Das Geheimnis von Pater Pio und Karol Wojtyla – Eine Buchbesprechung von Eduard Werner

Der italienische Journalist und Vatikan-Insider Andrea Tornelli hat schon alleine mit dem Titel einen Treffer gelandet. Welcher religiöse Mensch interessiert sich nicht für das „Geheimnis von Pater Pio und Karol Wojtyla“? Im Vordergrund steht natürlich die Frage, ob der stigmatisierte heilige Pater dem jungen Priester Wojtyla beim ersten Zusammenreffen 1948 seine spätere Berufung auf den Stuhl Petri vorausgesagt hat. Der Autor untersucht diese Frage unter recht verschiedenen Aspekten und kommt zu dem Schluss, dass es für diese Vermutung keinen Beleg gibt. Gut belegt dagegen ist eine andere nicht weniger interessante Geschichte zwischen dem Kapuzinerpater und dem Papst. 1962 war Karol Wojtyla bereits Weihbischof, als die polnische Ärztin Wanda Poltawska an Krebs erkrankte. Die Ärzte gaben der Patientin im fortgeschrittenen Krebsstadium keine Chance mehr. Da die erkankte Ärztin zu Wojtylas Freundeskreis gehörte, wandte sich dieser an Pater Pio um Hilfe für diese Frau. Und der stigmatisierte Pater antwortete tatsächlich: „Dazu kann man nicht nein sagen.“ Wie erhofft wurde die schwerkranke Frau plötzlich und auf medizinisch unerklärliche Weise gesund. Das blieb aber nicht das einzige erstaunliche Zusammenwirken Karol Wojtylas mit Pater Pio, über das der Autor berichtet. Der Papst und Pater Pio blieben zeitlebens miteinander im Gebet vertrauensvoll verbunden. Im Juni 2002 hat Papst Johannes Paul II. den einfachen Kapuziner heiliggesprochen. Dabei rühmte er dessen Gehorsam und vor allem die Hingabe, mit der Pater Pio die Heilige Messe feierte.

Andrea Tornelli: „Das Geheimnis von Pater Pio und Karol Wojtyla.“ Media Maria 2014, 176 Seiten. ISBN 978-3-9815943-0-0. Euro 13,95 (D). 14,40 (A)

 

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