Erklärung des Forums Deutscher Katholiken

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat am 9. Mai 2015 einstimmig (!) ein Dokument beschlossen, in dem die „vorbehaltlose Akzeptanz“ des Zusammenlebens gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die Segnung dieser Partnerschaften und die Segnung einer zweiten kirchlich nicht anerkannten Ehe gefordert werden.
Diese Forderungen des ZdK widersprechen eindeutig der Lehre und Tradition der katholischen Kirche!
Das ZdK ist noch immer das von der deutschen Bischofskonferenz kirchlich anerkannte Organ der Vertretung der deutschen Katholiken. Dies ist ein Hohn für alle kirchenloyalen und lehramtstreuen deutschen Katholiken.
Sie fragen sich, was muss noch passieren, bis die Deutsche Bischofskonferenz dem ZdK das Recht zur Vertretung der deutschen Katholiken aberkennt.
Kaufering, den 15. Mai 2015

Prof. Dr. Hubert Gindert (1. Vors. des Forums Deutscher Katholiken)

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8 Antworten auf Erklärung des Forums Deutscher Katholiken

  1. Udo Walzel sagt:

    Sehr geehrter Herr Gindert,

    Sie haben recht. Die Bischofskonferenz muß handeln. Wenn Seine Eminenz Kardinal Marx seine Äußerung vom 15.5.2015 ernst meint, dann muß er dem ZDK jetzt auch den Stuhl vor die Tür stellen und sämtliche Zuwendungen aus den Mitteln, die über unsere Kirchensteuern von den Bistümern an das ZDK fließen streichen. Alle Einladungen zu Kirchentagen müssen widerrufen werden und dann ist das ZDK ganz rasch am Ende.

    Freundliche Grüße

    UW

  2. Eduard Werner sagt:

    Herr Kemmer meint, wir sollten den Stab über das ZdK nicht total brechen. Das verstehe ich nicht. SPD-Mitglieder und Grünen-Mitglieder des ZdK betreiben doch als Politiker die Gender-Politik, nach der unmündige Kinder unnatürliche Sexualpraktiken lernen müssen. Diese Politiker gehören exkommuniziert und nicht ins ZdK. Dieses Gremium ist doch nicht mehr reformierbar.

  3. Ansgar Kneißl, Wolfratshausen sagt:

    Die Mehrheit der Deutschen Bischöfe und das „Zdk“ haben offengelegt, dass ihre Wege nicht romtreu gerichtet sind, sondern „abwegig“ von Rom verlaufen.
    Das „ZdK“ als zusammengewürfelte Gemeinschaft macht ständig auf sich aufmerksam durch einen Gegenkurs zum Lehramt der Kirche und richtet sich immer wieder gegen Rom.
    Nachdem das „ZdK“ von der DBK beaufsichtigt werden sollte, wundern sich viele, dass die DBK niemals korrektiv eingriff. Dieser lasche Kurs ermunterte das „ZdK“.
    Der Gipfel der Anmaßung durch das „ZdK“ ist , was kath.net am 13.5. berichtet über die scharfe Kritik dieses sogenannten Laiengremiums an Bischof Oster.
    In einer Pressekonferenz anlässlich der zu erwartenden 2. Familiensynode bestätigte SE Kardinal Marx, dass eine Mehrzahl der deutschen Bischöfe in einigen Bereichen nicht mit, sondern gegen Rom Stellung bezogen haben.
    Die dringend notwendige Neuevangelisierung war für viel Bischöfe nicht Thema Nr.1. Die seelsorgerische Not wurde scheinbar nicht erkannt oder krichenpolitischen Zielen geopfert worden zu sein.
    Deshalb dürfen wir uns nicht wundern, wenn deutsche Bischöfe immer seltener gefragt sind. Um trotzdem die Bindungen an Rom zu halten, bleibt uns der Kontakt zu den papsttreuen Vereinigungen.
    Unser Weg bleibt steil und steinig, so leidvoll, wie ihn Christus selbst gegangen ist. Aber er führt zum Vater.

  4. Hermann-Josef Kemmer sagt:

    Wir sollten den Stab über das ZdK nicht total brechen. Ich denke, dass die DBK in der Königsteiner Erklärung den kath. Ursamen für die Aktzeptanz in zumindest in Teilen der sexuellen Revolution der 68er gelegt hat.
    Was erwarten wir vom ZdK? Sollen sie in der heutigen Zeit, nachdem die Katholische Kirche in Deutschland 40 Jahre lang in Sachen Fimilienethik und Sexualmoral im wahrsten Sinne auf tiefe Tauchstation gegangen ist, katholischer sein als der Papst? Was hatte denn die hiesige Kirche der sexuellen Revolution der 68er entgegenzusetzen? Den Katechismus etwa, dessen Wort kein Schüler schreiben kann, nicht weiß, was er bedeutet, nie im Unterricht erwähnt und geschweige denn je im kath. Religionsunterricht zum Gegenstand der Schulausbildung gemacht wurde oder wenn, dann nur kritisch. Keine Enzyklika ist hier auf so große innerkirchliche Kritik gestoßen wie „humanae vitae.“ Sie hatte Angst zu sagen, dass Onanie Sünde ist, das vorehelicher Geschlechtsverkehr Sünde ist und dass gelebte Homosexualität Sünde ist.
    Was erwarten wir vom ZdK in einer Zeit, in der dem Menschen nachgelaufen wird und nicht Gott?
    Die kirchliche Lehre wurde in den letzten Jahrzehnten nicht nur in reinen Glaubensfragen verwässert, erst recht in Fragen der kath. Sexualmoral.
    Ich darf verlinken: http://www.kath.net/news/8763 Hier wird die Königsteiner Erklärung beschrieben.
    sentwürfe gleich gut und segenswert.
    Ja, bei dieser jahrzehntelangen Tradition theologischer Verwirrung und Abkehr vom Evangelium hier in deutschen Landen: Was erwarten wir von unseren Katholiken? Nachwuchs mit der Einstellung des hiesigen Blogs wächst ja kaum noch nach. Viele Katholiken finden das sogar super.
    Die DBK unterscheidet sich von der Evangelischen Kirche letztlich nur noch marginal. Ich bin mir sicher, dass die DBK, wenn sie denn könnte und dürfte, mit der Evangelischen Kirche einen Glaubenspakt schließen würde von heute auf morgen, wenn der Papst in Rom nicht wäre. Das Wort von Kardinal Marx, dass wir keine Rom-Filiale sind, weist zumindest in diese Reichtung .Dieser Weg der deutschsprachigen Teilkirche wurde seit dem II. Vat. Konzil konsequent beschritten, ob wir es wahr haben wollen oder nicht. Keine Glaubenswissensvermittlung, sondern humanistische Nächstenliebedenkweisen,die die Religion ersetzen, wurden insbesondere von der Caritas übernommen und nicht mehr in den Kontext der Gottes- und der Nächstenliebe gestellt. Caritas ist heute letztlich auch nur noch ein Wirtschaftsunternehmen des Sozialstaats.
    Wenn eine Kirche keine Glaubenskante mehr zeigt, nicht einmal anderen Religionen gegenüber, mag sich der Katholikenpulk noch ein wenig langsamer verringern in den nächsten Jahren. Aber die Jugend, ja selbst die mittleren Jahre der Gläubigen sind für die kath. Kirche verloren. Lauter Friedhofsblumen wie ich in der Kirche.
    Das ZdK ist nichts anderes als die Frucht jahrzehntelanger Untätigkeit unserer Bischöfe, unserer theologischen Fakultäten und unserer Religionslehrer, die ihren Unterricht der „katholischen Religionslehre“ kaum mit vollem unterstützendem Herzen gestaltet haben. Sie meinten, sich hinter ihren Kirchen verstecken zu können und haben verlernt, die Herzen der Menschen in der persönlichen Begegnung zu suchen, welches den Glauben erst lebendig macht. Das wurde sträflich vernachlässigt. Im Evangelium läuft der Hirt sogar dem verirrten Schaf nach. Die Kirche konnte es sich leisten, sogar dem gläubigen Schäfchen nicht nachlaufen zu müssen, denn die kamen ja alle in die Kirche, sukzessive jedoch Jahr für Jahr weniger. Die Kirche und das Personal blieb da, wo sie war und konnte es sich sogar leisten, kein Glaubenswissen mehr zu vermitteln. Das bricht ihr jetzt das letztlich das Genick. Mittlerweile ist es sogar so, dass, wenn sie die Werte der katholischen Tradition verkünden würde, ihr die Schäfchen reihenweise abhanden kommen würden.
    Aufgeben dürfen wir nicht. DIe kath. Kirche in 30 Jahren wird ein kleines Häufchen Getreuer sein, die dann wieder ursprünglicher denken und handeln kann.

    • Die Redaktion sagt:

      Sehr geehrter Herr Kemmer,
      Ihre Kommentare sind uns immer willkommen. Aber schon vor einiger Zeit haben wir Sie gebeten, sie kurz zu halten. Es macht viel Arbeit, sie wie einen Artikel zu redigieren und zu kürzen. Diesen Kommentar haben wir um die Hälfte gekürzt und er ist immer noch sehr lang. Wir haben versucht Ihnen das per E-Mail mitzuteilen. Aber das System wies ihre angegebene E-Mail als nicht aufindbar ab.

      An alle Kommentatoren,
      wir freuen uns über ihre Kommentare, wenn sie nicht – wie manche – sich in Beschimpfungen ergehen. Und wir ermuntern Sie ausdrücklich zu Kommentaren und zum Austausch.
      Stellen wir aber fest, dass keine gültige E-Mail Adresse angegeben wird, werden wir den Kommentator sperren, wie es fast alle Zeitungen und Webseiten tun.
      Wir bitten um Ihr freundliches Verständnis.

  5. Mathias Wagener sagt:

    Den Beitrag nahm ich mir zum Anlass, das Statut des ZdK genauer anzusehen. Interessant ist vor allem die Aussage in Nummer 2a, wo es heißt, das das ZdK die Anliegen der deutschen Katholiken vertrete. Nun gut, das ist eine Selbstdarstellung wie die Gewerkschaften Arbeitnehmerinteressen vertreten usw. Von der Kirche ist das ZdK anerkannt und zwar in dem Sinn, der in Nr. 1 näher bezeichnet wird. Damit wird klar, dass das ZdK niemals die Funktion der DBK übernehmen kann und schließlich noch weitergehend jene nicht die Lehre nach regionaler Eigenermächtigung ändern kann. Das ZdK ist in erster Linie Vertretung der großen Organisationen wie Caritas usw., die uns lehrmäßig gar nichts zu sagen haben. Alle Versuche des ZdK, „die Katholiken Deutschlands“ vereinnahmen zu wollen, sind zurückzuweisen. Das Forum Deutscher Katholiken leistet einen wichtigen Beitrag für diese Mühen.

  6. Eduard Werner sagt:

    Einige Bischöfe und vor allem das so genannte Zentralkomitee verfälschen das Erscheinungsbild der Kirche so sehr, dass Suchende die wahre Kirche Christi nicht mehr erkennen können. Wenn diese Leute ehrlich wären, würden sie aus der Kirche austreten und sich einer Gemeinschaft anschließen, wo ihre Forderungen längst erfüllt sind. Sie haben ja nie zu uns gehört. 1 Joh 2,19 lautet: „Sie kamen zwar aus unserer Mitte, sie haben aber nie zu uns gehört.“ Es gehört zu den Pflichten der Bischöfe, diese falschen Kirchenmitglieder zu exkommunizieren, um die ehrlichen Mitglieder der Kirche und auch die Suchenden zu schützen. Es muss wieder erkennbar werden, wo die wahre Kirche ist.

    • Johannes Friedrich sagt:

      Sie sprechen oder vielmehr schreiben mir aus dem Herzen. Ihren Aussagen stimme ich 1ooprozentig zu.

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