Riten, Sprachen, Gewänder und Räumlichkeiten für die heilige Messe

Im vorliegenden Artikel über die heilige Messe wollen wir deren äußere Formen betrachten, die zu einem frommen, Gott wohlgefälligen inneren Mitvollzug des Opfers Jesu Christi hinführen. Diese wichtigen Dinge bilden den äußeren Rahmen, der gleichsam das Bild würdig einfasst. Wir folgen dabei dem Büchlein von P. Martin Ramm, Zum Altare Gottes will ich treten (S. 5-39), das unter der Telefonnummer 08385/92210 oder unter petrusbruderschaft.de bestellt werden kann.
Ein Ritus besteht aus heiligen Zeichen und heiligen Worten, die sich gegenseitig erklären. Wenn wir etwa beim Schuldbekenntnis uns an die Brust klopfen und dazu sprechen Durch meine Schuld, durch meine Schuld … bekennen wir als Büßende vor Gott unser Dasein als Sünder. In einer ehrfürchtigen Kniebeuge beten wir Jesus, den allmächtigen Gott, im Tabernakel an. Dasselbe gilt für das Knien während der heiligen Messe, wenn Jesus im Allerheiligsten Altarsakrament gegenwärtig ist. Paulus schreibt, dass sich jedes Knie vor Jesus beugen soll (Röm 14,11). Sehr eindrucksvoll ist auch das Kreuzzeichen, das in den dabei gesprochenen Worten an den dreifaltigen Gott und im Zeichen an das Kreuzesopfer Jesu Christi erinnert und uns dessen Segen zukommen lässt. Vollziehen wir innig mit unserer Herzensstimme das Kreuzzeichen! Weiterlesen

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Das Spiel auf der Weltbühne

Das Stück, das auf der Weltbühne gespielt wird, trägt den Titel „Gott oder der Widersacher“. Man könnte das Thema ebenso gut „Wahrheit oder Lüge“ nennen. Dass Gott für das eine, der Widersacher für das andere steht, wird in der Antwort Jesu an Pilatus unterstrichen: Dazu bin ich auf die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzulegen (Joh 18,37). In dem Stück „Gott oder der Widersacher“ spielen jene, die in Politik, Wirtschaft oder in den Medien für „mächtig“ ausgegeben werden oder sich dafür halten, die Rolle von Komparsen. Sie sind aber nicht unwichtig, wenn sie sich von der einen oder der anderen Seite in Dienst nehmen lassen.
Gibt es die Wahrheit und
kann man sie erkennen?
„Die Tragödie der neuzeitlichen Philosophie besteht ja in der sukzessiven Fesselung der Vernunft und der Depotenzierung ihrer Wahrheitsfähigkeit“, so der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (Tagespost 15.4.2017) Joseph Ratzinger hat sein Leben lang für die Entfesselung der menschlichen Vernunft und für die Anerkennung der Wahrheitsfähigkeit der Vernunft gekämpft und auf die „Diktatur des Relativismus“ hingewiesen. In seiner viel beachteten Rede an der Sorbonne 1988 führte Joseph Ratzinger aus: „Im Christentum ist Aufklärung Religion geworden.“ „Die biblische Botschaft ist die Kraft der Entmytologisierung und Entdivinisierung (Entgöttlichung) aller vorletzten Wirklichkeiten.“ Die moderne Philosophie, die in der Wahrheitsfrage abgedankt hat, lässt den Menschen im Stich.
Der Relativismus, wonach alle Aussagen gleichen Rang haben, schafft Verwirrung. Chaos ruft aber nach Ordnung. Diese geschieht durch die „Sprachpolizei“. Sie legt fest, was gesagt werden darf und was nicht. Der „große Bruder“, der die Auslegung und die Umdeutung der Wirklichkeit festlegt, existiert. Im Kampf um das Interpretationsmonopol sind hart erkämpfte bürgerliche Grundfreiheiten, wie die Meinungs-, Rede-, Religionsfreiheit und das Recht auf friedliche Demonstration, in Gefahr. Wer aus seinem Elfenbeinturm heraustritt und sie praktiziert, bekommt das zu spüren. Einige Beispiele: Wer gegen die Genderideologie auftritt und sie, wie der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Ulrich Kutschera, der an der Universität Kassel und Stanford (USA) lehrt, als „universitäre Pseudowissenschaft“ bezeichnete, bekam deswegen an der Uni Marburg Redeverbot. Gegner der „Frau-Gleich-Mann-Irrlehre“ werden mangels Gegenargumente als „Frauenfeind“, „rechtsradikale Unmenschen“ etc. diskreditiert. Das geschieht heute an Unis, die sich immer die Freiheit des Denkens und Sprechens auf ihr Panier geheftet hatten. Prof. Kutschera formulierte seine Erkenntnisse folgendermaßen: „Eine Meinungsfreiheit, wie sie im Grundgesetz verankert ist, kann ich derzeit in Deutschland kaum mehr erkennen“ und weiter „leider sind inzwischen nahezu alle deutschen Leitmedien ideologisch gleichgeschaltet.“ (Kath.net April 2017) Weiterlesen

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Ich schaue ihn an – und er schaut mich an. Christus begegnen in der Eucharistie

Es gibt ein beeindruckendes Erlebnis, über das der heilige Pfarrer von Ars berichtet hat. Er ging eines Tages in seine Kirche und entdeckt dort einen Bauern, der ganz konzentriert auf den Altar, das Kreuz und den Tabernakel schaut. Kein Gebetbuch, keinen Rosenkranz hat er in der Hand Auf die Frage des Pfarrers, was er denn gerade tue, sagt er nur: „Ich schaue ihn an und er schaut mich an.“ Der Bauer hat damit das eigentliche Wesen christlicher Frömmigkeit ganz einfach ausgedrückt: Es geht darum, beim Herrn zu verweilen, ihm nahe sein zu wollen, so wie die Maria von Bethanien, die vor allem bei Jesus, dem Christus sein und seinen Worten lauschen wollte.
Natürlich hatte es Maria ungleich leichter als der Bauer von Ars oder wir heute – denn sie sah ja Jesus von Angesicht zu Angesicht, während er sich uns nur verborgen zeigt, in dem einfachen, aber doch heiligen, weil gewandelten Brot. Insofern erfordert es zum einen eine tiefe Konzentration, die nur in der Stille und dem Gebet geschehen kann, zum anderen braucht es aber auch den Glauben an die Anwesenheit des Herrn im Altarssakrament – ein Glaube, der das Vertrauen auf den ist, der im Abendmahlssaal das Sakrament eingesetzt hat und der auch zu dieser Einsetzung fähig war, weil er der Sohn Gottes ist. Weiterlesen

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Reformer und Wegbereiter in der Kirche: Pfarrer Hans Buschor

Pfarrer Hans Buschor gehörte zu den wenigen Kirchenleuten, welche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Wirklichkeit sahen. Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft vollzogen sich so schleichend, dass auch die Repräsentanten der Kirche sie verdrängen konnten.
Der Religionsunterricht verkam weithin zur Religionskunde und zur Kritik an der Kirche „Vom Religionsunterricht bleibt nichts hängen“ erklärte Dr. Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück, das Wegbleiben der Kinder und Jugendlichen nach der Firmung. Und Bischof Bode muss es wissen. Er ist der Spezialist der Deutschen Bischofskonferenz für Jugendseel¬sorge. Immer mehr Klöster verschwinden so unkoordiniert, dass ein Kahlschlag von Kulturgütern droht wie vor 200 Jahren bei der damaligen Säkularisierung. Die Schließung so vieler traditionsreicher Klöster fand auch innerhalb der Kirche kaum Beachtung. Dieser allgemeine Niedergang des Glaubens ließ den Schweizer Pfarrer Hans Buschor nicht kalt. Er wusste, dass das Glück der Menschen in der Einhaltung der Zehn Gebote und das ewige Leben in der Achtung der Sieben Sakramente grundgelegt sind.
Daher schmerzte ihn der Verlust an religösem Wissen. Aber Pfarrer Buschor klagte nicht über Versäumnisse in der Kirche. Er handelte umsichtig, um die Situation der Gläubigen wenigstens teilweise zu verbessern. Weiterlesen

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Leitkultur? Warum nicht

Bundesinnenminister Lothar de Maizier hat mit seiner Forderung nach einer Leitkultur eine Diskussion losgetreten, die überfällig ist. Vorausgegangen waren entsprechende Forderungen in der CSU und im Bayrischen Kabinett. In der CDU werden die Bestrebungen vom „freiheitlich-konservativen Aufbruch in der Union“ mitgetragen.
Was ist eine Leitkultur? Eine Kultur, die in eine Richtung weist. Die aufbaut auf der Geschichte und einer gewachsenen Kultur. Die die Tradition in die Zukunft hineinnimmt. Musikalisch ausgedrückt, eine Grundmelodie, die aber Töne von anderen Kulturen integrieren kann. Weil sie nicht abgeschottet ist, kann sie Fortschritte auf verschiedenen Gebieten aufnehmen, was an das Schlagwort von Laptop und Lederhose in Bayern erinnert.
Die Kultur ist nicht elitär. Sie hebt sich aber durch Formschönheit vom Alltäglichen ab. Auch handwerkliche Instrumente können Kultur haben. Kultur hat viele Ausdrucksformen, Sprache ist eine besonders wichtige. Sie hilft andere Kulturen zu erschließen und sie ist wesentliche Voraussetzung für Integration in eine andere Kultur.
Gegen die Forderung für eine Leitkultur erhob sich sofort heftiger Gegenwind, am stärksten von Seiten der Grünen. Das verwundert nicht. Als Partei, die ihr Credo aus der Kulturrevolution der 68er Bewegung bezieht, hatte sie schon immer ihre Schwierigkeiten mit der Geschichte und der überkommenen Kultur, nicht nur mit den moralischen und sittlichen Prinzipien der Vergangenheit. Weiterlesen

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Dr. Ludwig Münz – ein Opfer zweier Diktaturen

Schon Franz Werfel stellte in seinen Betrachtungen „(Leben heißt sich mitteilen“ S. Fischer Verlag) fest, dass Kommunismus und Nationalismus zwei antireligiöse Glaubensarten sind. Sie seien gleich gottlos und gleich grausam. Den konkreten Beweis dafür liefern die zahlreichen Opfer, die unter beiden Systemen gelitten haben. Eines dieser Opfer ist der Frankfurter Jurist Dr. Ludwig Münz. Er wurde 1893 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur studierte er in Freiburg und München Rechts- und Staatswissenschaft, wo er auch in der katholischen Studentenverbindung CV aktiv war. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wurde auch Ludwig Münz Soldat. Erst 1922 konnte er seine Ausbildung beenden. Das Einkommen reichte kaum für den Lebensunterhalt. Schließlich bekam er 1927 beim Reichsversicherungsamt in Berlin eine Anstellung. Jetzt konnte er seine Verlobte Auguste heiraten. 1932 wurde Münz Oberregierungsrat im Reichsarbeitsministerium. In den politischen Wirren zu Beginn der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bekannte er sich privat und dienstlich stets zu den christlichen Grundwerten, wie aus seinen Briefen und erhalten gebliebenen Reden hervorgeht. Die NS-Ideologie lehnte er von vorneherein ab. Daher knüpfte er schon frühzeitig Kontakte zu verschiedenen Persönlichkeiten, bei denen er sicher sein konnte, dass auch sie Hitler grundsätzlich ablehnten. Zu ihnen gehörten der Berliner Bischof Graf von Preysing, der katholische Generaloberst Ludwig Beck, der Jesuitenprovinzial Augustin Rösch und der Abwehrchef Wilhelm Canaris. Sie alle hofften auf einen politischen Umsturz. Diese Absicht zu verfolgen, war lebensgefährlich. Ludwig Beck hatte schon 1938 einen Staatsstreich zur Absetzung Hitlers perfekt geplant. Als jedoch die berüchtigte Münchner Konferenz 1938 Hitler einen grandiosen Erfolg bescherte, war dem Staatsstreich der Boden entzogen. Nach diesem politischen Erfolg Hitlers verlor Generaloberst Beck sofort jeglichen Einfluss. Großbritannien, Frankreich und Italien hatten Hitler das Sudetenland zugesprochen. Nun war eine Verhaftung Hitlers nicht mehr möglich. Das war für Ludwig Münz und seine Freunde eine bedrohliche Lage. Dennoch unterhielt Münz weiterhin heimliche Gesprächskontakte mit Widerständlern.
Im Zusammenhang mit dem Attentat von Oberst Graf Stauffenberg gegen Hitler am 20. Juli 1944 wurden auch Ludwig Münz und seine Frau verhaftet. Münz hatte einen der Verschwörer in seine Wohnung aufgenommen. Die Hauptbeteiligten am Attentat wurden rasch abgeurteilt und hingerichtet. Aber die Prozesse gegen die mutmaßlichen Mitwisser zogen sich wegen ihrer großen Zahl in die Länge. Als im Februar 1945 der Blutrichter Freisler bei einem Bombenangriff ums Leben kam, gerieten sie vollends ins Stocken. Schließlich kamen die sowjetrussischen Truppen so nahe an Berlin heran, dass manche Prozesse einfach ausgesetzt werden mussten. Ludwig Münz schien zunächst Glück zu haben. Als die Wachleute seines Gefängnisses flohen, konnte er nach Hause gehen, wo er auch seine inzwischen heimgekehrte Frau antraf. Aber das Glück war nur von kurzer Dauer. Denn schon einen Tag später wurde Münz wieder verhaftet, dieses mal von den Sowjetrussen. Er kam in das berüchtigte Speziallager Nr. 4 in Landsberg an der Wahrte, wo er schon am 30.09.1945 den harten Haftbedingungen erlag. Offenbar war ein freiheitliches und christliches Leben weder unter dem Nationalsozialismus noch unter dem Kommunismus möglich.

Eduard Werner

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Wie stelle ich mir einen Gott in drei Personen vor? Gar nicht!

Es ist unendlich viel geschrieben und nachgedacht worden über die Heiligste Dreifaltigkeit. Auch viele Bilder und Zeichen hat man entwickelt z.B. das Dreieck. Eines dieser Bilder, den Kopf mit drei Gesichtern ähnlich dem Januskopf, haben die Päpste verboten. Wie stellen wir uns denn dann den dreifaltigen Gott vor? Auch in der Theologie des 20. Jahrhunderts gab es zwei Hauptsrömungen: Hans Urs von Balthasar, der mehr die drei Personen in Einheit betonte und Karl Rahner, der mehr die Einheit betonte. Das ist kein Widerspruch!
Wie stellen wir uns also den einen Gott in drei Personen vor?
Ich lebe täglich mit dem Vater, der uns sein Herz, seinen Sohn gesandt hat, der uns alles gelehrt hat, was er vom Vater gehört hat und der gesagt hat: „Ich und der Vater sind eins.“
Ich glaube und vertraue Ihm, weil ich auf Ihn mein ganzes Leben gesetzt habe. Ich glaube und vertraue Seinem Wort, wie es uns die Evangelien berichten. Und ich vertraue Seinem Wort, dass er uns den Heiligen Geist sendet, den Tröster, der uns in die Wahrheit führt. Für mich ist noch besonders einleuchtend das, was ein Lehrer der frühen Kirche sagte: „„Nimm Dir also als Zeichen die Sonne für den Vater, das Licht für den Sohn, die Glut für den Heiligen Geist.“ (Ephräm der Syrer). Aber auch das ist eine Krücke. Wer täglich mit Gott lebt, der braucht keine Krücke; denn Er und Sein Hirtenstab tröstet und leitet mich, „muss ich wandern im finsteren Tal des Todes.“
Aber das Wichtigste, dass die Heiligste Dreifaltigkeit letzlich hier auf Erden ein Geheimnis bleibt, das unser Verstand in diesem Leben nicht fassen kann, ist: dass Gott in drei Personen eins ist, ist göttliche Offenbarung. So etwas kann der Mensch sich gar nicht ausdenken. Die heidnischen „Dreifaltigkeiten“ sind sehr leicht zu begreifen wie die von Heliopolis und die von Memphis. Es sind jeweils nur drei Götter.
So fällt es mir sehr leicht im Glauben und Vertrauen anzunehmen, dass Christus und der Vater eins sind und dass – wie uns die Kirche lehrt – sie den Heiligen Geist gesandt haben, der vom Vater und vom Sohn ausgeht. Christ sein heißt, mit dem dreifaltigen Gott leben, das ganze Leben auf Ihn setzen. Das ist alles, was wir brauchen!

Michael Schneider-Flagmeyer

Bild: (c) .wikipedia.org/wiki/Dreifaltigkeit#/media/File:Trinity_(Guiard_des_Moulins,_Bible_historiale,_15_c.).jpg

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Was ist des wahren Christen Glaubenspflicht? Wider die Mutlosigkeit und die Feigheit in der Kirche.

„Es gärt in der Kirche gewaltig“, sagte ich einem Freund. Er antwortete: “Du musst doch als Historiker wissen, dass es immer in der Kirche gegärt hat.“ Das ist so wahr wie auch platt. Aber zu keiner Zeit, sehen wir einmal von dem Sturm des Arianismus ab, wurde von so vielen Bischöfen, Theologen, Priestern und Diakonen, Ordensleuten und Gremienkatholiken und vor allem von der Kirche angestellten Laien und natürlich in deren Nachfolge auch bei so vielen Katholiken Aussagen der Heiligen Schrift, des Konzils – trotz allem Geschwätz vom „Geist des Konzils“- in Frage gestellt oder gar verneint wie heute. Viele Menschen, darunter auch gute Priester, haben resigniert oder sich zurückgezogen. Der Mut hat sie verlassen. Papst Benedikt XVI. hat wiederholt von der Selbstsäkularisierung der Kirche gesprochen und als Theologie-Professor schon in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts von einer nahezu heidnischen Kirche gesprochen. Schon diese Aussage macht uns deutlich, dass lange vor dem Konzil es um die Glaubensfragen und um das Glaubenswissen schlecht in der Kirche bestellt war.
Spätestens seit der Würzburger Synode gab es einen immer mehr zunehmenden Dissens zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und Rom, der zu der erschreckenden Aussage des derzeitigen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Marx, führte, man sei schließlich keine Filiale von Rom.
Kein Wunder, dass ein Mitglied des ZdK auf einer der „Dialog“-Konferenzen zu einem Vertreter des Forums Deutscher Katholiken sagte: „Der Unterschied zwischen uns beiden ist: ich bin katholisch und Sie sind römisch-katholisch.“
Die Bischofskonferenz betont zwar immer wieder die Einheit mit dem Nachfolger Petri, lässt aber das Wort der Päpste und Weisungen aus Rom weitgehend unbeachtet.
Hier eines der jüngsten Beispiele: Der Bischof von Osnabrück Dr. Bode will viri probati zu Priestern geweiht wissen, sagt aber zur Priesterweihe der Frau, dass diese NOCH NICHT zu verwirklichen sei. Damit stellt er sich gegen das päpstliche Lehramt, in dem er so tut, als sei diese Frage in der Schwebe zu halten. Weiterlesen

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Wie entscheiden wir uns – für Christus oder gegen ihn?

Wer sich von Gott in den Dienst nehmen lässt, geht ein Abenteuer ein, das auch gefährlich werden kann und das zeigt, wie Gott in der Welt wirkt. Gott ist souverän. Er braucht für diesen Dienst nicht die Mächtigen und Weisen oder die Promis im Ansehen der Welt, um Großes zu bewirken. Nehmen wir als Beispiel die Seherkinder von Fatima: Jacinta Marto, Francisco Marto und Lucia dos Santos. Ihnen erschien die Mutter Gottes. Ihre besondere Berufung bestand darin, „die Liebe Gottes zu den Sündern sichtbar zu machen“. Jacinta war noch nicht einmal 10 Jahre alt, Francisco stand kurz vor dem 11. Lebensjahr, als sie starben.
Papst Johannes Paul II. sprach Jacinta und Francisco am 13. Mai 2000 selig. Das war erstaunlich, weil man bisher nicht der Meinung war, „dass Kinder in diesem Alter einen heroischen Tugendgrad erlangt haben können“, es sei denn, dass sie ihr Leben „als Märtyrer für Christus hingegeben hatten“. Die Seherkinder wären dazu bereit gewesen: „In den Tagen des August 1917, als der kirchenfeindliche Administrator der nahegelegenen Kreisstadt Vila Nova de Ourém die Kinder aus ihrem Dorf entführt hatte, versuchte er ihnen mit aller Gewalt das Geheimnis der Erscheinung zu entreißen, bis hin zur Drohung eines schrecklichen Todes in siedendem Öl.“ Die Kinder blieben standhaft. Man muss wissen, dass die damalige antikirchliche Freimaurerregierung von Portugal alles versuchte, um den katholischen Glauben im Land auszurotten. Um die Menschen zu hindern, zu den Erscheinungsorten zu kommen, wurden selbst die Nationalgarde und das Militär eingesetzt. Es war umsonst. Die Menschen fanden in großer Zahl zum Glauben zurück. Das angeblich liberale Regime hatte seine totalitäre Fratze gezeigt.
Man kann davon ausgehen, dass Christus jeden in seine Nachfolge beruft, gleichgültig, welchen Beruf er ausübt, ob er verheiratet in einer Familie oder als Single lebt.
Die Berufungsgeschichte kennt Menschen, die immer tiefer in die Anschauung Gottes hineingewachsen sind, aber auch solche, die durch besondere Ereignisse aus ihrer bisherigen Bahn gerissen wurden, bis hin zu Atheisten, die sich zufällig in eine Kirche „verirrt“ hatten und aus ihr herauskamen, in der sicheren Überzeugung: „Es gibt Gott!“. Aber allen, die danach konsequent den neuen Weg gegangen sind, ist gemeinsam, dass ihnen die Erfahrung Jesu nicht erspart blieb, die sich in seinen Worten ausdrückt: „Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen.“ So erging es beispielsweise dem Journalisten, der bisher eher für antikirchliche Blätter geschrieben hatte und nach seiner Bekehrung alle Freunde in der Redaktion verlor, oder dem Politiker, der sich in seiner Partei für den Lebensschutz ungeborener, behinderter und alter Menschen einsetzte und die Genderideologie als das bezeichnete, was sie ist, nämlich eine absurde Ideologie. Die Plätze der Ministerriege waren ihm nun definitiv versperrt, auch wenn seine Partei ein „C“ im Namen trägt. Natürlich kann solche Diskriminierung auch in kirchlichen Gremien passieren, z.B. an theologischen Fakultäten, wenn ein „konservativer“ Student im Examen einem progressiven Professor in die Hände fällt. Eigentlich sollte uns das nicht verwundern. Wir stehen in einer geistigen Auseinandersetzung, die die Parole ausgegeben hat: Für Christus oder gegen ihn. Wir sollten uns für ihn entscheiden.

Hubert Gindert

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Ein frohes Pfingstfest

Allen Mitgliedern, Freunden, Lesern und allen Menschen guten Willens wünschen wir frohe und gnadenvolle Pfingsttage voll des Heiligen Geistes.
Erinnern wir uns stets des Wortes Christi an uns alle: „Betet ohne Unterlass.“ Wir leben in einer immer mehr gefährdeten Welt, in einer Zeit der größten Christenverfolgung seit Tod und Auferstehung Jesu Christi und in einer Zeit des Glaubensschwundes in der (ehemals) christlichen Welt, ja sogar – was besonders schmerzlich ist – in der Kirche und ihren Fakultäten. So soll es dann unsere Christenpflicht sein, täglich um den Heiligen Geist für die ganze Menschheit aber auch für die Kirche zu flehen.
In diesem Sinne wünschen wir geistvolle Pfingsten für alle Menschen.

Prof. Dr. Hubert Gindert und Team

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