Gehört die Gewalt zum Islam und was hat der Islamismus mit dem Islam zu tun?

In den letzten Tagen war von einem Vorschlag von Wissenschaftlern zu hören und zu lesen, dass man dem Problem der Gewalt im Islam dadurch begegnen könne, dass man die betreffenden Aussagen Mohammeds aus dem Koran nehmen sollte.
Dieser Vorschlag ist nicht neu. Sogar auf der Seite der Bundeskanzlerin, die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung im Auftrag des Bundeskanzleramtes herausgegeben wird, wird von einem Kommentator vom 20.03.2012 dieser Vorschlag gemacht.
„Im Koran wird über 200 mal das Wort töten im Imperativ verwendet. Diese Suren, die zum Mord gegenüber ‚Ungläubige‘ aufruft können nicht mehr mit dem Recht auf religiöse Freiheit gedeckt werden.“ ( Die Redaktion: Wir lassen die Tippfehler des Originals bestehen)
Dann heißt es weiter: „Nur ein Verbot dieser Hasssuren kann am Ende die Lösung für ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen sein.“
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cms_idIdea=14700
Dieser Kommentar wurde vom Presseamt der Kanzlerin bis heute so auf der Seite belassen.
Nun haben wir in den letzten Tagen und Wochen viel von der Gewaltlosigkeit im Islam von den Medien und den Politikern gehört, die sich offensichtlich wenig mit der Materie beschäftigt haben.
Die Gewalt, so hören wir, gehe von Islamisten aus, die den Islam missbrauchen und falsch auslegen.
Also ist es an der Zeit, einmal den Blick auf bestimmte Aussagen des Korans zu richten. Folgendes ist entnommen der Seite:
http://de.pluspedia.org/wiki/Hass_und_Gewalt_im_Koran
Herangezogen sind die Übersetzungen von Rudi Paret, Moustafa Maher, der den Koran im Auftrag der Azhar-Universität in Kairo übersetzte und die Ahmadiyya-Übersetzung von Sadr ud-Dinh, sowie die von Muhammad Salim Abdullah.
Sure 2 Vers 191: „Und tötet sie (die Ungläubigen), wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten. Kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“

Sure 5 Vers 57: Verbot der Freundschaft mit Juden und Christen: „O die ihr glaubt, nehmt euch nicht zu Freunden – unter jenen, denen vor euch die Schrift gegeben ward, und den Ungläubigen -, die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben. Und fürchtet Allah, wenn ihr Gläubige seid.

Vers 82: „Du wirst sicher finden, dass unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind. Und du wirst zweifellos finden, das die, welche sagen: „Wir sind Christen“, den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies weil unter ihnen Gottesgelehrte und Mönche sind und weil sie nicht hoffärtig sind.“

Dieser Teil des Verses zeigt, die ganze Unlogik islamischen Verhaltens, weil in vielen Ländern des nahen, mittleren und fernen Ostens gerade die Christen aufs schärfste verfolgt werden. Aber hier ergibt sich auch ein wichtiger Ansatz für die Gespräche mit dem Islam.

In Sure 8 wird beschrieben wie die Ungläubigen im Kampf zu töten und zu verstümmeln sind:
„…ich werde die Herzen der Ungläubigen mit Panik erfüllen. Treff sie oberhalb ihrer Nacken (Enthauptung) und schlagt ihnen alle Fingerspitzen ab.“

Sure 8, Vers 39: „Kämpft gegen die Ungläubigen, bis es keine Verfolgung mehr gibt und der Glaube an Gott allein vorherrscht.“
Damit ist gesagt, dass es erst Frieden geben kann, wenn alle Menschen sich zum Koran bekennen oder sich ihm unterworfen haben.

In Vers 55 werden die Ungläubigen dann auf eine Stufe mit den niedrigsten Tieren gestellt.
„Die schlimmsten Lebewesen sind nach Gottes Urteil die Ungläubigen, die vorsätzlich nicht glauben wollen.“ (nach Maher)

Sure 9, Vers 5: „Und wenn die verbotenen Monate verflossen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie findet und ergreift sie, und belagert sie, und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt.“ (Nach Ahmadiyya)

Sure 47, Vers 4: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt. Die übrigen legt in Ketten.“

Wir wollen es hiermit bewenden lassen. Der angebliche Spruch Mohammeds „Wer seine Religion wechselt, den tötet“, wird von vielen islamischen Theologen in seiner Echtheit bezweifelt.
Natürlich besteht der Koran nicht nur oder vornehmlich aus solchen Suren und Versen. Aber den wahren Frieden gibt es nur mit den Gläubigen.
Man kann also auf keinen Fall sagen, dass die Gewalt nicht im Koran grundgelegt ist. Wer das sagt, der will einfach die Tatsachen verkennen. Und die Islamisten wie z.B. die Salafisten nehmen diese Weisungen aus dem Koran wörtlich und setzen sie in die Tat um.
Dass Islam und Islamismus sich mitunter vermischen, macht uns die Regierung Erdogan vor, die IS Rückzugräume einräumt und sich lange weigerte, gegen die Terroristen vorzugehen. Gerade meldet Spiegel-Online, dass unser Nato-Verbündeter und EU-Bewerber Türkei mit vollem Wissen von Erdogan Al-Quaida mit Waffen in Syrien beliefert habe, um gegen den Erzfeind Assad vorzugehen.
Der Staatsanwalt, der das verhindern wollte, wurde laut Spiegel-Online seines Amtes enthoben.
Sollte sich das bewahrheiten, wäre damit endgültig bewiesen, dass Islam und Islamismus an bestimmten Orten fließend ineinander übergehen.
Zu zahlreichen Debatten in der islamischen Theologie hat die Unterscheidung zwischen Islam und Glaube geführt. Bis heute wurde nicht geklärt, wie sich die beiden Prinzipien zueinander verhalten.
Die meisten Theologen der vormodernen Zeit haben aber darauf bestanden, Islam und Glaube auseinanderzuhalten.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte der Kolonialismus dazu, dass sich unter vielen muslimischen Denkern und Aktivisten die Ansicht durchsetzte, den Islam zum Wiederaufstieg der muslimischen Völker zu aktivieren. Sie rückten von der Tendenz ab, den Islam als ein auf die Religion beschränktes System zu sehen. (Siehe Wikipedia: Islam)
So erklärte Hasan al-Banna, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft, bei der 5. Konferenz seiner Organisation im Januar 1939: „Wir glauben, dass die Prinzipien und Lehren des Islams umfassend sind und die Angelegenheiten der Menschen im Diesseits und Jenseits regeln. Diejenigen, die annehmen, dass diese Lehren allein die gottesdienstliche oder spirituelle Seite behandeln, sind im Unrecht, denn der Islam ist Bekenntnis und Gottesdienst, Vaterland und Nationalität, Religion und Staat, Spiritualität und Arbeit, Koran und Schwert“.
Hier scheint uns eines der wesentlichen Probleme zu liegen. Die Aufforderung im Koran keine Freundschaft mit Christen und Andersgläubigen zu schließen, wurde Gott sei Dank von sehr vielen Muslimen nicht befolgt. Es gab und gibt sehr feste und treue Freundschaften zwischen Christen und Juden und Muslimen. Sehr viele sind sich der Tatsache bewusst, dass „wir alle Abraham (Ibrahim) zum Vater“ haben.
Wenn also heute gefordert wird, dass die Muslime die oben angeführten und andere Gewaltsuren aus dem Koran streichen, dann würde das eine Verneinung des Korans als das von Gott an Mohammed geoffenbarte Wort bedeuten. Damit wäre der Islam als Offenbarungsreligion („Religion des Buches“) nach eigenem Selbstverständnis erledigt. Es muss also einen anderen Weg geben, das Ziel des Friedens zwischen den drei monotheistischen Religionen zu erreichen und die Muslime zu einer Exegese zu bringen, die den Islam zukunftsfähig macht; denn die heute vorherrschende und praktizierte Form des Islam in den meisten islamischen Ländern ist nicht zukunftsfähig.
Das Dilemma wird von sehr vielen islamischen Gelehrten gesehen, wie ja auch die Teilnahme der OIC
an den Protesten gegen die Pariser Morde bezeugt. Dass der Weg zu dem genannten Ziel steinig und dornig ist, ist jedem klar, der sich mit diesen Problemen beschäftigt.
Die katholische Kirche führt seit vielen Jahren einen intensiven Dialog mit Vertretern des Islams.
Richtig Fahrt hat dieses Unternehmen genommen mit der berühmten Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI., die von ignoranten, nur den Skandal suchenden Journalisten herabgewürdigt wurde, aber von ca. 100 Islamgelehrten mit einem positiven Brief beantwortet wurde. Seit dieser Rede haben Papst Benedikt und sein Nachfolger immer wieder gefordert, dass der Islam sein Verhältnis zur Gewalt und zur Ratio klären muss. Wie schwierig dieser Prozess ist, zeigte sich jüngst bei dem von Papst Franziskus initiiertem gemeinsamen Friedensgebt in den vatikanischen Gärten, bei dem ein islamischer Geistlicher aus der Reihe scherte.
Aber was wäre die Alternative? Krieg mit dem Islam? Der amerikanische Politologe Samuel P. Huntington gibt zur Gewaltproblematik im Koran zu bedenken.
„Der Koran und andere Formulierungen muslimischer Glaubenssätze enthalten nur wenige Gewaltverbote und die Vorstellung der Gewaltfreiheit ist muslimischer Lehre und Praxis fremd.“
Er hat in seinem berühmten Buch den „clash of civilizations“ angekündigt und wir meinen, dass es nun allerhöchste Zeit ist, dass unsere Politiker und führenden Medienleute aufhören, von der Gewaltlosigkeit des Islam zu schwadronieren und die Mahner in die braune Ecke zu stellen.
Einer der wichtigsten Mahner war der weltweit hochangesehene, kluge und erfahrene , kürzlich hochbetagt verstorbene Peter Scholl-Latour, der immer wieder darauf hinwies, dass die größte Gefahr für uns nicht von Putins Russland ausgehe, sondern von der Ländern des Islam. Selbst Putins Russland wird vom IS mit wüsten Ankündigungen bedroht. Diese Terrororganisation ist im Begriff, sich über die ganze islamische Welt auszubreiten, wie berichtet wird.
Unsere Politiker, Medienleute und mancher Kirchenmann müssen endlich aufwachen. Dem Terror ist entschieden mit allen rechtsstaatlichen Mitteln – und das sind nicht wenige – zu begegnen, auch mit den Waffen. Den islamischen Staaten muss immer wieder in Verhandlungen klarmacht werden, dass sie mit dem derzeit weltweit mehrheitlich praktiziertem Islam keine Zukunft haben. Das Gespräch mit den Islamgelehrten sollte geduldig weitergeführt werden unter der Führung des Heiligen Stuhls.
Und wir Christen sollten nicht vergessen, dass das Gebet eine viel größere Macht ist als alle Gewalt.

Michael Schneider-Flagmeyer

siehe auch:  http://kath.net/news/49108

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten auf Gehört die Gewalt zum Islam und was hat der Islamismus mit dem Islam zu tun?

  1. Hermann-Josef Kemmer sagt:

    Das Problem des Islams ist der fehlende Ansprechpartner. Da werden Dialoge geführt mit Islamvertretern. Aber welchen Einfluss haben diese? Auch wurde das Problem der bewussten Lüge Ungläubigen gegenüber nicht angesprochen, die sog. Taqiyya. Diese Gewaltlegitimation in Verbindung mit der Legitimation der Lüge gegenüber Ungläubigen für die Sache des Islams lässt das Vertrauen schwinden. Wie steht es mit dem Apostasiegesetzen in islamsichen Ländern, die so viel Leid in die Familien und Gemeinschaften tragen. Wie sollen wir Muslime erkennen, ob sie nun zu den „Mekkamuslimen“ oder den „Medinamuslimen“ zählen? Das Problem der Abrogation von Koranversen wurde nicht angesprochen. Auch der zarte Hinweis, dass alle drei monotheistischen Religionen sich auf Abraham gründen, ist für mich kein Beweis, dass der Islam vom Koran her gesehen eine abrahamitische Religion ist. Auch das kann Lüge sein. Wer Lüge religiös instrumentalisiert, hat kein Anrecht auf das Absolutsetzen von Wahrheit. Und wie sieht es mit dem allahischen Gottesbild aus, welches dem Gottesbild des Dreieinen Gottes unüberbrückbar in theologischer Gegnerschaft zu Jesus steht.
    Ich kann hier versichern entgegen vieler synkretistisch denkender Bischöfe und Kirchenführer, dass ich mit diesem Allah nichts, aber auch garnichts zu schaffen haben will, weil ich seinen Propheten niemals als „Heiligen“ verehren kann. Wer Gewalt zur Aufrechterhaltung des Zwangsgehorsams zu seinem Gott auch nur im Entferntesten legitimiert, Freundschaften zueinander verbietet, keine Gebet an Gräbern von Ungläubigen sprechen darf und zum ständigen Kampf mit Gut und Blut den Erhalt seiner Religione sicherstellen will, hat für mich die Legitimation verloren, sich überhaupt Religion nennen zu dürfen.
    Andererseits bin ich mir auch sicher, dass ein Muslim, der zu seinem Allah als dem nach seinem Glauben wahren Gott betet, dieses Gebet beim wahren Gott ankommen wird, wenn er das Gebet nicht in der Intention ausgrenzender oder menschenwürdeverletzender Weise vollzieht.
    Islam und Islamismus sind zwei Begriffe, von denen der letztere künstlich kreiert wurde, weil dieser Begriff „Islamismus“ die Menschen in die Lage versetzt, gedanklich den Persilschein für den Islam möglich zu machen. Diese Unterscheidung existiert leider nicht. Der politische Islam, der das Gewaltmonopol auf Allah und Mohammed zurückführt, darf solange weder mediale noch politische noch religiöse Unterstützung erfahren, wie Millionen Menschen vom Islam unterdrückt, diskriminiert und verfolgt und getötet werden. Das muss innerislamisch nach 1400 Jahren in Ordnung gebracht werden. Moderate Muslime sind da gefordert und auch die vielen Islamgelehrten. Deren Islamvertreter aber wollen noch nicht einmal Prof. Khorchide in Münster, der die Barmherzigkeit seines Gottes in den Vordergrund rückt und nichts anderes gelten lassen will, was ich als nobel ansehe – natürlich in dem Wissen, dass diese Barmherzigkeit im Koran nur für Muslime gilt – in seinem Amt halten, weil er nicht die richtige Koranlehre lehre. Leider muss ich den Verbänden da zustimmen. Aber nur über dieser Schiene der Barmherzigkeit für alle kann sich der Islam letzen Endes erneuern. Da wird das Dilemma der Gewaltlegitimation natürlich auch nicht geringer. Ein Patentrezept bis auf das intensive Gebet gibt es offensichtlich nicht.

  2. Mathias Wagener sagt:

    Dann sage ich besser „untauglicher Versuch“. Erinnern wir uns doch an andere Beispiele: So sollte der Kommunismus als Eurokommunismus schön geredet werden oder als Sozialismus mit menschlichem Antlitz uns verkauft werden.

    • Herbert Klupp sagt:

      Genausowenig wie damals die Kommunisten erlaubt hätten, daß ihr Parteiprogramm verändert oder gekürzt wird, werden die Islamverbände eine Kürzung oder Entschärfung des Korans nicht zulassen. Aber wir müssen das FORDERN, und ins öffentliche Denken hineinbringen, damit DRUCK ausgeübt wird, damit sich – hoffentlich! – mehr Muslime definitiv lossagen von Koran (und dann auch vom Islam)

      • Michael Schneider-Flagmeyer sagt:

        Der Koran besteht, wie ich oben im Artikel ausgeführt habe, nicht nur aus den Gewaltsuren. Und es gab 1400 Jahre lang bis heute zahllose Muslime, die ein Leben ohne Gewalt gelebt haben und noch leben. Ja, es gibt sogar ausgesprochen mystische Gruppen im Islam, denen Mord aus religiösen Gründen und jede brutale Gewalt völlig fremd ist. Aus meiner Sicht, die ich im Artikel ausdrücken wollte, gibt es nur den Weg der Kirche mit geduldigen Dialogen mit den Geistlichen des Islam, die das Problem erkannt haben und sich ebenfalls Sorgen um die Zukunft des Islam machen. Gleichzeitig muss man auf politischer Ebene den islamischen Staaten immer wieder deutlich machen, dass eine Theologie der Gewalt in der immer enger zusammenrückenden Welt keine Zukunft hat.
        Vor allem aber müssen wir in Deutschland wieder mehr Christus bekennen und nicht vor jeder Forderung von einzelnen Muslimen gleich auf die Knie gehen, wie das jetzt Aldi Süd tut. Und man muss solchen Konzernen das auch sehr klar sagen: Keiner MUSS dort kaufen.

  3. Eduard Werner sagt:

    Den Koran ändern oder uminterpretieren wird wohl nicht möglich sein. Trotzdem nenne ich solche Versuche nicht Sandkastenspiele. Die Diskussion darüber ist schon deshalb fruchtbar, weil sie extreme Positionen aufzeigt und bewusst macht. Darin sehe ich das große Verdienst von Herrn Dr. Michael Schneider-Flagmeyer, dass er mit diesem Text schwierige Koran-Aussagen leicht zugänglich macht. Das traut sich in unserem geschlossenen Medienkartell sonst niemand aufzuzeigen. Pegida-Anhänger spüren nicht umsonst überall Nebel-Wände.

    • Herbert Klupp sagt:

      Sehr geehrter Herr Werner,
      ich plädiere dafür, auch das scheinbar „Unmögliche“ zu denken,
      und jedenfalls zu prüfen, ob es denn wünschenswert und gut ist.
      Den Koran (in der heutigen Form) zu verbieten, ist genau so ein Gedanke.
      Erst wenn das soweit verinnerlicht ist, sollte man über die Möglichkeiten
      der Realisierung – und die Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin –
      „kreativ“ nachdenken !
      Bei Gott ist kein Ding unmöglich.

  4. Mathias Wagener sagt:

    Sandkastenspiele nenne ich das. Den Koran verändern ? Man kann doch wirklich nicht glauben, dass dies möglich ist. Es darf doch nicht übersehen werden, dass es so viele Strömungen gibt und dass keine Instanz die Macht dazu hätte. Im Übrigen sind „Reformversuche“ uralt. Es hat nur noch weitere Religionen oder Subreligionen mit sich gebracht.

    • Herbert Klupp sagt:

      Ich verstehe Ihre Einlassung nicht, Herr Wagener. Falls Sie sagen wollen, daß wir derzeit keine Mehrheit für so ein Gesetz bekommen, dann haben Sie recht. Arbeiten wir für diese Mehrheit ! Und wenn es ein Bundesgesetz sein wird, daß der volle Koran nicht mehr gedruckt und nicht mehr verkauft werden darf in Deutschland, dann wäre das mehr als ein Signal: ein erster Schritt zur Begrenzung der Islamisierung Deutschlands. Die Schweizer haben den Neubau von Minaretten gesetzlich untersagt. Nur Mut ! Wehret dem Fatalismus !
      PS: Ihre „Instanz“: die gesetzgeberische Gewalt in Deutschland geht immer noch vom Bundestag aus, und nicht von den Moscheevereinen, oder ?

  5. Herbert Klupp sagt:

    Das wichtigste Argument in dem Zusammenhang ist sicher das Folgende: Die radikale bis terroristische Auslegung des Koran durch Islamisten dutzender (oder auch schon hunderter) Gruppen ist INNERKORANISCH LEGITIM. Die friedliche Auslegung ist AUCH legitim. Beides ist möglich. DAS aber genügt, um über ein Koranverbot ernsthaft nachzudenken. Gerne auch über eine Reduzierung des Korans auf seine nicht terroristisch interpretierbaren Suren. Der volle Koran gehört dann aber aus dem Verkehr gezogen !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*