Kongress „Freude am Glauben“ 2014 – Resolution: „Erneuerung der Gesellschaft durch Rückkehr zu Gott“

Die Menschen haben Gott vergessen, daher kommt alles Übel, diagnostizierte schon vor
Jahren der russische Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn den ethischen Niedergang der westlichen Kulturen. Deshalb ist die Erneuerung der Gesellschaft nur durch eine Rückkehr zu Gott möglich.
Das Forum Deutscher Katholiken appelliert an die Gesellschaft, sich wieder stärker Gott
zuzuwenden und an den Zehn Geboten zu orientieren. Dies muss auch in der Gesetzgebung seinen Niederschlag finden. Vor allem Politiker christlicher Parteien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst werden und ihr Gewissen schärfen, um nicht Etikettenschwindel zu betreiben.
An die Mitglieder der Kirche appelliert das Forum Deutscher Katholiken, sich weniger mit innerkirchlichen Streitthemen auseinandersetzen, als vielmehr ihren missionarischen Auftrag wahrzunehmen. Verantwortliche wie einfache Gläubige dürfen sich nicht immer mehr dem Denken und dem Geschmack der säkularisierten Gesellschaft anpassen und deren Verhaltensweise übernehmen, sondern müssen vielmehr die Frohe Botschaft unverkürzt und auf überzeugende Weise verkünden. In einer Zeit, in der sich kulturelles Leben und Glaub immer weiter von einander entfernen, bleiben Christen herausgefordert, erkennbar als Salz der Erde und Licht der Welt an einer christlichen Neugestaltung der Gesellschaft mitzuwirken.
Katholiken sollten sich dabei mit gesundem Selbstbewusstsein und Mut in die gesellschaftspolitischen Diskussionen einbringen und dabei den Menschen mit dienender Liebe begegnen ohne jeden Pessismus und ohne jede Verbitterung. Die christliche Wahrheit ist anziehend und gewinnend, denn sie antwortet auf die tiefen Bedürfnisse der Menschen.
Die Kirche darf nicht zu einer wohltätigen NGO (Nichtregierungsorganisation) werden,
sondern muss Christus als den einzigen Weg zum Vater verkündigen. Die Gläubigen müssen sich darum bemühen, ihren Lebenswandel nach dem Vorbild Jesu und in tiefer Freundschaftzu ihm zu gestalten.
Gegenwärtig gibt es einen Anschlag gegen jede Innerlichkeit. Hier muss die Kirche den
Menschen den Weg zur Transzendenz neu aufzeigen und sie zur Anbetung Gottes führen.
Wenn wir als Kinder Gottes leben, können wir die Welt verwandeln. Als Christen können wir im Gebet den Herrn der Geschichte anrufen und ihn bitten, das zurechtzurücken, was in unserer Gesellschaft aus den Fugen geraten ist.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des „Forum Deutscher  Katholiken“

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2 Antworten auf Kongress „Freude am Glauben“ 2014 – Resolution: „Erneuerung der Gesellschaft durch Rückkehr zu Gott“

  1. Prof. Dr. KG Gaßmann sagt:

    Herzlichen Dank für den Kongress, die interessanten Vorträge mit vielen Impulsen und besonders für die unvergesslichen Gottesdienste.

  2. Dr. Thomas Veitschegger sagt:

    Danke für den Kongress und die vielen Begegnungen mit Gleichgesinnten. Auch und gerade deshalb, weil ich auf dem Kongress nicht nur Freude erfahren habe. Die Begegnung mit den orientalischen Christen und die Auseinandersetzung mit dem, was sie und ihre Verwandten und Freude in den Ländern des Nahen Ostens alles zu erdulden und zu erleiden haben, macht mich sehr betroffen. – Wie nachrangig sind doch dagegen unsere Dauerdiskussionen um den Zölibat etc.

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