Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zum Rücktritt des Bischofs von Limburg

Mit der Entscheidung aus Rom hat die monatelange Auseinandersetzung im Bistum Limburg ihr Ende gefunden. Gläubige Katholiken werden nach dem Grundsatz „Roma locuta – causa finita: Rom hat gesprochen – die Sache ist beendet“ diese Entscheidung annehmen, unabhängig davon, welche Position sie vorher vertreten haben.
Die römische Entscheidung ist kein Schuldspruch gegen Bischof Tebartz van Elst. Aus der Pressemeldung des Vatikans geht vielmehr hervor, dass die Wiederherstellung des inneren Friedens im Mittelpunkt der Entscheidung stand.
Bischof Tebartz van Elst hat schon während der Auseinandersetzung versucht zur Befriedung seinen Beitrag zu leisten. Er hat sich für evtl. Fehler und Verletzungen bei den Gläubigen entschuldigt. Er hat sich nicht an sein Dienstamt geklammert, sondern bereits am 20.Oktober 2013 dem Papst seinen Amtsverzicht angeboten. Der Limburger Bischof hat auch während der massiven Pressekampagne und nach der päpstlichen Entscheidung Haltung gezeigt und Format bewiesen.
Das Bemühen um den inneren Frieden als Voraussetzung für einen Neubeginn schließt auch einen Weg in Fragen des Glaubens ein, der in vollem Einklang mit dem römischen Lehramt steht.
Kaufering, den 26. März 2014,    Dr. Hubert Gindert, Forum Deutscher Katholiken

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27 Antworten auf Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zum Rücktritt des Bischofs von Limburg

  1. Eduard Werner sagt:

    Heute steht im Münchner Merkur folgender Leserbrief: „Hand aufs Herz! Hätte Bischof Tebartz-van Elst dem innerkirchlichen und dem außerkirchlichen Mainstream entsprochen, der Bau rund um den Dom wäre als architektonische Meisterleistung mit Weitblick gerühmt worden: und die hohen Kosten sowie die gefundenen Verfehlungen hätten keinen Hund hinter dem Ofen hervorgelockt.“
    Darüber kann auch die mediale Hetzkampagne nicht hinwegtäuschen-

    • Marc sagt:

      Die Neubauten im Bistum Limburg sind auch günstiger als die Jahres-Lohnsumme der Diözesanleitung im Bistum Mainz. Die betraegt nämlich pro Jahr 34 Millionen Euro! Wieso gibt eigentlich das Bistum Lehmann soviel aus?

  2. Kemmer, Hermann-Josef sagt:

    Der Schlüsselsatz des Herrn Prof. Dr. Gindert ist wohl der: „Die römische Entscheidung ist kein Schuldspruch gegen Bischof Tebartz van Elst. Aus der Pressemeldung des Vatikans geht vielmehr hervor, dass die Wiederherstellung des inneren Friedens im Mittelpunkt der Entscheidung stand.“

    Das war eine zutiefst praktische und seelsorgerische Entscheidung des Vatikans jenseits von Dogmen und Theologiediskurs zu diesem Fall. Mit Bischof Tebartz wäre öffentliche Streitpolarisierung in der Kirche weitergegangen. Dafür sind die Friedensbande in der Diözese zu sehr zerrissen nicht nur in Limburg.
    Dieser Fall hat in ganz Deutschland zu vermehrten Kirchenaustritten geführt. Das ist Fakt. Hätte der Vatikan anders entschieden und diesen Bischof im Amt belassen, so wäre noch mehr (finanzieller) Schaden für die Kath. Kirche entstanden. Die Kirchenaustrittswilligen haben nach den Missbrauchsskandalen gerade diesen Fall als Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, zum Anlass für ihre Austrittserklärung genommen, wie mir mehrfach mitgeteilt worden ist, da ich diese Erklärungen aufnehme.
    Ich denke, dass die Mehrheit der Ausgetretenen wohl eher eine sehr lockere oder keine Bindung zur Kirche hatten. Einige wenige taten sich schwer mit dem Austritt, wie sie selbst bekundeten.

    • Mathias Wagener sagt:

      Ich kann hier keinen Austrittsgrund anerkennen. Wer der Zeitung so sehr Glauben schenkt, muss sich ernsthaft nach seiner Kritikfähigkeit fragen lassen. Die Vorverurteilung eines Bischofs war auch tiefst unchristlich. Werden die Ausgetrenen dann wenigstens protestantisch oder altkatholisch ? Oder haben sie den Glauben wegen Baukostenüberschreitungen, die an der Tagesordnung sind, verloren ? Zählt Franziskus gar nicht ? Die Weltkirche wird doch in allererster Linie von ihm repräsentiert.

      • Kemmer, Hermann-Josef sagt:

        Werter Herr Wagener,
        gläubige Katholiken, die ihren Glauben ernst nehmen, können keinen Austrittsgrund erkennen. Die meisten Austrittserklärenden sind m. E. aber eher sog. Taufscheinchristen, die mit dem Innenleben der Kirche nichts oder wenig am Hut haben und die möglicherweise gerade einmal zu Weihnachten und Ostern die Kirche von innen sehen oder zu Hochzeiten und Beerdigungen.
        Für diese Menschen gelten halt andere Maßstäbe als für romtreue Katholiken. Sie lassen sich durch die durchgenderisierte und antikatholische, ja, sogar antichristliche Presse zur Entfremdung zu ihrer Kirche massiv beeinflussen. Sie müssen bedenken, wir leben in einem Zeitgeistfenster des Antichristen, gefördert von der Politik des Westens, indem dieser jede moralisch ethische Grenze fallen lässt und der Kirche Rückständigkeit und „Änderungsbefehl“ auf Zeitgeist getrimmt, erteilt. Diese Zeit ist eine Zeit der Entscheidung. Bischöfe und Priester müssen sich entscheiden, ob sie allein in Sachen Abtreibung, Gleichgeschlechtlichenehe, Wiederzulassung Geschiedener und Genderpolitik mitmachen und die Grenzen des Katholischen aufweichen oder nicht. Bekenntnis insbesonder im Hinblick mit dem Umgang mit dem Islam zur HL. Dreifalitigkeit ist jetzt mehr denn je gefragt.

    • Katrin Meinhardt sagt:

      Mein Ehrenmann, der Limburger Bischof, wird vor DEM LEBENDIGEN G–T im Namen von JESUS CHRISTUS bestehen können.

      Von seinen romfeindlichen und irrenden Gegnern kann man das Gleiche nicht (!) behaupten.

      Hätte man den Limburger Bischof walten lassen, ihm den Rücken gestärkt, er hätte mit eisernem Besen vor seiner Haustür gekehrt und alle relevanten Probleme lösen können und wollen.

      Ein jeder Christ und Katholik muss ein glaubwürdiger und lebendiger Zeuge der bedingungslosen Liebe und (!) der absoluten Wahrheit sein wollen. Unser Glaube ist kein Hirngespinst, sondern er ruht auf einem Felsen voller unzähliger Tatsachen. Unser Glaube ist einzigartig schön.

      Die Wahrheit ist hier auf der Strecke geblieben. Und die Wahrheit ist logischerweise niemals relativ.

      Matthias Wagner bemerkte am 27. März, an dieser Stelle, weiter unten, mit Recht, die bösen Kräfte, welche immer noch am Werke sein dürfen (!), sind uneinsichtig. Es gibt auch hier demnach zwei Katholische Kirchen unter einem Hut.

      Die Probleme, alle wichtigen Probleme in Limburg, lassen sich in 10 Minuten lösen. Wenn man gewollt hätte. Und dies lässt in der Tat aufhorchen. Der Prüfungsbericht ist nicht das Papier wert, auf dem es geschrieben wurde.

      Es kann keinen Frieden geben. Unmöglich.

      • Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

        „Es kann keinen Frieden geben. Unmöglich“.
        Wollen wir, liebe Frau Meinhardt, nicht dem Heiligen Geist mehr vertrauen und Ihm alle Chancen zugestehen? Denn für Gott ist nichts unmöglich.

        • Katrin Meinhardt sagt:

          DER GEIST DER (ABSOLUTEN) WAHRHEIT ist (!) HEILIG und UNANTASTBAR,

          und die Gegner meines Ehrenmannes, des Limburger Bischofs, sind vom
          Geist der Lüge erfüllt.

          Das ist ein Frevel.

          DIE BIBEL ist (!) klar und deutlich.

          Du sollst Deinen GOTT nicht versuchen. GOTT ist (!) unschuldig.

      • Jonathan sagt:

        Danke für Ihre klare Sprache! Sie haben Recht. Es hätte durchaus Hoffnung bestanden, das Ruder noch herumzureißen.
        Aber leider war der Held nicht unabhängig genug.
        Denn als David in die Schlacht zog gegen Goliath, legte er sein Leben ganz „in die Hände des lebendigen Gottes“, als Tebartz in die Schlacht zog gegen die Philister, entschuldigte er sich bei ihnen sogar noch für seine 5 Steine. Soetwas kann nicht gutgehen. Nun haben wir das ganze Heer der Philister auf dem Hals. Wahnsinn!

  3. Katrin Meinhardt sagt:

    Keiner (!) der Fehler (!) vom Limburger Bischof war ausreichend, um ihn wegzuschicken.

    Das ist Betrug.

    So geht eine Kirche kaputt.

    • Katharina von Bora sagt:

      Ja, das Böse hat in der Causa Tebartz ganz offensichtlich den Sieg errungen.
      Das System hat sein wahres Gesicht gezeigt, und der Held des Dramas liegt darnieder in unheilbarer Gehirnwäsche.
      Alle Beter und Unterstützer wie vor den Kopf geschlagen…
      Nicht mal im Groschenroman gibt es ein dermaßen verlogenes Ende.
      Schlimmer geht es wirklich nicht…
      So ungefähr fühlt sich Endzeit an…

      • Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

        Mal langsam, Katharina von Bora. Der Prüfungsbericht hat den Heiligen Vater veranlasst, das Rücktrittsgesuch des Bischof TvE vom Oktober letzten Jahres anzunehmen. Der Bischof hat mit einer honorigen Erklärung jetzt reagiert und mitgeteilt, dass der Papst ihm in „einer herzlichen brüderlichen Begegnung“ eine angemessene Wiederverwendung als Bischof zugesichert hat.
        Was jetzt in Limbrug weiter geschieht – vor allem mit dem Domkapitel – werden wir weiter sehen. Dass sich die Limburger Probleme mit dem Rücktritt des Bischofs nicht erledigt haben, lässt alleine schon der unten stehende Kommentar von Kathrin Meinhardt zum Kreuzfest erahnen.

  4. Marc sagt:

    Selbst der nicht gewählte, sondern von Rom eingesetzte Administrator Weihbischof Grothe aus Paderborn spricht von einem Bauwerk „das sich sehen lassen kann“.
    Und um das Bauwerk geht es ja in dem DBK Bericht.

    Was meint der liebe Frankfurter Stadtdekan mit seinem Statement in der Bildzeitung eigentlich: „Die Bestenauslese für die Hirtenämter der Kirche hat Schwächen. Das System ist anfällig für die Karrierewünsche von ehrgeizigen und angepassten Typen. Wir brauchen echte Männer, die die Wahrheit sagen und auch vertragen können.“???

    Nur wer keine Berufung zum Bischofsamt hat kann sowas loslassen!

    Und:
    Ich erwarte demnächst bei einer Koptendemo in Frankfurt, dass der Stadtdekan an erster Stelle mitläuft und nicht in seiner Dienstwohnung verweilt.

  5. Ralf Vormbaum sagt:

    Ein solches Bauprojekt, wie das Diözesan-Zentrum, stemmt keiner allein. Offenkundig hatten, wenn man den Bericht der Prüfkommission liest, Architekten und Baufirmen viel zu große Handlungsspielräume, die dann die Kosten in die Höhe trieben. Ob dies allein am Bischof lag, darf man schon bezweifeln, denn ein Bischof ist schließlich nicht dazu da, Bauarbeiten zu überwachen. Auch die Ausschreibungen werden nicht von einem Bischof erstellt, gleichwohl hat aber der Bischof in letzter Konsequenz die Verantwortung, wer in seinem Bistum was entscheidet. Hier lag wohl schon einiges im Argen. Tebartz-van Elst scheint völlig unterschätzt zu haben, dass ausufernde Baukosten massive Rückwirkungen auf die Akzeptanz im Bistum haben, insbesondere, wenn feindselige innerkirchliche Gruppen nur darauf warten, einem verhassten(!) Bischof ein Bein stellen zu können. Der Bischof hätte also frühzeitig darauf achten müssen, Personen mit der Projektaufsicht zu betrauen, die um diese Problematik wissen und über eine entsprechende Durchsetzungskraft und vor allem Kostensensibilität verfügen. Wer schon einmal mit Bauen zu tun hatte, der weiß, dass am Bau raue Sitten herrschen und wo möglich, der Bauherr auch gerne mal über den Tisch gezogen wird, insbesondere wenn es sich um die vermeintlich reiche Kirche handelt. Die dem Bischof entgegenschlagende Häme von Seiten einiger Laiengruppen, wie „Wir sind Kirche“, zeigt, dass im Bistum Limburg viel mehr im Argen liegt als nur Baukosten. Im Grunde geht es um die Änderung grundlegender Lehrpositionen, die im Wege eines brutal geführten Machtkampfes, mit Unterstützung der Presse, erzwungen werden soll. Die jüngsten Äußerungen des Essener Bischofs Overbeck machen anschaulich, wie bereitwillig hier ein Teil der deutschen Bischöfe die Lehre der Kirche schon relativieren. Tebartz-van Elst wäre hier ein notwendiges Gegengewicht gewesen, leider kann er diese wichtige Rolle nun nicht mehr ausfüllen. Und eines sei dem Bischof auch zugestanden, wer so angegriffen wird, reagiert nicht immer souverän, das ist einfach menschlich!

    • Ludwig sagt:

      Lest doch einfach mal den Untersuchungsbericht und stellt euch der Realität!

      Gruß Ludwig

      • Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

        Das Lesen des Untersuchungsberichts hat uns zu der Erkenntnis gebracht:
        roma locuta – causa finita!

        • Katrin Meinhardt sagt:

          Im Prüfbericht der Deutschen Bischofskonferenz, der am Mittwoch bekannt wurde, werden auch dem Domkapitel und dem Vermögensverwaltungsrat des Bistums schwere Versäumnisse und Fehler vorgeworfen. Sie hätten niemals exakte Vorgaben für die Gebäude auf dem Domberg gemacht; eine Steuerung des Bauprojekts sei unterblieben. Laut Wieland hat der laxe Umgang mit bestehenden Regeln leider Tradition in Limburg:

          „Im Bistum Limburg gab es über viele, viele Jahre – LANGE BEVOR Tebartz kam – einen sehr freihändigen Umgang mit rechtlichen Vorgaben, mit all dem, was so an Ordnungen, Statuten und Satzungen da war, und dadurch auch eine mangelnde Transparenz. Wenn sich alle an das halten, was man gemeinsam vereinbart hat, dann wird´s deutlich besser. Dann kommt man auch zu dialogischeren Entscheidungen, die dann auch von allen getragen werden und die im Letzten dann nicht einer tragen muss.“

          • Die Redaktion sagt:

            Dr. Barbara Wieland (Theologin) ist Mitglied des Diözesanrates und vertritt das Bistum Limburg im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZdK. Sie hat verschiedentlich in der FAZ und im Domradio darauf hingewiesen, dass die Schwierigkeiten in Limburg seit Jahrzehnten bestehen und mit einem neuen Bischof alleine die Probleme nicht gelöst wären, sondern weiter fortbestünden. Sie hat ein „Eigenleben“ der Verwaltung beklagt, das schon vor Bischof TvE bestanden hätte.

        • Mathias Wagener sagt:

          Das kann ich leider nicht unterschreiben. Der Bericht war nicht von Rom abgefaßt. Das ist das Erste. Dann hat Rom gar nicht gesprochen. Bischof Tebartz van Elst hat seinen Rücktritt angeboten, was genehmigt wurde. Hierin kann ich keine „locuta“ auch nicht im Ansatz sehen. Schließlich hätte Rom auch nie eine Entscheidung ohne Anhörung des Betroffenen getroffen. Pardon, auch durch Wiederholung wird das nicht richtig. Der Satz hat auch keine Rechtsbedeutung, er ist nirgends wirksam verankert.

  6. Tobi sagt:

    „und nach der päpstlichen Entscheidung Haltung gezeigt und Format bewiesen.“

    Das sieht für mich allerdings anders aus. Auf keinen Fall mit so einer jämmerlichen Stellungnahme wie die von gestern abend, wo jede Schuld auf andere geschoben wird.

    • Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

      Das sehen sehr viele Leute anders als Sie. Wenn man dem Bischof die Verantwortung für alle Verwaltungsvorgänge aufbürden wollte, wozu braucht man dann noch eine Verwaltung mit mehreren hundert Personen? Wozu einen Generalvikar und den Stab von Ordinariatsdirektoren für die einzelnen Fachbereiche? Der Bischof hat als Nachfolger der Apostel andere Aufgaben als Verwaltung, Strukturen und Finanzen. Dafür ist der kirchliche Apparat da. Zu etwas müssen die ja schließlich nützlich sein. M. E. hat der Bischof durchaus das Recht, darauf hinzuweisen.
      Was Sie als jämmerlich empfinden, sehen andere als richtig an. Wenn der Bischof alle Schuld auf andere abschieben will, warum hat er denn dann schon im Oktober 2013 dem Papst den Rücktritt angeboten? Das scheint mir doch eher ein Zeichen von Bereitschaft für die Übernahme von Verantwortung zu sein.

  7. Judith sagt:

    Frieden um den Preis der Wahrheit gibt es nicht.
    Pilatus wusste, dass Jesus unschuldig war, lieferte ihn aber trotzdem an den Mob aus.
    Und dann wusch er seine Hände ganz diplomatisch in Unschuld.
    Nur Bibelleser wissen, was hier eigentlich vor sich geht.
    Ich glaube Tebartz-van Elst.

    • Mathias Wagener sagt:

      Das sehe ich genauso. Die wahrheit ist oberstes Gut. Ohne sie kann kein Frieden wachsen.
      In Limburg ist noch gar nichts geregelt. Dass der Vorsitzende der Prüfungskommission Apostolischer Adminstrator wird, halte ich auch für wenig glücklich.
      In die Erklärung von Herrn Professor Gindert hätte auch noch die Stellungnahme Terbartz van Elsts zum Gutachten einfließen müssen.

    • Katrin Meinhardt sagt:

      Kreuzfidel unter dem Kreuz

      Die Serie der unsäglichen Peinlichkeiten, die wir in angefangen von den Karnevalsmessen bis zu den „Auferstehungsfeiern“, die selbst den Tod zum beschwingten Ereignis machen, erdulden, findet in diesem Jahr ihren Höhepunkt im Limburger „Kreuzfest, das man sinnigerweise unter das Motto „KreuzFidel“ gestellt hat. Unter diesem Motto soll das traditionelle Kreuzfest der Diözese, das in diesem Jahr vom 12. bis 14. September stattfinden wird, ein fröhliches Fest mit viel Musik werden, wie Bezirksdekan Franz-Josef Kremer versprochen hat. Das Kreuz als Wellness-Station: das dürfte der vorläufig letzte Gipfel jener „Verheutigung“ des Christentums sein, die von Jesus unserem Bruder nicht nur immer wieder einen „netten Sonntag“, nicht nur die trostreiche Botschaft, dass wir immer schon so angenommen werden, wie wir sind und damit alle, alle in den Himmel kommen, sondern auch Jubel, Trubel, Heiterkeit erwartet. Nachdem man den Bischof von Limburg vergrault hat, lachen dort jetzt die Hühner.

      • Marc sagt:

        Ja. „Protestantisch“ ist in. Das ist jetzt zeitgemäß! Vor kurzem erhielt ich eine Info zur Beichtpraxis im Dom in Frankfurt. Dort soll schon mal ein evangelischer Pfarrer die Beichte gehört haben.
        Ich dachte, ich höre nicht richtig.

  8. Mathias Wagener sagt:

    Hier geht es nicht um die Vertretung von Positionen, die man früher einmal eingenommen hat. Der bekannte Spruch, der von Herrn Professor Gindert zitiert worden ist, gehört nicht zum verbindlichen kanonischen Recht, ansonsten wäre ja die Bestimmung im 1. Vatikanum über die Unfehlbarkeit des Papstes überflüssig gewesen. Die Sache ist im Übrigen nicht beendet, da bekanntlich in Limburg gerade jetzt die Kräfte am Werk sind, die die Kampagne gegen TvE geführt haben. Diese werden sich mit einem Bischof, der ihren Vorstellungen nicht genügt, nicht abfinden. Der Friede kann mit diesen Kräften nicht hergestellt werden. Die starke stellung der Medien ist zweifellos richtig gesehen.

  9. brazzy sagt:

    Hmja… „Haltung zeigen und Format beweisen“ sieht aktuell so aus dass der Bischof versucht, die Verantwortung auf seinen Generalvikar zu schieben. Aber da ist sicher auch irgendwie die Presse dran schuld…

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