Das trojanische Pferd heißt Gender!

Jeder PC-Benutzer weiss, was ein Trojaner ist: nämlich eine Malware, die den PC ausspionieren und beschädigen bzw. in seiner Funktion zerstören soll. Was das trojanisch Perd war und ist, wissen heute meist nur noch die älteren Leute, die in der Schule noch Homer gelesen haben.
Das Heer der Griechen belagerten vor über 3000 Jahren die Stadt Troja an der Küste der heutigen Türkei. Diese erwies sich als uneinnehmbar. So ersann der listenreiche Odysseus einen Plan, um die Stadt doch noch zu erobern. Er baute ein riesiges hölzernes Pferd, in dessen Bauch er erprobte Krieger in der Nacht verbarg, während die griechische Flotte mit ihren Heerscharen sich ausser Sichtweite auf das Meer zurückzog und scheinbar abgezogen war. Am anderen Morgen fanden die Trojaner das hölzerne Pferd vor und brachten es nach einigen Diskussionen aber auch Warnungen im Triumph als Zeichen ihres Sieges in die Stadt.
In der folgenden Nacht verließen die feindlichen Krieger das Pferd und öffneten an den siegestrunkenen Trojanern vorbei die Tore der Stadt dem in der Nacht zurückgekehrten griechischen Heer, das nun leichtes Spiel hatte das durch die lange Belagerung geschwächte Troja zu überwältigen und zu zerstören.
Soweit die uns von Homer erzählte Geschichte. Was hat denn das noch mit unserer heutigen Zeit und Wirklichkeit zu tun?
Nun, ganz Ähnliches geschieht heute in der westlichen Welt. Die Stadt Troja ist unsere christlich geprägte Welt in Europa und in Amerika, die bisher auf der Schöpfungsordnung und auf dem Fundament der Familie beruht, die den Erhalt und die Basis des Staates durch eine überlebensfähige Nachkommenschaft garantiert. Unser „Troja“ erwies sich in der Vergangenheit durch seine gerade genannte Struktur als eine starke Festung, die sogar den zwei Katastrophen der beiden Weltkriege und zwei diabolischen Herrschaftssystemen standhielt. Im Unterschied zur griechischen Sage kommt der Feind nun aber nicht von außen sondern von innen.
Und das trojanische Pferd heißt Gendermainstreaming. Was dieses bedeutet und was das Pferd bewirken will, hat in jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit die Soziologin und Publzistin Gabriele Kuby ausführlich dargestellt in ihrem inzwischen in 6 Sprachen übersetzten Buch: „Die globale sexuelle Revolution. Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“. Das Vorwort dazu schrieb der bedeutende Philosoph Robert Spaemann. Dazu gibt es jetzt auch von der Autorin beim Fe-Medienverlag eine 32seitige Kurzschrift, die leicht verständlich ist und dem Interessierten, der wenig Zeit zum Lesen hat, auch eine prägnante Darstellung der Probleme bietet. http://kath.net/news/45560
Jüngst hat am 30.3.2014 die österreichische Historikerin und Publizistin Dr. Gudula Walterskirchen in der Tagezeitung „Die Presse“ unter dem Titel „Trojanisches Pferd Gender: Welches Geschlecht soll’s sein?“ kurz zusammengefasst, um was es beim Gendermainstreaming geht. Lesen Sie hier:
http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/1584013/Trojanisches-Pferd-Gender_Welches-Geschlecht-solls-denn-sein?_vl_backlink=/home/index.do
Aber nicht nur der Staat ist das Angriffsziel dieser unterschätzten und ach so wohlwollend „demokratisch“ daherkommenden Ideologie sondern ganz besonders der christliche Glaube und damit die Kirchen.
Da wir seit einem Jahr in der Kirche mit Papst Franzikus – dieser fast täglich – wieder vom Widersacher, dem Teufel sprechen dürfen, ist uns der „Odysseus“ in dieser Sache als der listenreiche Baumeister dieses trojanischen Pferdes wohlbekannt. Und so hat denn auch Papst Franziskus diese Ideologie, die sich anschickt die Welt zu erobern, beim Ad Limina Besuch der österreichischen Bischöfe als dämonisch bezeichnet, wie Bischof Laun an kath.net und seine Leser berichtet hat.
Dieses hat sich in der deutschen Teilkirche entweder noch nicht herumgesprochen oder es ist den Verantwortlichen zumindest bei der Caritas egal. Das wichtigste deutschsprachige katholische Internetportal kath.net hat in diesem Topf sehr nachhaltig gerührt und unter anderem auch den Apostolischen Nuntius und die Deutsche Bischofskonferenz angefragt. Die Caritas hatte auf ihrer deutschen Webseite das Gender-Buch von Tanja Dräger beworben und die kath.net-Recherchen hatten ergeben, dass die deutsche Caritas mit Spendengeldern eine Gendermainstreaming-Abteilung unterhält und munter dabei ist, diese Ideologie in ihre Kindergärten zu transportieren. Siehe hier:
http://kath.net/news/45558
Das Forum Deutscher Katholiken hat dazu eine Erklärung herausgegeben am 20.3.2014: Siehe unten hier auf dieser Seite.
Was ist nun trojanisch, d.h. verborgen an diesem Pferd? Man will uns in der Politik (siehe Baden-Württemberg) und neuerdings auch in den Kirchen weissmachen, dass es bei Gender lediglich um die Gleichberechtigung der Geschlechter geht. Und das ist eine bewusste und kalkulierte Lüge, um die Bevölkerung einzulullen; denn wer hat schon etwas gegen die selbstverständliche Gleichberechtigung der Geschlechter. In geradezu grotesker Form tut dies der Ratsvorsitzende der EKD Nikolaus Schneider (siehe „Die Tagespost“ vom 8.4.14 auf der Titelseite) und verteidigt damit die Gründung eines Gender-Studienzentrums in der EKD mit dieser Verdummung der evangelischen Christen. Siehe hier: http://kath.net/news/45553
Aber ihm wurde aus seiner eigenen Kirche wieder einmal heftig widersprochen.
Die fast gleiche verdummende Argumentation mutete aber auch die Caritas den vielen Protestlern gegen diesen Mißbrauch von Spendengeldern für die Armen zu.
Das trojanische Pferd Gender ist also auch dabei, die letzte starke Bastion gegen diese zerstörerische Ideologie, die katholische Kirche, zu erobern und spätestens jetzt ist höchste Aufmerksamkeit von den Gläubigen gefragt, die sich über Gendermainstreaming (z.B. hier durche unsere Links) informieren können und sollen; denn es gehört zur Pflicht eines jeden Gläubigen, Gottes Schöpfungsordnung zu verteidigen.
Der apostolische Nuntius Erzbischof Eterovic hat sich diplomatisch sehr klug verhalten. Er hat ein Interview mit kath.net abgelehnt, hat aber dem Portal mitteilen lassen: „Sie dürfen davon ausgehen, der Herr Nuntius nimmt sehr genau wahr, was in der Kirche in Deutschland bezüglich des Genderismus gesagt wird, so auch bei der Caritas.“
Hier wird der Kenner jedes Wort gewichten. Hat doch schon Henry Kissinger in seinen Memoiren der 2000jährigen Sprache der vatikanischen Diplomatie und ihrer Träger seine höchste Bewunderung gezollt. Mit dieser Antwort kann kath.net sehr zufrieden sein; denn dieses ist auch ein deutlicher Wink an die Bischöfe und vor allem an die Bischofskonferenz mit ihrem Sekretariat sowie an alle katholischen Institutionen. Siehe hier
http://kath.net/news/45545
Der Widerstand gegen Gender wächst und immer mehr Leute wachen auf. Siehe dazu auch A. Kissler in Cicereo-Online hier: (Ich habe in einem ausführlichen Kommentar dazu – hier einsehbar – meine Meinung ausgedrückt.)
http://www.cicero.de/salon/mozilla-cehf-die-ausgehoehlte-demokratie/57366
Seien wir als katholische Christen also zunehmend wachsam eingedenk der Mahnung des heiligen Apostels Petrus; “ Seid nüchtern und wachsam. Euer Widersacher, der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.“ (1.Petrus 5,8) Wir haben alle Möglichkeiten und als stärkste Waffe unseren Glauben und das Gebet. Zu diesen beiden geistlichen Waffen muss aber auch unser furchtloses Handeln kommen.

Michael Schneider-Flagmeyer

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5 Antworten auf Das trojanische Pferd heißt Gender!

  1. Marc sagt:

    Nachdem ich in Bad Reichenhall/BRD im Alten Ritus bei einem Christ König Priester mit meiner Freundin in der Hl.Messe in der Osternacht war ging mein Osterausflug am nächsten Tag zum Lustschloss nach Salzburg weiter um die Wasserspiele anzuschauen.
    Gegen 12.50 Uhr Ostersonntag mittags warteten meine nicht getaufte asiatische Freundin und ich vor dem Eingang des Schloss Hellbrunn in Salzburg.
    Ein etwa 45 jähriges weibliches Pärchen fühlte sich verpflichtet direkt vor dem Eingang zur Familytime minutenlang vor viele Kindern „wie angeordnet“ rumzuknutschen.
    Sowas Beklopptes an Ostern habe ich noch nie erlebt. Meine Freundin fand es widerwärtig und wunderte sich ueber unsere sogenannte christlich jüdische Kultur.

  2. Konrad Kugler sagt:

    Die Organisatoren schwächeln ein wenig:

    Kann ich mit dem Auto bis zum Schloßplatz in Stuttgart fahren, oder am 10. Mai bis zum Wittelsbacher Platz in München????

    Für uns Reinländer wären Hilfen durchaus angebracht: Parkplätze, Buslinien usw.

  3. alois weber sagt:

    wenn widerstand nur von den romtreuen katholiken kommt, ist das zu wenig.frau kuby wird es ähnlich ergehen wie mattussek, lohmann etc.

  4. Judith sagt:

    Die nächste Demo ist für Samstag, d. 3.Mai 2014, in Stuttgart geplant.
    Bitte vollzählig kommen, damit wir uns später keine Vorwürfe machen müssen, nichts dagegen unternommen zu haben, dass die Gender-Ideologie ihren Siegeszug durch alle Schulfächer feiert…und unsere Kinder verstört!!!!
    Hier ist jeder Christ gefragt!

    • Sara Engel sagt:

      Ich weiss nicht, wo diese Fehlinformation der nächsten Demo gegen den rot-grünen Bildungsplan und Gender Mainstreaming kommt. Es ist die nächste Demo am Freitag, 02. Mai 2014 (Brückentag in BW) geplant aber noch nicht offiziell dazu aufgerufen. Am nächsten Tag haben unsere Gegner den Schloßplatz vermutlich vorsorglich reserviert, damit er uns nicht zur Verfügung steht.

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