Warum sind die Christen in der Öffentlichkeit nicht präsent?

Den Platz der Weltchristen zeigt uns die „dogmatische Konstitution“ des Zweiten Vatikanischen Konzils deutlich auf: „Den Laien ist der Weltcharakter in besonderer Weise eigen… Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie Salz der Erde werden kann…“
Der Jugendkatechismus (Youcat) spricht in seinem zweiten Kapitel „Die menschliche Gemeinschaft“ (Ziff 321 ff) über den Beitrag der Laien für die Gesellschaft: „Ein Christ kann niemals ein reiner Individualist sein, denn der Mensch ist von Natur aus auf Gemeinschaft hin angelegt… Der Einzelne kann sich frei in der Gesellschaft entfalten, wenn das Subsidiaritätsprinzip beachtet wird“. Subsidiarität besagt „was der Einzelne für sich aus eigenen Kräften leisten kann, darf ihm nicht durch eine übergeordnete Instanz abgenommen werden“. Der katholischen Soziallehre geht es darum, den „Masterplan“ Gottes für die Menschen darzulegen.
Warum ist das heute so wichtig? Jeder kennt das zunehmende Lamento: Christliches sprechen und Symbole (Kreuze) werden aus Politik, Vereinen, Schulen, öffentlichen Verwaltungen herausgedrängt. Und das stimmt auch!
Warum ist das so? Die Antwort ist einfach: Weil es immer weniger Christen gibt, die ihre Überzeugungen in der Öffentlichkeit präsent setzen. Das hat neben fehlender Zivilcourage auch mit Unwissenheit zu tun. Hinzu kommt der sich ausbreitende Individualismus, christlich gesprochen, eine schwindende Nächstenliebe. Das erinnert an die Vorhersage Christi… „und, weil die Gottlosigkeit zum Vollmaß steigt, wird die Liebe der meisten erkalten“ (Mt 24,12).
Warum war das früher anders? Ich nenne zwei Gründe: Der höhere religiöse Grundwasserspiegel war auch verbunden mit der Nächstenliebe. Junge Menschen wurden in kirchlichen Gemeinschaften, wie Kolping, Katholisches Landvolk, KAB vorbereitet und motiviert, Verantwortung für die Gemeinschaft in Vereinen oder in der Kommunalpolitik zu übernehmen. Es ging dabei um dauerhafte Bindung und nicht nur um Mitarbeit für ein zeitlich begrenztes Projekt.

Wie und wo können heute junge Menschen gewonnen werden, Christentum in der „Welt“ präsent zu machen? Angesichts eines gesellschaftlichen Umbruchs, der inhumane Züge aufweist, ist das für Christen nicht „Kür, sondern eine Pflichtaufgabe“. Wir erleben heute beispielsweise die völlige Gleichstellung aller Formen eheähnlichen Zusammenlebens mit der von der Verfassung geschützten Ehe von Mann und Frau. Wir sind konfrontiert mit Massenabtreibung, mit der Frühsexualisierung in Pflichtschulen, mit der Durchsetzung der Genderideologie, die den Menschen ihre Geschlechteridentität raubt und mit einer tabufreie Forschung an menschlichen Embryonen, mit Leihmutterschaft etc..
Wer kann ein Gegengewicht gegen solche Tendenzen bilden durch Information, aber auch durch gesellschaftspolitische Initiativen? Manche denken an die neuen geistlichen Gemeinschaften. Bei näherem Hinschauen wird man aber ernüchtert. Ein Blick auf das Programm von zwei bekannten geistlichen Gemeinschaften, die ihre Jahrestreffen absolviert haben und gut besucht waren (rund 1500 Teilnehmer) zeigt, dass die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt werden. Eine der beiden Gemeinschaften besteht überwiegend aus jungen Familien. Das Programm hatte folgende 13 Veranstaltungen/Workshops. Eines davon beschäftigt sich näher mit der Aufgabe der Weltchristen (Nr. 9).
1. Projektchor (Lieder)
2. Sport und genießen
3. Kunst und Kreativität
4. Beziehung und Partnerschaft (Mann und Frau: verliebt, verlobt, verheiratet)
5. Meine „schrecklich nette“ Familie
6. Leben mit dem heiligen Geist
7. Ruhezone: Gebet, Stille, Meditation
8. Glauben neu entdecken
9. Politisch neu denken: Wie kann die politische Auseinandersetzung in Twitter, Shitstorms und sinkenden Hemmschwellen an menschlicher und inhaltlicher Qualität gewinnen. Welche Haltungen zählen, gerade auch im Umgang mit extremen Positionen links und rechts und neuen „starken“ Führern Den Platz der Weltchristen zeigt uns die „dogmatische Konstitution“ des Zweiten Vatikanischen Konzils deutlich auf: „Den Laien ist der Weltcharakter in besonderer Weise eigen… Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie Salz der Erde werden kann…“
Der Jugendkatechismus (Youcat) spricht in seinem zweiten Kapitel „Die menschliche Gemeinschaft“ (Ziff 321 ff) über den Beitrag der Laien für die Gesellschaft: „Ein Christ kann niemals ein reiner Individualist sein, denn der Mensch ist von Natur aus auf Gemeinschaft hin angelegt… Der Einzelne kann sich frei in der Gesellschaft entfalten, wenn das Subsidiaritätsprinzip beachtet wird“. Subsidiarität besagt „was der Einzelne für sich aus eigenen Kräften leisten kann, darf ihm nicht durch eine übergeordnete Instanz abgenommen werden“. Der katholischen Soziallehre geht es darum, den „Masterplan“ Gottes für die Menschen darzulegen.
Warum ist das heute so wichtig? Jeder kennt das zunehmende Lamento: Christliches sprechen und Symbole (Kreuze) werden aus Politik, Vereinen, Schulen, öffentlichen Verwaltungen herausgedrängt. Und das stimmt auch!
Warum ist das so? Die Antwort ist einfach: Weil es immer weniger Christen gibt, die ihre Überzeugungen in der Öffentlichkeit präsent setzen. Das hat neben fehlender Zivilcourage auch mit Unwissenheit zu tun. Hinzu kommt der sich ausbreitende Individualismus, christlich gesprochen, eine schwindende Nächstenliebe. Das erinnert an die Vorhersage Christi… „und, weil die Gottlosigkeit zum Vollmaß steigt, wird die Liebe der meisten erkalten“ (Mt 24,12).
Warum war das früher anders? Ich nenne zwei Gründe: Der höhere religiöse Grundwasserspiegel war auch verbunden mit der Nächstenliebe. Junge Menschen wurden in kirchlichen Gemeinschaften, wie Kolping, Katholisches Landvolk, KAB vorbereitet und motiviert, Verantwortung für die Gemeinschaft in Vereinen oder in der Kommunalpolitik zu übernehmen. Es ging dabei um dauerhafte Bindung und nicht nur um Mitarbeit für ein zeitlich begrenztes Projekt.
Wie und wo können heute junge Menschen gewonnen werden, Christentum in der „Welt“ präsent zu machen? Angesichts eines gesellschaftlichen Umbruchs, der inhumane Züge aufweist, ist das für Christen nicht „Kür, sondern eine Pflichtaufgabe“. Wir erleben heute beispielsweise die völlige Gleichstellung aller Formen eheähnlichen Zusammenlebens mit der von der Verfassung geschützten Ehe von Mann und Frau. Wir sind konfrontiert mit Massenabtreibung, mit der Frühsexualisierung in Pflichtschulen, mit der Durchsetzung der Genderideologie, die den Menschen ihre Geschlechteridentität raubt und mit einer tabufreie Forschung an menschlichen Embryonen, mit Leihmutterschaft etc..
Wer kann ein Gegengewicht gegen solche Tendenzen bilden durch Information, aber auch durch gesellschaftspolitische Initiativen? Manche denken an die neuen geistlichen Gemeinschaften. Bei näherem Hinschauen wird man aber ernüchtert. Ein Blick auf das Programm von zwei bekannten geistlichen Gemeinschaften, die ihre Jahrestreffen absolviert haben und gut besucht waren (rund 1500 Teilnehmer) zeigt, dass die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt werden. Eine der beiden Gemeinschaften besteht überwiegend aus jungen Familien. Das Programm hatte folgende 13 Veranstaltungen/Workshops. Eines davon beschäftigt sich näher mit der Aufgabe der Weltchristen (Nr. 9).
1. Projektchor (Lieder)
2. Sport und genießen
3. Kunst und Kreativität
4. Beziehung und Partnerschaft (Mann und Frau: verliebt, verlobt, verheiratet)
5. Meine „schrecklich nette“ Familie
6. Leben mit dem heiligen Geist
7. Ruhezone: Gebet, Stille, Meditation
8. Glauben neu entdecken
9. Politisch neu denken: Wie kann die politische Auseinandersetzung in Twitter, Shitstorms und sinkenden Hemmschwellen an menschlicher und inhaltlicher Qualität gewinnen. Welche Haltungen zählen, gerade auch im Umgang mit extremen Positionen links und rechts und neuen „starken“ Führern
Den Platz der Weltchristen zeigt uns die „dogmatische Konstitution“ des Zweiten Vatikanischen Konzils deutlich auf: „Den Laien ist der Weltcharakter in besonderer Weise eigen… Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie Salz der Erde werden kann…“
Der Jugendkatechismus (Youcat) spricht in seinem zweiten Kapitel „Die menschliche Gemeinschaft“ (Ziff 321 ff) über den Beitrag der Laien für die Gesellschaft: „Ein Christ kann niemals ein reiner Individualist sein, denn der Mensch ist von Natur aus auf Gemeinschaft hin angelegt… Der Einzelne kann sich frei in der Gesellschaft entfalten, wenn das Subsidiaritätsprinzip beachtet wird“. Subsidiarität besagt „was der Einzelne für sich aus eigenen Kräften leisten kann, darf ihm nicht durch eine übergeordnete Instanz abgenommen werden“. Der katholischen Soziallehre geht es darum, den „Masterplan“ Gottes für die Menschen darzulegen.
Warum ist das heute so wichtig? Jeder kennt das zunehmende Lamento: Christliches sprechen und Symbole (Kreuze) werden aus Politik, Vereinen, Schulen, öffentlichen Verwaltungen herausgedrängt. Und das stimmt auch!
Warum ist das so? Die Antwort ist einfach: Weil es immer weniger Christen gibt, die ihre Überzeugungen in der Öffentlichkeit präsent setzen. Das hat neben fehlender Zivilcourage auch mit Unwissenheit zu tun. Hinzu kommt der sich ausbreitende Individualismus, christlich gesprochen, eine schwindende Nächstenliebe. Das erinnert an die Vorhersage Christi… „und, weil die Gottlosigkeit zum Vollmaß steigt, wird die Liebe der meisten erkalten“ (Mt 24,12).
Warum war das früher anders? Ich nenne zwei Gründe: Der höhere religiöse Grundwasserspiegel war auch verbunden mit der Nächstenliebe. Junge Menschen wurden in kirchlichen Gemeinschaften, wie Kolping, Katholisches Landvolk, KAB vorbereitet und motiviert, Verantwortung für die Gemeinschaft in Vereinen oder in der Kommunalpolitik zu übernehmen. Es ging dabei um dauerhafte Bindung und nicht nur um Mitarbeit für ein zeitlich begrenztes Projekt.
Wie und wo können heute junge Menschen gewonnen werden, Christentum in der „Welt“ präsent zu machen? Angesichts eines gesellschaftlichen Umbruchs, der inhumane Züge aufweist, ist das für Christen nicht „Kür, sondern eine Pflichtaufgabe“. Wir erleben heute beispielsweise die völlige Gleichstellung aller Formen eheähnlichen Zusammenlebens mit der von der Verfassung geschützten Ehe von Mann und Frau. Wir sind konfrontiert mit Massenabtreibung, mit der Frühsexualisierung in Pflichtschulen, mit der Durchsetzung der Genderideologie, die den Menschen ihre Geschlechteridentität raubt und mit einer tabufreie Forschung an menschlichen Embryonen, mit Leihmutterschaft etc..
Wer kann ein Gegengewicht gegen solche Tendenzen bilden durch Information, aber auch durch gesellschaftspolitische Initiativen? Manche denken an die neuen geistlichen Gemeinschaften. Bei näherem Hinschauen wird man aber ernüchtert. Ein Blick auf das Programm von zwei bekannten geistlichen Gemeinschaften, die ihre Jahrestreffen absolviert haben und gut besucht waren (rund 1500 Teilnehmer) zeigt, dass die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt werden. Eine der beiden Gemeinschaften besteht überwiegend aus jungen Familien. Das Programm hatte folgende 13 Veranstaltungen/Workshops. Eines davon beschäftigt sich näher mit der Aufgabe der Weltchristen (Nr. 9).
1. Projektchor (Lieder)
2. Sport und genießen
3. Kunst und Kreativität
4. Beziehung und Partnerschaft (Mann und Frau: verliebt, verlobt, verheiratet)
5. Meine „schrecklich nette“ Familie
6. Leben mit dem heiligen Geist
7. Ruhezone: Gebet, Stille, Meditation
8. Glauben neu entdecken
9. Politisch neu denken: Wie kann die politische Auseinandersetzung in Twitter, Shitstorms und sinkenden Hemmschwellen an menschlicher und inhaltlicher Qualität gewinnen. Welche Haltungen zählen, gerade auch im Umgang mit extremen Positionen links und rechts und neuen „starken“ Führern 10. Abendteuer Alltag: Karriereplanung, Familienmanagement, Trends, Hobby, Weltpolitik
11. Einfach fair leben: Über alltagstaugliche, umweltbewusste und nachhaltige Möglichkeiten etwas verändern
12. Mission possible: Aufbau missionarischer Gemeinden/Gemeinschaften
13. Klassische Austauschgruppen: Was man beim Forum erlebt und entspanntes Kennenlernen

Die zweite Gemeinschaft zählt überwiegend junge Menschen zu ihren Teilnehmern. Das Hauptprogramm des Jahrestreffens gibt einen Überblick über die vier Tage:
Mittwoch
Lobpreis/Talk „Bereit für Neues“/Lobpreis und Rosenkranz/Heilige Messe/Holy Hour – Nachtanbetung
Donnerstag
Lobpreis/Talk „Gottes Ja“/Meet & Speak/Glory Stories/Workshops (14:00 Uhr bis 16:15 Uhr/ Rosenkranz/Heilige Messe/Talk „Zeichen und Wunder“/Lobpreis Nachtanbetung
Freitag
Lobpreis/Talk „Zuhause beim Vater“/Meet & Speak/ Workshops (14:00 Uhr bis 16:15 Uhr/Rosenkranz/Heilige Messe/Talk „Was er euch gibt das nehmt – was er euch nimmt das gebt“/Barmherzigkeit Nachtanbetung
Samstag
Talk „Schönheit und Stärke“/Glory Story/Lobpreis und Gebet/Regionalgruppen/Workshops 14:00 Uhr bis 16:15 Uhr/Rosenkranz/Heilige Messe/Talk „Ja, aber“/eucharistischer Gebetsgottesdienst Nachtanbetung
Sonntag
Lobpreis und Glory Stories/Was er euch sagt das tut – was er euch tut das sagt/Heilige Messe/Abschluss (14:00 Uhr)
Das Programm umfasste an drei Tagen insgesamt 37 Workshops, die jeweils in rund zweieinhalb Stunden abgewickelt wurden. Davon hatten vier einen deutlichen Bezug auf den Weltauftrag der Christen:
„Papst Post“: Wie finde ich zu meiner Berufung und Lebensaufgabe?
„Wann ist ein Mann ein Mann? Über die Rückkehr der starken Männer“.
„Christentum und Islam“
„Fake News und journalistisches Echo: Können wir unseren Medien noch vertrauen. Ein Streifzug durch die Medienwelt. Warum werden Nachricht und Meinung immer stärker vermischt?“

Kardinal Walter Brandmüller verdeutlicht in seinem Vortrag vom 21. Juli 2019 „Der Beitrag des Christentums zur Zukunft Europas“ unsere Problematik:
„Sicher ist, dass das Maß des kirchlichen Einflusses auf die sich selbst als säkular verstehende Gesellschaft zunächst von der Zahl der Gläubigen und ihrem sozialen und politischem Gewicht bestimmt wird… Nun ist auch zu bedenken, dass den Christen von heute und morgen ganz anders als im späten 19. Jahrhundert und in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg kein politischer Arm mehr zur Verfügung steht, wie ihn die christlichen Parteien der Vergangenheit geboten hatten. Hinzu kommt, dass die Medien, die die Öffentlichkeit bestimmen, mit verschwindenden Ausnahmen in Händen sind, die gewiss nicht bereit sind, dem Auftrag der Kirche zu dienen.“
Wann wachen wir also auf und nehmen unseren Weltauftrag wahr?

Hubert Gindert

Erscheint auch in der Monatszeitschrift „Der Fels“

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