Die Grünen – „Eine für Katholiken nicht wählbare Partei“

Wer das Programm der Grünen gelesen und ihre Politik beobachtet hat, weiß, dass die Grünen auch eine Umweltschutzpartei, vor allem aber die Partei der Kulturrevolution ist. Ihre Bedeutung verdanken die Grünen der besonderen Unterstützung durch die Medien. Der Kommunikationswissenschaftler Siegfried Weischenberg stellte bereits 2005 fest, „dass fast 40% der deutschen Journalisten Sympathien für die grüne Bewegung haben“. Die Grünen sind die Partei der „meist wohl versorgten Postmaterialisten überwiegend im Dunstkreis des öffentlichen Dienstes. Über 40% der Beamten im höheren Dienst haben Sympathien für die Grünen (Prof. Dr. Manfred Güllner).
Ein Blick in das Parteiprogramm der Grünen erklärt, warum der Kölner Kardinal Höffner bereits in ihrer Anfangszeit zum Ergebnis kam: „Die Grünen sind eine, für Katholiken, nicht wählbare Partei“ (Die Tagespost, 28.10.86). Daran hat sich nichts geändert. Die Grünen sind die Partei der Kulturrevolution, d.h. der 68-er Bewegung.
Der Spitzenkandidat der Grünen zur Bundestagswahl 2013, Jürgen Trittin, hat in einem Interview (AZ, 16.2.13) auf die Frage, ob die Homoehe mit Adoptionsrecht für Kinder eine Bedingung der Grünen für eine Regierungsbeteiligung sei, geäußert: „Das ist eine sehr wichtige Forderung für uns… Wir wollen die komplette Gleichstellung, das gilt für die Adoption genauso wie für das Steuerrecht. Wenn auch dort die Diskriminierung beseitigt ist, dann sind die beiden wesentlichen Unterschiede zwischen der eingetragenen Partnerschaft und der Ehe beseitigt“. Und auf die Frage: „Wann nennt man die eingetragene Partnerschaft dann Ehe?“ sagt Trittin: „Diese wird am Ende des Tages so genannt werden“.
Die Grünen wollen unser Kulturverständnis von Ehe und Familie im Sinne der Genderbewegung total verändern. Unser Verständnis von Ehe und Familie ist aber die Grundlage unserer Zivilisation. Trittin sagt unumwunden was die Grünen wollen. Niemand hat die Ausrede, er habe das nicht gewußt.

Hubert Gindert

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4 Antworten auf Die Grünen – „Eine für Katholiken nicht wählbare Partei“

  1. Eduard Werner sagt:

    Bei den Grünen ist vieles widersprüchlich. Einerseits wollen sie die Natur schützen, andererseits sind sie für die Abtreibung der ungeborenen Kinder, die doch auch Natur sind. Einerseits wollen sie die Natur schützen, andererseits wollen sie die natürliche Ehe der unnatürlichen Ehe gleichstellen. Die Grünen geben auch vor, gegen den sexuellen Missbrauch der Kinder zu sein, andererseits haben sie die Befürworter des sexuellen Missbrauchs (siehe Cohn-Bendit) nicht aus ihrer Partei ausgeschlossen. Die Liste der Widersprüche ließe sich fortsetzen.

  2. ed sagt:

    Danke für die klaren Worte!

  3. quer sagt:

    Legt man katholische/christliche Maßstäbe an Parteien, Politiker und Politik, so ist keine der im Bundestag vertretenen Parteien (mehr) wählbar. Auch nicht die mit einem C-Mäntelchen schamhaft verhüllte „CDU“.

    Alle diese Parteien mißachten Leben und Familie. Wie jüngst feststellbar, obsiegt in einer Kandidatenaufstellung bei der CDU eher eine islamische Türkin, als eine christliche 5-fache Mutter.

    Da aber auch künftig so gewählt werden wird, ist erkennbar wie wenig ernst Katholiken/Christen ihren Glauben wirklich nehmen. Ja, wie wenig sie überhaupt glauben. Würden wenigstens 50% der Katholiken ihrem Glauben gemäß wählen, hätte ein akzeptable Partei mindestens 10 Mi. Stimmen. Welchen Anteil in Prozent wären das?

    • Diese allgemeine Feststellung stimmt: Würden alle Christen denken wie Christus und handeln wie er, dann sähe es in unserer Gesellschaft besser aus. Es wären immerhin zwei Drittel der Bevölkerung. Weil hier bei uns Katholiken ein großes Defizit besteht, deshalb hat Benedikt XVI. 2012 ein Jahr des Glaubens ausgerufen. Nur durch die Besinnung auf Christus ist eine Umkehr und ein Neuanfang möglich. Die Umkehr meint einerseits von der Oberflächlichkeit zum vertieften Verständnis des Glaubens kommen, den eigenen Glauben kennen, andererseits im Kennen des Glaubensinhaltes und Wissen um die Barmherzigkeit Gottes im sittlich-moralischen Leben überzeugen.
      Wer die Medien zum Maßstab seines Lebens macht, gleicht sich an.
      Leider verfallen zu allen Zeiten allzu viele Menschen, die nicht im Glauben der Kirche verwurzelt sind, dem Zeitgeist. Wir dürfen erwarten, dass Papst Franziskus uns die Augen, Ohren und Herzen öffnen will für das Gute, Schöne und Wahre. Die Bundeskanzlerin und der Bundestagspräsident waren zu einer kurzen Audienz beim Heiligen Vater. Ich hoffe, dass es dabei nicht um ein Kalkül mit Wählerstimmen ging, sondern dass die Aufmerksamkeit für den neuen Papst ungeheuchelt war, und dass unsere Politiker lesen, hören und bedenken, was der Papst in der Demut seiner Person als von Gott gesandte Autorität sagt.
      Betroffenheit der Journalisten war es wohl, was sie zu einem Schweigen über die Ansprache des Papstes vor den in der Audienzhalle versammelten Vertretern sozialer Medien veranlasste, als er sagte: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie sachlich und fruchtbringend arbeiten und dass Sie das Evangelium Jesu Christi und damit das Leben der Kirche immer besser verstehen.“ Ob die taz, die über den Papst lästert und zugleich damit alle alten Leute diskriminiert, „sachlich und fruchtbringend arbeiten“ will und „das Evangelium Jesu Christi und damit das Leben der Kirche besser verstehen“ will? Und ob die Grünen, die dem Papst einen Glückwunsch schickten, den Papst und die Kirche verstehen wollen, wenn sie in ihrem Glückwunsch schreiben: „Die Kirchenbasis ist deutlich weiter als die Amtskirche, die Reformbemühungen bislang eher behinderte als sie aktiv zu fördern. Millionen von Katholikinnen und Katholiken wünschen sich ein Ende der Spannungen zwischen der Gemeindekirche und einer konservativen Kirchenhierarchie. Sie wünschen sich mehr Ökumene, eine Wiederbelebung des weltoffenen Geistes des 2. Vatikanischen Konzils, eine wichtigere Rolle für Frauen in der Kirche, eine konsequente Aufklärung der Missbrauchsskandale, ein Ende der Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen und eine insgesamt zeitgemäßere Sexualmoral.“ Dass Papst Franziskus bisher schon mehrfach Bezug auf das Konzil genommen hat, scheinen die Grünen nicht wahrgenommen zu haben. Dass die Geschlechtlichkeit dem Menschen vorgegeben ist, der Mensch sie verstehen muss und sie nach dem von der Natur und Gott vorgegebenen Sinne gestalten darf, kann Papst Franziskus nicht abschaffen. Auch Trittin kann begreifen, dass der Mensch nur fliegen kann, wenn er sich mit der Technik an der Natur ausrichtet. Die Reihenfolge bleibt seit Menschengedenken: Lernen, forschen, erkennen, anwenden. Es gab immer auch Menschen, die, wie die Grünen wollen, den Willen absolut setzen. Das führte in der Geschichte zum Untergang von Kulturen und politisch zu Diktaturen und Völkermord.

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