In der Todestunde Christi

Wer hat dich so geschlagen,
mein Heil und dich mit Plagen
so übel zugericht’t?
Du bist ja nicht ein Sünder
wie wir und unsere Kinder,
von Missetaten weisst du nicht.
Ich, ich und meine Sünden,
die sich wie Körnlein finden
des Sandes an dem Meer.
Die haben Dir erreget,
das Elend, das Dich schläget,
und das betrübte Marterheer.
(J.S.Bach. Johnnespassion)

Herr Jesus Christus, in der Stunde Deines Todes beten wir Dich an und lobpreisen Dich
und bitten, umfange mit Deinem barmherzigen Herzen die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden. Amen.

Mein teurer Heiland, laß dich fragen,
da du nunmehr ans Kreuz geschlagen
und selbst gesaget: Es ist vollbracht!
Bin ich vom Sterben frei gemacht?
Kann ich durch deine Pein und Sterben
das Himmelreich ererben?
Ist aller Welt Erlösung da?
Du kannst vor Schmerzen ja nichts sagen,
doch neigest du das Haupt
und sprichst stillschweigend: Ja!  (J.S.Bach)     Bitte anklicken und anhören:

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2 Antworten auf In der Todestunde Christi

  1. Eduard Werner sagt:

    Hier wird das Leiden und Sterben Jesu in Gedichtform dargestellt. Diese Form stammt aus einer Zeit, in der die reale Erfahrung des Bösen noch nicht durch den schönen Schein der Medien und durch die Eitelkeiten der Universitätstheologie verdeckt wurde. Dieses Verdecken der Realität muss eine satanische Macht sein, denn Stalin und Hitler, Auschwitz und der Archipel Gulag zeigen so deutlich die Existenz Satans und auch so deutlich die Notwendigkeit des Sühnens, dass ein natürlich empfindender Mensch das alles nicht verdrängen kann. Golgotha, Auschwitz und Gulag finden heute im Baby-Caust statt. Der Papst spricht es aus und seine Bewunderer schweigen bei diesem Punkt.

    • Gertraud Neldner sagt:

      Eine kleine Einschränkung zu Ihrem letzten Satz:
      Wie sehr hatte ich gehofft, dass der Verfasser der Meditationen des diesjährigen Karfreitag-Kreuzwegs rund um das Kolosseum, Bischof Giancarlo Bregnatini, sich auch des Dramas „Abtreibung“ annehmen würde.
      Hätte sich hierzu nicht die 8. Station „Jesus begegnet den weinenden Frauen“ angeboten?
      Wie sagte der Herr:
      „Weint nicht über mich. Weint über euch und eure Kinder!“
      -Weint über euch und eure -ungeborenen-Kinder!

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