Ludwig Ring-Eifel (KNA) und „die Papsttreuen der katholischen Publizistik“

„Gesucht wird ein Brückenbauer, dem es gelingt, die kritischen Köpfe von rechts und links für die Kirche der Zukunft zu gewinnen.“
Klingt gut, ist aber nicht gut gemeint. Als Brückenbauer war nämlich Ludwig Ring – Eifel, der Chef der Katholischen Nachrichten Argentur (KNA) in Rom im Januar in den Palazzo Cesi an der Piazza di San Pietro eingeladen worden. Dort treffen sich seit drei Jahren die „papsttreuen“, von keiner kirchlichen Alimentierung abhängigen Journalisten und Publzisten jährlich mit dem Sekretär des Papstes, Erzbischof Gänswein, zum Austausch in einer Runde, in der in diesem Jahr auch Kurt Kardinal Koch, der Ökumene-Minister des Papstes hinzukam. Das Vatican-Magazin, dessen Mitherausgeber der Verleger Bernhard Müller (fe-Verlag, PUR-Magazin) der Einladende war, berichtete in seiner Februar Nummer 2013 auf S. 36 über das Treffen und zählte die Teilnehmer namentlich auf und nannte die Gespräche „vertraulich aber erbaulich“.
L. Ring-Eifel, der in seinen jungen Jahren für die Grünen im Stadtrat seiner Heimatstadt Trier saß, später aber sehr lange Redakteur und Rom-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war, wurde vertrauensvoll eingeladen, weil er als KNA-Chef sich oft „gemäßigt“ gezeigt hatte und man von ihm einen Brückenbau erhoffte.
Jetzt, drei Tage vor dem Rücktritt Papst Benedikts XVI. ließ er völlig ungeniert die Maske fallen, und dankte den Gastgebern damit, dass er in zwei Artikeln, „die Trauer der Rebellen“ auf der kirchenamtlichen Seite katholisch.de und in „Die vaterlose Gesellschaft“ in der Zeit-Beilage „Rheinischer Merkur“, die einladenden und anwesenden Kollegen, die er unter anderem „die Papsttreuen der katholischen Publizistik“ nennt, brüskiert. Und dann knöpfte er sich alle vor: die „papsttreuen katholischen Publizisten“ vom „rechten Rand“, die ihn eingeladen hatten.
Matthias Matussek, der auf seinem Spiegel-online-blog „schwadroniert von der Großartigkeit des scheidenden Pontifex“; Paul Badde, dessen tiefe Spiritualität ihm unverständlich und deshalb zuwider ist, wird als Mysterienforscher an den Rand gestellt.
Ich erspare mir und dem Leser, hier alle mehr oder weniger versteckten Unfreundlichkeiten Ring-Eifels aufzuzählen. Er preist den „Mainstream katholischer Publizistik, der von eher unauffälligen Medienangestellten dominiert wird“ und zu den „krawallig auftretenden Konservativen meist misstrauisch Distanz gehalten hat“. Was Ring-Eifel an den in Rom anwesend gewesenen journalistischen Kollegen krawallig findet, bleibt sein Geheimnis. Er kann aber nicht umhin, von der „kreativen Vernetzung der Papsttreuen“ zu berichten, die versucht haben, „sich mit päpstlichen Rückenwind aus Rom und Unterstützung von Papstsekretär Georg Gänswein in die kirchenpolitische Debatte in Deutschland einzubringen.“
Nur deren Erfolge bemüht er sich eifrig herunterzuspielen. Das größte katholische deutschsprachige Portal kath.net, dessen Leiter Roland Noé ebenfalls zu den Geladenen im Palazzo Cesi gehörte, versucht er wider besseren Wissens als wenig bekannt hinzustellen. Die Auflage des noch jungen Vatican-Magazins vergleicht er mit der Auflage des Publik- Forums ( über 30.000) in „seiner besten Zeit“. Zu fragen wäre, ob er das linke Publik-Forum mit seiner antikirchlichen gegen die Hirarchie gerichtete Stimmungsmache auch krawallig findet? Die online-Präsenz katholischer Printmedien läßt er außer Betracht.
Hier halluziniert doch etwas der Neid des kirchenamtlichen Nachrichtenchefs, der nicht wahrhaben will, dass seine Mainstreammedien kirchlicher Art der großen Anzahl der Katholiken relativ gleichgültig ist, während die „papsttreue katholische Publizistik“ einen festen und stetig wachsenden Leserstamm hat, der diese Medien auch im Internet lesen kann, aber der natürlich nicht bei weitem die Mehrheit der Katholiken repräsentiert. Auch will er glauben machen, dass die deutschen Bischöfe bis auf ganz wenige Ausnahmen die „papsttreue katholische Publizistik“ ignorieren. So ganz auf dem Laufenden ist Ring-Eifel hier nicht, sondern hier ist doch eher der Wunsch der Vater des Gedankens.
Aus seinen beiden Artikeln geht eine große Genugtuung hervor, dass der „rechte Rand“ nun den Schutz und den Ideengeber mit Papst Benedikt verloren hat.
Was für ein Irrtum!
Im Grunde sind die beiden Artikel gegen den scheidenden Papst, seine Lehre und Verkündigung sowie seine Ermahnungen gerichtet. Das belegt auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung der beiden Artikel kurz vor dem Abschied. Als dieser noch nicht bekannt war, hat Ring-Eifel seine alte Haltung bewahrt, die auf Vorsicht ausgelegt war. Auch jetzt kann er es sich nicht leisten, Papst Benedikt direkt anzugreifen. Er traut sich nicht als kirchenamtlicher Lohndiener, dieses offen zu sagen. Aber der ganze Inhalt und der Stil der beiden Artikel sprechen Bände. Der Ton macht die Musik und läßt in einem Text auch die Zwischentöne sehr deutlich werden. Beide Artikel machen in klar vernehmbaren Tönen die Verachtung Ring-Eifels der „papsttreuen Publizisten“ und aller ihrer Freunde deutlich. Das Ganze hat nicht nur eine antirömische Tendenz sondern richtet sich zwischen den Zeilen gegen einen Papst, der in der ganzen Welt das höchste Ansehen selbst bei Atheisten und Vertreter anderer Religionen genießt. Selbst die liberale, kirchenfeindliche New York Times macht keine Ausnahme. Die Menschen überall in der Welt bezeigen ihm in Massen ihre Liebe; ganz besonders die Italiener, wie wir in diesen Tagen erleben können. Was bewirkt nur diese Feindseligkeit und die unter der Oberfläche schwelende Gehässigkeit bei Ludwig Ring-Eifel? Seine wohlgesetzten Worte täuschen nicht darüber hinweg. Wie kränkend muß das für die Kollegen sein, die ihn in ihre vertraute Runde mit dem erzbischöflichen Papstsekretär und Kardinal Koch eingeladen und aufgenommen haben. Ist es denn ein Wunder, dass sie diese beiden Artikel mit ihrer kaum verholenen Verachtung als infam und als einen  Schlag ins Gesicht empfinden?
Weiter philosophiert Ring-Eifel über das „Phänomen der neokonservativen Publizistik“, das „nicht möglich wäre ohne den theoretischen Überbau einiger katholischer Intellektueller“.
Dazu zählt er Martin Mosebach, Robert Spaemann und Walter Kardinal Brandmüller, den Chefhistoriker der Kirche. „Natürlich alle drei Liebhaber der lateinischen Messe.“ Sie „lieferten den konservativen Publizisten die großen Gedankengänge, unter denen diese ihre meist einfacher gestrickten Diskussionsbeiträge ausbreiten“.
Wer nun genauso billig polemisieren wollte, könnte als Ideengeber des Ludwig Ring-Eifel das Publik Forum nennen. Natürlich sind die drei von ihm genannten Persönlichkeiten für viele „Konservative“ Vorbilder in Leben und Denken. Warum also die gehässige Diktion?
Spätestens seit der Freiburger Rede Papst Benedikts sähen sich die Papsttreuen „als wahre Kämpfer im Auftrag der Herrn“ polemisiert der Frontmann der KNA weiter.
Dann kommt er doch noch auf einen sehr wesentlichen Punkt: „Die Papsttreuen der katholischen Publizistik nutzen als „katholische Freibeuter“ die Möglichkeiten des Internets.
Spätestens hier wird klar, warum Ring-Eifel so giftig wird. Das Internet macht langsam aber stetig die Agenda-Setting-Theorie der Chapel Hill Studie von 1968, nach der die Leitmedien die Themen bei der Meinungsbildung in der Bevölkerung maßgeblich beeinflussen, zunichte, wie kürzlich eine Kollegin im „Cicero“ schrieb. Das heißt im Klartext: durch die Freiheit des Internets, in der die „papsttreue katholische Publizistik“ bestens aufgestellt ist, verlieren die Mainstreammedien und damit auch Ring-Eifel die Lufthoheit über die Meinung der Bevölkerung, die sich immer mehr im Internet orientiert. Das wurde kürzlich erst von einigen Fernsehgewaltigen beklagt.
Die „vaterlose Gesellschaft“ nennt uns der KNA-Chef und meint, wir hätten mit Papst Benedikt unseren Vater verloren. Armer Ludwig Ring-Eifel! Er hat nichts verstanden; weder den von Papst Benedikt so wunderbar herausgearbeiteten Kern des katholischen Glaubens noch uns „die Papsttreuen“. Wir sind nicht vaterlos und werden es auch niemals sein. Wir haben einen Vater im Himmel. Und dessen Stellvertreter auf Erden, Benedikt XVI., wird uns verbunden bleiben im Gebet noch über seinen Tod hinaus. Und einen neuen „Vater“ auf dem Stuhle Petri werden wir in wenigen Tagen wieder haben, dem wir uns in Treue verbinden, weil ihm die Schlüssel des Himmels gegeben sind. Die Kirche ist da, wo Petrus ist, und nicht da, wo die Mainstreammedien sind. Das mag ja für Ring-Eifel nicht zu begreifen sein. Für uns aber ist das so.
Ring-Eifel hat nach einem Brückenbauer verlangt, „der die kritischen Köpfe von links und rechts“ für die Kirche der Zukunft zusammenbringt. Wir sind im Herzen der Kirche, dort, wo Petrus ist.
Als ein Brückenbauer war Ring-Eifel in den Palazzo Cesi geladen. Er hat es vorgezogen, die Brücke hinter sich in die Luft zu sprengen. Vielleicht hilft ihm die ja Fastenzeit dazu, die Unanständigkeit seines Verhaltens seinen Gastgebern gegenüber zu erkennen und damit die Notwendigkeit, wirklich ernsthaft und mit mehr gutem Willen an einer gemeinsamen Brücke zu bauen. Wir möchten es ihm und uns wünschen; denn dazu war er nach Rom geladen.

Michael Schneider-Flagmeyer

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12 Antworten auf Ludwig Ring-Eifel (KNA) und „die Papsttreuen der katholischen Publizistik“

  1. quer sagt:

    „……die Katholische Kirche sich in Ihren Dogmen als einzig wahre und damit einzig heilige Kirche versteht….“

    …ist in der Tat die alleinseeligmachende Kirche. V.II hat das wohl irgendwie untergehen lassen, oder aus dem Bewußtsein ausgeblendet. „Asissi“ hat da wohl seinen gehörigen Anteil. Verwirrung ist der innere Feind der Kirche.

    Mißbrauch, Mord und Totschlag sind schwere Sünden. Wegen Sünden Dritter ist es heuchlerisch, die Nachfolge Christi zu verweigern. Mit einer solchen Begründung hat es grundsätzlich immer substantiell am Glauben gefehlt. Mir kommt das Gleichnis vom Balken und dem Splitter in den Sinn. Kein Wunder, wenn man sieht, welchen Stellenwert das Bußsakrament heute allgemein einnimmt.

    Es verstärkt sich bei solcher Art Lektüre der Eindruck, daß es seit V. II die rechte Glaubensunterweisung nicht mehr gibt, bzw. diese vernachlässigt wird.

    • Eduard Werner sagt:

      quer hat manche Ursachen für den heutigen Zustand der Kirche in Europa zutreffend benannt. Aber die pauschale Schuldzuweisung an das Vatikanum II geht doch wohl zu weit. Manche Fehlentwicklung im Rahmen des europäischen Wirtschaftswunders hat sich schon deutlich vor dem Konzil V II angedeutet. Die Auflösung des katholischen Milieus wurde von einem gigatischen Einbruch kirchenfeindlicher Medien begleitet. Die Angriffe gegen die Kirche waren selten grobschlächtig und leicht widerlegbar, sondern subtil und auf Langzeitwirkung bedacht. Der Anpassungsdruck ließ zuerst manch gut bezahlten Theologieprofessor und Kirchenjournalisten umfallen. Heute beziehen viele Katholiken ihr „Glaubenswissen“ nur noch aus den gegnerischen Medien. Der Religionsunterricht funktioniert nur in Ausnahmefällen und die Sonntagspredigten befassen sich meistens nicht mit Glaubenswissen. Das hat nicht „das Konzil“ verursacht, sondern glaubensschwache Funktionäre der Kirche, die selbst noch kein Konzilsdokument gelesen haben.

      • quer sagt:

        „….die pauschale Schuldzuweisung…“

        …ist deshalb keine, weil dem Kirchenvolk in ungenügender oder ausbleibender Kathechese z.B. die Veränderungen der neuen Liturgie nicht nahegebracht wurden, und zudem die Ausnahme (V. II !!) zur Regel gemacht wurde. Auch im ordo novo ist die Zelebrationsrichtung als pro domus und das Hochgebet in Latein bestimmt.

        Allein aus der bestehenden Realität heraus erfolgte eine Verflachung von Liturgie und Eucharistie. Der Durchschnittslaie wähnt durch die Bitte um Sündenvergebung die Beichte vernachlässigbar. Anders ist der geschlossene Gang zur Kommunion in den Gemeinden nicht erklärbar.

        In der Art der Darreichung des Leibes des Herrn ist eher das „geweihte Brot“, als die Realpräsenz vermittelt und empfunden.

        Es gibt viele Gründe die „neue Messe“ zugunsten der Tridentinischen Messe zu meiden.

  2. Thomas sagt:

    Ich bin vor 2 Wochen nach langer Überlegung und Beobachtung aus der katholischen Kirche ausgetreten, in der ich 47 Jahre aktives Mitglied war.

    Die zahlreichen Skandale, die Aufkündigung der Aufarbeitung der Missbräuche durch die Katholischen Würdenträger haben das Fass bei mir zum Überlaufen gebracht.

    Ich vermisse die Barmherzigkeit der Kirche im Umgang mit Geschiedenen, aber auch Nichtchristen. Aber auch Frauen, die in der Kirche mehr Dienst tun wollen, als sie aktuell dürfen, kommen nicht zu Ihrem Recht.

    Die Kirche setzt sich nicht mit den Problemen der Menschen auseinander, sondern schafft nur Gewissenkonflikte, wenn man sich nicht an die Dogmen ( Theologe 19) hält oder halten kann.

    Solange die Anerkennung der Unfehlbarkeitsthese gilt und das Zahlen der Kirchensteuer ( in eine Blackbox) über Himmel oder Hölle entscheidet und die Katholische Kirche sich in Ihren Dogmen als einzig wahre und damit einzig heilige Kirche versteht wird sie weiter treue Christen verlieren.

    Die gesparte Kirchensteuer werde ich direkt spenden, damit sie auch da ankommt, wo Sie den Menschen wirklich hilft.

    • dominik sagt:

      @Thomas
      Es ist immer schmerzlich, wenn jemand unter den von Ihnen genannten Gründen aus der Kirche austritt. Auch wenn es schlimme Fehlverhaltungen und Sünden von Mitgliedern der Kirche gibt, bleibt sie doch der (geschundene) Leib Christi, der auf Erden pilgernde Christus. Die Begründungen, die Sie allerdings aufzählen, scheinen mir doch mehr aus den säkularen, der Kirche nicht freundlich gesinnten Medien zu stammen, die leider nun einmal immer noch bei vielen Menschen meinungsbildend sind und – das ist die große Wunde der Kirche – von dissidenten, geweihten Amtsträgern gestützt und genährt werden.
      Die Kirche ist keine Institution der Mode oder eine politische Partei, die sich nach der zeitgebundenen Meinung der Menschen ausrichten muß. Sie ist ausschließlich der Wahrheit verpflichtet und zwar nicht der „Wahrheit“ dieser „Welt“ sondern alleine der Wahrheit Gottes, wie sie in der Heiligen Schrift uns vorgegben ist.
      Zu den einzelnen Punkten, die Sie nennen:
      Skandale sind schlimm und nicht zu entschuldigen. Wir alle leiden darunter. Die Meldung der „Aufkündigung der Aufarbeitung der Mißbräuche durch die katholischen Würdenträger“ ist eine bewußte und gezielte Verleumdung durch eine Reihe von Medien. Aufgekündigt wurde lediglich die Zusammenarbeit mit Prof. Pfeiffer. Die Bischöfe haben laut und verständlich wiederholt erklärt, dass die Aufarbeitung mit einem anderen Institut weitergeht.
      Die Barmherzigkeit ist ein Teil der Liebe, die konsequent sein muss, sonst ist sie nur Gefühlsduselei oder Befindlichkeit. Jesus hat die vor Gott geschlossenen Ehe für unauflösbar erklärt. Darüber ist sich jeder im klaren, der eine christliche Ehe schließt. Für die wiederverheirateten Geschiedenen bietet die Kirche ein Fülle von Hilfen an und grenzt sie keineswegs unbarmherzig aus.
      Die Dogmen der Kirche sind nicht Punkte eines Parteiprogramms, das mehrheitlich beschlossen wird und dem ständig wechselnden Zeitgeist unterliegt, sondern sie sind Glaubenssätze, die dem Evangelium entstammen und ausschließlich der ewigen unabänderlichen Wahrheit Gottes verpflichtet sind.
      Dass die Frauen in der Kirche eine große Rolle spielen, zeigt Ihnen der Blick in die Kirchengeschichte. Mutter Theresa hatte mehr „Macht“ als alle Politiker zusammen, weil sie die „Macht der Kinder Gottes“ ergriffen hatte, die nur denen gegeben ist, die Christus in ihr Herz aufnehmen. (Prolog zum Johannesvangelium). Es ist die Tragik der „Welt“ und leider vieler Amtsträger der Kirche, dass sie dieses nicht kapieren.
      Ich wünsche ihnen aufrichtig von Herzen, dass Sie mit Gottes Segen, der Ihnen immer gewiß ist, eines Tages die Kirche sehen mit Blick auf ihren Herrn und Erlöser, der diese Kirche der Sünder täglich zur Kirche der Heiligen macht.
      Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute und Gottes Segen für Ihren weiteren Weg, von dem ich hoffe, dass er Sie eines Tages zurückführt in das dann ganz anders gesehene Haus der Kirche.

      • Mathias Wagener sagt:

        Ich weiß nicht, warum jemand, der so gegen die Kirche ist, zu ihr zurückfinden soll. Wenn es nicht um die Ersparung der Kirchensteuer geht, wäre doch die Mitgliedschaft in einer der evangelischen Gruppierungen oder bei den Altkatholiken gegeben.

  3. quer sagt:

    „Wenn in der Kirche Beschäftigte sich von der Kirche bezahlen lassen und zerstörerisch an der Kirche wirken,…“

    …so werden sie von meiner Kirchensteuer auch noch finanziert und unterstützt. Mit meinem Gewissen als Katholik ist das nicht vereinbar. Also raus aus der „Körperschaft“ und der (Welt-)Kirche geben, was der Kirche ist. So ist es geschehen und so ist es gut.

    „Wenn die Medien überwiegend die Abweichler zu Wort kommen lassen…“

    …so ist es im bezogenen Falle ausgerechnet die KNA und ihr Chef. Ebenfalls von Kirchensteuern alimentiert. Die Frage steht im Raum, was daran wohl noch katholisch ist.

  4. Eduard Werner sagt:

    Zu Herrn Ring-Eifel und zu seinen Freunden fällt mir nur ein Satz aus dem Ersten Johannesbrief,2.Kapitel Satz 19 ein: „Sie kamen aus unserer Mitte, sie haben aber nie zu uns gehört.“
    Das ist zwar ärgerlich, aber wir ertragen es. Christus hatte auch einen Verräter in seiner Umgebung. Und der ist am Ende nicht glücklich geworden – als er den Strick nahm. Auch für die heutigen Mitlinge kommt einmal die Erkenntnis, dass sie sich falsch entschieden haben.

  5. Mit einigen wenigen Zeilen kann man die Komplexität, wie sich die katholische Kirche in Deutschland darstellt, nicht beschreiben. Folglich kann man auch aus wenigen Fakten, die nicht den Kern der Kirche treffen, keine Lebensentscheidungen treffen. Solange die Kirche in Deutschland mit dem Nachfolger des Petrus vereint ist (vgl. Kanon der hl. Messe), können wir nicht von „Deutsch katholischer Nationalkirche“ sprechen. Die Tatsache, dass Papst- und Kirchenkritiker sich in deutschen Medien zu Wort melden und es an der Übereinstimmung mit dem Nachfolger des Petrus, mit der Lehre der Kirche und mit den Sakramenten fehlen lassen, zeugt zunächst von einer Rechthaberei der „Sonderlinge“. Wenn die Medien überwiegend die Abweichler zu Wort kommen lassen, dann zeugt dies von einer Parteinahme und nicht von einer vertieften Kenntnis des katholischen Glaubens. Was von innen und außen an unfreundlicher Kritik an der Kirche kommt, kann nicht Maßstab sein für die Beurteilung der Kirche, wie sie von Jesus Christus ins Leben gerufen wurde. Wenn in der Kirche Beschäftigte sich von der Kirche bezahlen lassen und zerstörerisch an der Kirche wirken, dann ist dies für mich nicht der Anlass, aus der vom Staat vorgeschriebenen Körperschaft auszutreten. Für mich ist meine Kirchensteuer und mein Kirchgeld ein Solidarbeitrag für alle guten Werke, die die Kirche um Christi willen tut. Man kann auch nicht alle Bischöfe über einen Kamm scheren. Es gibt Bischöfe, die Angst vor den Medien haben, es gibt Bischöfe, die sich gerne Mehrheiten in der Bischofskonferenz anschließen, es gibt aber auch Bischöfe mit klarer Stimme und Weisung. Es sind die Bischöfe, die sich nahtlos dem Papst anschließen. Auch mein Bischof lässt keinen Zweifel an seiner Treue zum Papst aufkommen. Wenn ich dann Papst, Bischof und Bibel zusammennehme, dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Gerhard Stumpf

  6. Gertraud Neldner sagt:

    Es ist nicht anständig, sich einladen zu lassen, den Anwesenden zu vermitteln, man gehöre zu ihnen und sie danach, wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist, persönlich anzugehen.
    Auch ist es nicht anständig, Gastgeber und mitdiskutierenden Anwesenden vorzuenthalten, wo man kirchenpolitisch wirklich steht.
    Es ist keine ehrliche Vorgehensweise und spricht nicht für Seriosität, weder im charakterlichen noch im journalistischen Bereich.
    Hätte Ring-Eifel schon bei der Einladung erklärt, dass er im Grunde genommen gegensätzliche Ansichten vertritt, wäre es dem Gastgeber möglich gewesen, ihn nicht oder -im Gegenteil- gerade deswegen dabeihaben zu wollen, um auch seine Sicht der Dinge diskutieren zu können.
    Ring-Eifel hat Vertrauen missbraucht und sich auf diese Weise selbst diskreditiert.
    Der KNA-Chef hätte also kaum das Anrecht, sich über die Teilnehmer zu mokieren.
    Er selbst sollte sein eigenes fragwürdiges Verhalten einer kritischen Prüfung unterziehen.
    Danach könnte eine gute Beichte hilfreich und heilend sein.
    Eventuell aber ist das für Herrn Ring-Eifel keine Option, weil „beichten“ aus der Tradition kommt und Tradition ist etwas, was abzulehnen ist.

    Andererseits frage ich mich aber auch, war dem Gastgeber die Ausrichtung von KNA nicht schon vorher bekannt?

    • Mathias Wagener sagt:

      Das Verhalten des Journalisten zeigt, dass er falsch ist. Bedauerlicherweise war man etwas zu gutgläubig, andrerseits hat man bei den „papsttreuen“ Katholiken (sind Andere denn denkbar ?) auch nichts zu verbergen.

  7. quer sagt:

    Besser kann man die „Deutsch-katholische Nationalkirche“ nicht beschreiben. Mit dem KNA-Chef als Sprachrohr ist dies die Haltung der Mitglieder der DBK. Dami tritt die Los-von-Rom-Bewegung in eine neue Phase. Es ist die Bekundung, nicht mehr römisch-katholisch sein zu wollen.

    Um römisch-katholisch bleiben zu können, hilft tatsächlich nur der Austritt aus der „Körperschaft“. q.e.d.

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