Die Allianz zwischen ZdK und Limburger Dissidenten kommt ans Licht.

„Aufräumen nach dem Knall“ war am 12.11.13 das Motto einer Veranstaltung des Hauses am Dom in Frankfurt (Katholische Akademie), das von Prof. Joachim Valentin geleitet wird, der auch die Veranstaltung einleitete und moderierte. Wir ersparen uns hier auf die Veranstaltung im einzelnen einzugehen und bitten durch Anklicken des folgenden Links, sich auf kath.net und auch dort im Kommentarbereich bei den bei dieser Veranstaltung im Haus am Dom anwesenden Kommentatoren zu informieren.kath.net./news/43691
Unter den Podiumsteilnehmern fiel einer besonders auf, nämlich der Generalsekretär des ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken) Stefan Vesper. Natürlich fragt sich jeder, der von dieser Veranstaltung Kenntnis nimmt, was dieser Spitzenfunktionär des ZdK dort zu suchen hat. Wir haben schon weiter unten auf diesem Blog die wahren Hintergründe für den Limburger „Knall“ aufgezeigt, die zunächst mit dem Bischof Tebartz-van Elst gar nichts zu tun haben und eine lange Vorgeschichte haben. In dem letzten Artikel „ZdK-Präsident Alois Glück beugt vor“ (auch auf kath.net einsehbar) haben wir auf den engen Zusammenhang zwischen den Vorstellungen der Mehrheit der ZdK-Mitglieder und denen der Mitglieder des Limburger Domkapitels und des dissidenten Hofheimer Priesterkreises hingewiesen. Diese Allianz zwischen ZdK und den Vorstellungen des benannten Teils des dissidenten Limburger Klerus hat nun diese äusserst aufschlußreiche Veranstaltung mit Teilnahme des Generalsekretärs des ZdK Vesper eindrucksvoll und unübersehbar bestätigt.
Ein Teilnehmer an dieser Veranstaltung, der in Limburg dem Bischof eher skeptisch gegenüberstand, äusserte sich erschrocken über die Äusserungen von Vesper.
„Der redete einer Kirchenordung das Wort, in der letztlich Rom und der Papst nicht mehr vorkommen. Der will eine synodale Kirche mit Mehrheitsbeschlüssen, von römischer Katholizität war bei den Ausführungen dieses Funktionärs nichts zu erkennen. Wäre er nicht auf dem Podium gesessen, hätte ich ihn für einen Protestanten gehalten. Katholizität kann Vesper jedenfalls nicht definieren.“
Es handelt sich um einen aufrechten Katholiken einer Gemeinde des Bistums Limburg, der mit Entsetzen auf das ganze Chaos blickt und versucht, sich ein Bild zu machen, von dem was vor sich geht. Dabei bemüht er sich, die Vorgänge im Licht des Evangeliums zu sehen. Auch sein Pfarrer ist nach seiner Schilderung bemüht, eine christliche Haltung zu dem Geschehen einzunehmen und ruft die Gemeinde treu zum Gebet auf für alle Beteiligten.
Und nun kommt diese Veranstaltung im Haus am Dom mit Herrn Vesper. Diesem Zuhörer ist gar nicht klar, was das ZdK nun eigentlich ist und was seine Aufgabe ist.

„Als ich den Mann reden hörte, dachte ich mir, der könnte mit seiner Funktionärs-Eloquenz auch in ganz anderen Bereichen Lobbyismus betreiben: etwas als Sprecher der Metzgerei-Innung, der Vereinigung der Zahnärzte oder der Postgewerkschaft. Mir wurde klar, dass Vesper einfach Machtpolitik betreibt für diejenigen, die ihn eben angestellt haben. Was folgt daraus? Das ZdK muss sich schon fragen lassen, für wen es überhaupt spricht und: Ich wüsste schon gerne, warum es überhaupt da ist. Welchen Nutzen haben wir deutsche Katholiken von diesem Gremium? Wie dient es uns? Wie steht es um seine Loyalität zur Kirche?… Kurzum: Vespers Auftritt hat mich sehr beunruhigt.“

Hier spricht ein Mann, der bisher in seinen Kommentaren bemüht war, dem Domkapitel gerecht zu werden und eher eine Position einnahm, die mir von den Medien mehr beeinflusst schien, aber trotzdem sich sehr bewusst als katholischer Christ in seiner ganzen Verantwortung sieht. Aber diese Veranstaltung im Haus am Dom ließ ihn erahnen, wo der Hund in Limburg wirklich begraben liegt und worum es geht.
Es geht nicht um Baugeschichten und es geht nicht um die Person des Bischofs, der angeblich Angst und Schrecken verbreitet unter erwachsenen Männern des „höheren“ Klerus, die sich mit solchen Bemerkungen als ängstliche Buben darstellen und sich somit lächerlich machen, sondern es geht seit Jahrzehnten dort um die Auffassung von Kirche. Und die Auffassung von der Kirche des dissidenten Limburger Domkapitels, des Hofheimer Priesterkreises und der Mehrheit des ZdK stimmen überein. Deshalb wurde der Generalsekretär des ZdK, Dr. Stefan Vesper, zu dieser Veranstaltung eingeladen, obwohl er weder aus dem Bistum Limburg stammt noch jemals dort tätig war. Hatte doch der einladende Leiter der Akademie; Joachim Valentin, kath.net gegenüber erklärt, dass man Manfred Lütz wohl als Verteidiger des Bischofs akzeptiert hätte, obwohl er auch nicht aus Limburg sei und von den Limburger Verhältnissen keine Ahnung hat. Aber solche Widersprüche sind für den Prof. Dr. Valentin offensichtlich zu vernachlässigen.
Und Vesper ist ein Experte für Limburg? Nein, er ist ein Experte für den Kampf gegen Rom und sein Lehramt, von dem die Mehrheit des ZdK und der Limburger besagten Klerusclique samt Akademieleitung sich eine Kirche nach protestantischem Vorbild mit starkem säkularem Einschlag erhofft.
Dieses Ziel wird, wie Barabra Wieland bemerkt hat, nicht genannt. Es wird darüber nicht gesprochen, sondern mit frommen Sprüchen und scheinheiligen Lippenbekenntnissen wahre Katholizität vorgetäuscht. Dabei wird auch vom Frankfurter Domdekan geheuchelt, was das Zeug hält, wie ihm gerade auf freiewelt.net mit dem Herausschmiss der christlichen Carolus-Buchhandlung aus seinem millionenschweren Bau des Mietgeldes wegen nachgewiesen wurde.
In Limburg geht es in Wahrheit dem Domkapitel mit Unterstützung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken um eine hierarchiefreie, synodal verfasste Kirche ohne den Einfluß Roms und des Papstes. Das wurde in Frankfurt einem den Herren dort durchaus nicht feindselig gesinntem aufrechten Katholiken klar und das wird auch immer mehr Menschen in und ausserhalb des Bistums Limburg klar.
Was aus einer solchen angestrebten Kirche wird, hat der Vatikanist John L. Allan, der durchaus kein Konservativer ist, in seinem aufregenden Buch „Das neue Gesicht der Kirche. Die Zukunft des Katholizismus“ beschrieben. Eine solche Kirche wird innerhalb der Weltkirche in die Bedeutungslosigkeit versinken. Die EKD-Leitung macht es uns vor.
Aber vielleicht kommt ja alles ganz anders. Die Limburger und darüber hinaus die deutschen Verhältnisse werden in Rom sehr realistisch und klar gesehen und sind bis ins Detail bekannt. Und kein Thron in Limburg, weder im Domkapitel noch in der Akademie, ist in Ewigkeit gebaut. Das werden diese Herrschaften noch erfahren.
Und die Verschleierung der wahren Gründe für die Limburger Verhältnisse wird sowenig gelingen, wie die der jetzt offen sichtbar gewordenen Allianz zwischen dem ZdK und dem Limburger Klüngel . Dafür ist gesorgt. Es wird nach dem Knall aufgeräumt und zwar dadurch, dass es noch viele kleine Knalle (Pensionierungen, Entlassungen, Versetzungen) geben wird.

Michael Schneider-Flagmeyer

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4 Antworten auf Die Allianz zwischen ZdK und Limburger Dissidenten kommt ans Licht.

  1. Reinhild Aschoff sagt:

    Ich habe gerade in Radio Horeb die ergreifende und vorbildhafte Lebensgeschichte des (heiligen) Pfarrer Joseph Müller gehört, der von den Nationalsozialisten 1944 ermordet wurde als Blutzeuge für den Glauben! Ergreifend! Credo in unum Deum! Danke für diesen Beitrag!

  2. Kemmer Hermann-Josef sagt:

    Das alles hat einen Namen: Deutschkatholisch-demokratische-Nabelschau-PC-Staatskirche-ohne-Tiefgang-und-Anspruch.

    Das ist die Kirche, die das ZDK und diese sog. Basiskirchen von unten vertritt. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kirchenvertreter dieser Gruppierung versuchen das Katholische zu schleifen, zu destruktuerieren, dem Zeitgeist anzupassen, die Zähne zu ziehen und kaum noch gegen Staatsdoktrin anzuecken. Eine solche Kirche, die nicht dem Wort Jesu (auch den unangenehmen) dient, dient zu nichts.

    Letztlich ist diese Kirche eine Vereinsmeierkirchenverein, der außer einigen sozialen Projekten nichts mehr auf die Reihe bekommt. Das kann jeder Kaninchenzuchtverein. Diese Kirchenart hat sich innerlich schon so abgespalten, dass es wirklich an der Zeit wäre, klare Verhältnisse zu schaffen. Diese Jungs und Mädels wären in der evangelischen KIrche besser aufgehoben. Aber selbst diese wollen sie nicht. Sie brächten dort auch nur Unruhe hinein. Davon hat die evangelische Kirche mehr als genug. Und Konturlosikeit hat sie auch selbst genug. Ergänzen würden sie sich da schon.

  3. Konrad Kugler sagt:

    Ich tue hiermit öffentlich meine völlig unkatholische Schadenfreude kund, die mich erfüllte, als ich die Nachricht vernahm, daß Papst Franziskus dem Bischof von Limburg eine Absenz-Erlaubnis (!) gewährte.

    Ich empfand das als kräftigen Tritt gegen etliche Schienbeine in der nachgeordneten Limburger Hierarchie.

  4. Konrad Kugler sagt:

    Gott sei Dank,

    unser lieber demütige Heilige Vater Benedikt führt seinen Dienst als „Gefangener des Vatikans“ im Gebet weiter und unterstützt so unseren Papst Franziskus in hervorragender, völlig übersehener (!) Weise.

    Und dieser „robuste Kerl“ zeigt den Narren, wo der Barthel den Most holt. Südamerika ist halt doch ein bißchen anders als das liebe Bayern mit seinen Dickschädeln.

    Es geht hier nicht um eine Doktorarbeit, áber die Untersuchung meines Eindrucks einer gewissen Arbeitsteilung zwischen Behörde DBK und ZdK erscheint mit wichtig.

    Die Verlautbarungen der DBK betreffen in der Hauptsache Wirtschaftsfragen , während sich das ZdK vorwiegend um Theologische kümmert. Allein die Frechheit, Alois Glück zum Präsidenten zu wählen, zeigt das demokratistische (!) Bestreben dieses Haufens, der aus keiner demokratischen Wahl hervorgegangen ist.

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