Wer wird die Zukunft unserer Gesellschaft in die Hand nehmen?

Junge Menschen und junge Familien haben ihre eigenen Foren. Bekannt sind das jährliche „Forum Altötting“ der Gemeinschaft Emmanuel und das Prayer Festival der Jugend 2000 in Marienfried.
„Unter dem Dach ‚Forum Altötting‘ gibt es mittlerweile fünf Foren, neben dem Erwachsenen- und Familienforum jeweils Programme für Kinder, Teenies und Jugendliche. Eigene Vorträge und Workshops bietet das Priesterforum seit einigen Jahren“ (Tagespost, 9.8.14).
Ein Höhepunkt des „Forum Altötting“ ist jeweils ein Musical. In diesem Jahr mit dem Namen: „Guadalupe. Wenn der Himmel eingreift“. Inhalt sind die Muttergotteserscheinungen im Dezember 1531 in Mexiko für den Azteken Juan Diego, die zur Taufe von 9 Mio. Indios führten.
„Neben Vorträgen, Lobpreis und Anbetung gehören mehr als 30 Workshops zu aktuellen kirchlichen und gesellschaftlichen Themen zum Gerüst des Erwachsenen- und Familienforums“ (Tagespost, 9.8.14).
In diesen 30 Workshops ging es fast ausschließlich um kirchliche und religiöse Themen wie „Mit Leidenschaft Christ sein – An der Hand des Heiligen Geistes“; „Beten, wie geht das?“; „Charismen – Was ist das. Und wie geht das?“; „Die Kraft der Vergebung“; „Aus der Tiefe rufe ich zu dir“; „Heilige des Mitleids“; „Leidenschaft und Tugend“; „Verrat mir dein Geheimnis, oh Mutter“; „So viel Leid – hat Gott uns denn nicht lieb?“; etc.. Themen, die aktuelle Probleme der Gesellschaft aufgreifen, befassten sich mit Obdachlosen, Gefängnisinsassen und Asylbewerbern, Suchtkranken, mit „Arbeit, Stress und Druck“ in der Arbeitswelt und mit „Austausch für Menschen nach einer Trennung“ (Scheidung). Ein weiterer Workshop war „Eine Lagebesprechung zur christlichen Überzeugung in europäischer Politik“. Themen wie „Gender, Euthanasie, Massenabtreibung, Eingriffe des Staates in das Erziehungsrecht der Eltern, weltweite Christenverfolgung“ kamen aber nicht vor.
Das Prayer Festival der Jugend 2000 hatte neben eucharistischer Anbetung, Lobpreis und beeindruckenden Glaubenszeugnissen junger Menschen rund 45 Workshops, die sich mit Wiederholung von Themen über drei Tage erstreckten. Gesellschaftliche Themen (6) waren Christenverfolgung („Liebet eure Feinde“), Moderne Formen der Sklaverei („Sklaverei gibt es nicht nur im Film“), Medienberichterstattung („Informiert oder Desinformiert?“), Genderideologie („Wer war nochmal dieser Gender?“) und das Thema Religionsfreiheit („Sind wir im alten Rom?“) sowie die Vorstellung eines Entwicklungshilfeprojektes. Ist das für eine Jugend, die unsere Gesellschaft und Politik christlich mitgestalten sollte, nicht doch zu wenig?!

Hubert Gindert

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