Vom Umgang mit dem Leid – Zeugnis eines Betroffenen

Das Leid ist vielseitig in der Auswirkung. Es liegt an uns, ob es motiviert und aufbaut oder deprimiert und Verzweifelung bereitet. Gott erschuf die Welt und den Menschen als Mann und als Frau sich zum Bilde. Er sah, dass alles gut war. (Genesis 1,1-2,10) Ab diesem Zeitpunkt wird der Mensch mit Einflüssen konfrontiert wie Paradies, Satan (Schlange), Versuchung, Eitelkeit, Ungehorsam und andere Sünden, die die Vertreibung aus dem Paradies bewirkten. Von nun an begleiteten den Menschen das Leid, der Schmerz aber auch die Liebe Gottes, die den Menschen den Weg von der Passion bis zum Kreuz weist.
Die Frage, warum Gott das Leid zulässt (Theodizee) bringt den Menschen oftmals zu einer Schuldzuweisung an Gott, wenn nicht dazu aus der Kirche die biblischen Anworten erkärt werden. Es hilft dem Menschen wirklich, das Leid anzunehmen mit Hilfe des Glaubens unter Begleitung der Mediziner, von denen die Bibel sagt, dass sie ihre Kunst von Gott haben. Die moderne Medizin macht heute vieles zur Heilung und/oder Linderung von Schmerzen möglich.
Wie kann man mit dem Leid umgehen? Maria geht in die Mitte des Leids unter das Kreuz und bleibt dort bis zum Tode ihres Sohnes. Der vertrauensvolle Glaube an die Auferstehung und die Verheissung des Herrn hat ihr geholfen, das Leid zu ertragen. Leid kann wach machen. Es kann die schläfrige Christenheit wecken. Das Kreuz steht nicht in erster Linie für Leid sondern für Überwindung – die Überwindung des Todes. Es ist das Zeichen für Leben.
Dem heiligen Ignatius von Loyola zerschmetterte eine Kanonenkugel ein Bein. Während der Genesung legte er sein Schwert als Soldat am Altar der Muttergottes von Montserrat nieder. Mutter Teresa von Kalkutta, deren Vorbild die heilige Therese von Lisieux war, holte sich die notwendige Kraft für ihre Besuche bei Sterbenden, bei Aiskranken und Aussätzigen in der heiligen Eucharistie.
Wenn das Leid menschlich nicht gemindert werden kann, muss die Relation zwischen dem noch zu erwartenden irdischen Leben und dem Ewigen Leben aufgezeigt werden. Wir dürfen immer wissen, wie sehr Gott jeden Menschen liebt. Er kämpft um jeden Menschen solange, bis der den Himmel erreicht, wenn der Mensch denn in seinem Herzen will. Besonders der im Leid fröhliche Mensch wird von Gott angenommen. Ein bekannter Priester und Therapeut pflegte immer zu sagen: Schale krank, Kern-gesund.
„Darum vertraut Dir, wer Deinen Namen kennt; denn Du Herr verlässt keinen, der Dich sucht.“ (Psalm 9,11)

Ansgar Kneißl am Fest der 3 Erzengel Michael, Gabriel und Raffael (Gott heilt) 2014. Im Rollstuhl mit Parkinson lebe ich froh im Leid dank der Gebete und der Pflege meiner Familie und Freunde.

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