Gott ruft, wann und wo er will

Wie schnell ein Mensch seinem Leben eine neue Richtung geben kann, davon berichtete die katholische Wochenzeitung der Schweiz in der Ausgabe Nr. 26 vom 29. Juni. Es ist das Lebenszeugnis des Fotomodels Leah Darrow.  Sie stellte sich eine Karriere als Fotomodel vor und hatte schon erreicht, wovon viele Mädchen träumen. Dann kam ein Foto-Shooting und ihr Leben änderte sich.

Während eines Foto-Shootings für ein internationales Magazin ist meine kleine Vorstellung von der Welt zusammengebrochen. Es hatte alles wie bei den meisten Shootings begonnen, mit Friseur, Make-up, Stylist. Als der Kleiderständer hereingebracht wurde, habe ich gesehen, dass alle Kleider sehr „mini“ waren. Mir wurde klar, das Ziel des Fototermins war „sexy“. Als ich die Kleider durchgesehen habe, war mir sehr unwohl, aber ich hatte nicht den Mut, einfach zu gehen. Ich dachte mir: Das ist ein Job, sei professionell – mach es einfach! Während der Aufnahmen, als der Blitz einmal meine Augen traf, sah ich mich an einem anderen Ort. Ich sah mich in den Kleidern, die ich gerade an hatte. Ich war in einem weißen Raum und ich wusste, ich war tot. Ich hatte keine Schmerzen und keine Angst. Dann sah ich mich in demselben offenen Raum und wusste, dass ich in der Gegenwart Gottes war. Ich sah ihn nicht, es war nur ein inneres Wissen. Schließlich sah ich mich mit hohlen Händen, die ich nach oben hob bis zu meinem Kopf. Mir war klar, das war meine letzte Gabe. Ich gab Gott alles, was ich hatte, um ihn zu lieben und ihm zu dienen. Aber es gab ein Problem. Meine Hände waren leer. Ich hatte nichts aus den Gaben und Talenten, die er mir gegeben hatte, gemacht, weil ich sie alle für mich verschwendet hatte. Dann endeten die Bilder in meinem Kopf. Ich merkte, dass mich der Fotograf anschrie. Aber alles, worauf sich mein Herz konzentrieren konnte, war Christus. Durch Gottes Gnade habe ich seine Gegenwart erfahren und seinen Ruf an mein Herz, mich von der Sünde abzuwenden, seine Barmherzigkeit anzunehmen und mich zu bekehren.

Bevor es mir recht bewusst war, war ich aus meiner Pose aufgesprungen und hatte den Leuten am Set gesagt, dass ich aufhöre. Niemals zuvor habe ich mich so mutig gefühlt wie in dem Moment, als ich an den Männern und Frauen vorbeiging, die mir noch wenige Minuten vorher wichtig waren und deren Ansichten ich nicht in Frage zu stellen wagte. Alles und alle verblassten im Vergleich mit Christus und seinem Ruf ans Herz. Ich ging nach Hause und weinte.“

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