Der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja!

„Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden da sieht man seiner Gottheit Macht, sie macht den Tod zuschanden. Ihm kann kein Siegel, Grab noch Stein, kein Felsen widerstehen, schließt ihn der Unglaub selber ein, er wird ihn siegreich sehen: Halleluja.“
So wurde heute beim Hochamt in vielen Kirchen (vor allem im Bistum Trier) aus voller Kehle gesungen. Mit Blick auf den glorreich auferstandenen Herrn, der sich uns bei Matthias Grünewald im Isenheimer Altar sozusagen als Hostie vor dem in Form des Altares liegenden weggewälztem Stein zeigt, wollen wir dankbar in einige Osterverse der tief gläubigen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) einstimmen:

O jauchze Welt, du hast ihn wieder,
sein Himmel hielt ihn nicht zurück:
O jauchzet, jauchzet singet Lieder!
Was dunkelst du, mein sel’ger Blick.

Es ist zu viel, man kann nur weinen,
die Freude steht wie Kummer da;
wer kann so großer Lust sich einen,
der all so große Trauer sah?

Unendlich Heil hab‘ ich erfahren
durch ein Geheimnis voller Schmerz,
wie es kein Menschensinn bewahren,
empfinden kann kein Menschenherz.

Vom Grabe ist mein Herr erstanden
und grüßet alle, die da sein.
Und wir sind frei von Tod und Banden
und von der Sünde Moder rein.

Ich will mich freun an diesem Tage:
Ich freue mich, mein Jesus Christ!
Und wenn im Aug‘ ich Tränen trage,
Du weißt doch, dass es Freude ist.

Gesegnete und im Herzen froh machende Ostertage allen Freunden und Lesern und allen Menschen guten Willens!

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