„Synodenkerze“ statt Kreuz Christi? Steine statt Brot.

Liebe Leser,
als der heilige Papst Johannes Paul II. den Ausstieg aus der Scheinberatung anordnete, wurde Kardinal Lehmann im Fernsehen gefragt, warum er nicht Widerstand leiste wie Bischof Kamphaus. Der Kardinal antwortete: “ Wenn ich mich dem Papst widersetze, bin ich kein katholischer Bischof mehr.“
Heute muss dieses gewichtige Wort des damaligen Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz für die überwiegende Mehrheit der deutschen Bischöfe gelten. Sie widersetzen sich dem Papst etwas subtiler. Sie drehen seine Worte um und lehnen damit den Vorrang von Evangelisation (Mission und Katechese) indirekt ab, indem sie in ihrem perfiden Schreiben an die Gläubigen den dringenden Wunsch des Petrusnachfolgers, (der genau genommen eine Anweisung ist) für den Evangelisation und Mission die beiden Prioritäten sind, einfach beiseite schieben.
Sind diese Bischöfe dann noch katholische Bischöfe im Sinne von Kardinal Lehmann?
Ein besonders dreistes Beispiel hat Bischof Bode in Osnabrück am 1. Advent geboten. Er setzte im Dom an die Stelle des Kreuzes die „Synodalkerze“ und predigte über Strukturen und die sogenannten „Reformen“ und erntete damit Standing Ovations. Er mag sich dieser erfreuen. Aber er zeigte damit auch die Situation eines Teils des Klerus und der großen Mehrheit der Bischofskonferenz, die glaubt mit Strukturen und Verwaltungsmaßnahmen dem mangelnden Glaubenswissen und der Resignation vieler treuen Katholiken begegnen zu können, und damit den Menschen Steine statt Brot geben. Kein Wort von Bode zur biblischen Botschaft am 1. Advent.
In der 1. Lesung zum 1. Advent hörten wir vom Propheten Jesaja (Jes.2,1-5): „Denn vom Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem sein Wort.“
In Jerusalem haben deutsche Bischöfe unter Führung ihres Vorsitzenden Kardinal Marx das Kreuz auf dem Zion von ihrer Brust genommen, so wie Bischof Bode in seiner Kathedrale das Kreuz beiseite räumen ließ und eine „Synodenkerze“ präsentierte. Dass Kardinal Marx zusammen mit einer SPD-Politikerin ähnlich im Liebfrauendom in München handelte, macht die Sache noch schlimmer.

Das Ganze erinnert uns an ein weiteres Wort des großen Propheten und Verkündigers Jesaja (30,15-17):
„Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft.
Doch ihr habt nicht gewollt, sondern gesagt: Nein, auf Rossen (Strukturen) wollen wir dahinreiten. Darum sollt ihr jetzt fliehen.
Ihr habt gesagt: Auf Rennpferden (dem Zeitgeist und der Mode) wollen wir reiten. Darum rennen die Verfolger euch nach.
Tausende werden zittern, wenn ein einziger droht, wenn nur fünf euch drohen , ergreift ihr alle die Flucht, bis das, was von euch übrig ist, aussieht wie ein Fahnenmast auf dem Gipfel eines Berges, wie ein Feldzeichen auf dem Hügel.“
Wort des lebendigen Gottes!
Bischof Overbeck von Essen hat gesagt, dass nach der Amazonassynode nichts mehr sein wird wie früher. Gott sei Dank hat er nicht für alle deutschen Bischöfe gesprochen. Der Herr lässt uns immer noch eine Reihe von guten und wahren Hirten übrig und zeigt uns damit, dass wir nicht verzagen dürfen sondern in Treue bei der Lehre der Kirche bleiben sollen. Der emeritierte Bischof Erwin Kräutler schämte sich nicht, auf der römischen Synode zu erklären, dass er noch nie einen Indio getauft habe und das auch in Zukunft nicht tun werde. Er glaubt wohl nicht mehr, dass er einst für diese nicht getauften Menschen und für den Ungehorsam gegenüber Jesu Befehl zur Evangelisation und der Lehre der Kirche wird Rechenschaft ablegen müssen.
Das sogenannte ZDK hat diesem Verhalten der Bischöfe, die sich nun gemäß der Worte Kardinal Lehmanns fragen müssen, ob sie noch katholische Bischöfe sind, noch grob eins draufgesetzt, indem sie einfach die Neuevangelisierung auf dem Synodenweg direkt ausgeschlossen haben.
Wir aber und unser Haus wollen dem Herrn dienen.
„Fest soll mein Glaube immer stehen: Ich WILL die Kirche hören. Sie soll mich allzeit gläubig sehen und folgsam ihren Lehren. Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad in seine Kirche berufen hat. NIE will ich von ihr weichen“.
Auch wenn uns manchmal der Zorn übermannen will, wollen wir der Weisung des Herrn folgen: „Betet ohne Unterlass.“
Wir wollen treu dem Wort des Herrn gehorchen und stets beten für den Papst, die Bischöfe, die Priester und Diakone, die Ordensleute und das ganze Volk Gottes und damit der Aufforderung des Propheten Jesaja (2,8) nachkommen:
„Ihr vom Hause Jakob kommt, wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn.“
Das schließt unseren Gehorsam dem Zeitgeist, dem Druck durch Medien und Politik gegenüber aus; denn „das ist alles Windhauch.“

Michael Schneider-Flagmeyer

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Eine Antwort auf „Synodenkerze“ statt Kreuz Christi? Steine statt Brot.

  1. M. Löffler sagt:

    Der synodale Weg ist doch nur noch ein letztes Aufbegehren der alten 70er Jahre Flotter-Power Katholiken, die sich damit selbst verwirklichen wollen. Wie sieht denn die Realität aus? Selbst wenn die „Reformen“ umgesetzt werden – der Abschwung wird dadurch doch nur noch beschleunigt. Wenn wir all das umsetzten, was diese Bischöfe wollen, dann können wir den Laden bald zusperren. Vertrauen wir auf die treuen und guten Hirten, und gehen wir den destruktiven, linken „Quasi-Protestanten“ so gut es geht aus dem Weg.

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