„Und Stephanus sank in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“

Am 15. Februar ging ein Schreckensvideo um die Welt. Die Schlächter des Islamischen Staates IS hatten in Lybien 21 koptische Gastarbeiter, die auf dem Rückweg nach Ägypten waren, in ihre Gewalt gebracht und sie „hingerichtet“. Das Wort „hinrichten“ erscheint uns unangemessen und einmal mehr ein Zeichen dafür, wie wir auf unsere Sprache achten müssen, denn in dem wort „hinrichten“ steckt ja auch das Wort „Gericht“. Die 21 koptischen jungen Christen wurden aber nicht gerichtet sondern abgeschlachtet gemäss der Sure 47, Vers 4 des Korans:
„Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt. Die übrigen legt in Ketten.“ Hier spricht der Koran selbst von Gemetzel und nicht vom Gericht. Unseren 21 koptischen Brüdern wurden mit Messern bei lebendigem Leib die Köpfe abgeschnitten.
Hier zeigt sich die ganze Bosheit, die im Menschen steckt und zum Ausdruck kommt, wenn er/ sie die Hand Gottes loslässt. Und wieder wird uns die Forderung Papst Benedikts bewusst, dass der Islam sein Verhältnis zur Gewalt klären muss. Denn die große Mehrheit der bei uns lebenden Muslime wird den gleichen Abscheu vor solcher Handhabung des Korans empfinden wie wir.
Ich möchte aber hier eines der schrecklichen Bilder herausgreifen und dem Leser freistellen, durch Klicken auf den Link am Ende dieser Betrachtung es anzuschauen.
Die abgeschnittenen Häupter wurden den Leichen der Jungen Männer auf den Rücken gelegt und dann fotografiert. Gleichzeitig stießen die IS-Schlächter wüste Drohungen gegen alle Christen der Welt aus und besonders gegen Rom, das sie erobern wollen. Das ihr Handeln satanischen Einflusses entspringt, begreifen sie nicht. Und sie begreifen nicht, was die von Gott durch Jesus Christus gewirkte Stärke des Christentums ist, die von Unwissenden als Schwäche ausgelegt wird.
Unsere 21 sterbenden koptischen Brüder schrien: „O Gott, Jesus Christus, mein Herr!“
Betrachten wir nun das im Link unten abgebildete Antlitz eines jungen Märtyrers im Tode. Es strahlt einen himmlischen Frieden aus, den Frieden Christi, den wir optisch sichtbar auch auf dem Haupt des vom Kreuze abgenommen Herrn des Turiner Grabtuchs erkennen. Es liegt der Anflug eines Lächelns auf dem Antlitz des jungen Toten. Und wir denken an das Wort des Psalmisten: „Siehe, ich liege und schlafe ganz in Frieden, denn Du Herr hilfst mir, dass ich sicher wohne.“
Auch erinnern uns diese jungen Märtyrer an den ersten Märtyrer, der dem Herrn in den Tod und in die Auferstehung folgte, den heiligen Erzdiakon Stephanus, von dem uns das 7. Kapitel der Apostelgeschichte berichtet:
„Er aber erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“
Wir dürfen gewiss sein, dass der Herr bei den 21 koptischen Christen war, um sie selber heimzuholen und ihnen die Krone des Lebens zu geben. Ein Blick in das Antlitz unseres lieben Toten zeigt, dass er wie seine Brüder auf „Christus den Urheber und Vollender unseres Glaubens“ (Hebräerbrief) im Sterben geschaut hat und Ihn selbst gesehen hat. Das bezeugt uns der himmlische Frieden auf dem Antlitz dieses in Christus gestorbenen Toten, der wie seine Bürder mit Ihm und in Ihm auferstanden ist.
„So steingiten sie Stephanus, er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.“
Auf dem unten verlinkten Bild schauen wir in das Antlitz des heiligen Stephanus, der für Christus sein Leben gab und mit seinen Brüdern laut den Herrn bezeugte: „Jesus Christus, mein Herr!“
Und das ist das, was tragischerweise die von Satan verführten Schlächter dieser Welt nicht begreifen, dass die Stärke der Christen ihre Treue bis in den Tod zu ihrem Herrn und Meister ist, der uns die Liebe und Barmherzigkeit und die Vergebung Gottes gebracht hat. Denn, so hat Benedikt XVI. immer betont, die Vergebung bannt alle Macht des Bösen. Und so können die Schlächter des IS niemals siegen, auch wenn sie noch so viele Christen ermorden; denn die vergebende Liebe des Siegers von Golgotha ist der Sieg über Hölle und Tod und alle Bosheit der Menschen.
Wir Katholiken beten, was der Engel die Kinder von Fatima gelehrt hatte: „O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden. Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle und führe alle Menschen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen!“
Mich wird das Antlitz dieses jungen für Christus gestorbenen Bruders bis an mein Lebensende begleiten und mir stets die Worte des im Himmel erhöhten Herrn in Erinnerung rufen (Apok.1,17-18):
„Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt“

http://www.kathtube.com/player.php?id=36883
Michael Schneider-Flagmeyer

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4 Antworten auf „Und Stephanus sank in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an“

  1. Herbert Klupp sagt:

    Ich habe mir solche Terror-Videos noch nie angeschaut, und ich werde sie – so Gott will – niemals ausführlich anschauen. Natürlich kommt man nicht umhin, etwa im ZDF-heute-journal u.v.a.m. eine „Sekunde“ lang aus solchen Videos „etwas“ sehen zu müssen. Und da habe ich „wie bei einem einschlagenden Blitz“ den Eindruck gewonnen: das sind ja formvollendete – nur noch nicht allgemein so benannte – Satansmessen, nichts anderes.

  2. Hermann-Josef Kemmer sagt:

    Nun, das ist ein Gesicht eines dieser tapferen und für mich heroischen Märtyrer und ich stimme mit dem Verfasser in allem, was er schreibt vollends überein.
    Aber sahen die 20 anderen Gesichter ebenfalls so aus? Es wurde hier nur eines herausgegriffen und zu Recht in Bezug auf den Hl. Stephanus gesetzt. Ja, dieses Gesicht dürfen wir vorbildhaft anschauen.
    Aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass DER Islam auch für solche Gräueltaten endlich Verantwortung zu übernehmen hat. Das täuscht nicht darüber hinweg, dass das mantraähnlich vorgebrachte „Islam ist/heißt Frieden“ einfach nur unwahr ist.
    Solange Muslime millionenfach für Mohammedkarikaturen auf die Straße gehen und morden, aber nicht diese Zahl aufbringen können für diese Gräueltaten, solange läuft im religiösen Verständnis innerhalb des Islams vieles schief.
    Und aus diesem Grunde werde ich niemals Allah als meinen Gott anbeten können. Dieser Gott des Islams kann angesichts der Taten des Propheten und angesichts der Taten des IS nicht identisch mit dem Dreifaltigen Gott sein.
    Es schreckt mich ab, wenn in den Kirchen, ob evangelisch oder katholisch genau dieser Eindruck erweckt wird, dass Christen und Muslime denselben Gott mit verschiedenen Zugängen anbeten. Ich finde, dass das Gottesbild des Islam, welches das Gute und das Böse erschaffen hat, das von uns verstandene vollkommene Gottesbild des Dreifaltigen Gottes herabsetzt und beleidigt.

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