Gott will mit uns leben in allen Dingen.

Liebe Freunde und Leser,
hier ist eines meiner Lieblingszitate der großen heiligen Kirchenlehrerin Teresa von Avila: „Denke daran, dass Gott zwischen den Töpfen und Pfannen da ist und dass er dir in inneren und äußeren Aufgaben zur Seite steht.“
Es ist wirklich wahr: Gott ist auch zwischen den Töpfen und Pfannen. Vor vielen Jahren habe ich die ganze Heilige Schrift vom ersten Satz in Genesis eins bis zum letzten Satz der Offenbarung des Apostels Johannes sorgfältig durchgelesen. Jeder Christ sollte das wenigstens einmal in seinem Leben tun. Ich habe dafür ein Jahr gebraucht und dabei den roten Faden entdeckt, der sich durch die ganze Bibel zieht und alles miteinander verbindet. Es ist wie das Konzil in der dogmatischen Konstitution Dei Verbum sagt: der Heilige Geist, der uns in die Wahrheit führt. Beim kontinuierlichen Lesen der Bibel lernt man auch, dass die Bibel die Bibel erklärt. Ein Beispiel: In Levitikus 19 lesen wir: „Seid heilig; denn ich der Herr, bin heilig“. Was für ein Anspruch Gottes! Wie kann ich armer Sünder mit meiner unsäglichen Schwäche das erfüllen? Wenn man weiter liest, gibt ein Kapitel weiter Gott selbst die Antwort: „Ich bin der Herr, der euch heiligt.“ Ich muss es also gar nicht selbst machen, ich muss nur Gott an mir handeln lassen und mich nicht sperren und auf Jesu Gebet lauschen und vertrauen: „Ich heilige mich für sie.“

So kam ich denn im Buch Levitikus zu all den unzähligen Speise- und Verhaltensvorschriften. Und ich dachte, dass ich das doch überspringen könnte, weil das ja so für uns Christen nicht gelte. Aber eine innere Stimme sagte mir: „Lies sorgfältig weiter.“ Und so erfuhr ich, dass Gott mit uns leben will in all den kleinen Dingen des Alltags „zwischen Töpfen und Pfannen.“ Und ich begriff auch, wie Jesus das noch verdeutlichte, als er sagte. „Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf gezählt.“
Gott nimmt Anteil an unserem Leben in den großen und in den noch so kleinen Dingen; denn sein Name ist – wie der große jüdischen Religionsphilosoph Martin Buber einmal den Gottesnamen übersetzt – „Ich bin wo du bist“ : in deinen täglichen Schwierigkeiten, in deinen Freuden, in deinen Traurigkeiten, in deinen Leiden und schließlich in deinem Tod: Ich bin wo du bist – auch zwischen Töpfen du Pfannen.
Lasst uns die Heilige Schrift lesen. Der größte Theologe des Hochmittelalters, der heilige Thomas von Aquin, sagt: „Wer die heiligen Worte (der Bibel) hütet, wird von ihnen behütet“ auch zwischen Töpfen und Pfanne.
Zum Gelächter mancher Freunde und Verwandten erzähle ich oft, dass ich an schwierigen Plätzen immer um einen Parkplatz bete und ich bekomme IMMER einen. Gott ist wirklich da wo ich und wo Du bist. Er bittet Dich und mich, dass wir mit Ihm leben wollen. Und dieses Leben ist dann wirklich voll der Freude.
Michael Schneider-Flagmeyer

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