Ein neuer Angriff auf die Familie

Am Sonntag den 26.10.2014 wurde im Presseclub der ARD um 12:00 Uhr unter der Moderation des WDR-Fernsehdirektors Jörg Schönenborn in durchaus angemessener Weise ein brisantes Thema diskutiert. Zwei Großkonzerne, Facebook und Apple, wollen ihren Mitarbeiterinnen „anbieten“, dass sie ihren Kinderwunsch durch ihre eingefrorenen Eiszellen nach der Menopause verschieben. Dabei werden beide Großunternehmen natürlich von rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten geleitet, was auch gar nicht bestritten wird. Zur Diskussion waren neben anderen einer Professorin des Ethikrates geladen und der Chefredakteur von K-TV, Martin Lohmann, dem breiter Raum für seine Sicht der Dinge eingeräumt wurde. Lohmann kam dann auch sehr schnell auf die Problematik dieser ethisch ausserordentlich bedenklichen Maßnahme zu sprechen und wies ablehnend wie auch die Ethikprofesssorin auf dieses „Geschäftsmodell“ hin, dass die Frauen zu einer vornehmlich verfügbare Arbeitsmasse macht, und deren Kinderwunsch in weite Ferne rückt. Die Technik der modernen Medizin machts möglich. Es wurden die Probleme dieses Modells sehr gut dikutiert und die verschiedenen Seiten beleuchtet. Das Ganze war für einen vom WDR produzierten „Presseclub“ bemerkenswert, weil hier die ethischen Bedenken durchaus gesehen und offen dikutiert wurden, wobei Martin Lohmann – wie gewohnt – hervorragend argumentierte. Dass ihm so viel Zeit eingeräumt wurde und er in der Runde gleichberechtigt ernst genommen wurde, ist im deutschen Fernsehen – wie wir ja wissen- keine Selbstverständlichkeit. Dafür gebührt dem Moderator und WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn durchaus Anerkennung.
Nur ein Aspekt dieses ganzen Unternehmens „Spätgeburt“ kam überhaupt nicht zur Sprache, nämlich mal wieder die Interessen dieser spät geborenen Kinder. Zwar wies Lohmann darauf hin, dass es für die Kinder besser sei, wenn die Eltern jung sind, andere wiesen auf Untersuchungen hin, dass ältere Eltern mehr auf die Sicherheit der Kinder achteten und größere Vorsicht walten liessen. Aber einer der wichtigsten Gründe gegen diese medizinische Manupulation der Natur fehlte.
Wenn die Mutter mit 50 noch ein Kind zur Welt bringt, ist der Vater womöglich noch älter und wenn die Kinder in die schwierige Lage der Pubertät kommen, in der die ganze Kraft und Geduld der Eltern gefordert wird, sind diese an der Schwelle des Alters, also in einer Periode des Lebens, in der die Kräfte erheblich abnehmen und die Nerven „dünner“ werden. Und damit steht fest, dass in den meisten dieser Fälle die Kinder Eltern haben, die ihren Problemen bei allem guten Willen kaum noch kräftemäßig gewachsen sind. Also sind mal wieder die Kinder die Leidtragenden und deren berechtigte Interessen werden  wieder ausser acht gelassen.
Erst in der viertelstündigen Nachfrage auf Phoenix deutete eine Anruferin dieses Thema an, das aber nicht mehr vertieft wurde.
Jedem der die Sendung sah oder wie ich im Autoradio hörte, musste klar werden, dass die Firmen, die solch ein Modell entwickeln, natürlich genau wissen, dass, wenn eine Frau Karierre macht, sie diese nach der Menopuase wohl schwerlich aufgeben wird, um sich den natürlichen Ansprüchen einer unnatürlichen Mutterschaft mit ganzem Herzen zu stellen. Insofern erleben wir hier wieder einen Angriff auf die Natur des Menschen und die natürliche Familie, die alleine Wirtschaftsinteressen untergeordnet wird. Dank Martin Lohmann wurde auch auf die Politk der derzeitigen ideologisch eingefärbten Bundesfamilien-Ministerin hingewiesen, die der Wirtshaft den Vorrang vor der gesunden Familie gibt, die nach wie vor unentbehrlich für die Grundlage eines normalen Staatswesens ist.
Es gilt also, weiter äußerst wachsam zu sein und diesen Plänen mit Entschiedenheit entgegenzutreten.

Michael Schneider-Flagmeyer

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