Wo steht die katholische Nachrichtenagentur KNA?

Immer wieder hören wir auch von führenden Persönlichkeiten unserer Kirche das zu Recht fast schon geflügelte Wort „Wo katholisch draufsteht sollte auch katholisch drin sein“.
Die katholische Nachrichtenagentur KNA wurde auch einst zu genau diesem Zweck gegründet und auf ihrer eigenen Webseite steht unter KNA-Zentralredaktion der gewichtige Satz:
„Bei ständig steigendem Nachrichtenfluss berichtet KNA kompetent und aktuell über alle Ereignisse, von denen die Kirche in Deutschland und in der Welt tangiert ist.“
An diesem Satz sollte man die Arbeit der KNA messen und sie beim Wort nehmen. Was hat denn aber dann eine Meldung: „Neue ARD-Serie über eine Kuhflüsterin“ mit der Tangierung der Kirche in Deutschland und der Welt zu tun? Oder darf man aus dieser Meldung lesen, dass die Zentralredaktion mit den Problemen der Kirche hier bei uns und in der Welt und vor allem mit der Botschaft der Kirche so viel zu tun hat wie „die Kuh mit dem Sonntag“?
Wir wollen der KNA kein Unrecht tun. Natürlich berichtet sie aus wichtigen Ereignissen der Kirche in Deutschland und der Welt.
Was wir ihr allerdings heute vorwerfen, ist die Einseitigkeit, mit der sie das tut und die Verschweigung wichtiger Ereignisse und Stellungnahmen aus der Kirche, die nicht nur aus der der Redaktion genehmen Ecke kommen.
So wurde  manche qualifizierte Kritik aus der Kirche heraus verschwiegen, die nicht in  die Richtung passte, die die KNA in der Kirche vertritt. Dazu gehören auch zahlreiche, ja fast unzählbare Beispielen, die sich nur eben mit „romtreuer Publizistik“ (Ring-Eifel) und deren Inhalten in Verbindung bringen lässt. Man will ja schließlich auf der Höhe der Zeit sein und mit deren Strom schwimmen.
Weiter lesen wir auf der KNA-Webseite, dass diese mit ihrer aktuellen Tagesberichterstattung „Akzente auf Feldern wie der Sozial- und Familienpolitik, der Bioethik und Entwicklungshilfe (setzen will). Weitere Schwerpunkte sind die Berichterstattung über Papst und Vatikan, über Europa-Themen, Kulturereignisse und die Ökumene.“
Hier bleibt nur anzumerken, dass Papst und Vatikan und damit die Weltkirche keineswegs den ersten Platz einnehmen. Was unter Kulturereignissen verstanden wird, lässt die Meldung über die Kuhflüsterin erahnen.
Nun hat das bedeutende katholische Internetportal kath.net etwas sehr Hilfreiches getan, nämlich eine Seite „KNA-Watch“ auf seinem Portal installiert, die uns hilft zu verstehen, was die KNA-Redaktion so unter „Kultur“ versteht, „von denen die Kirche in Deutschland und in der Welt tangiert ist“. Und das, verehrte Leser, halten Sie sich fest, finden sie hier:
http://www.kath.net/news/cat/kna
Das Ganze spricht für sich und braucht nur noch von Ihnen, liebe Leser, beurteilt werden.
Es bleibt noch zu erwähnen, dass die Katholische Nachrichtenagentur KNA GmbH zu gut 90 % dem „Verband der Diözesen Deutschlands“ gehört. Den Rest halten Mitgliedsverlage des Katholischen Medienverbandes und die Caritas.

Michael Schneider-Flagmeyer

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