Die Würde der Frau ist gefährdet!

„Jede dritte Frau wird Opfer von Gewalt“ berichten Medien (Augsburger Allgemeine Zeitung, 5.3.14). Der Chef der EU-Grundrechteagentur, der Däne Morten Kjaerum, fasste die Ergebnisse mit den Worten zusammen: „Frauen sind nicht sicher auf den Straßen, am Arbeitsplatz und schlussendlich auch nicht zuhause, dem Platz, an dem sie Schutz finden sollten“.
Nach den Medienberichten war Gewalt und sexuelle Belästigung in Ländern „mit ausgeprägter Gleichberechtigung höher als in anderen“. In den nordischen Ländern Dänemark, Finnland und Schweden gab jede zweite Frau an, mindestens einmal Gewaltopfer geworden zu sein. In Spanien, Griechenland und Italien nur jede vierte. Deutschland liegt mit 35% etwas über dem EU-Durchschnitt (33%).
Auch, wenn wir davon absehen, ob diese Zahlen wissenschaftlich repräsentativ sind, geben sie ein Faktum richtig wieder: Frauen erleiden Gewalt, in einem Umfang, den man sich nicht vorgestellt hätte. Gewalt ist eine besonders brutale Verletzung der menschlichen Würde.
Die Frauenbewegung kann in den letzten 100 Jahren mit großen Erfolgen der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Frauen mit den Männern aufwarten, z.B. im aktiven und passiven Wahlrecht, im Zugang zu allen Berufen und Bildungseinrichtungen. Radikal emanzipierte Frauen werden dem noch den Dienst in der Armee, die Teilnahme an allen Sportarten einschließlich des Kampfsportes bis hin zum Boxen und die Möglichkeit Pfarrerin oder Bischöfin zu werden, anfügen.
Hat die Beachtung von Wert und Würde der Frauen mit diesen Errungenschaften Schritt gehalten? Offensichtlich nicht. Auffallend ist, dass die Opfer von Gewalt in Nordeuropa, wo die o.a. Fortschritte besonders früh eingesetzt haben, am höchsten sind.
Im vergangenen Jahrhundert gab es auch Entwicklungen, die der Achtung und Würde sowie der spezifischen Eigenart der Frauen eher abträglich waren. So hat die 68er Bewegung vorgegeben, die Frauen von allen „Bindungen“ die mit ihrer Eigenschaft als Frau zusammenhängen, zu „befreien“, z.B. von Ehe, Hausfrauendasein, Kindererziehung. Ein mächtiger Hebel war dabei die „Pille“, die Frauen der ständigen sexuellen Verfügbarkeit ausgeliefert hat. Der Medienbericht belegt, dass sexuelle Gewalt eine zentrale Rolle in der Gewaltausübung spielt. Abtreibung wird von Radikal-Feministinnen als Frauen- und Menschenrecht gefordert.
Die moderne Gleichberechtigung der Frauen mit den Männern hat sich in Verfassungsurkunden niedergeschlagen, d.h. aber nicht, dass sie im Verhältnis von Mann und Frau am Arbeitsplatz und innerhalb der eigenen vier Wände auch gesichert ist und praktiziert wird.
Die Gewähr gleicher Würde ist religiöser Natur. Im Schöpfungsbericht (Gen. 1,27) heißt es: „Gott schuf den Menschen nach seinem Abbild, als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“. Die geschöpfliche Gleichwertigkeit der beiden genetischen Formen des Menschseins, wird im Christentum noch einmal herausgestellt und verdeutlicht, wenn Paulus sagt: …“Es gilt nicht mehr Sklave oder Freier, Grieche oder Jude, Mann oder Frau“.
Wenn die religiösen Bindungen schwächer werden, dann ist offensichtlich auch die gleiche Würde von Mann und Frau gefährdet. In den skandinavischen Ländern ist das vergleichsweise der Fall. Dort sind die Gewaltübergriffe besonders häufig. Das ist auch ein Zukunftsproblem. Denn eine humane Gesellschaft setzt die Beachtung der Würde der Frau voraus.

Hubert Gindert

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Eine Antwort auf Die Würde der Frau ist gefährdet!

  1. Hermann-Josef Kemmer sagt:

    Die gleiche Rechtsstellung für die Frau war unbedingt erforderlich.

    Aber mit ihr haben sich gesellschaftliche Ausflüsse breit gemacht, die die Kinder- und Familienfeindlichkeit förderten. Was in den 68-ern sozialistisch ideologisch aufbereitet wurde, hat sich die Wirtschaft zunutze gemacht, indem sie billige Arbeitskräfte suchte und in den Frauen fand. Da kamen dann die emanzipierten Frauen gerade recht, um ein Wirtschaftssystem der Niedriglöhne und verbunden damit die Verpflichtung des Familieneinkommens für die Familie, die dann aufgrund äußerer Verhältnisse (beide mussten arbeiten, weil ein Gehalt für den Unterhalt zunehmend nicht mehr ausreichte) in die Kinderlosigkeit getrieben wurden. Die Abtreibungspolitik tat ihr Übriges.
    Als Beispiel: Früher konnte eine Familie mit einem Postbotengehalt überleben. Heute ist dies nach der Privatisierung der Post nicht mehr möglich.
    Die permanente Doppelbelastung für die Frau im Beruf und in der Familie führte zu psychologischen Ausfallerscheinungen wie burn out und anderen Folgen. Permanente Hamsterradüberforderung sind noch heute die Folgen. Was damals für die Wirtschaft die Frauen sind, sind heute die Einwanderer. Damit möchte die Wirtschaft wieder einen Niedriglohnsektor aufmachen. Aber dies ist nach außen hin sehr durchsichtig.

    Was die Gewalt an Frauen betrifft, so sollte nicht verschwiegen werden, dass Menschen aus anderen Kulturen vielfach eine andere Sicht auf Frauenrechte haben. Dieser Umstand wird aber häufig politkorrekt verschwiegen. Vergewaltigung in der Ehe ist in anderen Kulturen Rechtsgut. Ich darf folgenden Link anbieten:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afghanistan-gesetz-bestimmt-haeufigkeit-von-sex-in-der-ehe-1784847.html
    Zwar ist das Gesetz auf Druck der Medien der Welt zurückgezogen worden, wird aber nicht von Dauer sein. Wenn Menschen so kulturiert werden und der Koran ist da in Sure 4 Vers 34 sehr eindeutig, so kann es durchaus sein, dass die Rate der Vergewaltigungen durch die Einwanderung steigen könnte. Menschen, die es gewohnt sind, in ihren Ländern voll verschleierte Frauen zu sehen, sehen lz. B. eicht bekleidete Schwedinnen durchaus als Freiwild an.

    Im Übrigen hat sich Deutschland durch die hiesige Prostituiertengesetzgebung zu einem Mekka der Prostitution entwickelt. Selbst die linksgerichtete ARD hat die Folgen und Auswirkungen des Gesetzes erkannt:
    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/10062013-die-story-im-ersten-sex-made-in-germany-100-172.html

    Das alles bestätigt, dass es zutiefst wichtig ist, den wahren Glauben in sein Herz einzulassen. Die kath. Kirche hat mit dem Ehesakrament eine große Voraussetzung für die Gleichstellung von Mann und Frau geschaffen, die dem Wesen der Menschenwürde durch unseren Gott des AT, indem er die Menschen segnete, als er sie als Mann und Frau erschuf, voll entspricht.

    Die Morgengabe des Islam ist eher mit einem Geschäftsabschluss gleichzusetzen.

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