Wo liegt das Problem?

Aus Syrien, dem Libanon und dem Irak kommen Flüchtlinge als Asylbewerber zu uns. Es sind insbesondere die Christen, die in diesen Ländern an Leib und Leben bedroht sind. Die Bereitschaft sie bei uns aufzunehmen hält sich in Grenzen.
Gehen wir in der Zeitgeschichte etwas zurück auf die Jahre 1945-47: Damals kamen über sechs Millionen Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus Ostdeutschland (Schlesien)und aus der Tschechei in unser Land, das am Boden lag, ausgebombt, zerstört, besiegt. Hunger und Arbeitslosigkeit überall. Die Wohnungen waren eng und überfüllt. Die Ankömmlinge mussten trotzdem aufgenommen werden. Es brach keine soziale Revolution aus. Als nach der Währungsreform von 1948 der Wiederaufbau einsetzte und sich nach wenigen Jahren das „Wirtschaftswunder“ abzeichnete, wurden die Arbeitskräfte knapp. Gastarbeiter mussten im Ausland angeworben werden.
Heute besteht in Deutschland weithin Wohlstand. Es gibt auch soziale Probleme auf hohem Niveau. Mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass wir ein überaltertes Volk sind und einer demografischen Katastrophe entgegen taumeln. Wir sind zum Einwandererland geworden. Trotzdem haben wir Probleme die heutigen Flüchtlinge und Heimatvertriebenen aufzunehmen. Die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ schreibt am 9.Juli 2014 unter der Überschrift „Flüchtlingsproblem in Bayern weg“ – „weil sich die Zahl der Asylbewerber in Bayern binnen eines Jahres verdoppelt hat…. Bis Ende des Jahres sollen rund 30.000 Flüchtlinge im Freistaat untergebracht werden. Vor fünf Jahren waren es lediglich gut 6.000“.
Es handelt sich, wie gesagt, vor allem um Christen. In den Heimatländern sind sie die aktive Schicht. Sie haben ein gutes Schulsystem. Das ist eine weitere gute Voraussetzung für die Integration in unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Diese Flüchtlinge wollen sich eine neue Existenz aufbauen. Wir sollten sie dabei unterstützen. Es gibt einen Einwand: Gesetze und Vorschriften stünden einer Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung entgegen. Aber Gesetze sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. Sie können jederzeit mit Mehrheit geändert werden, wenn man das will! Wo steckt das Problem?

Hubert Gindert

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