Fuldaer Erklärung des „Forums Deutscher Katholiken“

Die in Fulda versammelten Mitglieder des „Forums Deutscher Katholiken“ und Vertreter befreundeter Gemeinschaften sprechen Papst Franziskus und den mit ihm verbundenen Bischöfen ihre uneingeschränkte Treue aus.
Die Lehre der Kirche gibt uns Orientierung und ist der Maßstab unseres Handelns. Wir sind überzeugt, dass die Einhaltung der Gebote Gottes am besten die menschliche Würde und eine humane Gesellschaft gewährleistet. Demokratische Mehrheitsentscheidungen erfahren ihre Grenzen, wenn sie dem Naturrecht und der göttlichen Offenbarung widersprechen.
Wenn Vertreter des Zeitgeistes der Kirche nahe legen, sie solle sich den so genannten „Lebenswirklichkeiten“anpassen, so wollen wir auf die Kehrseite dieser „Lebenswirklichkeiten“ hinweisen.

  • Nicht wer die Ehescheidung verharmlost, tut etwas für die Menschen, sondern wer den Ehepartnern hilft, Krisen gemeinsam zu bewältigen. Die Trennung bringt Leid für den verlassenen Ehepartner und für die betroffenen Kinder. Sie ist nicht eine „Befreiung“, sondern eine Niederlage.
  • Nicht wer Abtreibung als Recht der Frau proklamiert, tut etwas für sie, sondern wer ihr hilft und sie ermutigt, das Kind auszutragen. Wir fordern die Wiederherstellung des uneingeschränkten Lebensschutzes.
  • Nicht wer den Schulunterricht sexualisiert, stärkt das Wohl des Kindes, sondern wer das Erziehungsrecht der Eltern achtet.
  • Nicht wer das „Zusammenleben ohne Trauschein“ als gegebene Realität hinnimmt, tut etwas für die Menschen und die Zukunft unserer Gesellschaft, sondern wer ihnen Mut macht, ein Ja zu Ehe und Kindern zu sagen, hilft ihnen wirklich.

In unserem Land herrscht Religionsfreiheit. Andererseits dürfen weder Vertreter von politischen Parteien, von politischen Gruppen oder Medien bestimmen, was in der Kirche zu gelten hat. Das können ausschließlich die durch göttliche Vollmacht eingesetzten Autoritäten, nämlich der Papst und die mit ihm verbundenen Bischöfe.

Fulda, 16. März 2014                                                  Prof. Dr. Hubert Gindert

Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken und Leiter der Jahresversammlung

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2 Antworten auf Fuldaer Erklärung des „Forums Deutscher Katholiken“

  1. Kemmer, Hermann-Josef sagt:

    Ich bin keine Lefebrianer, stehe zur nachkonziliaren hl. Messe, aber einiges ist schon recht merkwürdig, was sich hier in der kath. Kirche in Deutschland so alles katholischer Priester nennt:
    Ich persönlich kann den Menschen, die jedes päpstliche Wort auf die Goldwaage legen, und antikatholische Einstellungen in ihnen wittern, nicht viel abgewinnen.
    Aber genau das ist die Crux, die die kath. Kirche wie ein Virus befallen hat und der kath. Kirche kann nur geraten werden, öffentlich durch die DBK endlich einmal klarzustellen, für welche urkatholischen Eckwerte diese Teilkirche hier überhaupt noch steht und ob die Genderideologie auch im Sinne deser DBK vertreten wird. Wenn nicht, warum wird der Caritasverband nicht gerügt, warum erfolgt der bischöfliche Eiertanz mit dem Weltbildverlag, der Esoterik und andere dem Christentum nichtförderliche Literatur vertrieb? Ich nenne sie Teilkirche, weil sie in vielen Dingen im Grunde kath. Werte vernachlässigt hat, und zwar bewusst und fatalerweise in der Glaubensvermittlung der Kinder.
    Wer die hl. Eucharistie zu einem bloßen Gedächtnismahl herabwürdigt, der hat auch keine Schwierigkeiten damit, Jesus aus der Dreienigkeit herauszuhebeln, der hat auch keine Schwierigkeiten, die Bibel nach Gusto zu interpretieren, der hat auch keine Schwierigkeiten damit, den Synkretismus als Stilmittel in den Kath. Glauben oder in das, was noch davon übrig ist, einzuführen mit der völligen Falschaussage, dass Muslime und Christen denselben Gott anbeten, der hat auch keine Schwierigkeiten aus dem Sühne- und Liebesopfer CHristi eine bloße Kreuzigung werden zu lassen, die damals viele erlitten haben, der hat auch keine Schwierigkeit, die historische Auferstehung zu leugnen, der hat auch keine Schwierigkeiten, die neutestamentarisch beschriebenen Wunder in das Land der Märchen zu verbannen, der hat auch keine Schwierigkeiten damit die Dogmen der kath. Kirche auf den Religionsmüllhaufen der Geschichte zu werfen in Sachen Hölle, Fegfeuer, Marien- und Heiligenverehrung und Co.
    Das sind die Wegbereiter einer kath. Kirche, die den Maximen und Regularien des säkularen Staates nachlaufen ohne auch nur sich ein Gewissen daraus machen zu müssen. Diese neue Kirche stellt nicht mehr Gott und seinen Willen in den Vordergrund, sondern den Menschen mit seinen Träumen, Wertvorstellungen und Wünschen, und der Gott der Bibel hat sich diesen Wünschen gefälligst unterzuordnen und zu erfüllen als Bedingung, nicht für tot erklärt zu werden, nachdem er zu einer Marionette menschlicher Zeitgeistvorstellungen verkommen ist. Sie haben den einzig wahren Gott der Liebe zu einem deformierten Ja-zu-Allem-Sager deformiert völlig entgegen der Lehre unseres Herrn Jesus Christus.
    In diesem Zusammenhang darf ich den folgenden Link zu kath.net präsentieren.
    http://www.kath.net/news/45303
    Menschen ändern sich, der Dreieine Gott ist aber unveränderbar und die Kirche hat sich, 2 000 Jahre vom Heiligen Geist geleitet, darum gemüht und versucht, trotz allem zeitweiligen verbrecherischen Tuns in vergangenen Jahrhunderten das Innere Gottes durch Dogmen irgendwelchen Irrlehren der Jahrhunderte entgegen zu stellen. Das und Vieles andere, was heute gern verschwiegen wird, haben wir der kath. Kirche zu verdanken.
    Mit der Frage der Vergegenwärtigung des Opfers Jesu auf dem Altar durch den kath. Priester in jeder hl. Messe sowie dem Glauben an die Realpräsenz Jesu in der Hostie steht und fällt der katholische Glaube. Damit kann er nicht der relativistischen Beliebigkeit verfallen, der große Teile der evangelischen Kirche und leider offensichtlich auch mittlerweile Teile der kath. Kirche bereits verfallen sind.

  2. Kemmer, Hermann-Josef sagt:

    Ja, genau diese Problematik wurd auch auf kath.net behandelt. Dort mit dem folgenden Artikel:
    http://kath.net/news/45297
    18 März 2014, 10:45
    Deutsche Caritas propagiert Gender-Ideologie im Kindergarten.

    Ja, die „Lebenswirklichkeiten“, die es offensichtlich nur deshalb in der katholischen Gläubigenschar vermehrt gibt, weil die nachkonziliare Kirche jahrzehntelang keine fundierte Glaubenslehre mehr vermittelt hat, scheinen auch bei sich katholisch nennenden Organisationen als Zielleitbilder herhalten zu müssen. Nicht mehr die Gebote des Dreieinen Gottes, sondern die gelebten menschlichen Unzulänglichkeiten, eingebettet in der politcal correctness sind es, auf die es gilt, Rücksicht zu nehmen und die propagiert werden müssen, um sie offensichtlich zeitgeistig psychologisch, wenn möglich ohne Gott, denn den brauchen wir schon lange kaum noch, behandeln zu können. Da stehen die Lehren des Vatikans und die Katholische Weltkirche wohl noch etwas im Wege. Nicht Zielsetzung im Dreieinen Gott, sondern gelebtes Mittelmaß mit dem Anschein des Christlichen, welches sich im Wohlfühlchristentum ergeht, ist offensichtlich auch in der geistigen Anlage der Caritas angesagt. Hilfe zum Selbstzweck in Gendermanier ist aber kaum noch christlich zu nennen. Die Caritas als Wirtschaftsunternehmen, die nur noch im Namen der kath. Kirche wirkt, jedoch nicht mehr nach katholischen Regeln, sondern eher nach staatlich vorgegebenen Regularien.

    Die Kirche hier scheint u. a. auch deshalb andere, weil lockerere Maßstäbe anzusetzen, weil sie sich finanziell zu sicher fühlt. Sie degradiert sich selbst zu einem Diskutierverein und kommt wohl kaum noch über diesen Status hinaus. Päpstliche Regeln sind erst mal zu hinterfragen. Vielleicht hat Papst Benedikt mit Entweltlichung auch die Kirchensteuersysteme gemeint und das erheblich zu hohe Gehalt von Bischöfen und Priestern, welche wie die Beamten und Angestellten im Öffentlichen Dienst auch monatlich beziehen. Das ist keine Neiddebatte, die ich hier eröffnen will, sondern wohl ein Übel, welches sich quer Beet durch die Einstellung der Gläubigen zieht. Ich nehme Kirchenaustrittserklärungen in einem Amtsgericht auf. Der häufigste Grund ist die Steuer. Nicht nur manche Erklärenden prangern den Reichtum der Kirche an, im Zuge der Geschehnisse in Limburg naturgemäß noch mehr als üblich, sondern, wenn sie es denn sagen, der überwiegende Teil. So jedenfalls kommen diese Nachrichten um die Millionenbauten der Bistümer an. Auch die Gehälter von Geistlichen und Bischöfen sind ab und an als Grund dabei.

    Damit werde ich nicht die Autorität von Bischöfen und Papst angreifen oder auch nur in Zweifel ziehen, sondern ich gebe nur zu bedenken, dass neben dem desolaten geistlichen Zustand der hiesigen Kirchen auch das Finanzgebahren Anlass zur Kritik sein sollte. Hier sollte der Geist der Demut in Armut unseres Erlösers JESUS CHRISTUS ansetzen.

    Bei den Austrittswilligen: Der Papst kommt gut an, die deutschen Bischöfe in Reichtum wohl eher nicht.

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