Revolution oder Kontinuität? Vortrag von Prof. Dr. Josef Kreiml, St. Pölten

Zum rechten Verständnis des Zweiten Vatikanischen Konzil

Zu Beginn zwei Schlaglichter: In einem Gespräch mit einem brasilianischen Fernsehsender anlässlich des Weltjugendtages in Rio de Janeiro sagte Papst Franziskus, derzeit sei das Konzil „noch nicht voll umgesetzt“, es inspiriere die Kirche jedoch weiterhin. „Die Umsetzung eines Konzils dauert hundert Jahre, also haben wir jetzt die Hälfte“, meinte der Papst. – Ein junger amerikanischer Theologe schreibt in einem Brief Folgendes: „Die Polarisierung ist ein Luxus, den sich die Kirche nicht länger leisten kann, ja sie darf ihn nicht einmal dulden. … Die Polarisierung hat die Fähigkeit der Kirche erstickt, authentisch das Evangelium zu verkünden und missionarisch zu sein.“

 1. Liturgiereform „kann nicht Revolution sein“

Die in der Nachkonzilszeit bewusst vorangetriebene Hermeneutik der Diskontinuität und des Bruches ist dem durchschnittlichen Katholiken nirgends so nahe gekommen wie bei der nachkonziliaren Liturgiereform. Die inflationär gewordene Rede von der vorkonziliaren und nachkonziliaren Kirche hat sich zunächst in der Unterscheidung zwischen der sog. alten und neuen Messe eingebürgert. Auf diesem Hintergrund kann es nicht erstaunen, dass der bis heute schwelende Streit um die richtige Auslegung des Zweiten Vatikanums auf der Ebene der Liturgie besonders heftig ausgetragen worden ist. Die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanums hat das Ziel der Liturgiereform mit folgenden Worten umschrieben: „die gesunde Überlieferung (solle) gewahrt bleibe(n) und dennoch (solle) einem berechtigten Fortschritt die Tür aufgetan werde(n)“ („Sacrosanctum Concilium“, Nr. 23).
Der Innsbrucker Liturgiewissenschaftler Josef Andreas Jungmann hat das Grundprinzip jeder liturgischen Erneuerung so formuliert: „Reform der Liturgie kann nicht Revolution sein. Sie muss den wirklichen Sinn und die Gesamtstruktur der überlieferten Riten zu erfassen versuchen, und sie muss diese – in behutsamer Verwertung schon vorhandener Ansätze – in der Richtung auf die pastoralen Bedürfnisse eines lebendigen Gottesdienstes organisch weiterbilden.“ Die Konstitution über die heilige Liturgie (4.12.1963) war „Teil des umfassenden Konzilsvorhabens des aggiornamento, freilich nicht im Sinne einer Anpassung an den Zeitgeist, sondern im Sinne einer Erneuerung der Liturgie in der großen Tradition der Kirche, um dem modernen Menschen den Zugang zum Christusmysterium besser eröffnen zu können“.
Das Zweite Vatikanum wollte nicht einfach – auch und gerade in der Liturgie nicht – Neues schaffen, sondern dem verbindliche Gestalt geben, was im Glaubensleben der Kirche organisch gewachsen und herangereift war. Liturgie ist eine lebendige Realität. Es gibt Weiterentwicklungen, aber die bleibende Kontinuität und die Identität dürfen nicht zerstört werden. In der Liturgiegeschichte gilt das Prinzip der „organischen Entwicklung“ der Liturgie. Es kann Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch geben. Die nach dem Konzil wirksam gewordene Hermeneutik der Diskontinuität und des Bruches wurde v. a. im liturgischen Leben angewandt und in den Prinzipien der Kreativität und der freien Gestaltung der Liturgie konkretisiert.
Papst Paul VI. und Papst Johannes Paul II. haben die Neuheit des Konzils und gleichzeitig die Einzigkeit und Kontinuität der Kirche verteidigt. Die konsequente und authentische Verwirklichung des Zweiten Vatikanums ist auch eines der zentralen Anliegen des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Sowohl gegenüber der traditionalistischen Hermeneutik einer ungeschichtlichen Kontinuität als auch gegenüber der progressistischen Hermeneutik bruchhafter Diskontinuität fördert Benedikt XVI. „eine Konzilshermeneutik der Reform, die Kontinuität mit der Tradition und Dynamik der Erneuerung miteinander verbindet, um die Kirche aus der Herzmitte des Glaubens heraus zu erneuern“.

2. Die Ansprache Papst Benedikts XVI. beim Weihnachtsempfang am 22. Dezember 2005

Was war an der Rezeption des Konzils gut, unzulänglich oder falsch? Was muss noch getan werden? Warum ist die Rezeption des Konzils in weiten Teilen der Kirche eher schwierig gewesen? Alles hängt – so Benedikt XVI. in seiner Ansprache vom Dezember 2005 – von einer „korrekten Auslegung“, von einer korrekten Deutung und Umsetzung des Konzils ab. Die Probleme der Rezeption entspringen der Tatsache, dass zwei gegensätzliche Hermeneutiken miteinander im Streit liegen. Auf der einen Seite gibt es die „Hermeneutik der Diskontinuität und des Bruches“. Sie hat sich nicht selten das Wohlwollen der Massenmedien und eines Teiles der modernen Theologie zunutze machen können, und sie hat Verwirrung gestiftet. Auf der anderen Seite gibt es die „Hermeneutik der Reform“, der Erneuerung des einen Subjektes Kirche, unter Wahrung der Kontinuität. Diese Hermeneutik hat Früchte getragen, und sie trägt auch weiterhin Früchte.
Die Vertreter einer Hermeneutik des Bruches berufen sich vielfach auf einen grundlegenden Unterschied zwischen den Konzilstexten und dem Konzilsgeist. Die Konzilstexte seien das Ergebnis von „Kompromissen, die geschlossen wurden, um Einmütigkeit herzustellen, wobei viele alte und inzwischen nutzlos gewordene Dinge mitgeschleppt und wieder bestätigt werden mussten. Nicht in diesen Kompromissen komme jedoch der wahre Geist des Konzils zum Vorschein, sondern im Elan auf das Neue hin, das den Texten zugrunde liege: nur in diesem Elan liege der wahre Konzilsgeist, und hier müsse man ansetzen und dementsprechend fortfahren. Eben weil die Texte den wahren Konzilsgeist und seine Neuartigkeit nur unvollkommen zum Ausdruck brächten, sei es notwendig, mutig über die Texte hinauszugehen und dem Neuen Raum zu verschaffen, das die tiefere, wenn auch noch nicht scharf umrissene Absicht des Konzils zum Ausdruck bringe. Mit einem Wort, man solle nicht den Konzilstexten, sondern ihrem Geist folgen. Unter diesen Umständen entsteht natürlich ein großer Spielraum für die Frage, wie dieser Geist denn zu umschreiben sei“. Eine solche Interpretation verfehlt die Natur eines Konzils – so Benedikt XVI. – „bereits im Ansatz“. Ein Konzil ist keine verfassungsgebende Versammlung, die eine alte Verfassung außer Kraft setzt und eine neue schafft. Die eigentliche Kirchenverfassung kommt von Christus; sie wurde uns gegeben, damit wir das ewige Leben erlangen. Die Bischöfe sind durch das Sakrament der Bischofsweihe „Treuhänder der Gabe des Herrn“. Im Gleichnis vom „Verwalter“ bzw. vom „anvertrauten Geld“ (Mt 25,14-30; Lk 19,11-27) wird die Dynamik der Treue beschrieben. Auch in einem Konzil müssen Dynamik und Treue eins werden – was ein äußerst anspruchsvolles Programm darstellt.
Auch Papst Johannes XXIII. hat in seiner Eröffnungsansprache zum Konzil am 11. Oktober 1962 von einer „Hermeneutik der Reform“ gesprochen: „Es ist notwendig, die unumstößliche und unveränderliche Lehre, die treu geachtet werden muss, zu vertiefen und sie so zu formulieren, dass sie den Erfordernissen unserer Zeit entspricht. Eine Sache sind … die Glaubensinhalte, also die in unserer ehrwürdigen Lehre enthaltenen Wahrheiten, eine andere Sache ist die Art, wie sie formuliert werden, wobei ihr Sinn und ihre Tragweite erhalten bleiben müssen“. Überall, wo man eine „Hermeneutik der Reform“ zugrundegelegt hat, ist – so Benedikt XVI. – neues Leben gewachsen und sind neue Früchte herangereift. Es geht um eine Erneuerung der Kirche unter Wahrung der Kontinuität.
Auch in unserer Zeit bleibt die Kirche ein „Zeichen, dem widersprochen wird“ (Lk 2,34). Es konnte nicht die Absicht des Konzils sein, diesen Widerspruch des Evangeliums gegen die Gefahren und Irrtümer des Menschen aufzuheben. Die Dogmatische Konstitution über die Kirche („Lumen gentium“, Nr. 8) spricht von den „Verfolgungen der Welt“ und den „Tröstungen Gottes“. Das Konzil wollte – so Benedikt XVI. – Gegebenheiten beseitigen, die es verhindert hätten, dass den Menschen von heute der Anspruch des Evangeliums in seiner ganzen Größe und Klarheit vor Augen tritt. Der heute besonders wichtige Dialog zwischen Vernunft und Glauben muss – mit großer Offenheit des Geistes und mit der klaren Unterscheidung der Geister – weitergeführt werden.

3.  Die „Hermeneutik der Reform“

Benedikt XVI. hat in seinem Brief „in Sachen Aufhebung der Exkommunikation der vier von Erzbischof Lefebvre geweihten Bischöfe“ gesagt: „Man kann die Lehrautorität der Kirche nicht im Jahre 1962 einfrieren – das muss der Bruderschaft ganz klar sein. Aber manchen von denen, die sich als Verteidiger des Konzils hervortun (den sog. Progressiven; J. K.), muss auch in Erinnerung gerufen werden, dass das Zweite Vatikanum die ganze Lehrgeschichte der Kirche in sich trägt. Wer ihm gehorsam sein will, muss den Glauben der Jahrhunderte annehmen und darf nicht die Wurzeln abschneiden, von denen der Baum lebt“. Kardinal Lehmann hat mit Recht Folgendes festgestellt: „Manche unfruchtbaren Grabenkämpfe zwischen Progressiven, die sich wenig um verbindliche Inhalte kümmerten, und Traditionalisten, die sich wenig um die Gegenwartsnähe der Kirche sorgten, haben dem Konzil in gleicher Weise geschadet“.
Benedikt XVI. hat in seiner Ansprache vom Dezember 2005 deutlich gemacht, dass auch die Anerkennung der Religionsfreiheit in „Dignitatis humanae“ (Erklärung über die Religionsfreiheit vom 7. Dezember 1965) ein Anknüpfen am Ursprung und insofern Reform aus dem Ursprung ist: „Das Zweite Vatikanische Konzil hat mit dem Dekret über die Religionsfreiheit einen wesentlichen Grundsatz des modernen Staates anerkannt und übernommen und zugleich ein tief verankertes Erbe der Kirche wieder aufgegriffen. Diese darf wissen, dass sie sich damit in völligem Einvernehmen mit der Lehre Jesu befindet (vgl. Mt 22,21), ebenso wie mit der Kirche der Märtyrer, mit den Märtyrern aller Zeiten.“1
Im Verlauf des Streits um das rechte Verständnis des Zweiten Vatikanums haben sich zwei extreme Positionen gebildet, die beide von einem durch wichtige Konzilsdokumente bewirkten Bruch mit der bis dahin verbindlichen Lehre der Kirche sprechen. Was Traditionalisten und Progressisten unterscheidet, ist lediglich die Bewertung dieses behaupteten Bruches. Während die Traditionalisten darin einen theologisch niemals zu verantwortenden Widerspruch zu dem unantastbaren Glaubensgut der Kirche sehen, applaudieren die Progressisten angesichts – so ihre Interpretation – der längst fälligen Räumung von Positionen, die – aufgrund der Entwicklung der modernen Gesellschaft und Kultur – unhaltbar geworden sind.
Bei der Suche nach einem theologisch legitimen Ausweg aus dieser Konfliktsituation mag ein Blick auf jene Erfahrungen hilfreich sein, die die Kirche mit bzw. nach dem Vorgängerkonzil der Jahre 1869/70 gemacht hat. Auch damals war von Bruch die Rede. Die Gegner des Ersten Vatikanums begründeten ihren Widerspruch gegen die Entscheidung des damaligen Konzils, indem sie die Definitionen von Primat und Unfehlbarkeit des Papstes in grotesker Weise übersteigernd interpretierten. Auf diese Weise schufen die Propheten des Bruches – die späteren Altkatholiken – eine überhitzte Atmosphäre, in der sich die Fronten immer mehr verhärteten. Zu dieser Verhärtung trugen aber nicht nur die Gegner von Primats- und Unfehlbarkeitsdogma bei, sondern auch deren bisweilen ebenso unbesonnene und extreme Verfechter (z. B. der Londoner Erzbischof Henry Edward Manning). Indem sich die extremen Verfechter der Primatslehre auf ihre Weise von der gesunden Überlieferung der Kirche entfernten, vollzogen auch sie einen Bruch, und zwar nicht zum wenigsten dadurch, dass ihre Übertreibungen den Gegnern des Konzils Grund für ihren Protest boten.
In dieser für die Einheit der Kirche bedrohlichen Situation meldeten sich Konzilsteilnehmer und Theologen in einer Weise zu Wort, die geeignet war, den Irrtümern und Angriffen der einen wie der anderen Seite zu begegnen. An erster Stelle war es der österreichische Bischof Joseph Feßler (1813-1872), der als Sekretär des Konzils hierzu besonders befähigt war. Seine 1871 in drei Auflagen erschienene Schrift „Die wahre und die falsche Unfehlbarkeit der Päpste“ sowie sein gleich danach erschienenes Werk „Das Vaticanische Concilium, dessen äußere Bedeutung und innerer Verlauf“ (1871) trugen entscheidend zur Aufklärung und Beruhigung bei. Papst Pius IX. zögerte nicht, seine Zustimmung zu Feßlers Schriften auszudrücken. So konnte auf der Grundlage einer sachlichen und korrekten Interpretation der Konzilsdekrete auf weite Strecken hin die Einheit von Bischöfen, Klerus und Gläubigen gewahrt bleiben.

4. Die Erneuerung der Kirche als geistliche Aufgabe

Das Zweite Vatikanum wollte verdeutlichen, dass es sich bei der Erneuerung der Kirche um eine geistliche Aufgabe handelt. Kirchenreform muss auf dem Weg einer geistlichen Vertiefung des Kircheseins aller Getauften geschehen. Am Ende des vierten Bändchens (1966), in denen der Konzilsberater Joseph Ratzinger über die einzelnen Sitzungsperioden des Konzils berichtet hat, hielt er gleichsam als Fazit fest: „Das Konzil hat uns zum Bewusstsein gebracht, wie sehr in der Tat die Kirche in einer neuen Situation von innen her der Erneuerung bedurfte.“ Was Joseph Ratzinger damals unter Kirchenreform verstand, hat er so präzisiert: „Am Ende lebt die Kirche … zutiefst vom Glauben derer, die einfachen Herzens sind. … Der Glaube derer, die einfachen Herzens sind, ist der kostbarste Schatz der Kirche; ihm zu dienen und ihn selbst zu leben ist die höchste Aufgabe kirchlicher Erneuerung.“ Beim vielstrapazierten Wort „aggiornamento“ handelt es sich nicht um eine leichtfertige Angleichung des Glaubens und der Kirche an die Plausibilitäten der heutigen Welt; auch eine starre Abschottung von Glauben und Kirche von der säkular gewordenen Welt ist damit nicht gemeint. Bedenkenswert ist in diesem Zusammenhang folgendes Wort Martin Bubers: „Von der Welt wegblicken, das hilft nicht zu Gott. Auf die Welt hinstarren, das hilft auch nicht zu ihm. Aber wer die Welt in ihm schaut, steht in seiner Gegenwart.“
Kardinal Koch fordert ein Durchwirken des modernen Lebens mit dem Sauerteig des Evangliums. Er warnt vor einem Konformismus mit der Welt, der nur noch christlich tauft, was weltlich vorgegeben ist. Der in den letzten Jahrzehnten in unseren Breitengraden unaufhaltsam vorangeschrittene Prozess der Säkularisierung und der Entfremdung vom Christentum und das Aufkommen eines neuen militanten Atheismus, der freilich über die uralten Klischees einer vulgären Aufklärung kaum hinauskommt, stellen die Kirche vor neue, gewaltige Herausforderungen. Das „Werk der Evangelisation“ ist eine „Grundpflicht des Gottesvolkes“ (Missionsdekret des Zweiten Vatikanums „Ad gentes“, Nr. 35). Die eigentliche Alternative zu „konservativ“ hat beim Konzil nicht „progressiv“, sondern „missionarisch“ geheißen. Da die Menschen nur das weitergeben können, wovon sie selbst zutiefst überzeugt sind, setzt die notwendige missionarische Initiative unsere Selbstevangelisation voraus. Die wahre Kirchenreform, die das Konzil gewollt hat und die auch heute notwendig ist, ist eine elementare geistliche Aufgabe für alle Christgläubigen.

5. Die größte Herausforderung für die Kirche: Gott gegenwärtig machen

Bei einer Audienz am 27. Januar 2012 hat Papst Benedikt XVI. Folgendes gesagt: In weiten Teilen der Welt ist „der Glaube in Gefahr zu verlöschen wie eine Flamme, die nicht mehr gespeist wird. Wir stehen vor einer tiefen Glaubenskrise und einem Verlust des religiösen Sinnes, die für die Kirche die größte Herausforderung darstellen. Die Erneuerung des Glaubens muss daher … in unseren Tagen Vorrang haben. Ich wünsche mir, dass das Jahr des Glaubens … dazu beitragen wird, Gott wieder in dieser Welt gegenwärtig zu machen und den Menschen den Zugang … zum Vertrauen zu jenem Gott zu eröffnen, der uns in … Jesus Christus seine Liebe bis zur Vollendung erwiesen hat (vgl. Joh 13,1).“ Dem emeritierten Papst geht es darum, dass Gott „wieder in unser Blickfeld tritt, der so oft ganz abwesende Gott, dessen wir … so sehr bedürfen.“ Wir müssen die Wahrnehmungsfähigkeit für Gott wieder neu entwickeln. Von Anfang seines Dienstes als Nachfolger Petri an hat Benedikt XVI. an die Notwendigkeit erinnert, „den Weg des Glaubens wiederzuentdecken, um die Freude und die erneute Begeisterung der Begegnung mit Christus immer deutlicher zutage treten zu lassen. Wir müssen – so der emeritierte Papst in seinem Apostolischen Schreiben „Porta fidei“, mit dem er das „Jahr des Glaubens“ ausgerufen hat, – wieder Geschmack daran finden, uns vom Wort Gottes und vom Brot des Lebens zu nähren. Die Kirche ist zugleich heilig und stets der Reinigung bedürftig. Sie geht immerfort den Weg der Buße und Erneuerung. Das „Jahr des Glaubens“ ist eine Aufforderung zu einer echten Umkehr zum Herrn. Benedikt XVI. wünscht sich, dass das „Jahr des Glaubens“ in allen Gläubigen das Verlangen weckt, den Glauben vollständig und mit erneuerter Überzeugung, mit Vertrauen und Hoffnung zu bekennen.

Der Vortrag wurde gehalten auf dem Kongress „Freude am Glauben“ in Augsburg am 31.08.2013  (Text mit Anmerkungen im November-Heft  „Der Fels“ 2013  S. 310-313)

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