Frank Duff, Gründer der Legion Mariens – Reformer und Wegbereiter

Ein ausgezeichneter Wegbereiter in der Kirche ist der Gründer der Legion Mariens Frank Duff. Wir begehen am 7. Juni 2014 seinen 125. Geburtstag.
Er wurde an einem Herz-Jesu-Freitag als ältestes von sieben Geschwistern am 7. Juni 1889 in Dublin geboren. Ab 1907 arbeitete er als Beamter im Finanzministerium in Dublin mit der Aussicht auf eine gute Karriere. Neben seiner Berufstätigkeit pflegte er von Jugend an ein religiöses Leben. Von 1914 an besuchte er täglich die heilige Messe. 1915 begann er das Brevier, das kirchliche Stundengebet, zu beten. Das war auch damals für einen Laien ungewöhnlich, denn es dauerte zusammengerechnet täglich eineinhalb Stunden. Auf dieses Gebet führte Frank Duff manche Gnaden zurück. Im Jahr 1916 veröffentlichte er sein Büchlein „Können wir Heilige sein?“ Darin legte er seine Überzeugung dar, dass alle ohne Ausnahme dazu berufen sind, Heilige zu werden. Die Mittel zu diesem Ziel bietet ein konsequentes Leben nach dem katholischen Glauben. 1917 entdeckte Frank Duff die Abhandlung des hl.Ludwig Maria Grignion von Montfort über die vollkommene Hingabe an Jesus durch Maria. Die Lektüre dieses Werkes veränderte sein Leben radikal. Er erkannte deutlich, dass die Marienverehrung klar zu Christus führt. 1934 beendete er seine Beamtentätigkeit und widmete seine Zeit ganz dem Aufbau der Legion Mariens.
Gründung, Ziel und Entwicklung der Legion Mariens.
Als Gründungstag der Legion Mariens gilt der 7.September 1921, der Vorabend des Festes Mariä Geburt. Vorher hatte sich Frank Duff mit Gleichgesinnten schon intensiv mit der „Vollkommenen Hingabe an Jesus durch Maria“ des hl. Grignion von Montfort auseinandergesetzt. Am 7. September 1921 kamen Frank Duff, der Priester Michael Toher und 15 katholische Frauen und Mädchen zu einem Gebetstreffen zusammen. Dabei wollten sie auch Krankenbesuchsdienste einteilen. Man hatte einen Marienaltar aufgebaut, rief den Heiligen Geist an, betete den Rosenkranz, hörte eine geistliche Ansprache und teilte die Anwesenden paarweise ein, Arme und Kranke zu besuchen. Eine Woche später traf man sich wieder, tauschte Erfahrungen aus und verteilte wieder die Wochenarbeit. Bald entstanden weitere Gruppen. Ab 1925 gab man sich den gemeinsamen Namen Legio Mariä. Die Grundstruktur dieser marianischen Gemeinschaft hatte sich schon 1921 herausgebildet: Wöchentliche Treffen mit Gebet, Ansprachen und Arbeitsverteilung, z.B. Krankenbesuche. Auch Hausbesuche und Andachten in den Pfarrgemeinden gehören zum Arbeitsprogramm. Die Grundpfeiler der Legion Mariens bilden Gebet und Arbeit, Heiligung und Apostolat. In seinem Handbuch schrieb Frank Duff: „Das Ziel der Legion Mariens ist die Verherrlichung Gottes durch die Heiligkeit der Mitglieder.“ Sie sollten in den Betreuten Christus sehen. 1931 konnte Frank Duff Papst Pius XI., einem Befürworter des Laienapostolats, die Legion vorstellen. Der Papst erteilte der Legion seinen besonderen Segen. Die Legion Mariens umfasst heute etwa 2,2 Millionen tätige und rund 10 Millionen betende Mitglieder in vielen Ländern der Erde. Auch die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II. haben Frank Duff empfangen. Er blieb zeitlebens unverheiratet. Menschen, die ihn kannten, weisen auf seine Bescheidenheit und auf seinen Humor hin. Am 7. November 1980 – wiederum an einem Herz-Jesu-Freitag – starb er. Im Jahre 1996 eröffnete der Erzbischof von Dublin, Dr. Desmond Connell, den Seligsprechungsprozess für Frank Duff.
Weitere Informationen:
www.legion-mariens.de

Walter Flick

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