Katholische Wahrheiten im „Neuen Westfernsehen“ suchen?

Das Konradsblatt, die Kirchenzeitung der Erzdiözese Freiburg druckt in ihrer Ausgabe Nr. 25 vom 21.6.2020 kommentarlos einen Text mit der Überschrift „kfd erneuert Forderung nach Weiheämter-Zugang“ ab. Dort heißt es: „Die katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) hat die Forderung nach einem Zugang von Frauen zu Weiheämtern unterstrichen. ‚Wir Frauen wollen der Kirche nicht nur dienen, sondern auch Verantwortung und Macht übernehmen‘, sagte die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil. Ein Jahr nach der Verabschiedung des Positionspapiers ‚gleich und berechtigt‘ fällt die Bilanz der kfd zuversichtlich aus.“
Die Forderung der kfd ist nicht so brandneu und hochwichtig, dass sie allen Gläubigen der Diözese zur Kenntnis gebracht werden müsste. Vielmehr verwundert, dass eine Kirchenzeitung diesen Text ohne Kommentierung bringt. Das ist der Skandal. Entweder gibt es in der Redaktion keine Person, die willens und in der Lage ist, diese gegen den Glauben der Kirche gerichtete Haltung klarzustellen oder man will diese kirchenspalterische Position ins Kirchenvolk tragen. Immerhin möchte man annehmen, dass außerhalb der Redaktion Theologen, Priester oder auch der Erzbischof dafür zur Verfügung gestanden wären, Position zur Haltung der kfd zu beziehen. Offensichtlich müssen sich gläubige Katholiken außerhalb der kirchlichen Medien umsehen, wenn sie den katholischen Standpunkt zu den modernen Häresien kennenlernen wollen.

Hubert Gindert

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