Gabriele Kuby zum 70. Geburtstag – Eine Würdigung

Gabriele Kuby (Foto) konnte am 7. Oktober ihren 70. Geburtstag feiern. 1996 ist sie in die Katholische Kirche eingetreten. Seit ihrem ersten Buch „Mein Weg zu Maria“ bis zu ihrem Standardwerk über die Genderideologie „Die globale sexuelle Revolution“ hat sie einen weiten Weg durchschritten: Einen Intensivkurs in katholisch sein heute. Diese Erfahrungen können ihr helfen 2000 Jahre Kirchengeschichte besser zu verstehen. Gabriele Kuby steht mit ihrer ganzen Person für den Katholischen Glauben und für die Kirche ein. Wenn Otto von Habsburg in seiner Schrift „Mit Gott für die Geschichte – die heilige Hedwig von Schlesien und unsere Zeit“ die „Lauheit und geistige Feigheit“ für die „Todsünde unserer Zeit“ hält, dann markiert Gabriele Kuby die Gegenposition.
Gabriele Kuby kämpft für christliche Wertpositionen, die heute oft nur mehr vom katholischen Lehramt verteidigt, aber sonst – auch innerkirchlich – demontiert werden. Ihr Betätigungsfeld ist beileibe nicht auf die Genderpolitik beschränkt, wo eine widernatürliche Ideologie besonders deutlich zutage tritt. In der heutigen Auseinandersetzung engagiert sich Gabriele Kuby für die humanen Grundlagen unserer Gesellschaft und für das, was ihr Zukunft sichert, die auf die Ehe gegründete Familie.
In der o.a. Schrift rügt Otto von Habsburg „die wortreiche Untätigkeit unserer Tage“ als eine „der bemerkenswertesten Charakterzüge unserer Zeit, unseres geistigen und politischen Lebens, dass niemand das tun will, was seine eigentliche Aufgabe ist“… Wer wird hier nicht an die Flut von Stellungnahmen seitens der Politik, aber auch der Kirche in Deutschland zu allen denkbaren Fragen erinnert. Die Weitergabe des Katholischen Glaubens und die Neuevangelisierung stehen am Rand.
Gabriele Kuby legt „gelegen oder ungelegen“ den Finger in die Wunde. Freunde macht sie sich damit beim Establishment nicht. Für ihr Engagement hätte sie sich zu ihrem Geburtstag öffentliche Anerkennung und Dank verdient. Aber diese erhalten eher die „Angepassten“.
Das „Forum Deutscher Katholiken“ rechnet es sich zur Ehre an, dass Frau Kuby dem Kuratorium der Kongresse „Freude am Glauben“ angehört. Wir hoffen, dass sie noch lange der Kirche und unserer Gesellschaft zur Verfügung stehen kann.

Prof. Dr. Hubert Gindert, 1. Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

Zuerst erschienen auf kath.net am 15.10.2014

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