtsgremien hinter den Vorschriften des CIC stehen. Das erklärt, warum die deutsche Ortskirche ständig an Glaubwürdigkeit verliert. Glaubwürdigkeit und Autenzität sind aber gerade in einer bindungslosen Gesellschaft des „anything goes“ ein unersetzliches Kapital.

Hubert Gindert

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Beginn des Rosenkranzfeldzuges am 13.5.2015 dem Gedenktag Unserer Lieben Fau von Fatima

Heute am 13.Mai 2015 gedenkt die Kirche Unserer Lieben Frau von Fatima. Vor 98 Jahren erschien am 13. Mai den drei Hirtenkindern in Fatima die Muttergottes mit bedeutsamen Botschaften an die Kirche und an die Welt.
In diesem Jahr fällt der Tag auf den dritten Bitt-Tag am Tage vor dem Hochfest Christi Himmelfahrt. Am 7. Mai hat das Forum Deutscher Katholiken zu einem neuen Rosenkranzsühnefeldzug aufgerufen. (siehe unten)
Der heutige Fatimatag als Vortag zu Christi Himmelfahrt erscheint uns als der geeignete Tag, einfach zu beginnen. Wir bitten alle Freunde und Leser und die, die Sie dafür gewinnen können, heute mit dem “Feldzug” zu beginnen. Wir beten den Rosenkranz in dieser für Kirche und Welt so schweren Zeit für den Papst und die Kirche, besonders in unserem Lande, und für die Erneuerung der ganzen Menschheit aus dem Evangelium Christi und sind uns dessen bewußt, dass in der Mitte dieses Gebetes das Wort JESUS steht.
Wir wollen nicht vergessen, dass solche Rosenkranzfeldzüge, auch wenn die “Welt”, ja sogar Menschen der Kirche dieses belachen, in der Vergangenheit wahre Wunder bewirkt haben. Voll Vertrauen wenden wir uns an die Gottesmutter, die als Mutter der Kirche die Knotenlöserin  und die stärkste Fürsprecherin am Throne ihres Sohnes ist. Gleichzeitig wollen wir daran denken, dass so viele Heilige und Päpste den Rosenkranz als eines der mächtigsten Gebete im Kampf gegen den Bösen und alle seine Einflüsse bezeugt haben.
Lassen Sie uns heute einfach beginnen:

Gegrüßt seist Du Maria voll der Gnaden,
der Herr ist mit Dir, Du bist gebenedeit
unter den Frauen und gebenedeit ist die
Frucht Deines Leibes JESUS.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für
uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Veröffentlicht unter Allgemein | 3 Kommentare

Wie kommt man zum Glauben und was kennzeichnet ihn?

In der Lesung vom 11.5.15 erzählt uns die Apostelgeschichte (16,11-15) sehr kurz eine inhaltsreiche Begebenheit. Paulus betritt zum ersten Mal europäischen Boden und gelangt nach Philippi, wo er zum ersten Mal in Europa predigt und zwar vor einer Gruppe von Frauen, die sich am Fluß versammelt hatte. Unter ihnen ist eine angesehene “Mittelständlerin”, die Purpurhändlerin Lydia, die aus Thyatira stammt. Warum war sie in Philippi? Weil eine Purpurhändlerin dahin geht, wo Purpur gebraucht wird. Und Philippi war römische Garnisonsstadt.
Von der Lydia sagt die Apostelgeschichte, dass sie eine gottesfürchtige Frau war. Und so heißt es ganz lapidar in einem Satz, als Paulus den Frauen predigt: “Da tat der Herr der Lydia das Herz auf”.
Und so kommt man zum Glauben: Ein suchendes und nicht verschlossenes Herz macht der Herr aufnahmebereit für Sein Evangelium zu Seiner Zeit; denn nur Er schaut in die Herzen und Er bestimmt den Kairos.
Was ist nun die Folge einer solchen Aufnahme des Logos, wenn sie echt ist? Die Lydia sagt, nachdem alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren: “Wenn ihr überzeugt seid, dass ich fest an den Herrn glaube, kommt in mein Haus und bleibt da.” Und es heißt weiter: “Und sie drängte uns.”
Und das kennzeichnet den wahren christlichen Glauben: Wenn wir Jesus in unserer Herz aufnehmen und so Kinder Gottes geworden sind (siehe Prolog zum Johannes-Evangelium), dann drängt es uns bzw. zieht es uns zu den Kindern Gottes und es ist unser tiefstes Bedürfnis, ohne Wenn und Aber den anderen Liebe zu erweisen, sie als “Gast des Herrn” auf- und anzunehmen. Wenn wir diesen “Zug” zu den Kindern Gottes nicht verpüren, dann sollten wir uns fragen, ob mit unserem Glauben etwas nicht stimmt.
Es ist die Liebe des Herrn, die dann in unser Herz einzieht und uns zur Liebe drängt. Caritas christi urget nos.
Die drei Tage vor Himmelfahrt nennt die Kirche die drei Bitt-Tage. Bitten wir den Herrn der Kirche, dass Er vom Himmel her Seine Liebe in die Herzen aller Gläubigen und aller Menschen dieser Erde eingießt.

Michael Schneider-Flagmeyer

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Generalmajor Stieff – „Der Tod ist nicht das Ende!“

Warum fiel Hitlers nationale Propaganda bei vielen Deutschen auf so fruchtbaren Boden? Der als ungerecht empfundene Versailler Vertrag, die wirtschaftliche Not und vor allem die Erbitterung darüber, dass die Deutschen gegen ihre Überzeugung die Alleinschuld am Ersten Weltkrieg anerkennen mussten, lösten heftige Gegenreaktionen aus. Diese  nationale Stimmung erfasste auch den jungen evangelischen Offizier Walther Stieff, der seit den zwanziger Jahren mit einer Katholikin aus Schlesien verheiratet war. Er übernahm kritiklos die offiziellen Verlautbarungen Hitlers anlässlich des so genannten Röhmputsches 1934. Bald störte ihn jedoch  „der Wahnsinn der Einpartei-Herrschaft“. Vollends angewidert vom Nationalsozialismus empfand er im November 1938 die Ausschreitungen gegen die Juden anlässlich der so genannten Reichskristall-Nacht. Willkürliche Erschießungen von Juden und polnischen Katholiken ab September 1939 erschütterten den jungen Offizier in Polen.  An seine Frau schrieb er: „Man bewegt sich dort nicht als Sieger, sondern als Schuldbewusster.“ Den  „Führer“ Adolf Hitler bezeichnete er als „wahren Teufel in Menschengestalt“. Im Generalstab des Heeres erfuhr Walther Stieff  in großer Heimlichkeit von den Attentatsplänen Stauffenbergs.  Seine Reaktion war zwiespältig. Einerseits war er vom Gedanken an den Tyrannenmord durchaus angetan, andererseits zögerte er mitzumachen, weil er sich zunächst noch an seinen Eid an den „Führer Adolf Hitler“ gebunden fühlte. Schließlich bewahrte er doch den Sprengstoff für das Attentat in seinen Räumen auf und begleitete dann Stauffenberg von Berlin in das Führer- Hauptquartier in Ostpreußen. Er hatte sich zu der Überzeugung durchgerungen, dass man sich der Verantwortung nicht entziehen darf, in die man vom Schicksal gestellt wird. Als das Attentat gescheitert war, wurde Generalmajor Stieff der Mittäterschaft verdächtigt und sofort verhaftet. Trotz Folterungen belastete er seine Kameraden nicht. Am 8. August 1944 wurde er vom berüchtigten Richter Roland Freisler zum Tode verurteilt und gleich hingerichtet. An seine Frau konnte er noch schreiben: „Ich gehe ruhig und gefasst in den Tod. Ich weiß, dass Du mich nicht verlassen wirst. Und ich hoffe auf die Gnade Gottes, dass er uns dereinst in seiner Herrlichkeit wieder zusammenführen wird. Es ist mein letzter Wunsch, in die katholische Kirche überzutreten.“  In der Tat konnte der Gefängnispfarrer Peter Buchholz den Verurteilten noch kurz vor der Hinrichtung in die Kirche aufnehmen und ihm die Sterbesakramente spenden. Damit gehört Walther Stieff  zu dem großen Kreis der Konvertiten, die vom geistigen Widerstand der katholischen Kirche gegen den Nationalsozialismus so beeindruckt waren, dass sie ihre Konfession wechselten. Erst nach dem Krieg konnte Pfarrer Buchholz an Frau  Stieff schreiben: „ Ich bin glücklich, dass ich Ihnen mitteilen kann, dass Ihr Gatte in derselben Haltung, die sein Abschiedsbrief verrät, aufrecht, mannhaft und ergeben in Gottes Willen in den Tod gegangen ist.“

Generalmajor Stieff  betrachtete seinen Tod als Sühne für die von den Nationalsozialisten im Dritten Reich begangenen Verbrechen. Das geht aus seinen Briefen hervor, die glücklicherweise erhalten blieben.  Für die Märtyrer des 20. Jahrhunderts war klar: Wenn die Herrschenden so eklatant gegen Gottes Gebote verstoßen, muss man Gott mehr gehorchen als den Menschen, denn – nach Friedrich Schiller  (Die Braut von Messina) –  „ist das Leben der Güter höchstes nicht?“

Eduard Werner

 

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

Eine neuer Rosenkranzsühnefeldzug tut not!

Wer hilft mit, für eine Erneuerung unseres Landes (Länder) aus dem christlichen Glauben heraus, den Rosenkranz zu beten? Wir rufen die Priester, Diakone und Ordensleute und das ganze Volk Gottes auf, sich an “Maria – Leitstern unserer Hoffnung” zu wenden.
Welcher Priester setzt sich in der Nachfolge von Pater Petrus Pavlicek an die Spitze dieses Rosenkranzfeldzuges?
Siehe Artikel unten. “Keine Neuevangelisierung ohne Maria!”

Gebet:

“Gott und Herr, Du heiligst Deine Kirche in jedem Volk und jedem Land. Gieße jetzt die Gaben Deines Geistes über die ganze Erde aus. Und was Deine Gnade gewirkt hat, als die frohe Botschaft ihren Anfang nahm, das wirke sie jetzt in den Herzen aller Gläubigen und aller Menschen.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.”

Rosenkranz

“Gott, Dein eingeborener Sohn hat uns durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung die Schätze des ewigen Heils erworben. Wir verehren diese Geheimnisse im  Rosenkranz der allerseligsten Jungfrau Maria. Laß uns nachahmen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen. Darum bitten wir durch Ihn, Christus, unseren Herrn. Amen!”

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare