Aufruf des Forums Deutscher Katholiken. NEIN zum assistierten Suizid!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,
wíeviel Menschlichkeit wird über unsere Gesetzgebung aufgegeben!
Schreiben Sie bitte unseren Abgeordneten, dass sie nicht zulassen,
dass durch ein Gesetz lebensmüde Menschen straflos beseitigt werden können.
Setzen wir uns für eine echte Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit ein, die auch dem
Verzweifelten, dem Schwerkranken und Sterbenden zeigt, dass ihr Leben bis zum letzten Atemzug wertvoll ist.
Sie können den Abgeordneten schreiben. Der Einfachheit wegen verlinken wir in diesem Fall unter unserem Aufruf den Aufruf von CitizenGo, bei dem Sie sich nur eintragen müssen um die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu erreichen.
Wir glauben so, die größtmögliche Unterschriftenzahl zu erreichen.
Gott segne Sie für Ihr Engagement.
Im Gebet verbunden.
Prof. Dr. Hubert Gindert

Aufruf des Forums Deutscher Katholiken: NEIN zum assistierten Suizid:

Der Deutsche Bundestag wird am 6. November 2015 über vier Entwürfe zur Regelung der Suizidbeihilfe nach zweiter und dritter Lesung entscheiden. Diesen Gesetzentwürfen liegt jeweils ein unterschiedliches Werteverständnis zugrunde. Worüber entscheiden die Abgeordneten?

Der Entwurf Hinze/Lauterbach will die bestehende Rechtsfrage weiter liberalisieren und dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) eine Vorschrift einfügen, die Ärzten die Suizidbeihilfe unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich erlaubt.

Der Entwurf Künast/Sitte möchte nur die gewerbsmäßige, d.h. auf Wiederholung angelegte und mit Gewinnabsicht durchgeführte Suizidbeihilfe strafrechtlich verbieten.

Der Entwurf Brand/Griese will nicht nur die gewerbsmäßige, sondern jede geschäftsmäßige, d.h. auf Wiederholung angelegte Suizidbeihilfe gesetzlich verbieten. Aber Suizidbeihilfe durch „Angehörige oder besonders nahestehende Personen“ soll straffrei bleiben, d.h. möglich sein. Diesen Gesetzentwurf unterstützen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ZdK) und der Familienbund der Deutschen Katholiken.

Der Entwurf Sensburg/Dörflinger sieht, wie in Italien, Österreich, Polen, Portugal und Spanien ein generelles strafrechtliches Verbot der Suizidbeihilfe vor.

Was ein Mensch in Notsituationen braucht sind Zuwendung, Beistand und Begleitung, gerade von „Angehörigen und besonders nahestehenden Personen“, nicht aber Beihilfe zum Suizid. Der Mensch ist nicht Herr des Lebens. Selbstmord und Beihilfe dazu widersprechen dem Gebot Gottes und der Lehre der Kirche.

Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht sich für den Gesetzentwurf Sensburg/Dörflinger aus. Er allein garantiert den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens. Das „Forum Deutscher Katholiken“ fordert den zügigen Ausbau palliativer Einrichtungen und bittet alle Mitbürger sich bei ihren Bundestagsabgeordneten für den Gesetzentwurf Sensburg/Dörflinger einzusetzen!
Hier zur Unterzeichnung bei CitizenGo.
http://www.citizengo.org/de/29924-voller-schutz-am-lebensende-keine-beihilfe-zur-selbsttoetung-erlauben

Prof. Dr. Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken

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3 Antworten auf Aufruf des Forums Deutscher Katholiken. NEIN zum assistierten Suizid!

  1. Ben Wilmes sagt:

    Gott ist der Herr über Leben und Tod.
    Der Mensch kann und darf Schmerzen lindern, trösten, begleiten.
    Das sollte er auch tun.
    Dadurch macht er sich so klein wie der Leidende und schenkt Liebe und Hoffnung.
    Wenn er aber über dessen Leben bestimmt, dann spielt er sich auf und will sein wie Gott.
    Diese Grenze dürfen Christen niemals überschreiten.

  2. Helga Nuding sagt:

    Euthanasie soll hier schön geredet werden. Hier geht es darum lästige Menschen zu entsorgen.

    • Mathias Wagener sagt:

      Ich muss mich schon der Deutlichkeit der Aussage der Frau Nuding anschließen. Da sollen Menschen entsorgt werden. Das paßt nicht zum sonstigen Humamnitätsgehabe dieser Republik.

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