Gute Nachricht

Ist lebenslange Partnertreue passé? Offensichtlich nicht! Eine repräsentative Studie bei rund 11.000 Studenten an 13 deutschen Hochschulen brachte ein überraschendes Ergebnis. Prof. Thomas Müller-Schneider von der Universität Koblenz-Landau stellte fest, dass die klassische Paarbeziehung kein Auslaufmodell ist. „Die überwältigende Mehrheit der heutigen Studenten nöchte eine feste Beziehung exklusiv mit einem Partner, und das möglichst lebenslang“.
Diese Diagnose sei eindeutig. Offenen Beziehungen sei nur für eine kleine Minderheit ein Thema. Rund 90 % der Befragten gaben an, dass sie ihrem Partner treu seien. Der Soziologe Müller-Schneider sieht außerdem die Thesen der 68er Generation zur freien Liebe als widerlegt an. (Augsburger Allgemeine Zeitung vom 6.11.12)
Müller-Schneider: „Wir leben in einem großen Raum der Möglichkeiten, den wir füllen können“. Obwohl es für die Form des Zusammenlebens keine gesellschaftlichen oder gesetzlichen Zwänge gibt, gebe es einen dominanten Wunsch nach einer festen Bindung. Der Soziologieprofessor sieht als Grund für das Ergebnis seiner Recherchen: „Eine feste Bindung verspricht dem Menschen das größte Glücksgefühl … der Wunsch nach einer sexuell exklusive Liebesbeziehung ist dem Menschen von der Biologie her mitgegeben“.
Die Kirche geht einen Schritt weiter. Sie spricht nicht nur von „Partnerschaften“ und „Paarbeziehungen“, sie spricht von Ehe. Papst Benedikt XVI sagte am 11.05.2006: „Heute ist es besonders dringlich zu vermeiden, dass die Ehe mit anderen Verbindungsformen verwechselt wird, die auf einer schwachen Liebe gründen. Nur der Fels der totalen und unwiderruflichen liebe zwischen Mann und Frau ist imstande, die Grundlage für den Aufbau einer Gesellschaft zu sein, die für alle Menschen ein Zuhause wird“ (Youcat Ziff.416). Und Johannes Paul II.: „Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben. Man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen“. (Youcat Ziff. 402)

Hubert Gindert

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