Kommentar zur „Demo für Alle“ am Sonntag den 21.6.15 in Stuttgart

Zunächst ist einmal als besonders erfreuliches Ergebnis die Rekordbeteiligung von 4.600 Menschen zu betonen. Auch das Forum Deutscher Katholiken hat teilgenommen. Besonders erwähnt werden muss das Grußwort von Weihbischof Thomas Maria Renz aus dem Ortsbistum Rottenburg-Stuttgart. siehe:
http://www.kath.net/news/51020

Eine sehr stattliche Zahl von Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und dem öffentlichen Leben sowie die Vertreter der französischen Massenbewegung „La Manif Pour Tous“ traten hier mit klaren unmissverständlichen Worten für die Verteidigung von Ehe und Familie ein und gegen die Bevormundung durch den Staat.
http://www.kath.net/news/51018
Was uns aber besonders wichtig erscheint, ist der Stuttgarter Polizei-Bericht zur Veranstaltung.
Es ist schon erschreckend und sollte jeden Bürger in unserem Lande alamieren, dass eine so friedliche Familienveranstaltung von einem Riesenpolizeiaufgebot geschützt werden muss, weil man für das Natürlichste der Welt, die Familie aus Vater, Mutter und Kindern gezwungen ist, auf die Straße zu gehen und gegen ihre Zerschlagung durch den Staat zu protestieren. Dabei zeigte sich, wie hier die Proportionen verteilt sind.
4.600 Demonstranten standen maximal 300 zum Teil gewaltbereite Gegendemonstranten aus dem links-grünen Lager gegenüber die versuchten, die Ansprachen durch Trillerpfeifen und Lärm zu verhindern, obwohl ihre Vertreter und Hintermänner/frauen immer wieder die Meinungsfreiheit einfordern. Das gibt auch ein gutes Bild der Stimmung in der Gesellschaft wieder. Einer kleinen Gruppe von Genderfanatikern ist es gelungen mit Hilfe aus den links-grünen Parteien und deren alles dominierenden Helfern in den meisten Leitmedien mit ihrer Ideologie, die auch vor Hass und autoritären Maßnahmen des Staates nicht zurückschreckt, eine breite Mehrheit der Bevölkerung an die Wand zu drücken.
Und wem das Wort „gewaltbereit“ als polemisch und übertrieben erscheint, der möge in den bei kath.net veröffentlichten Polizeibericht schauen. Mit massiven Polizeikräften musste die Abschlußkundgebung auf dem Schillerplatz gegen knapp 300 „Gegendemonstranten“ aus dem dauernd Frieden, Freiheit und Toleranz predigenden links-grünen Lager verteidigt werden. Schon im Vorfeld und während des Demonstrationszuges mussten 11 Platzverweise erteilt werden. Zwei Personen wurden wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, vier Personen wegen Körperverletzung und zwei Personen wegen Beleidigung angezeigt. Darüber hinaus beschlagnahmte die Polizei ein Einhandmesser, Pfefferspray und Schals zur Vermummung. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften im Einsatz, was den Steuerzahler eine Unsumme kostet. Das Erschreckende ist, dass die Polizei immer häufiger ihre Köpfe hinhalten muss, um unsere Demokratie zu verteidigen und hier, wie im Fall Stuttgart gegen die autoritäre Bevormundung einer Landesregierung, die längst ihre Legitimation durch die Bevölkerung verspielt hat.
Bleibt nur zu hoffen, dass 2016 bei der Landtagswahl der rot-grünen Landesregierung in Baden-Württemberg, um die es genauso schlecht steht wie um die links-grüne Regierung im NRW, durch den Wählern auf breiter Front der Ausgang gezeigt wird.

Michael Schneider-Flagmeyer

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Eine Antwort auf Kommentar zur „Demo für Alle“ am Sonntag den 21.6.15 in Stuttgart

  1. Johannes sagt:

    Ein Brief an die DBK:

    Hoch ver(s)ehrte Bischöfe!

    In Ihrer Pressemeldung vom 19.06.2015 ist folgendes über Bischof Koch zu lesen: „Wir müssen uns aber auch fragen, was das Sakrament und das kirchliche Verständnis von Ehe ist.“ Es gebe keine Alternative zu einem Dialog, auch einem geistlichen Dialog, der nach der Synode nicht abbrechen dürfe: „Wir müssen weiter im Gespräch bleiben und weiter ringen, in guten Gesprächen und kontroversen Debatten“, so Bischof Koch.

    Ich war heute (21.06.2015) auf der „Demo für alle“ in Stuttgart. Über 4000 Mitbürger engagierten sich für die Ehe und Familie als Verbindung von einem Mann und einer Frau und den ihnen geschenkten Kindern. Und sie protestierten energisch gegen jedweden Versuch, den Begriff und das Rechtsgut der Ehe auf alle möglichen Partnerbeziehungen auszuweiten. Und Bischof Koch meint, dass wir uns fragen müssen, was das kirchliche Verständnis von Ehe ist. Das ist doch abwegig. Engagierte Christen, die für den Erhalt der Ehe auf die Straße gehen, wissen es, der Bischof aber nicht. Und mit dieser absurden Einstellung ist er Familienbischof geworden. Merkt die DBK nicht, dass sie sich mit solchen Äußerungen lächerlich macht? Und dann will Bischof Koch ringen, in guten Gesprächen und kontroversen Diskussionen. Das sind doch hohle Sprüche. Um was soll denn da gerungen werden? Im Gegensatz zu Bischof Koch wissen katholische Christen – ich meine hier nicht die Nominalkatholiken – um das rechte Verständnis von Ehe und Familie und müssen nicht darum ringen. Und dann darf der „Dialog“ nach Koch auch nach der Synode nicht abbrechen. Also Dialog über das Verständnis von Ehe und Familie „in aeternum“?

    Die katholische Lehre zu Ehe und Familie ist klar und eindeutig. Wenn Bischof Koch danach fragen muss und dann noch die Diskussion darüber endlos weiterführen will, dann heißt das doch, dass er die Lehre der Kirche aushebeln möchte. Warum ist er nicht so ehrlich und gibt das auch zu, statt mit wohlklingenden Worten herumzueiern. Möge er sich doch an seinen ehrlichen protestantischen Mitchristen ein Bespiel nehmen. Der EKD-Präsident und die Luther-„Botschafterin“ empfehlen den Christen, dem irischen Votum auch in Deutschland nachzueifern.

    Die von Bischof Koch in verschleiernden Phrasen versteckte Einschleimerei bei der Homolobby ist einfach widerlich. Damit spuckt er allen für Ehe und Familie engagierten Christen ins Gesicht. Aber so wird man halt Erzbischof von Berlin!

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