Programmbeschwerde an den Bayerischen Rundfunk wegen der Sendung „Apo von christlich-rechts“?

Bayerischer Rundfunk
Herrn Intendanten Ulrich Wilhelm, Rundfunkplatz 1, 80335 München

Programmbeschwerde wegen der Sendung „APO von christlich-rechts?“.vom Donnerstag, dem 19.Februar 2015, auf „Bayern 2“

Sehr geehrter Herr Wilhem,
ich erhebe Programmbeschwerde gegen diese Sendung und ich erwarte eine Zurechtweisung der dafür Verantwortlichen.

Die Sendung hat Fakten zusammengestückelt, deren innerer Zusammenhang konstruiert ist, und gegen die man daher mit Argumenten kaum angehen kann, ohne sich zu verzetteln; weiters: gegen die auch die in ihre Ehre angegriffenen Personen kaum klagen könnten, da ja nichts Konkretes gegen diese behauptet, sondern sie nur ganz in die Nähe von XYZ gerückt worden waren.

Direkt zur Sendung anzumerken ist noch, dass die manipulative Absicht auch in der Auswahl der musikalischen Untermalung zum Ausdruck kam, die entfernt an Reinhard Mays Lied „Die heiße Schlacht am kalten Büffet“ erinnerte, doch nur nicht so lustig war.

Die Sendung ließ jegliches journalistisches Ethos vermissen. Ich verbitte mir künftig solche Sendungen, die von mir mitbezahlt werden müssen. Das ist Verschwendung und ein Missbrauch von Mitteln der Zahlergemeinschaft, die nicht mit dem Auftrag des Rundfunks zu vereinbaren ist.
Mit dennoch freundlichem Gruß

Hubert Krebser

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2 Antworten auf Programmbeschwerde an den Bayerischen Rundfunk wegen der Sendung „Apo von christlich-rechts“?

  1. Eduard Werner sagt:

    Tucholskys Wort von der Lügenpresse hat eben doch seine Berechtigung. Nur müsste es aktueller „Lügenmedien“ heißen, weil es mehr die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind, die einseitig berichten und einseitig kommentieren. Auch der Norddeutsche Rundfunk hat vor wenigen Tagen ähnlich einseitig über einen Kongress christlicher Führungskräfte in Hamburg berichtet. Zweitrangige Journalisten glauben diffamieren zu müssen, um auch beachtet zu werden. Die einschlägigen Gesetze zwingen uns dazu, für diese Verleumdungen auch noch zahlen zu müssen.

  2. Mathias Wagener sagt:

    Das ist das Hinterlistige an solchen gemeinen Beiträgen, dass sie nicht juristisch gehandhabt werden können. Ich bin in der Tat kein Freund noch weiter ausufernder Gerichtszuständigkeit, aber hier werden Verunglimpfungen ausgebracht, denen nicht wirksam begegnet werden kann. Die Objektivität und Sachlichkeit, die eigentlich prägendes Merkmal der von uns ausgehaltenen Öffentlich rechtlichen sein sollte, besteht nicht in dem erforderlichen Zustand. Es ist aber unbedingt wichtig und richtig, dass Beschwerde gegen solche Beiträge geführt wird.

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