Vom Scheitern und dessen Folgen. Daniel Deckers und die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eigentlich müsste Dr. Daniel Deckers ein glücklicher Mensch sein. Er ist verheiratet und hat sechs Kinder und hat bei dem ehemals seriösen Flaggschiff des deutschen Journalismus, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung , einen leitenden Posten als Redakteur inne.
Aber Daniel Deckers ist nicht glücklich! Woher wir das wissen? Aus seiner Biographie und seiner Haltung zur katholischen Kirche und deren Lehramt.
1960 geboren trat er nach dem Abitur in den Dominikanerorden ein, verbrachte sein Noviziat im Kloster Warburg, studierte an der „Dominikaner-Universität“ in Freiburg (Schweiz), in Bonn, in Bogota, wo er vermutlich in engerem Kontakt mit der Theologie der Befreiung kam, und in Köln. Er promovierte an der Jesuiten-Hochschule St. Gorgen in Frankfurt mit einer bemerkenswerten Arbeit über den Dominikanertheologen des 16. Jahrhunderts Francisco de Vitoria. Er verließ den Orden, heiratete und trat in die Redaktion der FAZ ein. Dort ist er nun seit vielen Jahren für die katholische Kirche in Deutschland aber darüber hinaus in der ganzen Welt zuständig und hat sich zu einem Mann entwickelt, der in nahezu blinder Wut über die Kirche und ihr Lehramt insbesondere über die Päpste herfällt. Dabei offenbart er immer wieder, wie wenig er über die Kirche weiss. Seine Spekulationen gehen gewöhnlich ins Leere wie z.B über die Nachfolge von Kardinal Meisner. Die Texte der Päpste liest er nicht, das geht aus seinen Artikeln eindeutig hervor. Mit Hass und Häme übergießt er die Kirche und die Päpste und hat sich nun auf Papst Franziskus eingeschossen, dessen Predigten und Texte er auch nicht liest, wie seine Artikel beweisen.
Heute, am 10.2.15 hat er in der FAZ einen Artikel veröffentlicht „Der Papst haut rein“, in dem wieder seine ganze Gehässigkeit und auch Oberflächlichkeit zum Ausdruck kommt. Einen seiner blindwütigen Artikel „Der Karneval ist aus“ vom 24.3.13 haben wir hier auf diesem Blog besprochen.
http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=664
Diese Besprechung erschien auch auf kath.net. Hier verleitet ihn sein Hass und seine Häme dazu, sich und seine Zeitung in geradezu einmaliger Weise lächerlich zu machen.
Was bringt nun einen ehemaligen Mönch und mit Erfolg promovierten Theologen dazu, sich so gegen seine Kirche zu wenden? Viele Leute sind geneigt zu sagen, dass daran wie meist das Scheitern im geistlichen und monastischem Dienst der Grund für eine solche Haltung ist.
Nein, das kann man so einfach nicht sagen. In meinen Studientagen hatte ich einen guten Freund, der ebenfalls Dominikaner war und vor den ewigen Gelübden den Orden verließ und ebenfalls ein sehr bekannter Journalist und dann Publizist wurde, aber seiner Kirche und dem Evangelium die Treue hielt bis heute.
Seine unbändig humorvollen und geistreichen Bücher machen vielen Menschen Freude und bestärken sie in ihrem Glauben, gerade weil sie auch zu manchen Dingen in der Kirche Kritik äußern, aber immer seine Liebe zur Kirche und ihrer Botschaft erkennen lassen. Während der ehemalige Dominikaner Deckers die Kirche so schlecht wie möglich macht, verteidigt dieser ehemalige Dominikaner die Kirche mit einem bewundernswert präzisen Wissen über sie, ihre Geschichte und ihre Theologie.
Was hat Daniel Deckers so unglücklich gemacht, dass er nun heute so zur katholischen Kirche steht? Wir wissen es nicht. Wir können nur vermuten, dass er seinen Weg aus dem geistlichen Dienst in seinem Orden und in der Theologie nicht innerlich geordnet verlassen hat und immer noch mit sich selber kämpft und seine persönlichen Probleme in so grober und oberflächlicher Weise nun an der Kirche abarbeitet und damit seine Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), nun wirklich seit Jahren in Verruf bringt. Viele Menschen haben seinetwegen die Zeitung aufgegeben und das auch öffentlich bekundet.
Das Fazit lautet: Daniel Deckers nicht aufzugeben und als Feind zu behandeln, sondern seinen Weg geistlich zu begleiten, wie es sich für einen katholischen Christen gebührt. Das heißt aber nicht, dass wir zu seinen Oberflächlichkeiten, seiner Wut und seinen Gehässigkeiten schweigen müssen, auch wenn er uns leid tut.

Michael Schneider-Flagmeyer

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten auf Vom Scheitern und dessen Folgen. Daniel Deckers und die Frankfurter Allgemeine Zeitung

  1. Peter sagt:

    Also ich würde dem Autor doch sehr raten einige Gänge zurückzuschalten..
    Das hört sich sehr populistisch an und hat für mich mit seriöser Kritik, die durchaus berechtigt wäre an Daniel Deckers, nichts zu tun.
    Natürlich stören mich auch teilweise seine Artikel. Er denkt liberal und sieht sich vielleicht diesbezüglich auf einer Mission und durch seinen Job bei einer renommierten großen Tageszeitung auch in einer gewissen Machtposition. Auch die Hetzjagd auf Bischof TvE war geradezu unmenschlich.
    Aber ihm deshalb jetzt gleich Hass auf die Kirche zu unterstellen ist auch nicht richtig.

    • Ulrich S sagt:

      Was ist eigentlich populistisch, Peter? Ein Modewort in den Medien und der Politik. Ich kann an dem Artikel nichts Populistisches erkennen. Gehen Sie doch mal ins Archiv der FAZ und lesen sich die Artikel von Deckers durch. Und dann sagen Sie mir, wo Sie irgendwo Liebe zur Kirche oder auch nur Wohlwollen entdecken können. Sie sagen selbst, dass die Jagd auf TvE unmenschlich war. Nun, diese Unmenschlichkeit ist eben der Hass des Daniel Deckers und Konsorten.

  2. Ben Wilmes sagt:

    Daniel Deckers geschmacklose Tiefschläge zeugen nicht nur von Unkenntnis, sondern auch von Bösartigkeit. Nun, ähnliche Angriffe gegen eine andere Religion ( nicht das Judentum und auch nicht Buddhismus und Hinduismus) hätten längst dazu geführt, dass Herr Deckers rund um die Uhr Personenschutz bräuchte.
    Die Katholiken sind schon sehr duldsam und hart im Nehmen, da braucht es denn auch nicht den Hauch von Mut, solchen ekelerregenden Mist abzusondern.
    Der Mann kann sich sicher fühlen und auf Applaus zählen. Ist es diese Mischung aus Feigheit und Berechnung, die ihn so schreiben lassen ?!
    Das muss er selbst beantworten.

  3. backinchurch sagt:

    Beim „kirchentreuen“ ehem. Dominikaner scheint es sich um Hans C. Zander zu handeln. Dessen Werke z.B. über die Wüstenheiligen oder die „heilige Inquisition“ habe ich mit großem persönlichem (Glaubens-)Gewinn gelesen – im Gegensatz zu Herrn Deckers „Erkenntnissen“. Aber auch für Letzteren betet die Kirche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*