Resolution: Ehe und Familie – Quelle für ein erfülltes Leben, Fulda 2.8.2015

Der Kongress „Freude am Glauben“ des Forums Deutscher Katholiken hat heute folgende Resolution verabschiedet, die wir Ihnen hier zur Kenntnis geben und zur Weiterleitung bzw. Veröffentlichung.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des Forum Deutscher Katholiken

Fulda, den 2. August 2015

Ehe und Familie – Quelle für ein erfülltes
und glückliches Leben
Die erste soziale Realität der Menschheitsgeschichte ist die Verbindung von Mann und Frau als Ursprung der Familie. Familien bilden sodann die Basis jeglicher Vergemeinschaftung von Menschen über die Familie hinaus. Familien existieren vor dem Staat. Er darf sich ihrer nicht bemächtigen. Zerstört er die Familie, dann zerstört er seine eigene Existenzgrundlage.
Wir Christen sehen in diesen einfachen Grundgegebenheiten den weisen Plan Gottes, der uns aus Liebe als Mann und Frau erschaffen und dazu berufen hat, Kindern das Leben zu schenken und sie mit der subsidiären Hilfe aller gesellschaftlichen Institutionen zu reifen Menschen heranzubilden. So finden die Menschen in Ehe und Familie eine der wichtigsten Quellen für ein erfülltes und glückliches Leben.
In unserem Land sind diese einfachen Wahrheiten aus unterschiedlichen Gründen bedroht – u. a. durch die Überbetonung des Strebens nach Luxus, durch ideologische Strömungen (z. B. durch die Genderideologie), durch mangelndes Vertrauen in die eigene Erziehungskompetenz (Wissenschafts- und Expertengläubigkeit), durch die allgemeine Ausrichtung auf Genuss und Zerstreuung, besonders aber auch durch die Verdunstung des Glaubens.
Als „Kongress Freude am Glauben“ rufen wir dazu auf,
– sich Gottes Plan mit dem Menschen als Mann und Frau neu anzueignen und das christliche Menschen- und Gemeinschaftsbild mit Mut und Überzeugung in Gesellschaft und Kirche zu vertreten und weiterzugeben;
– im Sinne der Liebe zur Schöpfung, wie Papst Franziskus es in seiner neuen Enzyklika „Laudato sí“ verkündet, den eigenen Lebensstil dahingehend zu überprüfen, ob wir als Ehepaar und/oder Eltern diesen wesentlichen Werten des Lebens den ersten Platz einräumen oder ob wir Zweitrangigem, das uns verlockend umwirbt, den Vorzug geben;
-wo und wie immer möglich, den zerstörerischen Ideologien entgegenzutreten, die Ehe und Familie allgemein und konkret unsere Kinder und Jugendlichen in zunehmend intoleranter Weise bedrohen. Familien, tut euch zusammen und verwehrt den zerstörerischen Kräften den Zugriff auf eure Integrität und das ungestörte Heranwachsen eurer Kinder, sonst seid ihr, wie Johannes Paul II. sagte, „die ersten Opfer jener Übel, die (ihr) vorher nur gleichgültig betrachtet (habt)“. (FC 44)
-bei allen kirchlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern Geltung einzufordern für die grundlegenden, zugleich einfachen, heute aber ernstlich bedrohten Wahrheiten über den Menschen, u. a. das unverkürzte Recht auf Leben, das Recht auf Achtung und Würde jeder Person, das Recht auf Selbstbestimmung, das allen anderen Instanzen vorgeordnete Recht der Eltern zur Erziehung der Kinder;
– Ehe und Familie als Urgegebenheiten des menschlichen Daseins vor allen bedrohlichen Zugriffen (des Staates, der Wirtschaft, der Ideologien) zu schützen und sie subsidiär so zu unterstützen, dass sie eigenständig ihre Aufgabe als staatserhaltende Kräfte erfüllen können.

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