Familienpolitik – So erklärt sich manches

Wer selber Millionen verdient, kann sich kaum in die Situation solcher hineindenken, die 1500,- Euro pro Monat verdienen und damit ein Familie versorgen müssen. Problematisch wird es dann, wenn Großverdiener Sozialpolitik für die machen, die mit ihren Einkommen kaum über die Runden kommen.
Ähnlich ist die Lage in der Familienpolitik. Da bestimmen Abgeordnete über die Familienförderung, über Kindergeld, Betreuungsgeld oder den Ausbau von Kitas ohne die Situationen der Familien oder Alleinerziehender beurteilen zu können. Warum? Weil sie in großem Umfang selber keine Kinder haben!
Nach den Angaben der Internetseite des Bundestages sind von den Bundestagsabgeordneten von der SPD 38,4 %, von der FDP 39,8 % von der Partei der Linken 39,5 % und von den Grünen 42,6 % ohne Kinder. Die CDU/CSU-Abgeordneten haben zu 26,6 % keine Kinder. Die Hälfte aller 620 Bundestagsabgeorneten kommen auf einen Druchschnitt von 0,3 Kinder! Jeder Bundesbürger, der die wichtigsten Zukunftsfragen der Gesellschaft nicht einfach verdrängt, weiß, dass die Probleme, die vor uns liegen, wie Verschuldung, Sicherung der Renten, Sorge für die Alten etc. nur durch gesunde Familien mit Kindern gelöst werden können. Die Bundestagsabgeordneten und die Regierung haben kein wirkliches Konzept für die Lösung der Probleme.
Abgeordnete ohne Kinder haben kein Gespür für die Bedürfnisse der Familie; denn sie werden davon nicht unmittelbar berührt. Der Verfassungsauftrag, Schaden vom Volk abzuwenden, ist für eine große Zahl von Abgeordneten kein Thema, weil sie nicht über die Wahlperiode hinaus denken.

Hubert Gindert

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Der Fels veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Familienpolitik – So erklärt sich manches

  1. Der Artikel „Familienpolitik – So erklärt sich manches“ und die Antwort darauf vom „Gast auf Erden“ zeigen eine Gefahr auf, der wir Menschen unterliegen. Wir nehmen die eigene Lebenssituation und die eigenen Gedankengänge und setzen sie zum Maßstab für andere. Politiker orientieren sich am Parteiprogramm, begegnen der Lobby und achten in besonderer Weise auf die Medien. Allerdings sind sie zuerst dem Wohl und Wehe der Bürger verpflichtet, nach den im Grundgesetz festgelegten Werten. Dem Schutz des Lebens von der Zeugung bis zum Tod, auch der Ehe und Familie sind sie verpflichtet. Leider müssen wir feststellen, dass sehr viele Politiker sich von der Basis des Grundgesetzes entfernt haben.
    Die Kirche und damit Bischöfe und Priester sind in Wort und Sakrament Jesus Christus verpflichtet, und die Gläubigen wie auch die noch nicht Glaubenden haben ein Recht darauf, Jesus Christus kennenzulernen. Bischöfe und Priester verkündigen nicht sich selbst, sondern Jesus Christus. Studium und Lebenserfahrung werden unter die Botschaft Jesu Christi gestellt. Da Christus gekommen ist, die Menschen zu retten, werden die Bischöfe und Priester in der Nachfolge Christi mit Verkündigung (auch persönlichem Rat), Sakrament und Gebet in größtmöglicher Objektivität den Ratsuchenden helfen wollen.
    Wenn wir nachlesen, was die Päpste Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt VI. Über Sexualität, Ehe und Familie geschrieben und gesagt haben, müssen wir zugestehen, dass sie Gültiges und sogar Prophetisches verkündet haben. Der Verfasser dieser Zeilen kann aus eigener Erfahrung Zeugnis dafür geben, dass das Beste, was er je über Ehe und Familie gehört und gelesen hat, von Priestern kam, die bewusst und überzeugt den Zölibat gelebt haben und leben. Wer sich um das Wohl des Mitmenschen sorgt, wird nicht sich selbst zum Maßstab aller Dinge machen.
    Maßstab für uns Katholiken ist Jesus Christus, der gekommen ist, um jeden einzelnen jetzt und auf ewig mit Gott zu versöhnen.

  2. Gast auf Erden sagt:

    Ich halte das für eine extrem gefährliche Argumentation, die sehr leicht nach hinten losgehen kann und dann die gesamte Kirche in ein extrem schlechtes Licht rückt.

    Ähnlich ist die Lage in der Familienpolitik. Da bestimmen Abgeordnete über die Familienförderung, über Kindergeld, Betreuungsgeld oder den Ausbau von Kitas ohne die Situationen der Familien oder Alleinerziehender beurteilen zu können. Warum? Weil sie in großem Umfang selber keine Kinder haben!

    Ähnlich ist die Lage bei der katholischen Sexualdoktrin. Da bestimmen Kleriker mit der Pflicht zum Zölibat über die Liebe, über Ehe, Sexualität oder den Sexualkundeunterricht, ohne die Situationen der sexuell aktiven Menschen beurteilen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*