Ehegattensplitting für so genannte Eingetragene Lebenspartnerschaften?

In einer gemeinsamen Presseerklärung distanzieren sich das Forum
Deutscher Katholiken und die evangelische Kirchliche Sammlung um Bibel
und Bekenntnis vom Vorhaben einiger Politiker, die für so genannte
Eingetragene Lebenspartnerschaften das Ehegattensplitting zuerkennen
wollen.

Schon die Einführung der „Verpartnerung“ als Institut sei ein schwerer
Fehler gewesen, so die Vorsitzenden Prof. Hubert Gindert (FDK) und
Andreas Späth (KSBB). Nun dürfe aber auf einem bereits falschen Weg
nicht konsequent weitergegangen werden, der womöglich in der Freigabe
der Adoption von Kindern für Homosexuelle endet.

Einer angeblichen Ungerechtigkeit bei der Vergabe staatlicher
Subventionen könne auch dadurch entgegengetreten werden, dass man diese
abschafft und Familien mit Kindern von vornherein entsprechend
steuerlich befreit und ihnen nicht erst Geld wegnimmt, um es dann
umzuverteilen und damit Gruppen zu fördern und zu bevorzugen, die zum
generativen Fortbestand der Gesellschaft nicht beitragen.

Forum Deutscher Katholiken und Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis
Prof. Dr. Hubert Gindert und Andreas Späth

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Presseerklärungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten auf Ehegattensplitting für so genannte Eingetragene Lebenspartnerschaften?

  1. Petra sagt:

    Ehe und Familie sind ein schützenswertes Gut im Staat und müssen von demselben als fruchtbare Wachstumszelle desselben maximal unterstützt werden. Ohne Ehe und Familie kein Fortbestand desselbigen.
    Mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nur Stillstand und Destruktion.
    Die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit Ehe und Familie ist zudem ein Affont gegen den Generationenvertrag. Wer nimmt den in Schutz, der für den Erhalt unserer auf Solidarität von vielen Generationen beruhenden Altersversorgung was tut?
    Frauen und Männer, die zuhause bleiben, zwecks Kindererziehung, Pflege von Behinderten, Alten und Kranken, wird suggeriert, ihr wertvoller Dienst an Staat und Gesellschaft wäre minderwertiger, als irgendein stupider Bürojob in der freien Wirtschaft.
    Eine künstliche Befruchtung oder ein One Night Stand wird in Kauf genommen, um seine egoistischen Ziele zu erreichen. Darf Egoismus soweit gehen?
    Wie weit geht denn das noch?
    Wann wird der Dienst am Mitmenschen belohnt und nicht der Egoismus der Selbstverwirklichung um jeden Preis?

  2. th. weiss sagt:

    Ich bin entsetzt. Was ist denn das? Warum ist denn das Institut der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ ((übrigens für homo- wie heterosexuelle Partnerschaften gleichermaßen!) ein „schwerer Fehler“? Warum sprechen Sie abschätzig von „`Verpartnerung`“? Und warum ist denn das Adoptionsrecht für Lebenspartner, nach Ihrer Ansicht insbesondere für homosexuelle Lebenspartner der Gipfel eines „falschen Weges“? Worin besteht denn nach Ihrer Ansicht der Beitrag eines Menschen zum „generativen Fortbestand der Gesellschaft“? Besteht dieser Beitrag lediglich, wie anzunehmen ist nach Ihrer Ansicht in der Zeugung? Oder ist es vielmehr so, dass die Begleitung der Entwicklung eines Menschen in ein gelingendes Leben, auch wenn dieser Mensch von anderen gezeugt wäre, nicht vielmehr ein wesentlicher Baustein für den Fortbestand der „Gesellschaft“ ist? Liegt es außerhalb Ihrer Vorstellungsmöglichkeiten, dass eingetragene Lebenspartner und insbesondere auch solche mit homosexueller Orientierung verantwortliche Partnerschaft zu leben im Stande sind und in einer solchen, auf Dauer angelegten Verantwortungsgemeinschaft auch verantwortlich eben die Elterfunktion wahrnehmen könnten?
    Ihre Mitteilung ist diskriminierend und fernab jeglicher Wirklichkeit! Die Gesellschaft ist bereits weiter entwickelt, als gewisse kirchliche Kreise das zur Kenntnis zu nehmen bereit scheinen. Ich bin mir sicher, dass Sie, wie stark immer Sie sich in „Sammlungsbewegungen“ organisieren mögen, doch nur eine Minderheit darstellen. Es wäre Ihnen zu raten, in einen wirklichen Dialog mit der Gesellschaft einzutreten, statt solche scheinbar ehernen Standpunkte wie in dieser, Ihrer Mitteilung zu zementieren. Diese Dialogbereitschaft (siehe die sog. „sächsische Bekenntnisinitiative“ allen voran Lutz Scheufler!) vermisse ich jedenfalls an den selbsternannten „Bekenntnisinitiativen“ evangelischer, katholischer, sächsischer oder bayrischer oder sonstiger Herkunft schmerzhaft. Die sog. „bekennenden“ Christen (welch ein Hohn, dass die auch noch die Bekennende Kirche und die Barmer Theol. Erklärung für sich requrieren wollen..) jedenfalls rufen zu jeder Gelegenheit zur „Umkehr“ auf. Vielleicht ist es geraten, dass nun ein Christ, der sich als aufgeklärter Protestant versteht, Sie seinerseits zum Innehalten und zur Umkehr aufruft? Jedenfalls möchte ich Ihnen das herzlich raten.
    Beste Grüße aus dem Norden!

    • R. Feindler sagt:

      Ich darf mich der Meinung meiner Vorrednerin anschließen. Es ist das Eine, homosexuelle Partnerschaften in unserer demokratischen Gesellschaft zu akzeptieren; es ist eine völlig andere, diese einer Ehegemeinschaft, bestehend aus Vater, Mutter und Kindern gleichstellen zu wollen. Die christliche Ehe ist die einzige Institution die von Gott gewollt und berufen ist, Kinder zu gesunden und ausgeglichenen Staatsbürgern zu erziehen. Ein gesundes Kind braucht Vater- und Mutterliebe, um sich zu einer reifen Persönlichkeit entfalten zu können. Zufällig kenne ich einen Fall in unserem Ort, wo zwei Lesben einen Sohn ‚erziehen‘. Der Junge ist jetzt 13 und man braucht kein Psychoanalytiker zu sein, um den Schaden zu erkennen, den dieses naturwidrige Verhältnis in dem Jungen verursacht hat.
      Übrigens ist Ihre Auffassung, diese Meinung zu vertreten sei unchristlich, völlig daneben! Sowohl praktizierende Katholiken wir Protestanten wissen, dass sie nicht zu einer Minderheit gehören, wenn sie gegen die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften und Ehe sind. Und wissen Sie auch warum? Die Bibel spricht in dieser Sache eine eindeutige Sprache, sowohl das Alte wie das Neue Testament. Ganz krass wird das in Levitikus 18:22-23 zum Ausdruck gebracht. Da wird der Geschlechtsverkehr mit Gleichgeschlechtlichen praktisch in einem Atemzug mit dem Umgang mit Tieren strengsten untersagt. Aber wem sage ich das? Wer nicht sehen will, braucht keine Brille.
      Mit freundlichen Grüßen aus dem Südwesten!

      • th. weiss sagt:

        hallo herr feindler,
        zunächst: ich habe in meinem beitrag so einige fragen gestellt. auf die gehen sie nur sehr bedingt ein! schade. mag schon sein, dass ein kind, wie in ihrem „konkreten“ beispiel, verhaltensauffälligkeiten zeigt. ob diese nun auf die tatsache, dass das kind von zwei frauen aufgezogen wird zurückzuführen sind, bleibt allerdings fraglich. was glauben sie, wie viele verhaltensauffällige kinder ich kenne, die in sog. „normalen“ familien aufwachsen. mein rat: nicht vorschnell rückschlüsse auf die geschlechtlichkeit der eltern oder pflegeeltern ziehen!!! da gibts sehr viel mehr „ursache und wirkung“ als – mit verlaub – Sie sich offenbar vorzustellen bereit scheinen.
        noch eine kurze bemerkung zu ihrem verweis auf das „mosaische gesetz“, indem sie levitikus ins feld führen: wir christen sind durch christus und sein liebesgebot frei von diesem gesetz. was natürlich nicht heißt, dass wir „gesetzlos“ wären…. ich empfehle eine lektüre einer sehr aktuellen predigt zu Galater 2,15-21, gehalten am verg. sonntag in der thomaskirche zu leipzig durch Pfr. Chr. Wolf. die finden sie unter diesem link: http://www.thomaskirche.org/r-2012-predigten-a-3956.html. da gehts z.b. um die freiheit des christenmenschen vom gesetz…und wenn sie noch etwas weiter vertiefen möchten, dann gibts da auch noch eine predigt zu 1. Korinther 6,9-14.18-20 und dem „streit“ in der sächsichen Landeskirche zur Novelle des Pfarrerdienstgesetzes, die sehr bedenkenswert ist: http://www.thomaskirche.org/r-2012-predigten-a-3938.html. Ich wünsche gute lektüre und befreiende erkenntnis und grüße wiederum aus dem norden.

      • th. weiss sagt:

        ach, herr feindler, eines vergaß ich noch: in der debatte geht es übrigens keineswegs, wie von ihnen und anderen „gefühlt“, um die GLEICHSTELLUNG von Ehe und eingetragenen Partnerschaften, sondern bestenfalls um GLEICHBEHANDLUNG in einzelnen Fragen z.B. der steuerlichen. Niemand spricht davon der „eingetragenen Partnerschaft“ Verfassungsrang einzuräumen, wie z.B. der Ehe. sondern die Forderung besteht darin, das durch das GG verbriefte Verbot der Diskriminierung aus Gründen z.B. der sexuellen Orientierung in der Wirklichkeit zu praktizieren – und zwar in vollem Umfang! Das tut wohl nach 60 Jahren GG dringend Not! Das ist auch und nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage.

        • Rudolf Feindler sagt:

          Ich grüße Sie, Herr Weiß,
          ich glaube, dies ist wohl nicht der Ort, um theologische Diskussionen zu führen. Gesagt sei jedoch, dass ich diese freizügige Auslegung der Lehre Christi kaum noch christlich nennen kann. Wenn Gott im alten Testament verdeutlicht, dass Er Sexualverkehr unter Gleichgeschlechtlichen und Tieren verabscheut und Ihm solche Praktiken zuwider sind, dann kann kein Mensch später sagen, dass sich das jetzt durch das Opfer Christi nicht mehr gilt. Das Einzige, was sich durch durch Seinen Opfertod geändert hat, sind unsere Bündnisverhältnisse. Will heißen, die Beschneidung, die Brandopfer, etc. sind überflüssig geworden. Aber das, was der Schöpfer als widerwärtig disqualifiziert hat, bleibt bis zum Jüngsten Tag bestehen.
          Recht muss ich Ihnen geben, wenn Sie von einer finanziellen Gleichstellung reden. Wenn Gleichgeschlechtliche trotz des ausdrücklichen Gottesverbots dieses Leben so leben wollen, dass sei ihnen das unbenommen und dann sollten sie auch steuerlich wie ein Paar behandelt werden. Aber Erziehungsberechtigung für adoptierte Kinder wird ihnen hoffentlich nie gewährt werden. Es ist nicht von ungefähr, dass die Ehe ein Sakrament, also gleichstehend mit der Taufe z.B., ist. Und nur aus diesem von Gott gewollten und geweihten Bündnis dürfen und sollen Kinder von Vater und Mutter beschützt und geleitet ihren Weg ins Leben finden.
          Mir ist klar, dass das ein Idealzustand ist. Ich bin selber Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern. Und dass es auch ‚verkorkste‘ Kinder aus ’normalen‘ Ehen gibt, ist kein Geheimnis. Das gibt aber gleichgeschlechtlichen Paaren kein Erziehungsrecht.
          Mit herzlichem Gruß aus einem ‚Backofen‘ im Schwarzwald

          • th. weiss sagt:

            guten morgen, herr feindler,
            ich wünsche, dass sie sich aus dem `backofen`befreien konnten…:) ja, gut, da machen sie ja schon einen unerwartet großen schritt, dass sie anerkennen, dass gleichbehandlung z.b. in der steuerlichen frage not tut. und darum geht es ja in der debatte. alle anderen behauptungen sind ins reich der verschwörungstheorien zu verweisen.
            aber, warum sollte das forum hier nicht der ort für einen theologischen diskurs sein? ja, wo denn dann? natürlich führen ja auch sie diesen theologischen diskurs. und ich möchte sie allerdings herzlich bitten, urteile über die auslegung des wortes gottes als „unchristlich“ abzuqulifizieren, zu unterlassen, zumindest aber ein solches urteil dann auch wirklich zu begründen. aber davon mal abgesehen: lassen wirs doch einfach dabei, dass die gleichbehandlung der „eingetragenen Partnerschaft“ im geltenden recht das gebot zum handeln in der politik ist. im übrigen soll jeder, wie fridricus rex so frech bemerkte, „nach seiner facon selig“ sein. ich grüße aus dem heute recht wohl temperierten norden.

  3. Gertraud Neldner sagt:

    Mutter und Vater lieben ihre Kinder und es ist ihnen eine tiefe Freude und großes Glück, sie beim Heranwachsen begleiten zu dürfen.
    Aber darüberhinaus bedeutet es auch große persönliche Verantwortung, Zurückstellung eigener Interessen und oft genug finanzielle Einbußen über Jahre hinaus.
    Dies gleichzusetzen mit homosexueller Partnerschaft, in der im Regelfalle beide berufstätig sind, Geld verdienen und nichts zum Erhalt der Gesellschaft beitragen (außer dem Zahlen von Steuern) stört ganz empfindlich mein Gerechtigkeitsempfinden und sicher auch das vieler anderer.
    Und so bitte ich Sie, in dieser Auseinandersetzung „am Ball“ zu bleiben und zusammen mit der evangelischen Gruppe für die Interessen von Familien einzutreten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *