Die Genderideologie macht sich in der Kirche breit

Am 1. April 2019 hat Frau Dr. Aurica Jax die Leitung der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) übernommen. Die Arbeitsstellen beraten die DBK in Sachfragen und tragen so zur Meinungsbildung und Entscheidungsfindung bei. Welche Voraussetzungen bringt die neue Leiterin für die o.a. Arbeitsstelle mit?
Frau Jax hat in der Vergangenheit in der „»Genderforschung und Zoologischen Theologie« gearbeitet. Ihr derzeitiges Forschungsprojekt trägt den Namen … »Leib Christi – gendersensible Rekonstruktion einer theologischen Metapher«. Diese Arbeit ist das Nachfolgeprojekt der Forschungsaufgabe »Leib Christi – gendertheoretische Dekonstruktion eines zentralen theologischen Begriffs«“. Frau Jax war bis zur Einstellung des Magazins Mitherausgeberin der feministischen Zeitschrift „Schlangenbrut“. (kath.net. 4.3.19)
Nach der Weltfrauenkonferenz von 1995 in Peking wurden unverbindliche Beschlüsse zu Gender-Mainstreaming gefasst. Die Rot-Grüne Bundesregierung führte sie – ohne Parlamentsdebatte – 1999 als „Querschnittsaufgabe“ ein. Inzwischen wird das Land von rund 200 Genderlehrstühlen indoktriniert, mit Richtlinien dieser Ideologie überschwemmt. Papst Franziskus hat sie als „dämonisch“ bezeichnet. Denn sie versucht den Menschen ihre Geschlechtsidentität zu nehmen und sie einer feministischen Kultur zu unterwerfen. Die DBK versucht mit dieser Besetzung einer Leitungsstelle für Frauenseelsorge offensichtlich nun mit dem Staat gleichzuziehen. Zumeist geschieht dies unter der Flagge „Gleichberechtigung für Frauen“. Für wie naiv halten die für die Besetzung dieser Arbeitsstelle Verantwortlichen die Katholiken?
Wer nachlesen will, wie „dämonisch“ die Genderideologie ist, dem sei das Werk „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“ von Gabriele Kuby (Fe-Medienverlag) empfohlen.

Hubert Gindert

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2 Antworten auf Die Genderideologie macht sich in der Kirche breit

  1. Gassenreh sagt:

    Vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme durch Gender Mainstreaming bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa).
    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann und über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4]

  2. Na, der Zug ist aber schon lange abgefahren, oder? Die Gender-Ideologie macht sich nicht jetzt gerade breit, sondern ist bereits vor Jahren in der DBK-Struktur etabliert, siehe den Flyer „Gender katholisch gelesen“ von 2015 (https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2015/2015-187a-Flyer-Gender.pdf). Wie kann denn sonst wohl eine Frau mit dieser Vita (man beachte den Namen der Zeitschrift, welche sie mitherausgegeben hat…) auf diese Position berufen werden, wenn nicht die Weichen hierfür schon vor Jahren gestellt wurden? Alleine die offizielle Beschreibung (https://dbk.de/ueber-uns/sekretariat-der-deutschen-bischofskonferenz/bereich-pastoral/arbeitsst ellen-pastoral/) spricht Bände: Sie ist „tätig für eine geschlechtergerechte Pastoral aus Frauensicht, die sensibel ist für die Zeichen der Zeit“ und „bringt Erfahrungen, Positionen und Visionen von Frauen in die Gesamtpastoral ein“. Welche Positionen Frau Dr. Aurica Jax in die DBK „einbringen“ wird, dürfte kaum zweifelhaft sein.

    Wie bekannt sein dürfte, betreiben „katholische“ Verbände seit Jahren flächendeckend Gender-Lobbyarbeit: Der notorisch linke BDKJ wie immer vorneweg (https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/Dokumente/Beschluesse/1/1_85_Geschlechtervielfalt_in_Wort_Bild_und_Schrift.pdf sowie https://www.bdkj.de/aktuelles/artikel/nur-mit-gleichberechtigten-maedchen-und-frauen-hat-unsere-kirche-eine-zukunft/), auch die KJG propagiert „die politische Strategie des Gender-Mainstreaming“ (https://kjg.de/themen/geschlechterdemokratie/geschlechtergerechtigkeit-in-der-kjg/) und auch der Frauenbund agitiert seit Jahr und Tag hartnäckig in dieser Richtung (https://www.frauenbund.de/themen-und-projekte/gender/). Die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE) präsentiert in ihrer Zeitschrift „Erwachsenenbildung“ das Thema Geschlechtergerechtigkeit (vgl. EB 2/2019, https://keb-deutschland.de/publikationen/eb-aktuelle-ausgaben/), die Katholische Erwachsenenbildung – Bildungswerk Frankfurt bietet „Veranstaltungsangebote für Frauen und Männer, die bewusst Gender-Aspekte aufgreifen“ an (https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3765&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=16615).

    Vor diesem Hintergrund wird die Berufung von Frau Dr. Jax wohl niemanden ernsthaft überraschen, nicht wahr?

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