Der Aufstand des Gewissens.

Am 28. Juni 2014 fand auf dem Schillerplatz in Stuttgart wieder die „Demo für alle“ statt. Hedwig von Beverfoerde, Initiatorin und Motor der Bewegung gegen den „Bildungsplan 15“ der Baden-Württembergischen Landesregierung hatte dazu aufgerufen. Ziel der Demo ist es, diesen „Bildungsplan 15“ zu Fall zu bringen. Dieser Plan will die naturgegebenen geschlechtlichen Unterschiede von Mann und Frau einebnen und erreichen, dass alle Formen von Sexualität als gleichwertig und gleichberechtigt gelten sollen. Dies will man erreichen, indem bereits Kinder in den Schulen indoktriniert werden.
Wer sich dem Treffpunkt der Demo vor der Kundgebung näherte, fand zunächst ein Riesenaufgebot an Polizei und eine Reiterstaffel vor, die die Aufgabe hatten friedliche Demonstranten, die von ihrem Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit Gebrauch machten, vor intoleranten Gegendemonstranten zu schützen.
Dem Demonstrationszug ging eine Kundgebung auf dem Schillerplatz voraus. Als Frau von Beverfoerde gegen 15:00 Uhr bei strömendem Regen die Teilnehmer begrüßte, hatte sich der Platz gut gefüllt. Unter ihren Schirmen hörten die Kundgebungsteilnehmer, bestückt mit Schildern, Luftballons und Fähnchen, die Reden und Grußworte der Puplizistin Birgitt Kelle, von Gabriele Kuby, Guillaume Got, dem Koordinator Deutschlands von „La Manif Pour Tous“, d.h. der französichen Bewegung gegen das Adoptionsrecht von Homosexuellen für Kinder. Weitere Grußworte sprachen Prof. Dr. Hubert Gindert für das „Forum Deutscher Katholiken“, Hans-Christian Hausmann, stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU in Stuttgart und Mitinitiator des AK-Familie in der CDU Stuttgart, Bernd Kölmel, MdEP und Landessprecher der AfD in Baden Württemberg, Josef Dichgans, Christdemokraten für das Leben in Baden-Württemberg, Dr. Emre Tanay, muslimische Stiftung M.I.H.R.
Der Gedanke einer breiten Allianz, die sich gegen die Zerstörung der Familie zusammenschließen und die nicht nur Christen, sondern auch andere Religionen und „alle Menschen guten Willens“ einschließt, ist strategisch zweifellos richtig.
Nach der Kundgebung formierte sich der Demonstrationszug in Richtung Staatstheater, gut abgeschirmt von 800 (!) Polizisten und einer Reiterstaffel gegen die Gegendemonstranten, die mit hasserfüllten Gesichtern ihre Parolen hinausschrien. Ein langer, bunter und friedlicher Demonstrationszug von über 1.000 Frauen, Männern und Kindern erreichte den Platz vor dem Staatstheater, wo die Abschlusskundgebung, skandiert mit Rufen: „Wir kommen wieder!“

Die Demo war ein Aufstand des Gewissens. Die Teilnehmer haben ein Zeichen gesetzt. Angesichts der Bedeutung des „Bildungsplan 15“ mit der dahinter stehenden Genderideologie, der zweiten Kulturrevolution nach der von 1968, hätten wesentlich mehr dem Aufruf der Initiatorin folgen müssen. Warum kommen nicht mehr, um gegen diesen verhängnisvollen Bildungsplan zu protestieren? Gewiss haben wir in Deutschland nicht die Demonstrationskultur, wie z.B. in Frankreich, Spanien oder Italien. Trotzdem bleiben Fragen. Wo bleiben z.B. die dem vorrangigen Erziehungsrecht der Eltern verpflichteten Gemeinschaften oder die der Kirche verbundenen neuen geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen? Wo sind die berufenen geistlichen Führer des Volkes, nämlich die Bischöfe, die in Polen, der Slowakei oder wie der mutige schweizer Bischof Huonder, die gegen die Genderideologie Stellung bezogen haben? Man kann davon ausgehen, dass sich die Zahl der Demonstranten vervielfachen würde, wenn die Bischöfe dazu aufrufen oder sogar selber mit auf die Straße gingen.     H.G.

Hier noch einmal das Grußwort des „Forum Deutscher Katholiken“ zu Demonstration vom 28.Juni 2014:     http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=3164

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