Gender – eine Bedrohung für Familie, Gesellschaft und Kultur . Resolution des Kongresses „Freude am Glauben“ am 31.8.2013 in Augsburg

Gender – eine Bedrohung für Familie, Gesellschaft und Kultur
„Gender Mainstreaming“ ist eine politische Strategie der Vereinten Nationen (UN), der Europäischen Union (EU), vieler Regierungen und globaler Organisationen. Seit 1999 ist Gender Mainstreaming Leitprinzip und Querschnittsaufgabe der Politik, ohne dass es je eine öffentliche Debatte im Parlament gegeben hätte. Das neue Fach „Gender-Studies“ hat sich an den Universitäten fest etabliert und fordert von der heutigen akademischen Nachwuchsgeneration zunehmend ideologische Gefolgschaft.
Der politisch instrumentalisierte Kunstbegriff „Gender“ soll das „soziale Geschlecht“ bezeichnen, welches mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmen kann oder auch nicht. Durch die „Dekonstruktion“ und „Vervielfältigung“ der vorgegebenen bipolaren Geschlechterordnung soll die „Geschlechterhierachie“, also die tatsächliche oder vermeintliche Herrschaft des Mannes über die Frau, durch gesellschaftsverändernde Strategien gebrochen werden. Darüber hinaus soll jede „sexuelle Identität“ (lesbisch, schwul, bi- und transsexuell) als gleichwertig akzeptiert und rechtlich mit der Heterosexualität gleichgestellt werden. Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur rückwirkenden Ausweitung des Ehegattensplittings auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften und die sogenannte „Orientierungshilfe“ der EKD zeigen, wie weit der zersetzende Einfluss dieser Ideologie bereits in die Gesellschaft eingedrungen ist. Der im Grundgesetz vorgeschriebene „besondere staatliche Schutz von Ehe und Familie“ (Art.6,2) ist nicht mehr gegeben. Jede moralische Unterscheidung wird als „Diskriminierung“ angeklagt und zunehmend durch neu erfundene strafrechtliche Tatbestände wie „Homophobie“ und „Hassrede“ juristisch geahndet.
Die Teilnehmer des Kongresses Freude am Glauben sehen in der Politik des Gender Mainstreaming eine Bedrohung für Familie, Gesellschaft und Kultur, welche mit der Verpflichtung des Staates zur Förderung des Gemeinwohls nicht vereinbar ist. Die Familie wird dadurch weiter geschwächt, die demographische Krise verstärkt und die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen untergraben. Durch die Eliminierung des Leitbildes von Ehe und Familie und die aktive Sexualisierung der Kinder und Jugendlichen durch die obligatorische Sexualpädagogik in Kindergarten und Schule werden die Glaubensweitergabe und die Erziehung zu einer christlichen Lebensführung überaus erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht.
Wir fordern, dass die staatliche Förderung von Gender-Mainstreaming und die Indoktrination der Kinder und Jugendlichen beendet wird und sich insbesondere die Kirchen der Auflösung von Ehe und Familie mit allen Mitteln widersetzen.

Gabriele Kuby

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3 Antworten auf Gender – eine Bedrohung für Familie, Gesellschaft und Kultur . Resolution des Kongresses „Freude am Glauben“ am 31.8.2013 in Augsburg

  1. benedikt wilmes sagt:

    Schöner Beitrag von Gassenreh, der vor allem eines zeigt: In der Natur ( also in der Schöpfung) ist bereits alles angelegt was ein bereicherndes, unendlich spannendes und erfüllendes Miteinander von Mann und Frau möglich und sinnvoll macht.
    Die Erkenntnisse von Neurobiologie und Neurophysiologie widersprechen nicht etwa dem christl. Glauben, im Gegenteil untermauern und bestätigen sie diesen, wie auch z.b. die Quantenphysik Erscheinungen beschreibt, die theologische Erkenntnisse beglaubigen. Die Naturwissenschaft ist ein Freund des Glaubens und immer mehr hochkarätige Naturwissenschaftler begreifen dies. Sie kann Gott nicht beweisen, niemals wird sie das können, so einfach wird es uns nicht gemacht….aber sie liefert mit jeder neuen Erkenntnis Indizien und Argumente, die die Idee der Schöpfung sinnvoll und vernünftig erscheinen lassen. Wäre aber die Welt nicht sinnvoll und vernünftig, dann wäre sie eine Hölle und wir wären Zombies. Die LIEBE macht die Welt sinnvoll, eine Liebe, die wir geschenkt bekommen und die wir schenken dürfen.
    Wäre das nicht so, nochmals: wir wären alberne Marionetten ohne Willensfreiheit und Liebesfähigkeit. Sind wir aber nicht, wir sind von Gott gewollt und nur diese Gewissheit kann uns tragen und deshalb können wir uns gegenseitig tragen ( und ertragen).
    So einfach ist das, aber auch so geheimnisvoll und schön. Solche Beiträge wie der von Gassenreh, mit dem neugierigen Blick auf Naturwissenschaft, dienen dem „modernen“ Glauben, wobei Glaube natürlich jenseits von modern oder unmodern angesiedelt ist, er ist immer neu und blütenfrisch, weil er die Wahrheit ist, denn Gott ist die Wahrheit und Gott ist hier und jetzt anwesend. Wir können nur die Antennen in SEINE Richtung drehen, unter anderem mit Hilfe der Naturwissenschaft….aber auch der Kunst, Literatur, Philosophie…..vor allem anderen aber, wenn wir den Nächsten sehen und uns im Nächsten sehen, z.B. in der wunderbaren Verschiedenheit von Frau und Mann.

  2. Gassenreh sagt:

    Es ist eigentümlich, dass über die wunderbaren Ergänzungsmöglichkeiten von Frau und Mann bei dem ideologisch geprägten Gleichmachungsbestreben von Gender-Mainstreaming kaum oder nicht gesprochen wird, denn das Gehirn ist das größte „Geschlechtsorgan“. Dort finden sich die wichtigsten, prägendsten und auch bereicherndsten Unterschiede zwischen Frau und Mann in den Bereichen „physiologische Abläufe“, „zentralnervöse Informationsverarbeitung“ und „genuinen, also angeborenen Denk- und Bewertungsprinzipien“. In Denk- und Bewertungsprinzipien, welche sich eben nicht einfach beispielsweise mit unterschiedlichen sozialen Erfahrungen in der Kindheit oder sonstigen sozio-kulturellen Einflüssen erklären lassen.
    Frauen haben z. B. mehr graue Gehirnzellen und weniger verknüpfende Nervenfasern im Gehirn: „Frauen können die einen Dinge besser, Männern die anderen; wir müssen lernen, einander zu helfen“.
    Damit und mit weiteren schöpfungsgemäß gegebenen Unterschieden in den männlichen und weiblichen Gehirnen ist eine optimale Ergänzungsmöglichkeit der beiden Geschlechter trotz Konfliktstoff gegeben; Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)

  3. benedikt wilmes sagt:

    Es ist chic geworden „anders“ zu sein. Homosexuell, bisexuell…..Hauptsache nicht heterosexuell und dann auch noch monogam. Wie uncool.
    Eine besonders perfide Blüte treibt diese Haltung neuerdings bei Teilen der „Grünen“.
    Da fordern die „Junggrünen“ in einem Papier allen Ernstes die Abschaffung des Inzestverbotes. Es ist sehr traurig und schwer erträglich mit ansehen zu müssen, wie solche Forderungen mittlerweile gestellt werden können, ohne das der berühmte Aufschrei durchs Land geht. Bei Herrn Brüderle gab es diesen Aufschrei, weil er vor einem Jahr einer Journalistin ein ungeschicktes, stilloses Kompliment gemacht haben soll. Da hallte der Ruf:SEXISMUS laut und wochenlang durch die Medien. Wenn beim sogenannten „Christopher Street Day“ in unappetitlicher Weise Analsex als buntes, fröhliches Vergnügen zelebriert wird, wenigstens symbolhaft, dann sind wir aufgefordert, das ganz ganz toll zu finden und mit bunten Fähnchen am Strassenrand zu winken. Wehe aber, man findet ein solches Treiben geschmacklos
    oder schlimmer. Dann kommt sofort die „Homophobie“-Keule, oder sogar der Faschismusvorwurf. Dieses Klima ist unerträglich. Es hat nichts, aber auch gar nichts mit Freiheit zu tun. Es ist die moralische und seelische Unfreiheit von Menschen, die das Lustprinzip zum Götzen machen, die hier sich auslebt. DAS IST UNCOOL.
    Richtig cool ist, wenn ich weiss, dass ich in Gottes Hand bin und mit dem Geschenk der Sexualität anständig und vernünftig, liebevoll und gewissenhaft umgehe.
    Schweigen wär auch mal was Feines. Einfach mal die Klappe halten sollten Leute, die ihre Leder-Latex-Gummi-Filz-Schurwolle….oder andere Fetischismen nicht verschämt für sich behalten können, sondern diese selbstgefällig in die Welt hinaus posaunen.
    Scham ist offenbar keine relevante Kategorie mehr im öffentlichen Raum.
    Mann Mann Mann, manchmal könnte man die Krätze kriegen. Lasst uns beten für Gelassenheit und für die armen Wichte, die in der Lusterfüllung das höchste Gebot sehen. Sie alle enden in Leere und Bitterkeit wenn sie nicht verstehen, dass Leben mehr ist als poppen und Party machen, um es ganz unkatholisch auf den Punkt zu bringen.

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