Auch ein Stil

Wenn die ganze Richtung nicht stimmt und Personen, die dafür stehen, nicht wegzukriegen sind, bleibt die Möglichkeit sie als „unmöglich“ wegzuschreiben. Ein Vertreter dieser Zunft ist der Journalist Daniel Deckers. Wir kennen solche Portraits von ihm, z.B. das von Bischof Mixa, als er von Eichstätt nach Augsburg kam. Am 8.12.2012 lieferte Daniel Deckers wieder ein solches Beispiel in der FAZ ab.
Es bezog sich auf Georg Gänswein, den Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. und neu ernannten Erzbischof. Das Stück hiess „Wir sind Papst“.
Daniel Deckers schrieb: …“Was hierzulande das Ende einer Legislaturperiode ist, das ist in Rom der Herbst eines Pontifikates. Dann wird es höchste Zeit, Vorsorge für verdiente Mitarbeiter zu treffen. Geradezu spektakulär verlief die Karriere von Stanislaw Dziwisz… Nicht schlecht mit seinen Vertrauten meint es auch Josef Ratzinger. Der Paderborner Priester Josef Clemens etwa sollte ihm von 1983 an fast zwei Jahrzehnte zur Hand gehen. Als … Ratzinger auf eine Rückkehr nach Bayern hoffte, wurde Clemens Bischof und Sekretär des päpstlichen Laienrates.
An seine Stelle trat im Jahre 2003 Georg Gänswein… Das blieb er auch als Ratzinger zum Papst gewählt wurde … Damit dieses bis zum Ende des Pontifikates so bleiben kann, mußte ein Anderer weichen: der Präfekt des päpstlichen Hauses, der amerikanische Erzbischof James Harvey … Damit trat der designierte Erzbsichof nicht nur dem Rang nach in die Nachfolge von Stanislaw Dziwisz und darf hoffen, wie dieser einst in der Hierarchie seines Heimatlandes obenauf zu sein“, was verständlicherweise ein Alptraum für Daniel Deckers ist.
Im Artikel von Daniel Deckers fehlt jedes Wort einer Anerkennung über den aufreibenden Dienst der Papstsekretäre Dziwisz und Gänswein rund um die Uhr oder über ihre herausragenden Fähigkeiten, die sie für das neue Amt qualifizieren. Dafür gibt es Verdächtigungen und Unterstellungen. Das ist ein Stil, den man in Bayern „hinterfotzig“ nennt.

Hubert Gindert

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