Die Welt(bild)sicht der KNA und ihres Chefs Ludwig Ring-Eifel

Das unsägliche Drama um den Weltbildverlag geht in eine neue Runde. Die deutschen Bischöfe haben Schritte zur Rettung des kränkelnden Weltbildverlages beschlossen. Dazu nimmt der Chef der Katholischen Nachrichten-Agentur KNA, Ludwig Ring-Eifel Stellung. (siehe kath.net/news/43024). Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, der Münchener Generalvikar Prälat Peter Beer, erklärte zum Abschluß der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda, der Aufsichtsrat sei beauftragt, die beschlossenen Schritte, die nicht näher erläutert wurden, innerhalb einer gegebenen Frist umzusetzen. So berichtet der Chef der KNA.
Dann erläutert Ring-Eifel ausführlich, warum der katholische Konzern ins Trudeln geraten ist.
Er zählt die Fakten auf, die seiner Meinung nach zu den Absatzschwierigkeiten geführt haben. Zu den Schwierigkeiten wirtschaftlicher Natur zählt dann auch Ring-Eifel den „Druck konservativer Kirchenkreise und Publizisten“, die „den Verkauf einiger Erotik- und Esoterik-Titel über das Weltbild-Vertriebssystem“ scharf kritisierten, hinzu. „Obwohl die „schmutzige“ Literatur weniger als 0,2 Prozent des Umsatzes ausmachte, war der Vorwurf der Doppelmoral in der Welt, die Wellen der Empörung schlugen hoch. Sogar Papst Benedikt XVI. persönlich mahnte eine Korrektur an“, so Ring-Eifel.
Hier sagt der KNA-Chef entweder bewußt die Unwahrheit oder er ist als der kirchenamtlichen Nachrichtenchef von einer Unwissenheit, die man eigentlich gar nicht annehmen darf.
Ring-Eifel hat nun einmal eine tiefe Abneigung gegen die, die er als „konservative Kirchenkreise“ und vor allem als konservative „Publizisten“ bezeichnet.
Wir haben auf diesem Blog am 16.2.2013 und kath.net/news/40335 dazu ausführlich Stellung genommen. („Ludwig Ring-Eifel KNA und die Papsttreuen der katholischen Publizistik“).
Die „konservativen Kirchenkreise und Publizisten“, zu denen wir gehören, haben in zehn Jahren in drei großen Dokumentationen den Bischöfen nachgewiesen, dass ein erheblicher Anteil des Weltbildumsatzes nicht nur mit Pornographie, die zu bezeichnen als „Erotik“ schon eine Verdrehung des Wortes bedeutet, sondern mit Massen an satanistischen Schriften, Büchern zur Hexenausbildung, Vampirismus, weisse und schwarze Magie, Jesus als Lüstling oder gar Homosexueller, der ersten deutschen „Satansbibel“ (sic), die ausverkauft wurde, häretischen und atheistischen Schriften, Gender und sogenannte Kirchenkritik und vor allem mit satanistischen Musik-CD´s, die Jugendliche auf der Weltbild-Internetseite zum Anhören anklicken können, gemacht wurde.
Dass einige der Bischöfe und vor allen Dingen aber die zuständige Kommission der Bischofskonferenz mit Erschrecken dieses zur Kenntnis genommen haben, dafür liegen uns Schreiben als Dokumente vor. Jeder konnte sich über Jahre hinweg von der Wahrheit unserer Dokumentationen im Internet überzeugen.
Bewirkt hat das Ganze fast nichts. Bewegung kam erst in den ganzen Skandal, als sich die säkulare Presse, die die „konservativen Kirchenkreise und Publizisten“ völlig ignoriert, die Sache aufgriff (z.B. der „Focus“: „Raffgier auf katholisch“ und andere), vor allem aber das Börsenblatt des deutschen Buchhandels, das sich der Sache annahm und das Ganze öffentlich machte, während die „konservativen Kreise“ mit Rücksicht auf die so angegriffene Kirche immer noch auf die Einsicht und das Handeln der Deutschen Bischofskonferenz und ihres Sekretärs hofften.
Das alles weiss Ludwig Ring-Eifel sehr gut; denn wenn er es nicht wüsste, hätte er als Chef der kirchenamtlichen Nachrichten-Agentur sofort abzutreten.
Dass in der amtlichen deutschen katholischen Teilkirche und ihrer Nachrichten-Agentur der geistliche Aspekt überhaupt keine Rolle zu spielen schien und offensichtlich immer noch nicht spielt, kennzeichnet in erschreckendem Ausmaß die Krise eben besonders in unserer Teilkirche. Dazu gehört auch, dass katholische Agenturen und amtskirchliche Internetseiten von 1000 Teilnehmern beim von Papst Franziskus geistlich begleiteten „Marsch für das Leben“ vor acht Tagen in Berlin sprachen, während die Berliner Polizei von 4.500 Teilnehmern sprach.
Der Weltbildverlag macht seinen Umsatz nicht mit Literatur im eigentlichen Sinne sondern mit allem, was an seichter Schreiberei und Versandhaus-Artikeln für Küche; Keller, Wohn- und Schlafzimmer und Unterhaltung dienlich ist.
Dass sich die Verantwortlichen immer noch nicht fragen, ob dieses zum Auftrag gehört, den Christus seiner Kirche gegeben hat, ist für gläubige Katholiken ein wahrhafter Skandal, dessen Benennung auch zum Auftrag der mündigen Laien gehört (siehe Lumen Gentium).
Man muß sich auch fragen, ob einigen geistlichen Herren offensichtlich noch nicht die Erkenntnis gekommen ist, dass das Trudeln des Konzerns nicht auch ein deutlicher Wink von oben ist.
Ludwig Ring-Eifel jedenfalls benennt das Fortschreiten auf dem breiten Weg der „Welt“ (Paulus) mit deutlichen Worten, indem er den Beschluß der Bischöfe, den wackelnden Konzern zu stützen, so kommentiert, dass das Vertrauen der Gläubiger wieder hergestellt wird, weil sich die Bischöfe klar zum Weltbildverlag bekennen und schließt: „Und da die Geschäftsbanken wissen, über welch umfangreiche Reserven und Vermögenswerte die Weltbild-Gesellschafter verfügen, dürfte damit auch das Vertrauen in die Überlebensfähigkeit der GmbH zumindest für die Zeit der Umstrukturierung wieder hergestellt sein.“
Na dann ist ja die heile amtskatholische Welt und das „Weltbild“ des Ludwig Ring-Eifel wieder hergestellt. Pecunia non olet. (Geld stinkt nicht).
Was bedeutet da schon die Ermahnung Christi, die seine Stellvertreter auf Erden, Benedikt und Franziskus so eindringlich uns allen auslegen: „Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen“?
Wenn sie schon die Worte der beiden Päpste nicht hören wollen, dann sollten sie immer noch Gott selbst auf der Rechnung haben, der gerade in diesen Tagen durch den Propheten Amos uns alle mahnend zuruft: „Keine ihrer Taten werde Ich jemals vergessen.“ Wort des lebendigen Gottes!

Michael Schneider-Flagmeyer

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Eine Antwort auf Die Welt(bild)sicht der KNA und ihres Chefs Ludwig Ring-Eifel

  1. Edduard Werner sagt:

    Weltbild hat Tausende von Musik-CDs und Büchern mit Weckung des Interesses an Satanismus und Hymnen an den Fürsten der Finsternis an orientierungslose Jugendliche vertrieben. Einen einzigen Jugendlichen zu einer Satansweihe zu verleiten, wäre allein schon ungeheuerlich. Wie viel Interesse an Satanismus die Betreiber und Aufsichtsräte des Verlages zu verantworten haben, das weiß Gott allein. Können sich diese Herren einmal im Himmel glücklich fühlen, wenn sie sehen, was sie angerichtet haben? Oder müssen sie sich wie in der Hölle fühlen? Wer mit Herbert Haag glaubt, dass Satan und Hölle abgeschafft seien, wird sich täuschen.

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