Solidarität und Mitbrüderlichkeit gehören zum Wesen des Katholischen

Erzbischof Zollitsch hat als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz am Montag den 23.9.2013 zu Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda zwar zu den Ereignisen in der Diözese Limburg Stellung genommen, aber kein Wort der Solidarität mit dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gefunden. (kath.net/news/ 42995).
Er erklärte, dass die ganze Kirche in Deutschland unter dem im Bistum herrschenden Zustand leide und wir alle davon betroffen seien. Dass der Vorsitzende der Bischofskonferenz, sowie die Mehrheit der deutschen Bischöfe kein Wort der Mitbrüderlichkeit und der Solidarität mit ihrem Mitbruder in der Öffentlichkeit finden, obwohl ihnen ja allen die Situation im Bistum Limburg, deren jahrzehntelange Vorgeschichte selbst der päpstliche Sondergesandte; Kardinal Lajolo betonte, bekannt sein muß, ist schon ungewöhnlich.
Dass hier ein Mitbruder, der sich tapfer bemüht, der uneingeschränkten Lehre der Kirche wieder Geltung zu verschaffen, völlig bis auf wenige Ausnahmen von seinen Mitbrüdern im Sturm stehen gelassen wird, ja sogar noch von dem Vorgänger von Erzbischof Zollitsch mit zusätzlichem „Wind“ belastet wird, spricht einmal mehr für das Ausmaß der Krise der deutschen Teilkirche.
Aber diese unkatholische Verweigerung der Solidarität und bischöflichen Mitbrüderlichkeit in der Öffentlichkeit hat noch einen anderen, viel ernsteren Aspekt.
Erzbischof Zollitsch kann sich nicht genug tun, mit der Bewunderung für Papst Franzikus und seine Worte und Taten. So gut wie schön. Aber ob dessen Worte und Taten hier auch in die Tiefe gehen, muß doch erlaubterweise einmal nachgefragt werden. Denn zu den Worten und Taten von Papst Franziskus gehört auch, dass er dem Limburger Bischof nach einem Gespräch mit dem Präfekten der Bischofskongregation durch diesen sein volles Vertrauen in seine Amts-und Lebensführung ausgesprochen hat und den Wunsch des Bischofs nach einer Visitation der Diözese Limburg abgelehnt hat. Dieses Schreiben wurde veröffentlicht und war und ist jedem einsehbar. Der deutschlanderfahrene päpstliche Sondergesandte hat zum Abschluß seiner brüderlichen Unterstützung für den Bischof von Limburg am Kreuzfest deutliche Worte gefunden, die von gewissen Kreisen in der Limburger Kirche und den von ihnen mit „Nachrichten“ gefütterten Medien sogleich wieder einseitig zu Lasten des Bischof ausgelegt wurden.
Gerade in dieser Situation ist die Solidarität und Mitbrüderlichkeit der deutschen Bischöfe mit ihrem Limburger Amtsbruder sehr gefragt. Denn die Verweigerung derselben ist besonders auch nach den starken und deutlichen Worten des Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Müllers, ein besonderer Affront gegen Rom und damit auch gegen den Papst. Da nutzen alle Jubelrufe über die Worte und Taten des Papstes nichts, wenn diese Jubelrufe keine gelebte Substanz haben. Rom steht hinter dem Bischof von Limburg und die deutschen Bischöfe werden herzlich gebeten, dahinter nicht zurückzubleiben; denn sie wollen ja sicher nicht dem Heiligen Stuhl und dem Papst der Weltkirche durch ihr demonstratives Schweigen widersprechen.
Das Forum Deutscher Katholiken setzt seine Unterschriftenaktion für den Bischof von Limburg fort und bittet alle Katholiken um ihre Unterstützung.
Näheres oben auf diesem Blog.

Michael Schneider-Flagmeyer

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