Brief an Bischof Feige zu den Forderungen Bischof Ackermanns

Der Bischof von Magdeburg, Gerhard Feige, hat sich als einziger deutscher Bischof hinter die Forderung des Trierer Bischofs Stephan Ackermann nach einer neuen Sexualmoral, die der Lehre der Kirche widerspricht, nachdrücklich gestellt, nachdem einige deutsche Bischöfe Bischof Ackermann energisch widersprochen hatten:
http://www.kath.net/news/44790
http://www.kath.net/news/44891
Im Folgenden gebe ich einen Brief wieder, den ich an Bischof Feige geschrieben habe:

Hochwürdigster Herr Bischof Feige,

mit Recht halten Sie es für „unangebracht, wenn Bischöfe sich über die Medien vorführen und gegeneinander aufbringen lassen“.
Sollten Sie aber nicht mit dem gleichen Recht es für unangebracht halten, wenn ein Bischof dermassen vorprescht und der Kirche sozusagen im Alleingang eine neue Sexualmoral empfehlen will ohne Rücksicht auf die zu erwartende Bischofsynode und ihre Beschlüsse ganz unter dem Druck der säkularen Medien und der vom Zeitgeist bestimmten Mode, und vor allem ohne Rücksicht auf den Katechismus der römisch-katholischen Kirche KKK?
In der Tat ist es ein katastrophales Signal an die Gläubigen und an die Welt, wenn Bischöfe gegen die Lehre der Kirche und gegeneinander Front machen, wenn ein oder zwei Kardinäle glauben, den Präfekten der Glaubenskongregation in herablassender Weise öffentlich ermahnen zu müssen.
Die Bischöfe bilden mit dem Papst das katholische Lehramt. Sollten sie nicht mit dem Nachfolger Petri und untereinander eines Sinnes sein und den Verlockungen der Lobhudelei durch die „Welt“ (Paulus) widerstehen?

Mit freundlichem Gruß

Dr. Michael Schneider-Flagmeyer, Saarlouis ( Diözese Trier)

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2 Antworten auf Brief an Bischof Feige zu den Forderungen Bischof Ackermanns

  1. Lino Reis sagt:

    Das Ansinnen des Autors in allen Ehren. Ich wünsche Ihnen, er möge Ihnen antworten.

    Ein wenig Sorgen macht mir die Wahrnehmung des Autors. Sowohl Ackermann als auch Feige haben die Kirche bereits verlassen. Hierauf sollte die Betonung liegen.

    Die Katholische Kirche braucht KEINE neue Sexualmoral. Ganz sicher nicht.

    Es ist Krieg, wir befinden uns im Krieg, eine neue und ungewohnte Form des Krieges. Der Feind unterwandert immer stärker die gesamte Gesellschaft. Die Gerechten und die Christen werden weltweit verfolgt, gefoltert, sterben an Hunger, und Menschen in dieser hohen Verantwortung wollen meiner Katholischen Kirche eine neue Sexualmoral geben?

    Die Bischöfe bilden mit dem Papst das katholische Lehramt? Mag sein. Das katholische Lehramt ruht auf der BIBEL. Und diese ist unveränderbar. Die BIBEL sagt auch deutlichst, was denen blüht, die es wagen sollten, beispielsweise, eine neue und eindeutig schlechtere Sexualmoral zu predigen und umzusetzen.

    Feige und Ackermann begehen objektiv eine schlimme Tat. Ich bin diesen beiden Menschen dankbar, denn sie signalisieren mir, klar und deutlich, meine Abwendung von diesen beiden Menschen. Ich werde vor den Botschaften dieser Menschen fliehen.

    Auch ich würde diesen Menschen gerne schreiben wollen, allein sie werden nicht auf mich hören wollen. Der Wille des Menschen.

    Ich wünsche Ihnen, er möge Ihnen antworten und (!) auf Sie hören.

  2. Mathias Wagener sagt:

    Bischöfe, die anderer Auffassung sind als Rom oder zumindest meinen, dem Zeitgeist Rechnung tragen zu müssen, sollen ihre Meinung den Adressaten mitteilen und nicht über die Medien kommunizieren bzw. gerade eben nicht kommunizieren. Die Ausführungen Dr. Schneider-Flagmeyers im Brief an Bischof Feige sind berechtigt, nachdem Bischof Ackermann meinte, seine Auffassungen über die Medien verbreiten zu müssen.

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