Das Gebet der Gläubigen

In http://kultur-und-medien-online.blogspot.de fand sich folgende Nachricht, die uns daran erinnert, dass das Beten ein höchst aktives Tun ist und Andersdenkende gewiss anspricht.
Für den 15. August hatten die französischen Bischöfe zu einem nationalen Gebetstag aufgerufen. Die kirchliche Fürbitte sollte vor allem der Regierung, Ehe und Familie, Kindern und Jugendlichen und dem sozialen Wohl gelten.
Dieser Appell für ein landesweites Gebet sorgte bereits im Vorfeld für Aufsehen, auch weil er als „politisches Signal“ gegen die neue sozialistische Regierung gedeutet wurde, was zwar bis zu einem gewissen Grad zutreffend, aber allzu vordergründig betrachtet ist.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen – die neue Regierung will Euthanasie und Homo-Ehe einführen – hat sich der französische Episkopat wieder stärker auf die „gute alte Tradition“ besonnen und schon Wochen zuvor zum „Gebet für Frankreich“ an diesem hohen Festtag aufgerufen.
Das „Beten für Frankreich“ und vor allem für Ehe, Familie und ein würdiges Lebensende sei wichtig, „weil das eine ernste Stunde ist“. – Er fügte hinzu: „Man hat der Kirche zu anderen Zeiten ihr Schweigen vorgeworfen. Jetzt betet sie – und sie lässt sich auch nicht den Mund verbieten, ganz gleich, welche Strömung die öffentliche Meinung gerade prägt.“
Gebetet wurde z.B. ausdrücklich auch „für die Familien, dass ihre legitimen Erwartungen auf Unterstützung durch die Gesellschaft nicht enttäuscht werden“.
„Die Gläubigen haben die Botschaft gut aufgenommen“, erklärte der katholische Journalist Patrice de Plunkett im Gespräch mit Radio Vatikan. In der weltweit bekannten Marienerscheinungsstätte Lourdes beteten Tausende, die an der Nationalwallfahrt teilnahmen. In Paris kam es zu einer großen Volksprozession vor der Kathedrale, in hunderten anderen Städten und Gemeinden Frankreichs schlossen sich katholische Gläubige der Gebetsaktion an.
Die katholische Kirche in Frankreich hat gezeigt, dass sie die Zeichen der Zeit aufgreift, ohne dem Zeitgeist gefallen zu wollen, dass sie für die Regierenden betet, ohne ihnen nach dem Mund zu reden.

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