Weitergabe des Glaubens hat absolute Priorität. Resolution des Kongresses „Freude am Glauben“ am 1.9.2013 in Augsburg

Im Jahr des Glaubens, das von Papst Benedikt XVI. ausgerufen wurde und von seinem Nachfolger, Papst Franziskus, fortgeführt wird, rufen wir, die Teilnehmer des Kongresses „Freude am Glauben“, alle Katholiken in unserem Land auf, diesen Glauben mit Leidenschaft und Freude an die kommenden Generationen weiterzugeben.
• Lasst uns entschiedene Jünger Jesu werden und persönliche Verantwortung übernehmen für die Weitergabe des Glaubens – auch über den Umkreis der Familie hinaus.
• Wir wollen eine missionarische Umorientierung. Eine andere Schwerpunktsetzung in den Etats der Diözesen wäre von großem Vorteil. Wir sollten mit höchster Priorität in Menschen investieren, die dafür sorgen, dass unsere Kinder auch morgen noch an Gott glauben.
• In jedem Unternehmen ist die persönliche Identifikation seiner Mitarbeiter von außerordentlicher Bedeutung. Wir müssen Wege finden, dass es auch den Mitarbeitern unserer Kirche ein herausragendes Anliegen ist, sich mit ihr zu identifizieren und sie zu verteidigen, statt sie anzugreifen.
• Wir danken den Religionslehrern, die unter schwierigsten Bedingungen einen unverkürzten, authentischen Glauben lehren. Es wäre wichtig, dass die Diözesanleitungen dafür Sorge tragen, dass der YOUCAT und andere geeignete Lehrmittel an den Schulen vorhanden sind und eingesetzt werden.
• Wir können nicht weiter tatenlos zusehen, dass Kinder getauft werden, deren Eltern den Glauben weder kennen noch vermitteln wollen, dass Kinder zur Erstkommunion geführt werden, die nicht wissen, was sich unter Brot und Wein verbirgt, dass Jugendliche zur Firmung geführt werden, um sich in der Kirche von der Kirche zu verabschieden, und dass sich Menschen das Ehesakrament spenden, ohne zu wissen, wofür sie sich verpflichten.
• Folgen wir alle, Laien und Bischöfe, Papst Benedikt in seinem Ruf nach konsequenter Entweltlichung der Kirche! Folgen wir Papst Franziskus in seinem Kampf gegen eine „verweltlichte Kirche“, die krank ist und ihren Auftrag verrät, weil sie nur noch „aus sich und für sich selbst lebt“.
• Lasst uns eine Kirche sein, die evangelisierend „aus sich herausgeht“, wie es Papst Franziskus fordert.
Glaubensweitergabe ist kein Luxus, sondern heilige Pflicht aller getauften und gefirmten Katholiken.

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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Eine Antwort auf Weitergabe des Glaubens hat absolute Priorität. Resolution des Kongresses „Freude am Glauben“ am 1.9.2013 in Augsburg

  1. benedikt wilmes sagt:

    Es ist ja mittlerweile so, dass die Kirche oft nur noch als Dienstleister begriffen wird.
    Die Taufe, die Hochzeit, die Hl. Kommunion als Event. Es gehört halt dazu, es macht das Ganze etwas festlicher, man hat ein paar Minuten so ein spirituelles Kribbeln und danach darf dann „richtig“ gefeiert werden, wobei der Priester nach seinem Unterhaltungswert beurteilt wird. „Der hat aber richtig schön gesprochen, der war nicht so steif, der hat uns berührt….und die Musikauswahl war auch schön….“
    Nee, ich bin ja eigentlich kein Kirchgänger, aber bei so einem Anlass…..man weiss ja nie, irgendwie glaube ich ja auch an etwas, meine Eltern wären enttäuscht gewesen wenn wir nicht….usw. usw.
    Man darf sich nichts vormachen. So ist die Haltung der allermeisten Menschen mittlerweile.Es sind ja keine „bösen“ Leute, ihre Einstellung ist lediglich das Ergebnis eines Verlustes an Glaubenswissen und einer in der Gesellschaft weitverbreiteten Eventmentalität. Wir müssen auf eine zugleich konsequente und liebevolle Art klar machen, dass es so nicht geht. Die Kirche ist kein Partyveranstalter, sie ist ein Raum in dem wir Gott begegnen können und sie ist eine Gemeinschaft, in der wir tragen und getragen, manchmal auch ertragen werden und von wo aus wir in die Welt gehen
    dürfen um Gottes Wort zu verkünden. Ich weiss nicht wie man es richtig anfängt, wieder Ernsthaftigkeit und Prinzipientreue, Ergriffenheit durch den HL. Geist, Berührt-Sein durch Jesus in seiner Gegenwart, das Gefühl des Getragenseins durch Gott wieder „herzustellen“. Aus eigener Kraft können wir es nicht. Wir sind auf Gnade angewiesen, wir brauchen Mut, Verstand und immer wieder Kraft des Glaubens,
    der ja nicht selbstverständlich immer da und immer gleich stark ist. Persönlich glaube ich aber auch, dass wir viel Humor brauchen. Diese ganze Party- und Spass-
    und ist doch egal wie ich lebe, Hauptsache lustig, bunt, cool, sexy, tralala- „Kultur“ ist zwar scheinbar übermächtig, aber in sich selbst brüchig und hohl.
    Die Angebote dieser Kultur machen weder frei noch glücklich, allenfalls stundenweise.
    Wir haben mehr zu bieten. Unendlich viel mehr. Wird Zeit, dass wir das mal zeigen und uns gegenseitig dabei helfen. Die kath. Kirche ist die machtvollste Institution der Welt, wenn sie wirklich will. Auf diesem Schiff hat jeder Platz. Relativismus und Islamismus sind auf dem Vormarsch. Sie beschädigen millionenfach die Seelen und zerstören Leben. Die Menschen sehnen sich nach Geborgenheit und Frieden. Unser Schiff ist das Beste, was wir ihnen bieten können. Manchmal vergesse ich das selbst und neige zur Resignation, aber dann weiss ich es wieder und wünschte mir, ich wäre stärker und mutiger, um meine Mitmenschen einzuladen auf dieses Schiff zu steigen, das seit über 2000 Jahren jeden Sturm bewältigt hat. Dann wächst wieder Hoffnung.

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