Eine Initiative, die zum Weiterdenken auffordert. – Erklärung des Forums Deutscher Katholiken

“Es ist absolut inakzeptabel, dass trächtige Kühe geschlachtet werden. Deswegen wollen und müssen wir etwas dagegen tun“, sagt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Er wird dabei von den Schlachthausveterinären, von der deutschen Fleischwirtschaft und vom deutschen Bauernverband unterstützt. Was ist die Begründung? Die ungeborenen Kälber ersticken nach dem Tod der Kuh in einem Prozess, der bis zu 20 Minuten dauern kann. Das sei aus ethischen Gründen nicht vertretbar.
Die Initiative des Bundeslandwirtschaftsministers für die ungeborenen Kälber ist zu begrüßen. Sie provoziert aber gleichzeitig die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, dass ungeborene Kinder im Mutterleib getötet werden dürfen?
Auch Abtreibung ist qualvoll!
Die Forderung des Bundeslandwirtschaftsministers verlangt ein Weiterdenken, nämlich dass zum wirksamen Schutz der ungeborenen Kinder das System der rechtswidrigen, aber straffreien Abtreibung geändert werden muss.

Prof. Dr. Hubert Gindert

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3 Antworten auf Eine Initiative, die zum Weiterdenken auffordert. – Erklärung des Forums Deutscher Katholiken

  1. Johannes Friedrich sagt:

    Ich habe vor ein paar Tagen, als ich von dieser Initiative hörte, eine Mail an Christian Schmidt geschrieben, in welcher ich diese Initiative begrüßt habe und habe ihn gleichzeitig gebeten, auch für die ungeborenen Kinder im Mutterleib einzutreten. Eine Antwort habe ich bis jetzt noch nicht erhalten und ehrlich gesagt, glaube ich auch nicht daran, eine Antwort zu bekommen. Aber ich denke es ist wichtig, immer wieder an Politiker in dieser Sache heranzutreten, damit sie merken, daß sich doch nicht alle, mit den Abtreibungsverbrechen abgefunden haben.

  2. Mathias Wagener sagt:

    Dasist sicher alles richtig, was bisher vorgebracht worden ist und es stimmt nicht nur mich traurig. Eins möchte ich aber doch noch anmerken: In nachmittäglichen TV-Unterhaltungssendungen geht es unter Anderem recht häufig um ungewollte Schwangerschaft. Dort ist aber der ganz vorherrschende Tenor gegen die Tötung des Embryos.

  3. Hermann-Josef Kemmer sagt:

    Die Lebensschützer stehen letztendlich auf verlorenem Posten. Die demokratische Mehrheit besteht nicht mehr aus Christen, sondern eher aus Atheisten, Agnostikern und aus Menschen, die dem Glauben gegenüber indifferent oder eher abgewandt denken, handeln und auch leider fühlen, ich schätze mal so 80 %. Gott ist für die meisten Menschen in Deutschland, vllt. auch in Europa tot und damit kein Maßstab mehr. Und aus diesem Grunde wird diese tödliche Frage in ihrer Antwort nicht mehr nach dem Willen Gottes ausgerichtet, sondern nach dem Willen der Menschen technokratisch geregelt, die nicht mehr bereit sind, sich von anderen, auch wenn es das eigene Kind im Mutterleib ist, das eigene Leben bestimmen zu lassen. Die Prioritäten sind gesetzt: Die Egoismen sind an die erste Stelle gerückt. Daraus resultiert die Ablehnung von Verzicht, von „Opfer“ zugunsten anderer. Um sich selbst zu profilieren, setzen sich die Menschen lieber für den Tierschutz ein in jeglicher Form, was auch richtig ist, eben aber nicht mehr letztlich für den Menschen, der nur noch als Konkurrent erscheint ganz nach edelkapitalistischem Denken. Der Embryo stört das gegenwärtige Leben der oder des Einzelnen. Damit ist er zum Abschuss freigegeben und das Gesetz gibt diesem tödlichen Abschuss seine Legitimierung.

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