Stellungnahme des Forums Deutscher Katholiken zur Frühjahrskonferenz der Deutschen Bischöfe

In einer Situation der Verwirrung und Verunsicherung, die auch die Katholiken, die treu zur Kirche stehen, betroffen hat, haben die Bischöfe den Gläubigen erneut Orientierung gegeben. Dafür sind wir ihnen dankbar.

Wir begrüßen, wenn Frauen in kirchlichen Diensten, die keiner Weihe bedürfen, Positionen einnehmen können, die ihren Begabungen und Fähigkeiten entsprechen. Dabei bleibt klargestellt, dass die Kirche der „Leib Christi“ und nicht eine weltliche Institution mit Nachholbedarf an Demokratie, Geschlechterproporz etc. ist.

Wir begrüßen, daß die Kirche Frauen in Notlagen zur Seite steht. Dazu zählen alle Maßnahmen, die im Einklang mit der Kirche stehen und die mit den entsprechenden Stellen der Universalkirche abgestimmt sind. Im Falle einer Vergewaltigung kann dies die „Pille danach“ sein, wenn sie eine Befruchtung verhindern kann und gleichzeitig nicht abtreibend wirkt.
Nach den Erfahrungen mit der Einbindung der Kirche in die staatliche Schwangerenkonfliktsberatung mit der Erteilung des Beratungsscheins ist u.E. der Satz „In jedem Fall ist die Entscheidung der Frau zu respektieren“ noch näher zu präzisieren.

Der Versuch einiger Medien die Verwirrung in der öffentlichen Diskussion zu instrumentalisieren, um die bekannten Forderungen nach Anpassung der katholischen Kirche an den Zeitgeist durchzusetzen, ist durch die Beschlüsse der deutschen Bischöfe gescheitert.

Prof. Dr. Hubert Gindert
Vorsitzender des „Forums Deutscher Katholiken“

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2 Antworten auf Stellungnahme des Forums Deutscher Katholiken zur Frühjahrskonferenz der Deutschen Bischöfe

  1. kaiserin sagt:

    Danke, Herr Prof. Dr. Gindert, wie gut ist es, daß Sie da sind!

  2. Mathias Wagener sagt:

    Guten Tag,
    halten wir fest: Die abtreibende (tötende) Pille ist verboten, die hemmende im Falle der Vergewaltigung erlaubt. Hierbei nimmt die Kirche Sicht auf die Frau und das kriminelle Geschehen, insoweit es tatsächlich feststeht.
    Irgendwie unwohl ist mir schon dabei, wenn ich an eine Bekannte denke, die aus einer Vergewaltigung entstanden ist und ganz gern unter uns weilt.
    Zum Glück ist sie nicht katholisch, sonst würde sich sich ganz mies fühlen.
    Gruß
    Mathias Wagener

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