Erschreckendes aus der Ukraine

Kürzlich zurückgekehrt von der Mitarbeit in einem geistlichen Zentrum der Diözese Mukachevo, nahe der ungarischen Grenze, berichtet eine Mitarbeiterin Erschreckendes sowie Unerklärliches.
Mitte Juli wären unangemeldet Polizei und Militär in die Häuser der grenznahen Dörfer eingedrungen, um die jungen Männer teilweise aus den Betten zu holen zum Waffendienst im Osten des Landes. Achtzehn Männer aus Mukachevo seien im Sarg wiedergekommen und zum Entsetzen der Angehörigen hätte man festgestellt, dass den Toten Organe entnommen worden wären. Wie und warum blieb rätselhaft. Am 20. Juli 2014 demonstrierten Ehefrauen und Mütter in großer Zahl auf zwei Hauptstraßen, in dem sie – wie auf unserem Foto zu sehen ist – die Straßen dadurch blockieren, dass sie wie auf einem Zebrastreifen hin und her laufen und damit den Verkehr zum Erliegen bringen. Ihr Protest gilt vor allem den Militärfahrzeugen, auf denen ihre Söhne und Männer an die Front gebracht werden.
Der Vorgang ist ein erschreckendes Zeichen für die Lage und die Zustände in der Ukraine und zeigt, dass auch auf ukrainischer Seite nicht alles in Ordnung ist, wie von den verschiedenen Menschenrechtsorganisationen schon wiederholt festgestellt worden ist.
Das entschuldigt nicht die Separatisten und ihre Hintermänner im Ostteil des Landes, sollte uns aber noch einmal darauf hinweisen, dass wir sehr genau hinschauen müssen, bevor wir Partei ergreifen.
Wir bitten alle Gläubigen um unermüdliches und starkes Gebet für die Ukraine und alle Verursacher dieses Konfliktes, der zu einem Massenbrand zu werden droht.

Michael Schneider-Flagmeyer

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Eine Antwort auf Erschreckendes aus der Ukraine

  1. Mathias Wagener sagt:

    Genau hinschauen. das kann ich nur voll und ganz unterstützen. Man lasse sich nicht in eine antirussische Hysterie treiben. Das ganze Elend begann mit dem illegalen Sturz des damaligen Präsidenten. Das darf nicht übersehen werden.

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