Informationen über den Kongress „Freude am Glauben“ vom 25. bis 27. Juli 2014 in Fulda

Papst Franziskus hat in mehreren Katechesen geäußert: „Der Mensch ist in Gefahr“. Er steckt in einer Krise. Das Wort Krise birgt Chance und Gefahr in sich. Der Mensch steht nach Papst Franziskus vor einem Wendepunkt. Die Chance liegt darin, dass neue Wege beschritten werden um Probleme zu lösen, die Gefahr, dass der Mensch abstürzt wenn er seine Identität verliert und nicht mehr weiß, wer er ist und wozu er existiert. Der Papst hat sich in diesen Katechesen so geäußert: „Die Welt steckt in einer Krise. Sie besteht nicht nur aus einer wirtschaftlichen Krise. Es ist eine kulturelle Krise. Es ist eine Krise des Menschen. Der Mensch ist heute gefährdet und die Gefahr ist groß; denn die Ursache des Problems ist nicht oberflächlich, sondern sitzt tief. Was zerstört werden kann ist der Mensch. Doch der Mensch ist das Ebenbild Gottes. Aus diesem Grund ist es eine tiefe Krise“.
Wenn das so ist, müssen wir diesem Problem nachgehen. Es geht darum, den Menschen zu retten, ihm seine Identität, sein Gesicht zurückzugeben.
Der Kongress 2014 will sich diesem Problem stellen. Das Generalthema des nächsten Kongresses lautet also: „Der Mensch ist gefährdet“ (Papst Franziskus) „Was rettet ihn“.

Wer sich noch weiter informieren will:
Der Kongress in Fulda beginnt mit dem Eröffnungsgottesdienst am Freitag den 25. Juli um 13.30 Uhr. Zelebrant ist der Präfekt der Glaubenskongregation Erzbischof Gerhard-Ludwig Kardinal Müller. Nach der Eröffnung im Esperanto haben wir als ersten Vortrag: „Können Mehrheiten alles beschließen“? Gemeint ist die Arroganz des modernen säkularen Menschen, sich zum Herrn über Leben und Tod aufzuschwingen. Papst Benedikt XVI. hat in seiner Rede vor dem Bundestag dargelegt, dass das Naturrecht dem Machertum Grenzen setzt.
Der junge Universitätsdozent Dr. Bonelli hat das bezeichnende Wort vom „Unschuldswahn“ des modernen Menschen geprägt. Diese „Schuldverdrängung“ hat ihre Kehrseite. Sie ist „der Weg ins Unglück“.
An diesem Freitagabend wird, wie schon in Augsburg von Teilnehmern des Jugendprogramms das Laienspiel „Bei Gott selbst – durch die Augen Mariens“ aufgeführt.
Der Samstag beginnt, wie bisher, mit einer heiligen Messe in der Form des außerordentlichen Ritus. Zelebrant ist der apostolische Protonotar Prälat Dr. Lucian Lamza.
Danach setzt sich das Generalthema des Kongresses fort mit dem Referat von Prof. Christian Müller aus Münster „Die Krise der Wirtschaft als Krise des Menschen und danach mit dem Sozialethiker Prof. Dr. Elmar Nass mit „Mission Mensch. Die christliche Vision der Gesellschaft und ihre Feinde“. Prof. Nass ist Priester. Er lehrt an der evangelischen Hochschule für angewandte Wissenschaft in Fürth.
Eine der Hauptursachen der heutigen Krise der Gesellschaft erklärt sich durch eine fehlende bzw. falsche Erziehung. Das Thema zu dem Josef Kraus spricht heißt „Erziehung heute: Sind wir am Ende des Selbstverständlichen angelangt?“. Kraus ist Vater, Leiter eines bayerischen Gymnasiums und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Wir setzen das Thema fort mit dem Podiumsgespräch „Erziehen zwischen Führen und wachsen lassen – was brauchen die Kinder?“. Das Gespräch wird moderiert von Alexandra Maria Linder. Die Podiumsteilnehmer haben Kinder und sind auch außerhäuslich mit Erziehung beschäftigt. Es sind Josef Kraus, Consuelo Gräfin von Ballestrem, Ingrid Ritt und Michael Hageböck.
Nach der Pause wird Prof. Münch die politischen und gesellschaftlichen Institutionen in das Blickfeld nehmen. Sein Thema heißt: „Politische und gesellschaftliche Institutionen im Sinkflug: Wir brauchen eine moralische Erneuerung“.
Nach diesen Themen, die Konzentration und Kraft erfordern, wird der Singekreis der KPE mit Musik ein wenig Auflockerung in das Auditorium bringen. Danach sind wir wieder fit für den Vortrag von Peter Winnemöller: „In der Fremde – katholische Themen in den Medien“.
Am Samstagabend führt uns dann die Lichterprozession zum Dom hin. Dort wird der Regens des Priesterseminars Dr. Cornelius Roth nach einer kurzen Ansprache die Marienweihe auf dem Domplatz vornehmen. Wie schon in früheren Jahren findet am Samstagabend bis 23:30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Blasius Nightfever unter der geistlichen Leitung von Diözesanjugendseelsorger Thomas Renze statt.
Der Sonntagmorgen beginnt mit dem Morgenlob in der Kongresshalle. Danach beginnt der Vortrag von Bischofsvikar Casetti, der die vorausgehenden Themen des Kongresses in gewisser Weise zusammenfasst. Der Titel ist: „Der Mensch ist das Abbild Gottes – weiß er es noch?“. Das Abschlusspodium mit Bischofsvikar Casetti, dem Regens des Priesterseminars Fulda Cornelius Roth, Sabine Beschmann von „Deutschland pro Papa und Dr. Franz Broser von der „Schiobewegung“, moderiert vom Chefredakteur des PUR-Magazins Bernhard Müller, will eine Perspektive in die Zukunft geben. Das Thema dieses Podiumsgesprächs ist: „Erneuerung der Gesellschaft durch Rückkehr zu Gott“.
Die Gottesfrage ist in der westlichen Welt zum Grundthema geworden und zum Ausweg aus der Krise, in der sie ohne Gott gekommen ist. Alle Reformer in der Kirche, die auch der säkularen Gesellschaft Hoffnung gegeben haben, waren große Marienverehrer. Folgerichtig steht das Thema: „Maria – Leitstern der Hoffnung“ mit Prof. Ziegenaus als Referenten am Ende des Kongresses und am Anfang des Weges, den wir von Fulda aus antreten.
Das Jugendprogramm hat eine Vielzahl von Workshops und interessante Referenten, die ich nicht alle aufführen will. Sie werden den Blick über den binnenkirchlichen Tellerrand weiten, z.B. mit Themen wie Christenverfolgung, dem Glaubenszeugnis „Vom Saulus zum Paulus – ich habe die Kirche radikal abgelehnt“, wo auch in heidnischer Umwelt innerhalb eines Wirtschaftsunternehmens eine Missionsinitiative dargestellt wird oder auch mit einem Podiumsgespräch „Katholisch – Ja bitte“ oder mit „Gottesspuren – wie handelt Gott in der Welt“ etc..

Noch einige Hinweise:
Zu den Gottesdiensten gibt es im Kongresszentrum ständige eucharistische Anbetung, die Möglichkeit zum Empfang des Bußsakramentes, eine Lichterprozession mit Marienweihe sowie Nightfever.
Der Kongress soll für Pfarrangehörige, Ministranten und Firmgruppen zu einem Erlebnis werden. Programme und Plakate können an der im Programmheft angegebenen Stelle angefordert werden.
Der Kongress „Freude am Glauben“ bietet die Möglichkeit, sich über das Angebot verschiedener Initiativen und Gemeinschaften an Infoständen zu informieren, Bücher der Referenten und CD’s der Vorträge zu erwerben, Gespräche mit Referenten zu führen und Freunden zu begegnen.
Bitte schauen Sie in unsere Homepage. Dort finden Sie das Programm und die Referenten.
Programmhefte und Plakate (DINA 4 u. 3) können angefordert werden unter Tel.: 089-605732 oder per Email: Hans.Schwanzl@forum-deutscher-katholiken.de

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