Was wir von Forst lernen können.

In der Pfarrei Forst/Diözese Würzburg versuchten radikal-feministische Frauen der Initiative „Maria 2.0“ die Vorabendmesse vor „Maria Himmelfahrt“ für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und während des Gottesdienstes ihre Botschaft zu verlesen.
„Maria 2.0“ stellt die Gesinnung und Haltung der Gottesmutter auf den Kopf. Ihr Ziel ist der Zugang von Frauen zu allen Kirchenämtern, konkret zum Frauenpriestertum. Begonnen hat die Initiative vor einigen Monaten mit einem Aufruf zum Boykott der Gottesdienste.
„Maria 2.0“ hatte ihr Vorhaben in Forst gut vorbereitet: 20 Frauen, alle in weißen Kleidern, waren erschienen und ganz zufällig war auch eine Mitarbeiterin der Augsburger Allgemeinen Zeitung (AZ) anwesend. Entsprechend eindeutig fiel der Bericht der AZ aus: „Pfarrer wirft Frauen aus der Kirche – Wutausbruch Der Auftritt von etwa 20 Mitgliedern der Reformbewegung „Maria 2.0“ versetzt einen fränkischen Pfarrer in Rage, dass er den Gottesdienst abbricht“ so der Titel. Im Text wird der Pfarrer weiter so porträtiert: „Unser Pfarrer kann mit dieser Protestbewegung nicht umgehen“. Der Pfarrer sei „regelrecht ausgeflippt“. der Bericht verschweigt die Rufe gegen Maria 2.0 „aufhören“!
Der Pfarrer fühlte sich von der Kundgebung des Frauenbunds während seines Gottesdienstes völlig überrumpelt…Es hat niemand vorher mit mir gesprochen“
Der Nachfolger der Apostel in Würzburg schwieg dazu. Er schickte seinen Generalvikar vor. dieser äußerte:“ Der priesterliche Dienst ist ein Einheitsdienst an der Gemeinde. In seiner emotionalen Erregung hat der Pfarrer unglücklich überreagiert. In Forst wie in ganz Deutschland ist es im Zusammenhang von „Maria 2.0“ wichtig, dass beide Seiten einander zuhören. Der Gesprächsfaden darf nicht abreißen“. Das ist eine eindeutig-einseitige Rüge für den Pfarrer, nicht aber für jene, welche die Gemeinden spalten.
Was wir in dieser Situation bräuchten sind Bischöfe von der Statur, wie sie Paulus im 2.Brief an Timotheus beschreibt. Dort heißt es …“Tritt auf, sei es gelegen oder ungelegen“
Selbstverständlich muss man auch mit Extremen reden, wenn sie noch bereit sind zuzuhören. Es geht nicht ums Ausgrenzen, sondern ums Abgrenzen. In diesem Fall den Glauben der Kirche von einer Irrlehre. Das hat der Generalvikar nicht getan!
Man könne sich den Frieden durch unangebrachte Zugeständnisse erkaufen, ist oft genug in der Geschichte widerlegt worden – in kleinen und auch in großen Ereignissen.

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Was wir von Forst lernen können.

  1. Bemerkenswerterweise scheint den meisten (Noch-)Kirchgängern wie bereits bei den ersten „Demos“ dieser Gruppe die sorgfältig choreographierte Inszenierung zu entgehen. Versammelten sich ja angeblich vom Überschwang des Augenblicks getragen – ob ihrer beklagenswerten Situation in Kirche und Gesellschaft und überhaupt – dauerempörte Frauen, sieht man real nur über das Verbandsbüro untereinander abgestimmte und gut vernetzte Verbandsfunktionärinnen. Die (deutlich angejahrte) Damenriege hatte – nach jahrzehntelanger Kirchengliedschaft – erst kürzlich festgestellt, dass sie weder Priester noch Bischof werden darf und protestiert dagegen vor den (herbestellten) Medienvertretern, welche immer rein zufällig zugegen sind. Angesichts von mobilen und rabiaten Frauentrupps wird vermutlich mancher Ortspfarrer gleich aufgeben und den Dingen ihren Lauf lassen, dies umso mehr, als ja die Ordinariate und die meisten Laiengremien hinter diesen Aktionen stehen.

    Pfarrer sind heute eher eine Mischung aus Gemeindefunktionär, Therapeut und Sozialarbeiter und fürchten eine „schlechte Presse“, daher werden wohl noch mehr Kirchen und Pfarrämter durch straff organisierte „spontane Protestgruppen“ gestürmt werden.

    Die Absicht müßte jedem Vernunftbegabten klar vor Augen stehen: Die auf dem „Synodalen Weg“ gemeinsam dahinhastenden Kirchen- und Gremienfunktionäre seufzen bald ergeben „Vox populi – Vox Dei!“ und erklären, ein Frauenpriestertum „sorgfältig und vertieft“ prüfen zu wollen. „Umsichtig“ und natürlich „mit Augenmaß“ solle „besonnen und mit allem Bedacht“ eruiert werden, unter welchen Voraussetzungen eventuell eine Weihe von Frauen „im vollen Einklang mit der kirchlichen Tradition“ (diese selbstverständlich „kritisch reflektiert“ und „zeitgemäß gedeutet“) umgesetzt werden könne.

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